24.07.2017| Von: Nikolaos Nicoltsios |

Die große Aufregung rund um die temporären Kurseinbrüche vor allem im Bereich der amerikanischen Technologieaktien hat sich schnell wieder gelegt. Geht die Rally nun unvermindert weiter oder war das nur der Vorbote eines stürmischen Herbstes an den Börsen? Nikolaj Schmidt, Chief International Economist bei T. Rowe Price, glaubt dass die momentane Ruhe nicht lange bestehen bleibt und es schwieriger wird, sich in den Märkten zu bewegen. Die Vermögensverwalter der Mademann & Kollegen GmbH haben sogar schon reagiert und Ende Juni ihr komplettes wikifolio auf Cash gestellt. Die Strategen der Privalor AG sind ebenfalls vorsichtig, haben sich aber für eine etwas andere Form der Absicherung gegen Kursverluste entschieden.

Deutliche Korrektur ist vorstellbar

Auf die Frage, ob die Rheinländer die Depots Ihrer Anleger im aktuellen Umfeld gegen mögliche Kursrückgänge an den Aktienmärkten absichern, antwortet Peter Kugel, Vorstandsmitglied und Partner der Privalor AG mit einem klaren „Ja, dies haben wir bereits getan. Wir haben die Aktienquoten in unseren Kundendepots reduziert und im Gegenzug sichere, kurzfristig verfügbare Anlagen aufgebaut“. Tatsächlich wurden zum Beispiel in dem wikifolio „PRIVALOR AG Aktienstrategie IX” bereits Anfang Juni alle Aktienpositionen verkauft und durch vier offene Immobilienfonds ersetzt. Als Begründung für diesen Schritt verweist der Anlageexperte auf die Gefahr eines negativen Dominoeffekts, sobald die drohende Verkaufswelle einsetzt: „Nach den starken Kursanstiegen der letzten Jahren und den aktuell geführten Diskussionen über steigende Zinsen sehen wir am Markt ein erhöhtes Risiko von Kursrückgängen. Da diese Entwicklung viele Anleger unvorbereitet treffen würde und viele Anleger dann gleichzeitig reagieren würden, halten wir auch eine deutlichere Korrektur für vorstellbar“.

Absicherung gegen fallende Kurse erforderlich

Grundsätzlich halten die Vermögensverwalter Absicherungen gegen fallende Kurse für unbedingt erforderlich. Dabei wird aber nur in Ausnahmefällen auf den Erwerb von klassischen Absicherungsprodukten zurückgegriffen, wofür es laut Kugel zwei Hauptursachen gibt: „Zum einen kosten Absicherungsprodukte unsere Kunden Geld. Zum anderen handelt es sich beim Erwerb solcher Produkte häufig um direkte Termingeschäfte oder darauf basierende Zertifikate. Wir möchten mit der Mehrzahl unserer Kunden aber nicht am Terminmarkt aktiv werden. Wir tauschen daher in solchen Fällen immer die risikobehafteten in sichere Anlageformen“.

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