19.09.2016| Von: Andreas Kern |


Jessica Schwarzer, Chefkorrespondentin Börse beim Handelsblatt, hat „Sell in May and go away“ und einigen anderen Börsenweisheiten sogar ein Buch gewidmet, in dem sie anzweifelt, ob sich der Verkauf in Sommermonaten vor allem bei langfristigen Strategien wirklich lohnt. Der unserer Meinung nach viel interessantere ist aber weniger bekannte, zweite Teil des Zitats, erklärt, warum Sie gerade jetzt über Ihre Anlage nachdenken sollten: „… but remember to come back in September!“.

Lohnt sich die Investition im Herbst?
Wir haben dieses vermeintliche „Gesetz“ mit aktuellen Zahlen auf den Prüfstand gestellt. Untersuchungsgegenstand ist die Quartalsperformance des DAX der letzten 25 Jahre. Gleich vorneweg: Wir haben festgestellt, dass es im Durchschnitt der vergangenen 25 Jahre im 3. Quartal wohl doch so etwas wie ein „Sommerloch“ an den deutschen Aktienmärkten gibt. Und wir waren selbst erstaunt, wie gut sich die Performance im 4. Quartal in der Vergangenheit jeweils entwickelt hat. Nutzen auch Sie den Einstiegspunkt Ende September!

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Im Detail: Das 4. Quartal hat die Nase vorn
Die durchschnittliche Quartalsperformance war im 4. Quartal mit 7,8 Prozent am höchsten, im 3. Quartal mit -3,1 Prozent am geringsten. Die Schwankungsbreite (Volatilität) der Performance ist im 4. Quartal mit 9,6 Prozent am geringsten, das 3. Quartal wiederum belegt mit einer Schwankungsbreite von 13,7 Prozent den letzten Platz. 

Performance des DAX pro Quartal, Q4 1990 bis Q3 2016

Quelle: wikifolio.com, Basisdaten: quandl.com

Wirft man einen Blick auf die beste Quartalsperformance beziehungsweise die größten Gewinne pro Quartal, kann auch hier das 4. Quartal mit 35,1 Prozent positiver Performance glänzen. Die beste Performance im 3. Quartal im vergangenen Vierteljahrhundert betrug lediglich 18 Prozent. In Bezug auf die schlechteste Performance sieht das Bild ähnlich aus: Das schlechteste Quartal der gesamten 25 Jahre findet sich in im 3. Quartal (-36,8%), also in den Sommermonaten. Im 4. Quartal wurden bei Betrachtung der schlechtesten Performance im Quartalsvergleich am wenigsten Verluste (-17,5%) gemacht. Sieht man sich die Performance der einzelnen Quartale und aller Quartale zusammen im Zeitverlauf von insgesamt 25 Jahren an, wird deutlich, dass im 3. Quartal konsequent Geld verloren wird. Im 4. Quartal hingegen wird der Großteil der Performance des DAX gemacht.

Quelle: wikifolio.com, Basisdaten: quandl.com

Wann wieder einsteigen?
Zusammenfassend kann man sagen, dass in der Vergangenheit der am besten gefahren wäre, der mit einer Buy-and-Hold Strategie die Nerven behalten und Verluste ertragen hätte. Und um schlechte Performance in den Sommermonaten zu vermeiden, erscheint „Sell in May“ jedoch auch durchaus plausibel. Wichtig aber ist aber, wie gesagt, der zweite Teil des Zitats: „Come back in September“. Entsprechend unserer Analyse müsste es „… remember to invest in October“ heißen. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch Jessica Schwarzer in ihrem Buch. Ihre Theorie ist, dass die Verwendung von „September“ aus Gründen der Poesie gewählt wurde: „Das reimt sich nicht so schön“. Also schlagen wir eine kleine aber wesentliche Ergänzung vor:

„Sell in May and go away, but remember to come back END OF September!“