Zündeleien am Weltölfass

Im Gefolge der Anschläge in Saudi-Arabien wurde der Ölpreis buchstäblich über Nacht zum Börsenthema schlechthin. Die Notierungen schnellten zeitweise um bis zu 20 % nach oben, konnten sich aber nach den anfänglichen Kurskapriolen inzwischen wieder etwas beruhigen.

Der im ersten Moment befürchtete Schlagabtausch zwischen Saudi-Arabien und den USA auf der einen Seite, sowie dem hinter den Anschlägen vermuteten Iran auf der anderen, beschränkte sich zunächst auf verbale Drohgebärden, was von den Märkten durchaus wohlwollend aufgenommen wurde.

Erstaunliche Gelassenheit

Interessant war auch die Reaktion der Aktienmärkte. Die Verluste zu Wochenbeginn waren vor dem Hintergrund des Ölpreisanstiegs vergleichsweise gering. Dies könnte mehrere Gründe haben: Zum einen sind die USA heute praktisch nicht mehr auf Ölimporte aus der Golfregion angewiesen. Zum anderen könnte die Gelassenheit der Börse auch signalisieren, dass Öl insgesamt nicht mehr die Bedeutung für die Wirtschaft hat wie noch in den 1970er oder 1980er Jahren. Die Digitalisierung, der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Zunahme des Dienstleistungssektors deuten jedenfalls in diese Richtung.

Not everybody's darling

So sehr wir uns eine Welt wünschen, in der Konflikte ausschließlich auf diplomatischem Weg gelöst werden, die Realität ist eine andere. Auch wenn man Bedenken haben sollte, in die Rüstungsindustrie zu investieren, sprechen die Zahlen doch eine klare Sprache: Viele Unternehmen dieses Sektors haben sich in den vergangenen Jahren weitaus besser als der Gesamtmarkt entwickelt.

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Kennzahlen

  • +275,3 %
    seit 09.12.2011
  • +275,3 %
    seit 09.12.2011
  • 0,7×
    Risiko-Faktor
  • EUR 297.253,40
    investiertes Kapital
Seit über 7 Jahren am Markt!

Abzulesen ist dies beispielsweise an der Performance des von Thomas Hapala ( CashCow ) gemanagten wikifolios Fokus Rüstungsindustrie Weltweit . Seit seiner Auflage im Dezember 2011 erzielte Hapala eine Gesamtrendite von knapp 300 %. Dabei setzte er sowohl auf reinrassige Rüstungsunternehmen wie Northrop Grumman oder Lockhead Martin als auch auf Unternehmen wie Boeing und Airbus , bei denen das Rüstungsgeschäft nur einen Teil der Aktivitäten ausmacht. Die Strategie kommt ohne hektisches Umschichten aus und das dürfte angesichts des starken Basistrends wohl auch noch eine Weile so bleiben.

Digitale Duelle

Es wird oft davon gesprochen, wie nachhaltig die Digitalisierung unseren Alltag verändert. Sehr viel weniger im allgemeinen Bewusstsein ist dagegen die Verletzlichkeit der neuen Technik gegenüber Cyber-Attacken, Spionage oder echter Cyber-Kriegsführung. Die Abwehr in diesem Bereich erfolgt, wie die Angriffe selbst, durch modernste digitale Technik, was entsprechend hohe Investitionen in Cyber- und IT-Sicherheit erforderlich macht.

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Kennzahlen

  • +90,6 %
    seit 02.01.2017
  • +90,6 %
    seit 02.01.2017
  • 1,7×
    Risiko-Faktor
  • EUR 408.967,77
    investiertes Kapital
Treue Anleger

Dirk Althaus ( techguru ) investiert mit seinem wikifolio Cybersecurity Innovators in genau jene Unternehmen, die mit ihren Technologien die rasant wachsende Nachfrage nach digitaler Sicherheit bedienen. Die mit Abstand größte Position nimmt dabei aktuell das US-Unternehmens  Tenable Holding ein. Der SmallCap ist auf Cybersecurity-Lösungen spezialisiert, mit deren Hilfe sich Schwachstellen in IT-Strukturen erkennen und schließen lassen. Mit Secunet setzt Althaus zudem auf ein deutsches IT-Sicherheitsunternehmen. Auffällig ist der zurzeit hohe Cash-Anteil von fast 60 %, der ihm viel Spielraum für Neuinvestitionen lässt. Seit dem Start im Januar 2017 gelang Althaus fast eine Verdoppelung des Portfoliowertes (+99 %).

Rohöl 2.0

Wie beschrieben könnte die Gelassenheit der Märkte angesichts des Ölpreisanstiegs auch ein Hinweis auf einen generellen Bedeutungsverlust des schwarzen Goldes sein. Längst gelten Daten als das neue Schmiermittel der Weltwirtschaft. Ein Gedanke, dem offenbar auch Alexander Bamberg ( Yoda12 ) folgt, der sein wikifolio entsprechend Daten – das Öl des 21. Jhd genannt hat.

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Kennzahlen

  • +69,6 %
    seit 31.05.2016
  • +69,6 %
    seit 31.05.2016
  • 1,0×
    Risiko-Faktor
  • EUR 272.377,94
    investiertes Kapital
Tech-Unternehmen in einem Depot

Bamberg hält Ausschau nach Unternehmen, die mit der Gewinnung und Nutzung von Daten Gewinne erwirtschaften. Dabei kommen auch Software-Anbieter und Hardware-Hersteller für Investments in Frage. Besonderen Wert legt Bamberg auf die fundamentalen Kennziffern und die Marktstellung der Unternehmen. Neben großen US-Konzernen wie Amazon und Alphabet finden sich aber auch SmallCaps wie die Berliner IVU und die österreichische Fabasoft unter seinen Top-Holdings. Insgesamt erreicht Bamberg mit seiner Anlagestrategie bislang einen Wertzuwachs von rund 70 % (Start: Mai 2016).

Was kommt?

  • Das sollten Anleger in der nächsten Woche im Auge behalten

Nachdem die Notenbanken die erwarteten Zinssenkungen geliefert haben, rücken nun wieder volkswirtschaftliche Daten in den Mittelpunkt: In Deutschland warten Börsianer besonders auf die Einkaufsmanagerindizes am Montag und den ifo-Geschäftsklimaindex am Dienstag. Am kommenden Freitag folgen dann die US-Daten zu den Auftragseingängen in der Industrie.

Auf Unternehmensseite dürften nach der Vorstellung des Klimapakets der Bundesregierung verstärkt Firmen mit „grünen“ Geschäftsmodellen Schlagzeilen machen. In der kommenden Woche präsentieren der Biokraftstoffhersteller Verbio und der Kraft-Wärme-Kopplungs-Spezialist 2G Energy ihre Jahres- beziehungsweise Halbjahresbilanzen.


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