Angefangen habe ich 2012, neben der Schule. Das Depot war zu klein, um weh zu tun und groß genug für jeden Fehler, den es gibt. Ich hielt Kaufen und Verkaufen für Analyse, dabei war es Beschäftigung. Ein paar Jahre lief es passabel, und genau das war das Problem, denn solange die Märkte steigen, sieht Aktionismus wie Können aus. Als ich meine Entscheidungen im Nachhinein durchging, war das Muster eindeutig: Die Unternehmen waren meistens in Ordnung, ich hatte sie nur nicht in Ruhe gelassen.
Klar wurde mir das an Meta. Ich hatte die Aktie 2016 gekauft und 2017 verkauft, nicht weil sich etwas am Unternehmen geändert hatte, sondern weil viel Kritisches geschrieben wurde und ich das für einen Grund hielt. Der Verkauf sah jahrelang richtig aus. Am Kurs war der Fehler nie abzulesen, er lag darin, dass ich ein Unternehmen aufgegeben hatte, das ich verstand.
Den Gegenbeweis habe ich 2021 und 2022 geliefert, mit acht Käufen in zwei Jahren. Die ersten drei lagen vor dem Einbruch und waren zu früh, danach kaufte ich fünfmal nach, während über das Ende des Geschäftsmodells geschrieben wurde. Dasselbe Unternehmen, dieselbe Art von Berichterstattung: 2017 war das mein Verkaufsgrund, 2022 mein Kaufgrund. Seither hat sich die Aktie vervielfacht, und den größten Teil davon habe ich mitgenommen.
Seitdem arbeite ich weniger an meiner Auswahl als an meinem Verhalten. Die eigentliche Leistung liegt nicht darin, gute Unternehmen zu finden, sondern sie zu behalten, wenn es unbequem wird und nachzukaufen, wenn alle anderen abgeben.
Nachrichten verfolge ich täglich, nur mit anderem Ziel als früher: nicht um zu reagieren, sondern um zu sehen, wann sich wirklich etwas verschiebt. Genauso die Quartalszahlen und vor allem die Reaktion des Marktes darauf, denn oft ist die Reaktion die eigentliche Information. Zehn Prozent Verlust auf eine Nachricht, die den Wert kaum berührt, sind eine Gelegenheit und kein Warnsignal. Das zu erkennen und dann auch danach zu handeln, auch gegen den Markt, ist die eigentliche Arbeit.
Ich kann jederzeit Positionen in den von mir genannten Wertpapieren halten und wieder auflösen. Meine Beiträge stellen keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf dar. Aktien können erheblichen Kursschwankungen unterliegen, die im Einzelfall zu deutlichen Verlusten führen können.
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Handelserfahrung
Risikoklasse 1:
3 oder mehr Jahre
Risikoklasse 2:
3 oder mehr Jahre
Risikoklasse 3:
3 oder mehr Jahre
Risikoklasse 4:
3 oder mehr Jahre
Risikoklasse 5:
3 oder mehr Jahre