Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs der Aktie tatsächlich mehr als versechsfacht (+509 Prozent). In dieser Woche wurde bei 210 Euro ein neues Rekordhoch markiert. Im April des vergangenen Jahres notierte gerade mal bei gut 10 Euro. Eine rasante Neubewertung des Spezialisten für Leiterplatten und IC-Substrate. Besonders gefragt sind derzeit die IC-Substrate: Sie bilden in KI-Servern die Verbindungsplattform zwischen Hochleistungsprozessor, Speicher und Stromversorgung. Im abgelaufenen Quartal konnte das Unternehmen seinen Umsatz im Segment Microelectronics dadurch währungsbereinigt um 80 Prozent steigern.
Künftig könnte das Wachstum sogar noch stärker ausfallen. Jedenfalls meldete AT&S am vergangenen Wochenende, dass man mit seinem Kunden AMD sowie einem weiteren Technologieunternehmen Eckpunkte zur Erweiterung von Produktionskapazitäten für High-End-IC-Substrate im Bereich Künstliche Intelligenz und High-Performance Computing vereinbart hat. Infolgedessen hob der Vorstand seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026/27 deutlich an. AT&S rechnet nun mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 45 bis 55 Prozent (bisher: 30 bis 35 Prozent) und einer EBITDA-Marge von 32 bis 37 Prozent (bisher: 25 bis 29 Prozent). Die Analysten der Deutschen Bank haben daraufhin ihr Kursziel für AT&S von 120 auf 310 Euro erhöht. Die Strategen von Oddo BHF sehen den fairen Wert jetzt bei 160 Euro (zuvor: 75 Euro).
Voller Fokus auf Österreich
Solche Informationen erhalten Anleger auch bei Christian Drastil, der die Aktie in seinem wikifolio Austria 30 Private IR zurzeit als Top-Holding mit gut sechs Prozent gewichtet hat. Der Trader setzt hier auf die ca. 30 größten österreichischen Aktien (nach Marktkapitalisierung) aus dem „Private Investor Relations Pool des Börse Social Network“. Aktuell sind es 29 Aktien. Alle drei Monate werden die Gewichtungen angepasst, so dass dann alle Depotwerte wieder möglichst gleich stark vertreten sind. Mit dieser relativ simpel anmutenden Strategie hat der Trader seit Anfang des Jahres einen Wertzuwachs von gut 15 Prozent bei einem maximalen Verlust von 8 Prozent erzielt. Das vor 3,5 Monaten emittierte wikifolio zertifikat kommt auf dieselbe Bilanz, weil Drastil erst dann mit dem Handeln begonnen hat.
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Wenn die großen Depotwerte liefern…
Andreas Schratzer achtet bei der Auswahl der Depotwerte für sein wikifolio Aktien mit persönlichem Bezug auf folgende Qualitätsmerkmale: Die Unternehmen sollen technologisch führend sein, über eine starke Marke verfügen, über lange Jahre erfolgreich gewesen und ertragsstark sein sowie gute Wachstumsaussichten besitzen. Zudem wird eine Unterbewertung nach dem Kurs-Buchwert-Verhältnis angestrebt. AT&S war bis vergangene Woche die Nummer eins in dem Portfolio, wurde dann aber mit einem Gewinn von 814 Prozent verkauft. Weil der Trader mit Intel ein weiteres Schwergewicht veräußert hat (+222 Prozent), beträgt der Cash-Anteil aktuell 56 Prozent. Das wikifolio liegt nach einer fulminanten Entwicklung seit Ende 2024 (+350 Prozent) auf Allzeithoch und insgesamt mit 591 Prozent im Plus. Seit dem Start Ende 2012 beträgt die durchschnittliche Jahresperformance damit gut 15 Prozent. Der maximale Draw Down liegt bei 49 Prozent.
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