27.01.2017| Von: Christina Oehler |

Obwohl die amerikanische Notenbank die Leitzinsen nach Ansicht der wikifolio-Trader weiter anheben wird, werden die US-Aktienmärkte von den meisten Teilnehmern unserer Umfrage zum Börsengeschehen 2017 als ihre favorisierte Anlageregion genannt.

Mehr als ein Drittel aller Nennungen zur bevorzugten Anlageregion entfielen auf die Wall Street, gefolgt von der Eurozone und den Emerging Marktes. Für Japan kann sich derzeit hingegen kaum ein Trader begeistern.

Grafik Traderausblick Favorisierte Aktienmärkte 2017

USA: Positive Stimmung

Entsprechend positiv fallen auch die Schätzungen für den amerikanischen Leitindex S&P 500 aus. Der dürfte in rund zwölf Monaten oberhalb von 2.300 Punkten notieren. Daran glauben zumindest rund 60 Prozent der Teilnehmer, wobei die meisten einen Indexschlussstand zwischen 2.300 und 2.500 Punkten und damit einen relativ moderaten Anstieg erwarten. Martin Ritzerfeld („Veterano“) gehört zu den gut 20 Prozent, die noch stärker steigende Kurse auf der Rechnung haben. Er setzt dabei voll auf den neuen Präsidenten der USA und bemüht einen historischen Vergleich: „Trump ist Trumpf. Wir werden eine Entwicklung wie bei Ronald Reagan haben“. Zu der Amtszeit des früheren Hollywood-Schauspielers (1981 bis 1989) konnte sich der S&P 500 mehr als verdoppeln.

 

Grafik: Jahresausblick Endstand S&P

Deutschland: Bleibt alles besser?

Hoffnungsvoll sind die Trader bei wikifolio.com aber auch für den DAX. Nach dem furiosen Schlussspurt im abgelaufenen Börsenjahr sind fast neun von zehn Akteuren sicher, dass der deutsche Leitindex Ende 2017 zumindest oberhalb von 10.000 Punkten notiert. Lediglich fünf Prozent rechnen mit e

 

inem signifikanten Rückgang auf unter. 9.000 Punkte. Zu diesen wenigen Pessimisten zählt Trader Rudolf Louis Schweizer „Gaucho“, der die Sorglosigkeit vieler Börsianer nicht als Dauerzustand sieht: „Alle Probleme, die anscheinend so leicht weggesteckt wurden (Griechenland, Brexit, Italien, Trump) werden 2017 relevant“. Deutlich optimistischer zeigt sich der Trader „Harry Odenthal“, der dem DAX einen deutlichen Anstieg bis auf über 13.000 Punkte bis zum Jahresende zutraut und dies mit voraussichtlich guten Unternehmensergebnissen begründet: „Gewinnentwicklung wird unterschätzt, Hauptgewinntreiber ist der schwache Euro“. Genauso bullish äußern sich zwar nur acht Prozent der Befragten, mehr als 40 Prozent der Trader sehen den DAX am Ende aber zumindest bei über 12.000 Punkten und damit auf einem signifikant höheren Level als heute.

Trader-Ausblick Grafik: Jahresendstand DAX 2017