29.04.2016| Von: Anja Branz |

Im aktuellen TradersTalk haben wir mit dem "Momentumtrader1" Dominic Pisch über seine Faszination für das Trading und die Zeit als "limiting factor" bei der Strategieauswahl gesprochen. Viel Spaß beim Lesen!

 

Verraten Sie uns Ihren Namen.
Dominic Pisch

Unter welchen Usernamen sind Sie auf wikifolio.com zu finden?

Momentumtrader1

Was sind Sie von Beruf?

Bankangestellter

Wie sind Sie zum Trading gekommen?

Zu Beginn meines Wirtschaftsstudiums vor ca. 7 Jahren hat mir ein Freund das handeln mit Aktien gezeigt. Meine anfängliche Euphorie und Faszination hat bis heute angehalten.

Wie sieht bei Ihnen ein typischer Handelstag aus?

Während meines Studiums konnte ich zum größten Teil Day-Trading betreiben. Durch meinen jetzigen Beruf habe ich nicht mehr die Zeit für das tägliche Trading. Ich musste meine Strategie verändern. Derzeit betreibe ich Stock-Picking nach fundamentalen und charttechnischen Ansätzen. Einen richtigen Handelstag gibt es also eigentlich nicht. Wenn eine Aktie attraktiv erscheint wird sie zu einem gewissen Kurs gekauft.

Wie viele wikifolios führen Sie derzeit? Sind Sie bereits „Real-Money“-Trader?

Ich führe derzeit ein Wikifolio (Shorttimetrading) auf dass ich mich konzentriere. Ein weiteres ist vorerst nicht angedacht da ich derzeit alle meine Vorstellungen und Grundsätze mit diesem Wikifolio ausleben kann. Ich bin aktuell noch kein Real-Money-Trader. Ich werde allerdings sicher demnächst in mein Zertifikat investieren.

Was sind für Sie die Gründe, Ihre Handelsstrategie als wikifolio zu veröffentlichen?

Zum einen ist es der Reiz, sein Können in der Öffentlichkeit unter Beweis zu stellen und sich mit anderen Tradern zu messen. Zum anderen  möchte ich mit meinem Wikifolio auch Privatanlegern die Möglichkeit bieten sich über aktuelle Trends am Markt zu informieren.

Was zeichnet grob umrissen Ihren Handelsstil (auf wikifolio.com) aus?

Wie der Name meines Wikifolios (Shorttimetrading)besagt, handle ich zum größtenteil im kurz- bis mittelfristigen Zeitraum. Meine Strategie basiert ausschließlich auf steigende Kurse. Aktien werden nach fundamentalen Gesichtspunkten ausgewählt und mittels Charttechnik zusätzlich analysiert. Letztgenanntes hat sich vor allem bei der Auswahl des Ein-sowie Ausstieges aus eienr Aktie sehr bewährt. Interessante Märkte sind vor allem Europa und die USA wobei der Schwerpunkt meist im Europäischen Raum und dabei in Deutschland, Frankreich sowie in Österreich liegt.

Sind Sie zufrieden mit der Entwicklung Ihrer wikifolios?

Betrachtet man die Performance der wichtigsten Leitindizes weltweit so kann ich mit der Entwicklung meines Wikifolios sehr zufrieden sein.

Was war Ihr Trading-Highlight der letzten 360 Tage?

Ein Trading-Highlight war sicherlich der Kauf der Aktie des Kaffeekapselherstellers Keurig-Green Mountain. Nachdem die Aktie nach meinem Kauf noch weiter gesunken ist legte ich mir weitere Stücke ins Depot. Wenige Tage später wurde das Unternehmen von einem deutschen Investor gekauft und die Aktie schnellte nach oben. Weitere Highlights waren zudem der Kauf von Bwin Party Gaming (Auch dieses Unternehmen wurden wenige Monate später von einem anderen Unternehmen gekauft) sowie natürlich der weitere Zukauf von Nordex, welcher bis heute den größten Teil meines Depots ausmacht.

Welche Entwicklungen erwarten Sie sich vom Börsenjahr 2016?

Die Märkte sind derzeit auf Richtungssuche. Ich denke dass die Volatilität im weiteren Jahresverlauf hoch bleiben wird. Zudem muss man jederzeit mit Überraschungen von Seiten der Notenbanken rechnen. Dennoch glaube ich, dass die Märkte noch Potential haben und auf diesem hohen Niveau bleiben werden, solange das Zinsniveau so niedrig ist.

Welche Märkte machen aktuell am meisten Spaß/Sinn?

Vor allem der europäische Markt ist derzeit recht volatil und bietet damit immer wieder die Möglichkeit von günstigen Käufen und schnellen Aktiengewinnen.

Welche Aktien bzw. Wertpapiere favorisieren Sie aktuell auf mittelfristige Sicht?

Ich denke, dass die Zeit der Rphstoffe wieder angebrochen ist. Aus diesem Grund wird man in meinem Depot in den nächsten Monaten durchaus ein paar Unternehmen aus dem Rohstoffsektor (Stahl, Zucker, Erz etc…)antreffen.

Welches war Ihre härteste Lektion, die Sie am Markt erfahren mussten?

Meine härteste Lektion, aber gleichzeitig auch eine sehr lehrreiche war die Finanzkrise 2008. In ein paar Tagen wurden Börsenwerte vernichtet, welche zuvor im mehreren Jahren aufgebaut wurden. Gleichzeitig wurde mir damit gezeigt wie schnelllebig dieses Geschäft ist.

Welche Ratschläge würden Sie einem Einsteiger mit auf den Weg geben?

Bevor man seinen ersten Kauf tätigt, sollte man sich mithilfe von Büchern bzw. in Foren ein erstes Bild machen. Berichte von Experten und erfahrenen Tradern haben mir in meinen Anfängen auch sehr geholfen. Das wichtigste ist in weiterer Folge die Entwicklung einer eigenen Trading-Strategie und die strikte Einhaltung dieser.

Welches Buch können Sie anderen Tradern empfehlen?

Mein absoluter Favorit ist das Buch von Warren Buffett: Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie.

 

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