SNP SCHNEI. NEUREITH. & PARTN. SE INHABER-AKTIEN O

WKN
720370
ISIN
DE0007203705
  • Aktien
  • Aktien Deutschland
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29,063 EUR Verkauf

29,613 EUR Kauf

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15.06.2019 12:50Lang & Schwarz
  • Vortag / Eröffnung 29,338 / 29,338
  • Hoch / Tief (1 Tag) 29,338 / 29,338
  • Hoch / Tief (1 Jahr) 32,775 / 15,000
  • 1 Woche -6,1 %
  • 1 Monat +8,7 %
  • 1 Jahr -4,5 %

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> S4/Hana heißt das große Schlagwort < 

 

Ende März hatte SNP den Geschäftsbericht für 2018 veröffentlicht. Die Umsätze lagen mit 131,0 Mio. € (+7,1%; LSe: 138,4) jedoch leicht unterhalb der reduzierten Prognose von 135 – 140 Mio. €. Dies war vor allem auf einen schwächeren Umsatz im Beratungsgeschäft durch Verzögerungen bei SAP S4/Hana Projekten zurückzuführen. Im Segment Professional Services stiegen die Umsatzerlöse zwar um 2,9% auf 101,2 Mio. € an, dieser Anstieg war jedoch mit +14% durch Übernahmen aus dem Vorjahr anorganisch beeinflusst. Organisch hingegen reduzierte sich der Umsatz um 11%. Die Umsatzerlöse im Softwaresegment erhöhten sich dagegen um 5,8 Mio. € (+24,1%) auf 29,8 Mio. € (+4,6mEUR anorganisch/+1,2mEUR organisch), blieben jedoch ebenfalls hinter den Erwartungen zurück.

 

Mit Blick auf die Ergebnissituation hatten die beschriebenen Entwicklungen deutlich negative Auswirkungen. Das EBIT war mit -2,5 Mio. € (Vj. -0,5; LSe: -0,1) deutlich negativ und zugleich deutlich unterhalb der zu Jahresbeginn in Aussicht gestellten Zielmarke, eine EBIT-Marge im mittleren einstelligen Prozentbereich zu erzielen. Dieser erneute Ergebnisrückgang war hierbei vor allem auf die Unterauslastung im Segment Professional Services zurückzuführen, wodurch das EBIT mit -5,3 Mio. € (Vj. 0,3) deutlich negativ war. Das EBIT im Segment Software lag mit 9,0 Mio. € und einer Marge von 30,3% dagegen auf einem sehr guten Niveau, konnte jedoch den Verlust im Beratungsgeschäft sowie die sonstigen Holdingkosten i.H.v. 6,3 Mio. € nicht vollständig kompensieren. In diesem Zusammenhang gilt es zudem zu berücksichtigen, dass das EBIT positive Einmaleffekte i.H.v. 3,5 Mio. € durch die Auflösung von Earn-outs enthielt. Andererseits sind Restrukturierungsaufwendungen i.H.v. 2,4 Mio. € angefallen. Insbesondere in den USA wurden 20 Mitarbeiter abgebaut, wodurch Einspareffekte in diesem Jahr im unteren einstelligen Millionen Euro Bereich resultieren sollen.

 

Wie immer zeigt sich das Management für die Zukunft weiter sehr positiv gestimmt. Allerdings gibt es nun auch in der organisatorischen Struktur Veränderungen. Seit Juli letzten Jahres ist mit Herrn Dr. Schwellbach ein äußerst kompetenter Finanzvorstand an Board, der den Fokus auf die Kosten- und Liquiditätseffizienz setzt. Dazu wird ab 1. Juli diesen Jahres Michael Eberhardt, bisher Vice President bei DXC, den Posten des COO übernehmen. Seit Ende 2018 gibt es bei der US-Gesellschaft zudem einen neuen CEO. Im Verwaltungsrat wird u.a. Klaus Kleinfeld, ehemaliger Siemens und Alcoa Vorstand, einen Posten erhalten. Dies ist auch einer der wichtigsten Ansätze von SNP, um den Bekanntheitsgrad zu steigern und auf C-Level Ebene Zugang zu erhalten.

