Auch aus der Wirtschaft selbst kommen kaum erfreuliche Signale. Deutschland leidet weiter unter der anhaltenden Konjunkturschwäche, aber die Regierungsparteien diskutieren über Steuererhöhungen.
Getriebene der Ereignisse
Zusätzlich startete diese Woche die US-Berichtssaison – traditionell mit den Quartalszahlen der Großbanken. Die Ergebnisse? Gemischt. Für Anleger fehlt es jedenfalls nicht an Impulsen. Sich ungefiltert einer solchen Informationsflut auszusetzen, erzeugt aber nicht unbedingt Rendite, sondern vor allem Stress. Hilfreich sind Trader, die wissen, was sie tun und das Wichtige vom Unwichtigen unterscheiden. Die Besten haben sich das Label „Treue Anleger“ erarbeitet, und zwar zum gegenseitigen Nutzen. Die Anleger sind von den aufmerksamkeitsheischenden Tagesaktualitäten befreit, während sich die Trader über eine Anhängerschaft freuen können, die mit ihnen durch dick und dünn geht.
Ein Dutzend Jahre im „Flow“
Einer, der sich auf den Nachrichtenfluss bestens versteht, ist Thomas Mathis mit seinem wikifolio Go with the Flow. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen sieht er sich nicht nur als „sicheren Trader“, sondern auch als einen, der das Potenzial eines starken Wachstums bzw. hoher Renditen erkennt. Auf diese Weise will er sich kontinuierlich nach oben arbeiten. Das klingt vergleichsweise stressarm sowie profitabel, und – wie wir gleich sehen werden – war es das bislang auch. Um seinem Anspruch gerecht zu werden, in jeder Marktsituation erfolgreich agieren zu können, ergänzt Mathis seine Kernanlagen in innovativen Unternehmen fallweise um ETFs und Fonds. Grundsätzlich lässt er sich bei seinen Anlageentscheidungen nicht auf eine spezifische Region einengen. Ausschlaggebend für mögliche Käufe sind Recherchen im Internet, wobei aktuelle Meldungen ein besonderes Gewicht haben. So bleibt Mathis in Verbindung mit dem Geschehen rund um „seine“ Unternehmen. Aktuell ist er ausschließlich in Aktien investiert, und zwar praktisch vollständig. Auffällig ist die Konzentration auf relativ wenige Titel; momentan sind es sieben. Seine größte Position, mit 27,3 % Gewichtung, ist mit einem Plus von +192 % zugleich auch sein größter Gewinner. Auf Platz 2 folgt (Anteil: 18,2 %) mit einem Gewinn von +59 %. Wie erfreulich die Resultate der Strategie sind, zeigt sich seit April 2013, also über mehr als zwölf Jahre. Die jährliche Durchschnittsrendite liegt bei beeindruckenden +27,3 %, was bislang zu einer Gesamtperformance von +2.081 % geführt hat.
