Kommt die Zinswende?

Nach den Kursrückgängen der vergangenen Wochen kam es am Mittwoch zu einer ersten nennenswerten Gegenbewegung.

Straßenschild mit der Aufschrift

Ob damit bereits ein Zwischenboden erreicht ist, erscheint allerdings fraglich. Die Bewertung von Aktien, Anleihen und Immobilien ist auch deshalb von Bedeutung, weil sie über den sogenannten Wealth Effect Rückwirkungen auf die Realwirtschaft entfalten kann. Steigen die Vermögenswerte, dann steigt auch die Konsumneigung. Sinken sie dagegen, dann kommt es zur Kaufzurückhaltung. Das ist besonders für die USA ein extrem wichtiger Zusammenhang, denn die Verbraucher tragen dort mit ihren Ausgaben zu 70 % des Bruttoinlandsprodukts bei.

Navigation zwischen Inflation und Rezession

Dennoch lässt die amerikanische Notenbank wenig Zweifel an ihrer Entschlossenheit gegen die Inflation anzugehen. Als die Fed das letzte Mal ihren Leitzins in drei aufeinanderfolgenden Sitzungen um jeweils 75 Basispunkte erhöhte, schrieben wir das Jahr 1980. Damals wie heute befand sich die Notenbank im Kampf gegen die Geldentwertung und versuchte das Vertrauen in die Währung aufrechtzuerhalten. Für das Jahr 2023 ist nur noch ein kleiner Zinsschritt vorgesehen, wobei der Markt bereits zum Ende des Jahres wieder einen leicht fallenden Leitzins einpreist. Die Bremswirkung, die von der Bilanzverkleinerung der Fed und der Stärke des US-Dollars ausgeht, sollte nicht unterschätzt werden. Ein baldiges Ende des restriktiven Kurses ist mit Blick auf eine drohende Rezession daher tatsächlich wahrscheinlich.

Reale Erträge dank virtueller Realität

Mit dem wikifolio Augmented- und Virtual-Reality klinkt sich TRENDLINK in den Trend der virtuellen Realität ein. Aufnahme finden Unternehmen, die von Innovationen in Hard- und Software wie leistungsfähige Grafiksysteme und Sensordaten profitieren. Für die Endnutzer werden solche Innovationen in Smartphones, Tablets und VR-Brillen sichtbar. Dabei schafft die Vermischung von realer und virtueller Welt optimierte Prozessabläufe bzw. verstärkte Sinneseindrücke. Der fortschreitende Einsatz dieser Technologien, beispielsweise in Konstruktion, Anlagenwartung, Medizin und Navigation, stellt einen äußerst zukunftsträchtigen Markt dar. Das wikifolio soll Aktien enthalten, die von genau diesem Trend profitieren, wobei schwerpunktmäßig in US-Werten investiert wird. Der Clou besteht darin, dass die Grundauswahl der Themenaktien über die gleichnamige Social Indexing Plattform TRENDLINK erfolgt. Aktuell weist das wikifolio eine relativ hohe Konzentration auf: Gehalten werden 13 Titel, wobei der Investitionsgrad fast 99 % beträgt. Größte Einzelposition ist mit 34,2 % Nvidia, gefolgt von Microsoft mit 19,5 % und Apple mit 11,7 %. Seit der Auflegung Ende Oktober 2014 legte das wikifolio um hervorragende +486 %. Trotz der jüngsten Kursrückgänge beläuft sich der bisherige Durchschnittsertrag damit auf alles andere als durchschnittliche +25,2 % pro Jahr.

