Crash-erprobt und tiefenentspannt: Mein Weg an der Börse
Als die Zinsen damals in den Keller gingen, dachte ich mir vor gut 15 Jahren: „Okay, du musst dich wohl oder übel mal mit Aktien beschäftigen.“ Aus dem Pflichtprogramm wurde ganz schnell echte Leidenschaft. Seitdem vergeht eigentlich kein Tag, an dem ich nicht die Finanznews checke und die Kurse im Blick habe.
Klar ist aber auch: Ich habe am Anfang ordentlich Lehrgeld bezahlt. Ich war ungeduldig, wollte zu viel auf einmal und dachte, ich könnte den Markt austricksen. Mein absolutes Highlight war das Brexit-Referendum: Ich war mir total sicher, wie es ausgeht, habe voll auf Shorts gesetzt – und der Markt hat mich eiskalt rasiert, noch bevor überhaupt die erste Stimme ausgezählt war. Das war die beste Lektion meines Trader-Lebens. Seitdem weiß ich: Meine eigene Meinung an der Börse ist völlig egal. Es zählt nur, was die Masse der Anleger glaubt.
Mittlerweile habe ich so ziemlich alles mitgemacht: Brexit, Trump, Pandemie, den Wirecard-Wahnsinn... Das Gute daran? Mich schockt so schnell gar nichts mehr.
In meinen aktuellen wikifolios mache ich das, was ich früher oft ignoriert habe: das kleine Einmaleins des Tradings:
Füße stillhalten: Die schwerste Übung an der Börse ist es, einfach mal gar nichts zu tun und abzuwarten. Das klappt heute deutlich besser als früher.
Keine Lust auf Klumpenrisiko: Ich setze nicht mehr alles auf eine Karte. Das Depot wird ganz entspannt auf eine Vielzahl von Werten aufgeteilt – brennt mal bei einer Aktie die Hütte, reißt das nicht gleich die ganze Performance in den Abgrund.
Weniger ist mehr: Auf riskante Hebelprodukte verzichte ich mittlerweile fast komplett. Lieber solide Substanz.
Kurz gesagt: Ich habe mein Lehrgeld bezahlt, die Fehler abgehakt und bringe heute genau die Gelassenheit mit, die man für langfristigen Erfolg braucht.
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Handelserfahrung
Risikoklasse 1:
3 oder mehr Jahre
Risikoklasse 2:
3 oder mehr Jahre
Risikoklasse 3:
3 oder mehr Jahre
Risikoklasse 4:
1 bis 3 Jahre
Risikoklasse 5:
1 bis 3 Jahre