Germany30 Discount

Markus Mentzel

Performance

  • +12,5 %
    seit 29.04.2016
  • +21,2 %
    1 Jahr
    -0,22 %
    Heute
    -9,0 %
    Max Verlust (bisher)
    0,5x
    Risiko-Faktor
    ;
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Handelsidee

Das Musterportfolio Germany30 Discount investiert in Discountzertifikate auf den DAX-30. Ein Discountzertifikat ist äquivalent zu einem Direktinvestment in ein Indexzertifikat plus den Verkauf eines Calls zum Cap des Discountzertifikats. Dadurch profitiert das Discountzertifikat auch bei einer Seitwärtsbewegung des Marktes durch den Zeitwertverlust des Calls. Zum Start des wikifolios soll hauptsächlich in Discountzertifikate mit einem Cap in der Nähe des aktuellen Kurses investiert werden. Dies entspricht einem Verkauf eines Calls at-the-money, bei dem der Zeitwertverlust des Calls am größten ist. Bezüglich der Fristigkeitsstruktur der Discountzertifikate sollen diejenigen mit Restlaufzeit unter einem Jahr bevorzugt werden, weil hier ebenfalls der Zeitwertverlust am größten ist. Die Discountzertifikate können bis zur Fälligkeit gehalten werden, aber auch eine frühere Umschichtung in solche mit anderen Caps oder Laufzeiten ist möglich.

Beim Rollingprozess von bald auslaufenden oder ausgelaufenen Zertifikaten in länger laufende wird kein strikt regelbasierter Ansatz ausgeführt, sondern es kann die Markteinschätzung berücksichtigt werden. Dafür werden Instrumente der technischen Analyse genutzt. Es können defensiv Discountzertifikate mit einem Cap tief im Geld gekauft werden, wenn die Markteinschätzung eher pessimistisch ist. Umgekehrt sind auch Discountzertifikate mit einem Cap out-of-money möglich, um z. B. nach Kursrückgängen eine höhere Partizipation an erwarteten zukünftigen Kurssteigerungen zu ermöglichen.

Ziel ist es ein besseres Rendite/Risiko-Verhältnis zu erwirtschaften als ein Direktinvestment in den DAX-30. Die Strategie soll in Seitwärtsmärkten oder leicht steigenden oder leicht fallenden Märkten den Index outperformen. Bei stark steigenden Märkten ist zu erwarten, dass die Strategie zwar Gewinne erwirtschaftet, die jedoch weit unter den Steigerungen des Index ausfallen. Bei stark fallenden Märkten ist zu erwarten, dass in absoluten Zahlen Verluste auftreten, die jedoch geringer ausfallen sollen als bei einem Direktinvestment in ein Indexzertifikat. mehr anzeigen
Stammdaten
Symbol
WF0GRMNDSC
Erstellungsdatum
29.04.2016
Indexstand
High Watermark
116,5

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Markus Mentzel
Mitglied seit 04.03.2016
Meine Börsenerfahrung beträgt mittlerweile deutlich über 20 Jahre und reicht bis in das Jahr 1994 zurück, als ich unmittelbar nach meinem Studium das erste Mal Aktien gekauft habe. Damals war die Investmentwelt noch normal in dem Sinne, dass aussichtsreiche Investments Aktien, Anleihen oder Immobilien umfassten, die Finanzmärkte folgten Wirtschafts- und Zinszyklen. Heutzutage ist die Geldanlage ein schwieriges Unterfangen geworden. Die fragile Lage des Weltfinanzsystems, hervorgerufen durch die Politik des billigen Geldes, und das Aufschieben von Lösungsansätzen lässt nicht erwarten, dass sich diese Bedingungen in Kürze wieder normalisieren. Ökonomische Grundregeln, die noch zu DM-Zeiten als unverrückbar galten sind gefallen. Alle Anlageklassen sind hoch bewertet, es besteht jederzeit die Gefahr von kräftigen Verlusten durch Hochkochen des nächsten Krisenherdes. In diesem Umfeld ist es interessant das Augenmerk auf Strategien zu richten, deren Chance-Risiko-Verhältnisse besser sind als ein einfaches buy-an-hold in den Aktienmärkten.

Entscheidungsfindung

  • Technische Analyse

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

Die zehn Vormerkungen sind erreicht, ich bedanke mich für das in mich bzw. meine Strategie gesetzte Vertrauen. Meine Absicht war es immer gewesen den Markt entscheiden zu lassen ob diese Grenze erreicht wird, nie hatte ich in Foren für Vormerkungen geworben oder beabsichtigt in der Anfangsphase des wikifolios die Kennzahlen durch riskantere Anlagen nach vorne zu bringen. Das Ziel bleibt das wikifolio zu einem real-money-wikifolio zu machen. Ich habe nun zunächst die Unterlagen zur Legitimation bei wikifolio eingereicht. mehr anzeigen