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abc
cde

Kennzahlen

  • +517,9 %
    seit 30.10.2014
  • -35,1 %
    1 Jahr
  • 1,08×
    Risiko-Faktor
  • EUR 702.457,09
    Investiertes Kapital
Ø-Performance pro Jahr: +24,6 Prozent

Spezialitäten aus Deutschland

Demgegenüber fokussiert sich Manfred Gellink (HerbertH) mit seinem wikifolio Spezielles & Substanz auf den deutschen Aktienmarkt. Dabei kommen neben Aktien grundsätzlich auch Fonds und Discountzertifikate in Frage. Die Value-orientierte Strategie für die Titelauswahl beruht auf der fundamentalen Analyse, weshalb in schwachen Börsenphasen auch gegen den Trend geschwommen werden kann. Ordentlich Rendite wird aber vor allem in positiven Marktphasen erwirtschaftet. Eine Notwendigkeit zu kurzfristigem Handeln soll mit dieser Strategie weitgehend vermieden werden. Aktuell enthält das wikifolio 12 Titel. Dabei ist RWE mit einem Anteil von 24,6% die größte Einzelposition, gefolgt von NORDWEST Handel mit 11,9% und Einhell Germany mit 11,6%. Eine Cash-Quote von derzeit 14,7% gibt zudem ausreichend Flexibilität für Zu- und Nachkäufe. Seit dem Start im Januar 2016 erwirtschaftete Gellink einen Gesamtertrag von +151,6% was einem jährlichen Durchschnittsertrag von sehr erfreulichen +14,7% entspricht. Mit einem Kursrückgang von lediglich -3,1% auf Jahressicht meisterte er auch eine der schwierigsten Börsenphasen seit Jahren mit Bravour und unterstreicht damit seinen Anspruch, mit der Titelauswahl auch einen ruhigen Schlaf zu ermöglichen.

Chart

abc
cde

Kennzahlen

  • +173,5 %
    seit 07.01.2016
  • +2,2 %
    1 Jahr
  • -
    Risiko-Faktor
  • EUR 1.117.610,87
    Investiertes Kapital
Ø-Performance pro Jahr: +14,4 Prozent

Gutes für die Gesundheit

International breiter aufgestellt ist das wikifolio Healthcare Demography von Arne Briest (ArBriest). Mit seinem Fokus auf die Gesundheitsbranche und Profiteure des demografischen Wandels wählt Briest vorwiegend Titel aus Nordamerika und Europa aus. Dabei bevorzugt er Unternehmen, die sich klar von ihren jeweiligen Wettbewerbern abgrenzen. Unter einem mittel- bis langfristigen Anlagehorizont kommt auch die Anlage in ETFs in Betracht. Das nach fundamentalen Kriterien gemanagte wikifolio ist aktuell nahezu vollständig investiert. Unter den insgesamt 23 Einzeltiteln stechen ShockWave Medical mit einem Anteil von 13,8 %, Novo Nordisk mit 12,6 % und Sartorius Stedim Biotech mit 9,4 % heraus. Der letztgenannte Titel ist mit einem Plus von +1.202 % zugleich Briests Topperformer. Insgesamt erwirtschaftete er seit der Auflegung im Januar 2013 einen Gesamtertrag von +393 %, was einer jährlichen Durchschnittsrendite von +18,0 % entspricht. Kein Wunder, dass sich Briest über viele treue Anleger freuen kann.

Chart

abc
cde

Kennzahlen

  • +417,5 %
    seit 16.01.2013
  • -12,5 %
    1 Jahr
  • 0,93×
    Risiko-Faktor
  • EUR 1.859.072,70
    Investiertes Kapital
Ø-Performance pro Jahr: +17,7 Prozent

Was kommt?

  • Das sollten Anleger in der nächsten Woche im Auge behalten

Die neue Woche startet am Montag mit dem TANKAN, einer Erhebung der Geschäftsbedingungen im verarbeitenden Gewerbe in Japan, sowie dem Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in den USA. Am Dienstag folgen die japanischen Verbraucherpreise. Für Mittwoch steht die Veröffentlichung des US-Einkaufsmanagerindex im Servicesektor an. Am Donnerstag folgen dann die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone. Die Berichtswoche schließt mit der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten am Freitag.

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