03.06.2013| Von: Lang & Schwarz |

In den vergangenen Blogposts von uns haben wir unter anderem darüber geschrieben, was in unserem Haus passiert, wenn Redakteure in ihren jeweiligen Wikifolios handeln.

Ergänzend dazu möchten wir heute ein paar Hinweise geben, damit Trader möglicherweise den einen oder anderen Prozentpunkt Rendite mehr verdienen.

In den vergangenen Blogposts von uns haben wir unter anderem darüber geschrieben, was in unserem Haus passiert, wenn Redakteure in ihren jeweiligen Wikifolios handeln.

Ergänzend dazu möchten wir heute ein paar Hinweise geben, damit Trader möglicherweise den einen oder anderen Prozentpunkt Rendite mehr verdienen.

Konkret geht es um das Zusammenspiel von Handelszeiten an der Heimatbörse, um Liquidität, um Spreads und was Sie dazu wissen müssen. Jede Aktie, aber auch jeder Fonds oder jeder ETF hat eine sogenannte Heimatbörse bzw. bildet einen Basiswert ab, der wiederum eine Heimatbörse/einen Heimatmarkt hat.

Für die Siemens Aktie beispielsweise ist das die Börse Xetra. Charakteristisch für die Heimatbörse oder den Heimatmarkt ist es, dass die vorhandene Liquidität des jeweiligen Wertpapiers an dieser Börse am größten ist.

Da wir jedes Geschäft, dass Trader in wikifolios handeln, absichern bzw. „hedgen“ (siehe: [„Was passiert bei L&S, wenn ein wikifolio Trader handelt?“][1]), ist es für uns von besonderer Bedeutung, dass wir selber auf einem liquiden Markt handeln können. Während der Xetra-Handelszeit ist die Voraussetzung z.B. bei der Siemens Aktie absolut erfüllt, was dazu führt, dass die Differenz von Geld- und Briefkursen (Spread) gering ist. Unsere Kunden können nun also zum engen Spread handeln. Außerhalb der Handelszeit der Heimatbörse nimmt die Liquidität ab und die Folge ist dann eine Ausweitung des Spreads. Diese Ausweitung ist deshalb notwendig, da es für uns mit sinkender Liquidität immer schwieriger wird, das entsprechende Hedgegeschäft abzuschließen.

Ein anderes Beispiel ist die Apple Aktie. Auch diese ist auf dem deutschen Xetra Markt handelbar – die Heimatbörse ist allerdings die amerikanische Technologiebörse Nasdaq. Erst wenn diese Börse öffnet (15:30 Uhr zu unserer Zeit), verengen sich die Spreads an allen deutschen Handelsplätzen, da mit dem Start des Handels an der Nasdaq die Liquidität in der Apple Aktie signifikant zunimmt.

Die Schlussfolgerung für Trader von wikifolios ist also, dass während der Handelszeit der Heimatbörse der Ein- bzw. Ausstieg in Aktien oder Fonds/ETFs zu engeren Kursen möglich ist, als außerhalb dieser Handelszeiten. Handel zu engeren Kursen bedeutet, dass Sie Ihre Rendite erhöhen können, indem Sie günstigere Kauf-/Verkaufskurse bekommen.

Oftmals lohnt es sich also mit einem Trade zu warten, bis die entsprechende Heimatbörse öffnet. Ob diese engeren Spreads allerdings auch die „besseren“ Kurse sind, das weiß man wie immer an der Börse erst im Nachhinein.