Allgemeiner Kommentar

Das wikifolio beendete das Jahr 2016 mit einem Plus von knapp 10%. Seit dem Start zum Handelsschluss Ultimo April legte der DAX im Vergleich deutlicher um mehr als 14% zu. Der größte drawdown des wikifolios betrug am Brexit-Morgen vorbörslich 7,2%, beim DAX dagegen, gemessen am DAX-Future, vorbörslich an jenem Tag ca. 11,2%. Diese Werte liegen im Rahmen der Erwartungen der Strategie. Durch den deutlichen Anstieg in den letzten zwei Monaten ist der DAX etwas davongezogen und die meisten Discountzertifikate sind deep-discount geworden. Jetzt gilt es für das wikifolio dranzubleiben, d.h. die Caps der Discountzertifikate (=Strikes der implizit verkauften Calls) nach oben zu rollen, um wieder annähernd at-the-money zu sein und damit das gefallene Delta des Gesamtportfolios wieder in den Bereich von 0,5 zu heben. Zunächst wurden im Gegensatz zur Strategie zur Mitte des Jahres die Laufzeiten der Zertifikate angehoben, da die absoluten Zeitverluste der leer verkauften Calls für tief in-the-moneys Calls bei mittleren Laufzeiten höher sind als bei kurzen. Im Gegensatz zum simplen Rolling-ATM-Discount-Mechanismus, bei dem man regelgerecht einfach die Zertifikate auslaufen lässt und dann neu at-the-money Discount-Zertifikate erwirbt, was aber Kursrisiken bei einem Rückfall der Kurse verursacht, bleibt es im wikifolio bei meinem enhancing-risk-return-Rolling-Prozess, bei dem die Zertifikate schon vor Fälligkeit gerollt werden, aber ohne bei einem Rückfall zusätzliche Kursrisiken einzugehen. Sieht man in der Theorie das Discountzertifikat als Summe underlying plus leer verkaufter Call an, so entspricht der hier verwendete Rollingprozess der Zertifikate dem ungefähr aufwandsneutralen Zukauf eines Diagonal-Bull-Spreads, bei dem der kürzerlaufende Call sich mit dem schon leer verkauften Call neutralisiert. Das Risiko dieses Ansatzes besteht darin, dass wie Ende der 90er Jahre die Kurse mit Zuwächsen von über 20% pro Jahr nach oben davon laufen. Das halte ich im aktuellen Umfeld aber für unwahrscheinlich, in Anbetracht aller aktuellen Risiken (Trump muss liefern, um Rallye weiter zu befeuern, ungelöste Schuldenprobleme in Japan und Europa, chinesische Konjunktur). mehr anzeigen

Allgemeiner Kommentar

Das wikifolio ist jetzt genau drei Monate alt, Zeit ein wenig Bilanz zu ziehen. Es wurde zum Handelsschluss Ultimo April gestartet und legte bis Ende Juli um 3,5% zu. Der DAX zum Vergleich stieg um 3,0%. Zwar mag das als geringe Outperformance erscheinen, doch muss man berücksichtigen, dass die meisten Discountzertifikate einen Basispreis at-the-money haben, also ein Delta von etwa 0,5. Damit machen sie bei einem Anstieg nur die Hälfte der Kursgewinne mit, so dass das Ergebnis insgesamt vor dem Hintergrund eines Anstiegs des Marktes insgesamt zufriedenstellend ist. Berücksichtigt man das Risiko, mit dem das Ergebnis erzielt wurde, und zieht dazu den drawdown heran, so erreichte das wikifolio seine Tiefstkurse vorbörslich am Brexit-Abstimmungs-Morgen des 24. Juni. Damit fiel es 7,2% unter seinen vorherigen Höchstkurs. Der DAX-Future zum Vergleich lag vorbörslich am 24. Juni bei ca. 9200 Punkten, am 31. Mai zur Eröffnung um 10360. Das ist ein drawdown von 11,2%. Damit lag der drawdown des wikifolios etwa ein Drittel unter dem des DAX. Dabei muss man berücksichtigen, dass bei heftigen Abwärtsbewegungen das wikifolio immer negativer reagiert als das Delta von ungefähr 0,5 erwarten lässt. Zum einen liegt das am Gammaeffekt, denn das Delta verändert sich bei deutlichen Kursverlusten und strebt gegen 1. Zweitens liegt das daran, dass die implizite Volatilität der Optionen meist heftig ansteigt und die leer verkauften Calls teurer werden. Der Anstieg der impliziten Volatilität hat also auch einen negativen Effekt auf den Wert der Discountzertifikate. Vor der Brexit-Abstimmung stieg die implizite Volatilität von unter 25% zum Start des wikifolios auf über 35% an. Vor diesem Hintergrund sind Kursverluste, die ungefähr ein Drittel unter denen des Basiswerts liegen, auch durchaus im Rahmen der Erwartungen. Bei den Rollingprozessen bisher wurde im Wesentlichen auf keine markttechnischen Prognosen zurückgegriffen. Stattdessen wurde beim Rolling immer in ein Zertifikat mit höheren Renditeerwartungen in einem seitwärts tendierenden Markt getauscht, ohne dabei das Risiko beim Rolling signifikant zu erhöhen. mehr anzeigen
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