21.05.2014| Von: Andreas Kern |

In dem Markt für Pay-TV-Sender war in den vergangenen Tagen einiges los. Während sich die Sender über hohe Einschaltquoten bei den aktuellen Sport-Highlights freuen, basteln die Verantwortlichen an einer großen europäischen Sender-Lösung. Über den Sinn einer solchen Maßnahme und die Vor- und Nachteile für die einzelnen Unternehmen sind sich Anleger und Analysten bislang jedoch noch nicht einig. Das zeigt sich auch an den Aktienkursen und den Reaktionen der Trader bei wikifolio.com.

Wie zu Beginn der vergangenen Woche bekannt wurde, plant die British Sky Broadcasting Group (BSkyB) eine Fusion der europäischen Senderfamilie Sky unter ihrem eigenen Dach. In diesem Zusammenhang laufen bereits erste Gespräche mit dem Großaktionär 21st Century Fox über eine Übernahme der Anteile an Sky Deutschland und Sky Italia. Sollten sich die Beteiligten über die Konditionen einigen, würde der europaweit größte Anbieter von Bezahlfernsehen entstehen, während sich der amerikanische US-Film- und Fernsehkonzern auf seine Kabel- und Sendenetze sowie die Film- und Fernsehstudios konzentrieren könnte. Beide Unternehmen werden von dem bekannten Medienunternehmer Rupert Murdoch kontrolliert.

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Basis: alle wikifolios

Die Analystengilde diskutiert die Vor- und Nachteile eines solchen Deals zurzeit noch sehr kontrovers. Während die UBS einen möglichen Zusammenschluss „strategisch positiv“ bewertet, zeigen sich die Strategen von J.P. Morgan und Warburg Research aufgrund geringer Synergieeffekte eher skeptisch. Der Aktie von Sky Deutschland bescherte die Meldung trotzdem erst einmal einen deutlichen Kursanstieg, während die BSkyB-Anteile in der ersten Reaktion an Wert verloren. Einen Großteil der Gewinne hat die im MDAX gelistete Sky-Aktie mittlerweile aber auch schon wieder abgeben müssen. Das könnte unter anderen an den Streitigkeiten mit der Constantin Medien AG rund um einen im Dezember vereinbarten und jetzt ins Wanken geratenen Deal zwischen beiden Unternehmen liegen.

David Ahrendt („dainvest“) wird diese Entwicklung sehr gelassen zur Kenntnis nehmen. Der Trader hatte die Sky-Aktie nämlich bereits im Vorfeld der jüngsten Meldungen in sein wikifolio „Unterbewertung erkennen“ aufgenommen und die Papiere vor einer Woche dann mit einem Gewinn von gut vier Prozent rechtzeitig wieder verkauft. Die hinter den Transaktionen steckenden Beweggründe bleiben mangels Kommentaren vorerst allerdings noch das Geheimnis des Traders, der bei seinem seit Anfang April investierbaren wikifolio-Zertifikat (ISIN: DE000LS9BZB8) trotz guter Performance (+56 Prozent seit dem Start im April 2013) weiterhin auf die ersten Anlegergelder wartet.

Christian Ehl („investor1985“) ist hier bei seinem wikifolio „Stable Cash Flows“ schon einen (wenn auch nur kleinen) Schritt weiter. Zur Aufbesserung der Performance (+17,5 Prozent seit September 2012) hat er sich vergangene Woche zum Kauf der BSkyB-Aktie entschieden und das wie folgt kommentiert: „BSkyB ist im Zuge der Übernahmespekulationen um Sky Deutschland deutlich eingebrochen. Wir gehen davon aus, dass sich der cashflow- und dividendenstarke Wert auf mittlere Sicht wieder erholt und nehmen eine Position in das Stable Cash Flow Depot auf“ (ISIN des Zertifikats: DE000LS9AGA2).

Alle investierbaren wikifolios mit British Sky Broadcasting Group (ISIN: GB0001411924) im Depot

Alle investierbaren wikifolios mit Sky Deutschland (ISIN: DE000SKYD000) im Depot