 

Jüngst wurde ein neuer Großauftrag im unteren zweistelligen Mio. € Bereich für die Aufspaltung der SAP-Systemlandschaft bei einem Schweizer Energie- und Hightech Unternehmen erhalten, welches in den nächsten 12 Monaten umgesetzt werden soll. Wichtig war zudem auch der Erhalt des Auftrags für die SAP S4/Hana-Migration bei der Volkswagen Sachsen GmbH im Oktober 2018, mit der sich SNP mit Blick auf den Volkswagen Gesamtkonzern erfolgreich positioniert hat. Auch mit anderen OEMs sei man im Gespräch. Daneben soll auch die Kooperation mit IBM als Sprungbrett genutzt werden. Dabei sollen der Bluefield-Ansatz und die Software von SNP sowie IBM Dienste zur schnelleren Einführung von SAP S4/Hana dienen, sodass folglich Kunden S4/Hana bis zu 75% schneller einsetzen können. SNP berichtete zuletzt auch über ein steigendes Momentum – auch bei größeren Kunden - bei S4/Hana Projekten und über eine sehr gut gefüllte Projektpipeline. Zugleich sieht man die fehlenden Personalkapazitäten ab 2021/22 als besonders kritisch und treibend an.

 

Mit Blick auf die Entwicklung in den ersten drei Monaten 2019 konnte sich dies noch nicht in den Zahlen niederschlagen. Die Umsatzerlöse gingen um 8,9% auf 28,8 Mio. € zurück, was insbesondere auf einen schwachen Januar und Februar zurückzuführen war. Im März konnte sich die Entwicklung dagegen wieder stabilisieren. Auch das EBIT fiel mit -3,3 Mio. € (Vj. -2,6) aufgrund der geringeren Auslastung negativ aus. Mit Blick auf das zweite und dritte Quartal sei man jedoch aktuell sehr optimistisch und bestätigte daher den Ausblick für das Gesamtjahr mit einem Umsatzanstieg auf 145-150 Mio. €, einer EBITDA-Marge im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich sowie einer EBIT-Marge im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich.

 

Im Rahmen der Jahreszahlen 2018 sowie der Q1-Zahlen 2019 habe ich meine Schätzungen überarbeitet. Für das aktuelle Geschäftsjahr erwarte ich einen Umsatz von 146,4 Mio. € (alt: 145,3) sowie eine EBIT-Marge von 3,1% (alt: 4,1%). Im kommenden Jahr sollte sich der Umsatz erneut auf 161,7 Mio. € (alt: 158,6) erhöhen bei einer EBIT-Marge von 6,8% (alt: 8,4%). Mittelfristig erwarte ich wieder zweistellige EBIT-Margen im Gesamtkonzern, die in meinem DCF-Modell mit 11,0% berücksichtigt sind. Bei einem zukünftigen Umsatzmix von 50% Beratung und 50% Software strebt das Unternehmen zukünftig eine deutlich höhere EBIT-Marge von etwa 20% (10% Professional Service/30% Software) an. Ich könnte mir in diesem Zusammenhang nach Antritt des neuen COO auch vorstellen, dass man hier für die Zukunft auch quantitative Ziele nennt. Auf Basis der überarbeiteten Schätzungen und der Bewertung auf Basis 2019 ergibt sich nun ein neues Kursziel von 40,00€, nach zuvor 31,00€. Ein wesentlicher Treiber sind vor allem ein effizienteres Working Capital Management sowie ein geringerer jährlicher Capex. Gelingt es SNP die Marge auf 20% zu steigern, ergäbe sich ein Fair Value von 58,00€.    

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Newstrade: Gerade kam die Insiderinfo in mein E-Mail Postfach, dass man einen Großauftrag gewinnen konnte.

Als Lösungshaus für digitale Datentransformation hat SNP den Auftrag für die Aufspaltung der SAP-Systemlandschaft eines bedeutenden Schweizer Energie- und Hightech Unternehmens gewonnen. Das Auftragsvolumen liegt im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich für Software und Services. Das Unternehmen gab bereits im vergangenen Jahr den Verkauf eines seiner Geschäftsbereiche bekannt. Die Umsetzung der Transaktion erfordert zwangsläufig eine Aufspaltung der zugrunde liegenden kaufmännischen SAP-Systeme.

SNP hat sich bei der Auftragsvergabe aufgrund der softwaregestützte Analyseverfahren (SNP CrystalBridge und SNP Interface Scanner), der Leistungsfähigkeit der Transformations- Software (SNP Transformation Backbone with SAP LT) und der großen Erfahrung bei der Umsetzung von Transaktionen durchgesetzt.

Der Einsatz der Software ermöglicht eine optimale Projektplanung und minimiert gleichzeitig das Projektrisiko. Die Leistungsfähigkeit und der hohe Automatisierungsgrad der Softwarelösungen kombiniert mit der globalen Lieferfähigkeit von SNP ermöglichen dabei eine effiziente Projektumsetzung und die nahtlose Koordination über die verschiedenen Zeitzonen.

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