Ich habe 5 Jahre im Portfoliomanagement gearbeitet sowohl auf der Renten als auch auf der Aktienseite.
Privat investiere ich vornehmlich in ETFs und sehr genau ausgewählte Einzeltitel (vereinzelt). Hierbei achte ich auf das korrekte Markttiming und gehe keine großen Risiken ein. Dieses bringt es mit sich, dass ich auch mal 6 Monate gar nicht handle, denn hinter jeder Entscheidung muss ich voll und ganz stehen. Es gilt der Grundsatz: Qualität statt Quantität.
Ich habe langfristig sehr erfolgreich vor allem auf Marktentwicklungen gesetzt. Kombiniert mit volkswirtschaftlicher Analyse und dem richtigen Gespür für den Markt konnte ich sehr gute Erfolge verbuchen.
Meine Einschätzung zur aktuellen Marktlage:
Die starke positive Entwicklung des DAX-Leitindex in 2015 war sehr gut vorhersehbar. Seit Ende 2014 ging der Markt vom Quantitative Easing Programm der EZB sicher aus. Die Folgen: steigender USD gegenüber des Euros und ein steigender deutscher Leitindex (der dazu im Vergleich zum amerikanischen Leitindex weniger stark bewertet war) waren sehr gut absehbar.
Auch in der jetzigen Marktphase gibt es wieder Übertreibungen nach unten und oben. Einige Beispiele: die russische Gazprom hat extrem an Wert verloren und notierte zeitweise bei einem KGV von 2. Dieser Abverkauf ist übertrieben wenn man die geringe Wahrscheinlichkeit dagegen hält die dafür steht, dass Russland ernsthafte Zahlungsschwierigkeiten bekommt oder den aktuellen politischen Konflikt nicht mittelfristig lösen kann).
Auch der starke Abverkauf auf Crude Oil war teilweise stark übertrieben. Öl bleibt ein Rohstoff, der knapper wird. Das Fracking ist teuer und es bleibt abzuwarten wie viele anderen Länder auf den Zug "alternatives Öl durch Fracking" aufspringen. Aktuell sind die Fässer gut gefüllt aber langfristig sollte der Preis wieder anziehen.
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