Der DAX nach der Korrektur: Worauf es wirklich ankommt

Eines lässt sich aktuell mit großer Sicherheit sagen: Die Lage am deutschen Aktienmarkt ist deutlich besser als die Berichterstattung dies vermuten lässt. „Was ist da nur im DAX los?“ mag man sich erschrocken fragen, wenn man Überschriften wie „Rabenschwarzer Wochenstart“ oder „Short-Momentum so weit das Auge reicht“ liest. Auch Statements wie „Die Verkäufer geben Gas“ und „DAX im Short-Modus“ lassen Schlimmes erahnen. Doch was ist wirklich passiert?

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Nach einem Anstieg von mehr als 20 Prozent seit dem Tief kurz nach Weihnachten hat der Leitindex der deutschen Börsen in den vergangenen Tagen rund 5 Prozent an Wert eingebüßt. Am Montag ging es beim DAX gerade mal um 1,5 Prozent nach unten. Jeder DAX-Anleger weiß, dass solche Kursausschläge innerhalb eines Börsentages immer mal wieder vorkommen. Dramatisch ist das alles (noch) nicht.

Was Anleger jetzt wissen sollten

Wer in Aktien investiert ist und von deren Chancen profitieren möchte, der muss mit den entsprechenden Schwankungen leben können. Und wenn sich die Korrektur noch weiter fortsetzt? Selbst dann ist das Börsenjahr 2019 unter dem Strich immer noch sehr erfreulich gelaufen. Schließlich lag der die 30 größten Aktienunternehmen Deutschlands umfassende Index Ende 2018 gerade mal bei 10559 Punkten. Das bedeutet selbst nach dem jüngsten Rückgang noch ein Plus von 13 Prozent. Und im Bereich um 11300/11400 Punkten wartet laut Charttechnikern eine starke Unterstützung, die von den DAX-Bullen dann womöglich schon wieder zum Einstieg genutzt wird. Dass die Stimmung momentan vergleichsweise schlecht ist, muss dabei kein Nachteil sein. Die größte Gefahr geht in der Regel von zu euphorischen Anlegern aus. So war die Zuspitzung des Konflikts im Handelsstreit zwischen den USA und China für die Börsen auch nur deshalb ein größeres Problem, weil fast alle Marktteilnehmer von einer zeitnahen Einigung ausgegangen waren.

Richtig positioniert ist alles kein Problem

Wie Anleger vom Auf und Ab des DAX profitieren können, zeigt Tobias Mertes ( BambusTrade ) aktuell in seinem wikifolio DieWertpapieranlage . Seit etwa drei Wochen schon hat der Trader einen zweifach gehebelten ETF auf den Short DAX im Depot, dessen Positionsgröße immer wieder an die Marktbedingungen angepasst wird. Die zwischenzeitlich erfolgten Teilverkäufe bescherten ihm zwar überwiegend kleinere Gewinne, was sich bei einer Depotgewichtung von zeitweise über 50 Prozent aber spürbar positiv auf die Gesamtperformance auswirkte. Das gilt vor allem für die gestern erzielten Gewinne von über 5 Prozent. Aktuell ist die Position „nur“ noch mit gut 11 Prozent gewichtet und dient so zusammen mit dem Short-ETF auf den S&P 500 als klassischer Hedge seines 30-prozentigen Aktienbestands: 

Die zwischenzeitlich erneut aufgebaute Short-Position haben wir nun deutlich reduziert und sind neutral positioniert. Gleichzeitig fahren wir die Cashquote hoch. Wir haben damit unsere Gewinne gesichert und warten auf neue Möglichkeiten

Tobias Mertes
BambusTrade

Grundsätzlich verfolgt der Trader eine langfristige Anlagestrategie in nach fundamentalen Kriterien ausgewählten Aktien. Zusätzlich erfolgt aber eben auch immer mal wieder die Beimischung von Hebelprodukten, „um das Portfolio in schwierigen Marktphasen absichern zu können“. Bislang ist ihm das eindrucksvoll gelungen. Seit dem Start vor fünf Monaten verbucht er ein Kursplus von 35 Prozent, das Anfang März emittierte wikifolio-Zertifikat liegt mit 18 Prozent vorne. Trotz oder gerade wegen der sehr aktiven Verwendung von Hebelprodukten konnte zudem der Maximalverlust auf gut 9 Prozent beschränkt werden. Es wird spannend zu beobachten sein, wie sich der in der Bankenszene beschäftigte Trader, dessen wikifolios nicht alle so glänzend laufen, in Zukunft so schlagen wird.

Momentum-Aktien vollständig abgesichert

Schon einen deutlich längeren Track Record kann Maik Schwäbe ( maikschwaebe ) vorweisen, dessen wikifolio German Top Momentum  vor über sechs Jahren eröffnet wurde. Bei einem ebenfalls sehr überschaubaren Maximum Drawdown von 18 Prozent wurde in diesem Zeitraum eine Performance von fast 150 Prozent generiert. Der erfahrene Trader handelt hier nach festen Regeln ein selbst entwickeltes Swing Trading System, bei dem er immer in die „Top Momentum Aktien“ unter den größten und liquidesten deutschen Unternehmen investiert und dadurch langfristig den Markt schlagen möchte. Das Aktienportfolio (65 Prozent Gewichtung) hat er aktuell jedoch durch einen zweifach gehebelten ETF auf den Short DAX komplett abgesichert. Obwohl seine persönliche Meinung für die Positionierung am Markt keine Rolle spielt, hat der Trader mit seiner am 22. Januar getätigten Aussage „Der Handelsstreit wird erst noch schlimmer bevor er sich entspannt“ schon mal Recht behalten. Von daher lohnt sich womöglich ein genauer Blick auf den damaligen Kommentar. Da hatte er nämlich insgesamt fünf „gewagte“ Prognosen für das Börsenjahr 2019 aufgestellt. Eine ist mittlerweile eingetroffen.

Wissen führt zu Erfolg

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