Robert Strunck

  • ChitaSchimpanse
  • Zuletzt online am 17.11.2019
  • Mitglied seit 18.12.2018
Sparen ist eine Frage der Erziehung und der Daseinsvorsorge. In den 1980er Jahren gab es noch gut verzinste Sparbücher und risikolose Rendite in der Form von Anleihen. Für die Sparkassenmitarbeiter hat es noch zum Kundenservice gehört Anleihen zu empfehlen, die ein wenig mehr Rendite hatten. Irgendwann 1987 kam dann das erste Wertpapierdepot bei der Sparkasse und die erste Aktie. BASF war damals dabei. Es gab noch kein Internet und Kurse nur aus der Tageszeitung. Die große Zeit kam dann mit den Internetaktien, Alan Greenspan und der Jahr 2000 Umstellung. Jeder Blick auf das Depot sagte einem, dass man reicher geworden ist. Aber verkaufen? Da hätte man Spekulationssteuer zahlen müssen. Aber dann kam die große Abwärtsbewegung bis 2003 und man konnte froh sein, wenn man überhaupt noch etwas auf dem Konto hatte. Bei comdirect kann man sich noch die Entwicklung des DAX von 1988 bis heute anschauen. Der Tiefstkurs liegt bei 931 und der Höchstkurs bei 13559. Der MSCI geht sogar bis 1970 zurück. Der Tiefstkurs liegt bei 79 und der Höchstkurs bei 2386. Das sind die Daten, die automatisierte Handelssysteme für das Backtracking verwenden. Leider funktionieren diese auf Dauer genauso wenig wie Fondmanager oder Alpha-Zertifikate. Die Regeln ändern sich ständig und was in der Vergangenheit funktioniert hat, muss nicht unbedingt in der Zukunft funktionieren und wenn doch, dann zumindest zunehmend schlechter. Das gilt selbst für das Urgestein aus Omaha. Letztendlich entscheidend für den Anlageerfolg ist im Rückspiegel betrachtet, dass man die richtigen Entscheidungen getroffen hat. Doch die Chancen für den Privatanleger dafür sind schlecht. Man tritt gegen das geballte Know How von vielköpfigen Analyseabteilungen an, die auf Rechenzentren mit Big Data und Künstlicher Intelligenz zurückgeifen können, und gegen Computer, die ihre Order schon platziert haben bevor der Mensch überhaupt realisiert hat, ob es jetzt gerade aufwärts oder abwärts geht. Bei Brokern wie IG wird man gleich einmal mit folgender Aussage begrüßt: "79% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter." Das ist wirklich beglückend. Also schließt man sich am Besten der Random-Walk-Theorie an. Dann kann man zumindest gut schlafen. Wenn man dann noch die steuerliche Seite beachtet, für hinreichend Dividenden und Ausschüttungen sorgt und im Hinterkopf behält, dass der Gewinn im Einkauf liegt, kann man sich getrost darauf verlassen, dass man irgendwann in ferner Zukunft einmal die Früchte seines Wirkens genießen kann, wenn man nicht vorher einen Margin Call erhält oder ... Die aktuelle Lage ist schwierig. Das Jahr 2018 war für die wenigsten ein Jahr der Gewinne. Der deutsche Wunderindex, der die Dividenden mit einberechnet, fällt schon seit Mai ("Sell in May and go away" wäre es gewesen). Berkshire Hathaway fällt seit Anfang Dezember wie ein Stein. Apple hat seit Anfang November über 30% verloren und müsste jetzt über 44 % steigen um den alten Wert wieder zu erreichen. Die Charts wimmeln vor Todeskreuzen. May, Trump und Powell haben sich mit den Eurokraten insgeheim verschworen möglichst viel Aktienvermögen zu vernichten; derweil übernehmen die Chinesen einfach alles, was nicht niet und nagelfest ist und gegen die Kleptokraten aus dem Osten da könnte sich die Bundeswehr nicht verteidgen. Es könnte wirklich übel kommen, einen Daxstand von unter 8000 und einen MSCI unter 1500 würde ich nicht ausschließen. Der überbordende Pessimismus und die überverkauften Aktien und Indizes könnten aber auch ganz schnell wieder zu steigenden Kursen führen, wenn denn die Liquidität dafür ausreicht. Bestenfalls wird der Brexit abgesagt, die USA einigen sich im Handelsstreit mit China auf etwas, was der Wirtschaft nicht allzu weh tut und auch alle anderen Krisen gehen in einen stabilen Zustand über, insbesondere sollte die Wirtschaft besser laufen als prognostiziert. mehr anzeigen

Auszeichnungen von allen wikifolios

Guter Kommunikator
Regelmäßige Aktivität

Handelserfahrung

Risikoklasse 1:  3 oder mehr Jahre
Risikoklasse 2:  3 oder mehr Jahre
Risikoklasse 3:  3 oder mehr Jahre
Risikoklasse 4:  3 oder mehr Jahre
Risikoklasse 5:  3 oder mehr Jahre