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Basisinvestment mit Traumrendite
Ebenfalls ein „alter Hase“ ist Simon Weishar, der mit seinem wikifolio Szew Grundinvestment seit Ende 2014 aktiv ist. Weishar kann nicht nur auf mehrere Jahrzehnte persönlicher Börsenhistorie verweisen, er hat sich schon im Rahmen seines BWL-Studiums auf die Fundamentalanalyse spezialisiert. Besonders haben es ihm wachstumsstarke Smallcaps angetan, die er in einem eigenen Blog analysiert. Überhaupt ist Weishar einer, der kontinuierlich mit den Anlegern kommuniziert, etwa mittels seiner „Wochenupdates“. Dies dürfte, neben seinen Erfolgen, ein weiterer Grund für die Treue seiner Anhänger sein. Das vorliegende wikifolio ist, wie der Name schon erahnen lässt, als Basisinvestment gedacht. Entsprechend sind hier vor allem sichere Dividendentitel und fundamental unterbewertete Aktien mit Turnaround-Chance vertreten. Die Smallcaps mit starkem Wachstumspotenzial bilden das Sahnehäubchen. Investiert wird lediglich in Aktien, wobei der Schwerpunkt auf Werten aus Deutschland und der EU liegen soll. Der Clou: Um die Substanz einer Aktie zu ermitteln, setzt Weishar auf einen selbstentwickelten Algorithmus. Je höher der innere Wert im Vergleich zum Kurs ist, desto attraktiver wird das Papier für einen möglichen Kauf. Mit 16 Einzeltiteln weist das ebenfalls vollinvestierte wikifolio eine gesunde Streuung auf. ist mit einem Anteil von 12,2 % aktuell die größte Position, gefolgt von (9,6 %) sowie und mit jeweils 7,0 %. Mit einer durchschnittlichen Performance von +25,2 % seit mehr als elf Jahren hat sich Weishars Value-Ansatz mehr als bewährt. Der Gesamtzuwachs ist mit +1.103 % vierstellig.
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Maximal flexibel
Ein relativer Newcomer ist Bastian Müller, der seit Juni 2022 das wikifolio Dynamic Assets von einem Erfolg zum nächsten führt. Sein Mantra: „70 % der Trader schaffen es nicht, erfolgreich zu sein. Für die restlichen 30 % ist es nur ein Spiel um die besten Plätze.“ Genau hier möchte er sich von der Masse der Trader absetzen. Sein Trumpf heißt Flexibilität. Damit hat er in einer Zeit großer und oft erratischer Umbrüche in jedem Fall einen Punkt. Entsprechend verließ er das Lager der reinen Langfristinvestoren, weil ihm das starre Festhalten an nur einer einzigen Strategie zunehmend absurd vorkam. Auch hinsichtlich des Zeithorizonts ist er offen für das, was ihm die Märkte zeigen – Chancen, die sich nur für wenige Stunden auftun, oder Entwicklungen, von denen man über Jahre hinweg profitieren kann. Und da Müller Flexibilität großschreibt, nutzt er auch die ganze Bandbreite des Handelsuniversums. Kurzfristig können Hebelprodukte zum Einsatz kommen, der Schwerpunkt aber liegt auf einem internationalen Mix aus konservativen und spekulativen Aktien. Dass Müller aktiv handelt, versteht sich nach dem Vorgesagten fast von selbst. Auch er hat sich ein eigenes Tool programmiert, das es ihm erlaubt, Chancen frühzeitig zu erkennen und wahrzunehmen. Aktuell ist er in 16 Aktien (73,3 %) und vier ETFs (26,6 %) investiert. Größte Einzelpositionen sind der iShares Physical Silver ETC (16,9 %) und die Aktie von (10,8 %). Die jährliche Durchschnittsperformance beläuft sich auf atemberaubende +83,6 %, was einer Gesamtrendite von +785 % entspricht. Kein Wunder, dass es hier schon nach dreieinhalb Jahren viele treue Anleger gibt.
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Was kommt?
Am Montag beginnt das Weltwirtschaftsforum in Davos, das ist zwar keine klassische Börsenveranstaltung, könnte aber ein wichtiger Impulsgeber für die Märkte sein. Ebenfalls am Montag gibt es die chinesischen BIP-Zahlen, die allerdings häufig interpretationsbedürftig sind. Im Vereinigten Königreich geht es am Dienstag mit den Beschäftigungszahlen weiter, gefolgt von den Verbraucherpreisen am Mittwoch. Für die US-Notenbank ist dagegen die dortige Kernrate der persönlichen Konsumausgaben am Donnerstag von höchster Relevanz. Für den Freitag merken wir uns schließlich den deutschen Einkaufsmanagerindex vor.
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Parallel nimmt die Berichtssaison an Fahrt auf. Stark beachtet werden die Zahlen von (Di), (Mi), sowie , , , und (Do) sein.