Der Eventmanager für die speziellen Fälle

Geld am Aktienmarkt investieren, aber völlig unabhängig von der allgemeinen Marktrichtung sein – das geht nicht? Doch.

wikifolio-eventtrader

Andreas Haase ( EventTrader ) dürfte sich relativ wenig um die Tweets von Donald Trump oder seine Avancen in Richtung Grönland scheren, er handelt in seinem wikifolio EventTrader nämlich – wie der Name schon sagt – nur eines: Events.

Je nachdem, ob der Wirtschafts- oder Unternehmenskalender gerade voll oder leer ist und sich für ein stattfindendes Ereignis passende Hebelprodukte finden lassen, mit denen Haase seine Einschätzung des Events abbilden kann, wird im wikifolio gehandelt oder auch nicht. Aktuell besteht das Musterdepot EventTrader zu 100 Prozent aus Cash, was der Performance angesichts der jüngsten Verluste an den Börsen nicht geschadet hat.

Ohne Events nichts los

Doch Cash hält Haase aber wie angedeutet nicht etwa, weil er dem Markt nicht über den Weg traut, sondern schlicht weil es gerade nichts zu tun gibt: „Der weitaus größte Anteil meiner Trades bezieht sich auf Quartalsberichte. Da die Berichtssaison zum zweiten Quartal ihre heiße Phase mittlerweile verlassen hat, nimmt auch die Trade-Frequenz zunächst ab.“

Trades, die sich direkt auf den Handelskrieg beziehen, sind, wie Haase erklärt, ohnehin selten: „Trump kündigt ja in der Regel seine Twitter-Nachrichten nicht im Vorfeld an.“ Ausnahmen können Pressekonferenzen sein, deren Auswirkungen einschätzbar und mittels Hebelprodukten nachvollzogen werden können.

Unauffällig geht es stetig aufwärts

Chart

Kennzahlen

  • +48,4 %
    seit 03.03.2015
  • +0,6 %
    1 Monat
  • -
    Risiko-Faktor
  • EUR 3.149.911,55
    investiertes Kapital
Völlig losgelöst vom Markt

Nun könnte man annehmen, dass das wikifolio EventTrader aufgrund des Handels ausschließlich mit Hebelprodukten überaus volatil und hochriskant ist. Haase zeigt eindrucksvoll, dass das nicht zwangsläufig so sein muss. Im Gegenteil: Seit der Erstellung des wikifolios im März 2015 lag der maximale zwischenzeitliche Verlust bei lediglich 6,4 Prozent. Insgesamt erzielte der Trader eine Performance von schwankungsarmen 47 Prozent. Der DAX trat im gleichen Zeitraum auf der Stelle, der EuroStoxx 50 liegt sogar im Minus. Beide Indizes waren zudem größeren Schwankungen unterworfen.

Wie schafft es Haase aber, das Risiko zu minimieren? Einfach ausgedrückt: Jeder Trade wird auf etwa ein Prozent des Depotwerts beschränkt. Der positive Effekt der Strategie soll sich laut Haase aus der Tatsache ergeben, dass jeder Verlust-Trade auf ein Minus von max. 100 Prozent – also den Totalverlust – begrenzt ist, aber ein Gewinn-Trade die 100 Prozent-Grenze deutlich überschreiten kann. Bislang hat’s jedenfalls funktioniert. Man darf gespannt sein, auf welche Events Haase demnächst kalkuliert spekuliert.


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