Market Timing - So bestimmen Sie den optimalen Einstiegszeitpunkt

wikifolio-Trader Carsten Schorn ist auf wikifolio.com unter dem Trader-Namen „Abbakus“ anzutreffen. Sein Handelsstil zeichnet sicht durch sehr gutes Market Timing sowohl in Bullen- als auch in Bärenmarkten aus.
In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkte bei Investitionen ausfindig machen und wie ein Gesamtbild aus mehreren Analysefaktoren den Anstoß für einen Kauf oder Verkauf geben kann.
Die Tipps kommen von Carsten Schorn wikifolio-Trader "Abbakus"

Der optimale Einstiegszeitpunkt

Der bestmögliche Einstiegszeitpunkt ist klarerweise dann, wenn eine Aktie zu einem Höhenflug ansetzt. Ob dieser idealerweise lange Zeit anhält oder nur von kurzer Dauer sein braucht, hängt von der Langfristigkeit der Handelsstrategie ab.

Für Carsten Schorn hängt die Entscheidung, eine Position zu eröffnen, von mehreren Komponenten ab. Grundsätzliche Indikatoren können Unternehmensmeldungen (Gute Unternehmenszahlen, Übernahmen, Sonderdividenden, Squeeze-Outs, der Einstieg eines Großaktionärs) oder hohe Umsätze des jeweiligen Wertes am Aktienmarkt, die den durchschnittlichen Tagesumsatz weit übersteigen, sein.

Das sind meist Anzeichen dafür, dass entweder ein Trend entsteht und viele Marktteilnehmer die gleiche Idee haben oder dass eine einzige größere Kraft einsteigt.

TIPP! Nicht auf einzelne Signale vertrauen. Im Prinzip ist es meist eine Kombination von Signalen, die in unterschiedlicher Reihenfolge eintreffen können.

Die harte Nuss - der Ausstiegszeitpunkt

Abhängig von der jeweils verfolgten Strategie sind Haltezeiten generell unterschiedlich. Warren Buffet beispielsweise trachtet danach, Aktien grundsätzlich für immer zu halten. Daytrader verkaufen Aktien mitunter im Minutentakt, jedenfalls aber am Tagesende. Für Kleinanleger ist aber wohl keiner dieser extremen Ansätze geeignet - erfordert der eine doch sehr viel Kapital, der andere sehr viel Zeit.

Ziel beim Verkauf einer Aktie ist, den maximal möglichen Gewinn zu realisieren bzw. Verluste so rasch als möglich zu begrenzen. Oft tendiert man gerade beim Verkauf von Aktien dazu, sich von Emotionen leiten  zu lassen. Es wird vorschnell verkauft oder zu lange an der Aktie festgehalten. Wie auch beim Kauf sollte der Verkaufsentscheidung aber ein sorgfältiger Analyseprozess vorangegangen sein, der dieselben Faktoren wie zur Ermittlung des Einstiegszeitpunkts umfassen sollte. Eine Börsenweisheit bringt die Vorgangsweise auf den Punkt: Verkaufen Sie eine Aktie, sobald Sie sie nicht mehr kaufen würden.

Analysefaktoren: Den richtigen Zeitpunkt ermitteln

Sobald Carsten Schorn erste Anzeichen für eine Trendwende wahrnimmt, überprüft er weitere Indikatoren, um seine Handelsentscheidung zu treffen.

Diese Analysefaktoren werden in das Gesamtbild miteinbezogen:

  • Generelle Marktentwicklung von DAX oder anderen relevanten Indizes
  • Unternehmenstermine oder Veröffentlichungen von Seiten des betreffenden Unternehmens
  • Fundamentale Kennzahlen, besonders das Eigenkapital
  • Charttechnische Analyse in Hinblick auf das Potenzial
  • Die allgemeine Nachrichtenlage zum betreffenden Unternehmen und seinem Marktumfeld
  • Die aktuelle Uhrzeit. Als Daytrader macht sich Carsten Schorn ein Bild, ob eine gefallene Aktie am selben Tag noch Zeit hat sich zu erholen oder ob sie aktuelle Gewinne noch bis zum Tagesende halten kann.

Dass neben den „harten“ Indikatoren bzw. Fakten und gutem Timing auch auf Marktgefühl und Erfahrung ankommt, hat Carsten Schorn in seiner Laufbahn als Trader immer wieder unter Beweis gestellt. Sein Tipp an Anleger: „Mit einer grundsätzlichen Börsenaffinität und regelmäßigen Handeln, kann man sich in diesem Bereich relativ schnell verbessern. Dennoch sollte man sich immer vor Augen halten, dass Börse zu einem gewissen Grad unberechenbar ist. Eine einfache Regel für Ein- und Ausstiege, die immer gleich anzuwenden ist, gibt es nicht.“

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