Money- und Risiko Management in der Geldanlage

wikifolio-Traderin Doris Beer ist auf wikifolio.com unter dem Trader-Namen „TraderLady“ anzutreffen. Sie setzt eine Vielzahl an Handelsideen um, die vor allem eines gemein haben: Ein auffällig konsequentes Risikomanagement, bei dem die Traderin auch nicht davor zurückschreckt, in unsicheren Zeiten, alle Werte aus dem Portfolio abzuverkaufen.
Foto Doris Beer, Top-Traderin bei wikifolio.com

In diesem Artikel erfahren Sie, mehr über die vier gängigsten Möglichkeiten der Risikobegrenzung und wie  ein konsequentes Money- und Risiko Management umgesetzt werden kann, um mögliche Verluste in Portfolios zu begrenzen.

Die Tipps kommen von Doris Beer

wikifolio-Traderin "TraderLady"

Methoden der Risikobegrenzung

Die vorgestellten Methoden zur Risikobegrenzung im Überblick

  • Diversifikation: Breite Streuung im Portfolio
  • Stopp Loss Marken: Verluste konsequent begrenzen
  • Hedging: Mit Gegenpositionen absichern
  • In Cash gehen: Abverkauf bei bestimmten Signalen

Breite Streuung im Portfolio: Diversifikation

Die Streuung der Investments im Portfolio kann wesentlich zu einer Reduktion des Risikos beitragen.

Sinnvoll ist in erster Linie die Verteilung des Kapitals auf verschiedene Anlageklassen, die sich hinsichtlich ihrer Dynamik unterscheiden.  Ein Beispiel wäre ein Anlagemix aus ETFs, Aktien und dynamischeren Anlageformen wie Zertifikaten. Innerhalb einer Anlageklasse kann wiederum geographisch nach unterschiedlichen Märkten oder nach Branchen bzw. Themen diversifiziert werden.

Verluste konsequent begrenzen: Stopp Loss Marken

Im Zuge einer Investition sollte auch bereits darüber nachgedacht werden, welchen Verlust man in Kauf nehmen möchte.

Die Höhe des Stop-Loss-Betrages sollte immer an die Volatilität des Wertes angepasst sein und auch die Schwankungsbreite des Market berücksichtigen. Zu konservative Stop-Loss-Ziele können sonst bereits bei normalen Marktbewegungen ausgelöst werden und zu einer hohen Zahl an möglicherweise ungewollten Transaktionen führen.

Mit Gegenpositionen absichern: Hedging

Gerade in unsicheren Marktphasen können Investitionen mit Gegenpositionen abgesichert werden.

Instrumente um  Investitionen in Aktien abzusichern sind beispielsweise entsprechende Short-ETFs. So können  Verluste in bestimmten Einzelwerten durch Short-Produkte auf den entsprechenden Index abgefedert werden.  Hedging kann auch eins zu eins passieren, wobei eine Aktie mit dem der Aktie entsprechenden Short-Produkt in derselben Investitionshöhe abgesichert wird. Dies hat allerdings ein Nullsummenspiel zur Folge und sollte nur passieren, wenn trotz einer extrem unsicheren Marktphase die Aktie im Portfolio verbleiben soll.

Abverkauf bei bestimmten Signalen: In Cash gehen

Eine Alternative zum Hedging stellt der Abverkauf von Positionen dar.

Kündigt sich eine kritische Marktphase an, verkauft Doris Beer im Rahmen einiger Ihrer Handelsstrategien alle Werte aus dem Portfolio. Um den richtigen Zeitpunkt zu finden, bedient sie sich der der trendtechnischen Analyse: „Ich verwende dazu zwei gleitende Durchschnitte auf einen Aktienindex, der mein Anlageuniversum repräsentiert. Befindet sich der Aktienindex unterhalb der gleitenden Durchschnitte, werden grundsätzlich alle Positionen im Portfolio verkauft,“ beschreibt die Traderin ihren Ansatz. Und weiter: „Bereits mit dieser einfachen Sicherungsmaßnahme lassen sich Verluste in einer ausgeprägten Baisse begrenzen.“