Long oder Short? – Das können Sie darunter verstehen

So setzen Sie auf den richtigen Trend

 

Gerade die Aktienmärkte sind durch ein ständiges Auf und Ab charakterisiert. Diese „Wellen“ erfolgreich zu reiten, gilt als Königsdisziplin an den Börsen. Benötigt werden dafür zunächst einmal Produkte, mit denen Sie als Anleger sowohl von steigenden als auch von fallenden Kursen profitieren können. Ein Teil der wikifolio-Trader verwendet für die Umsetzung der Handelsideen deshalb nicht nur Einzelaktien sondern auch verschiedene Formen von Anlagezertifikaten und Hebelprodukten. Dadurch sind sie theoretisch in der Lage, in jedem Marktumfeld einen positiven Ertrag zu generieren.

WIE FUNKTIONIEREN LONG/SHORT STRATEGIEN AM AKTIENMARKT?

Obwohl gerade Wertpapiere mit einem Hebeleffekt isoliert betrachtet als extrem risikoreich gelten, kann der gezielte Einsatz dieser Produkte ein Portfolio sogar spürbar stabilisieren. Mit welchen Methoden und Investmenttechniken das gelingt, welche Produkte dafür geeignet sind und wie Sie die Trends an der Börse nutzen, um den richtigen Einstiegszeitpunkt zu erwischen, erfahren Sie in folgendem Beitrag.

Long und Short Position kurz erklärt

Börsenwissen

In der Praxis können Sie als Anleger „Short gehen“, indem Sie ein Wertpapier (Derivat) kaufen, welches von fallenden Kursen des entsprechenden Basiswertes profitiert. Sie sind dann zwar „Long“ in dem (auf fallende Kurse setzenden) Wertpapier, aber „Short“ am Markt, weil sich der Kurs des Wertpapiers gegensätzlich zur Marktentwicklung entwickelt.

  • Der Begriff “Long” bedeutet an der Börse “Ich habe ein Wertpapier gekauft und hoffe auf einen Kursanstieg dieses Papiers.“ Klassisches Beispiel dafür ist der Kauf einer Aktie, eines Investmentfonds oder eines auf steigende Kurse ausgelegten, derivativen Wertpapiers (Zertifikate oder Hebelprodukte).

 

  • Der Begriff “Short” bedeutet “Ich habe ein Wertpapier verkauft und hoffe auf fallendes Kurse bei diesem Papier“. Man spricht in diesem Zusammenhang gerne auch von „Leerverkäufe“, weil hier eine Position verkauft wird, die man zumeist gar nicht besitzt. Ziel ist diese Position später zu günstigeren Kursen zu erwerben und die Differenz als Kursgewinn einzustreichen.

 

Was bedeutet das für die Anlagestrategie?

Zusatzinfo

Die Entscheidung, ob Sie in Ihrem Depot mehrheitlich „Long“ oder „Short“ positioniert sind, sollte nicht willkürlich oder aus dem Bauch heraus getroffen werden. Eine Möglichkeit, die grundlegende Richtung Ihres Portfolios zu bestimmen, bieten so genannte Trend-Indikatoren. Mit deren Hilfe können Sie zumindest tendenziell erkennen, ob die Kurse an den Aktienmärkten steigen oder fallen.

Das klingt in der Theorie recht simpel, bedarf in der praktischen Umsetzung aber einiges an Fachwissen und auch Erfahrung.

Praktische Indikatoren

Gut zu wissen

An der Börse werden die unterschiedlichsten Methoden angewandt, um die übergeordnete Trendrichtung eines Marktes zu erkennen. Hintergrund sind „Börsenregeln“ wie „The trend is your friend“ oder „Never fight the trend“, wonach sich an den Märkten einfacher Gewinne erzielen lassen, wenn Sie als Anleger mit und nicht gegen die Masse investieren.

 

Nachfolgend stellen wir Ihnen drei der am häufigsten praktizierten Trendbestimmungs-Strategien kurz vor:

 

1. Trendlinien und Trendkanäle

Aus der „klassischen“ Chartlehre stammt die Idee, verschiedene Extrempunkte eines Wertpapiers miteinander zu verbinden und so in den Kurschart bestimmte Trendlinien oder Trendkanäle einzuzeichnen. Lehrbuchmäßig ist der Aufwärts- oder Abwärtstrend solange intakt bis diese Linien oder Kanäle gebrochen werden.

 

2. Gleitende Durchschnitte

Um einen schnellen Eindruck über die charttechnische Verfassung eines Wertpapiers zu erhalten, sind gleitende Durchschnittslinien (englisch „Moving Averages“) ein echter Klassiker und Standardwerkzeug unter den Indikatoren.
Der Durchschnitt wird hier anhand einer beliebigen Anzahl an Kursinformationen über einen beliebigen Zeitraum gebildet. Je nach Art dieses Indikators werden alle Kurse gleich oder unterschiedlich stark gewichtet. Befindet sich der Kurs über der (am besten noch ansteigenden) Durchschnittslinie, spricht man klassischerweise von einem Aufwärtstrend.

 

3. Das Prinzip der Markttechnik

Sehr beliebt ist auch ein Grundelement der von Charles Dow Ende des 19. Jahrhunderts begründeten Dow-Theorie, welches hierzulande auch als „Grundlage der Markttechnik“ bekannt ist. Demnach wechseln sich Bewegungsschübe und Korrekturphasen regelmäßig ab. Ein Aufwärtstrend wird dadurch definiert, dass jeder neue Hochpunkt höher liegt als der vorausgegangene Hochpunkt und jeder neue Tiefpunkt höher liegt als der vorausgegangene Tiefpunkt. Abwärtstrends hingegen erkennt man durch tiefere Tiefs und tiefere Hochs.

 

 

So können Sie selbst Erfahrung sammeln

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Auch die wikifolio-Trader machen von den verschiedenen Methoden zur Trenderkennung Gebrauch und versuchen sich dadurch einen Vorteil an den Märkten zu verschaffen.

Auf wikifolio.com finden Sie zahlreiche Handelsideen von erfahrenen Tradern und professionellen Vermögensverwaltern. Da die grundsätzliche Herangehensweise oft im Detail erklärt ist, kann jeder die Umsetzung in der Praxis hautnah miterleben und beobachten, wie erfolgreich die jeweilige Strategie in den unterschiedlichen Marktphasen ist. Ob als Anleger oder Trader – so kann jeder auf unserer Plattform direkt von den Top-Strategien profitieren.

 

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