In diesem wikifolio wird LEAGOLD MNG CORP. gehandelt
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Ausis Gold & Silber Minen

Hannes Zipfel

Performance

  • +24,3 %
    seit 04.11.2015
  • +21,2 %
    1 Jahr
    -0,22 %
    Heute
    -9,0 %
    Max Verlust (bisher)
    0,5x
    Risiko-Faktor
    ;
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Handelsidee

Es soll in Rohstoffunternehmen mit dem Schwerpunkt Gold- und Silberminen investiert werden. Neben Explorern, klein-, mittel und großkapitalisierten Minen können auch Streaming Unternehmen erworben werden. Ergänzt werden soll das Portefeuille durch Unternehmen, die den Minen die notwendige Infrastruktur und Ausrüstung für die Rohstoffförderung zur Verfügung stellen.

Der Investmentprozess soll Bottum-Up strukturiert sein und bezieht zusätzlich zur Fundamentalanalyse auch technische Indikatoren mit ein.

Die Rendite soll über positive Geschäftsverläufe der Unternehmen sowie M&A-Aktivitäten erzielt werden. Neben der Wertsteigerung via Aktienkurs sollen auch regelmäßige Ausschüttungen der Unternehmen in Form von Dividenden und Sonderdividenden vereinnahmt werden.

Es wird ausschließlich in Aktien investiert. Derivative Finanzinstrumente werden nicht erworben.

Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet.

Das Wort "Ausis" stammt aus dem Altpreußischen und bedeutet "Gold".
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Stammdaten
Symbol
WF000AGUSM
Erstellungsdatum
04.11.2015
Indexstand
High Watermark
124,9

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Hannes Zipfel
Mitglied seit 20.10.2015

Entscheidungsfindung

  • Technische Analyse
  • Fundamentale Analyse
  • Sonstige Analyse

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

Mit knapp unter 1.400 US$ pro Unze (1.399,18 US$) erreichte Gold am Freitag den höchsten Wochenschlusskurs seit August 2013. Der Goldpreis konnte damit aus charttechnischer Sicht gleich mehrere äußerst hartnäckige Widerstände überwinden. Eine Auflösung der seit 2013 ausgebildeten inversen S-K-S Formation (SS-K-SS) nach oben ist nun sehr wahrscheinlich. Ein Ausbruch aus dieser zeitlich sehr langgezogenen und bedeutenden Trendumkehrformation wäre extrem bullish und würde den Weg frei machen Richtung 1.500 US$ pro Unze.

 

Die Vollendung dieser SKS-Formation ist nach dem weltweiten Abbruch des Versuchs einer „Zinsnormalisierung“ durch die großen Zentralbanken und dem Umschwenken auf einen wieder deutlich laxeren geldpolitischen Kurs sehr wahrscheinlich, auch wegen anderer preistreibender Faktoren, die ich Anfang Juli in einem YouTube-Video gesondert erläutern werde.

 

Heute möchte ich auf die schon mehrfach gestellte und sehr berechtigte Frage eingehen, warum die Minen-Aktien diesmal der Entwicklung des Goldpreises hinterherlaufen, statt ihr, wie empirisch üblich, vorauszulaufen?

 

Im Vergleich zum Goldpreis haben die Minenaktien in der Breite bisher eine klare Unterentwicklung gezeigt. Deutlich wird dieses Missverhältnis in der Performance im direkten Vergleich zwischen dem Goldpreis in US-Dollar und dem PHILADELPHIA GOLD AND SILVER INDEX (XAU). Dieser Minenindex ist einer der Bekanntesten und existiert bereits seit 1983. Darin enthalten sind die Aktien der 30 größten Goldprimärförderer, Silberprimärförderer und Royalty-/Streaming-Unternehmen (gemäß der genannten Reihenfolge absteigend in ihrer Gewichtung).

 

Als der Goldpreis zuletzt im August 2013 auf dem jetzigen Niveau notierte, erreichte der XAU einen Indexstand von 115,21 Punkten (am 27.08.2013). Aktuell notiert der XAU Index mit 82,14 Punkten fast 30 Prozent niedriger als damals. Auch mein wikofolio „Ausis Gold & Silber Minen“ notiert aktuell 36 Prozent unter seinem Höchststand vom 11. August 2016. Damals notierte der Goldpreis in der Spitze bei 1.353,66 US$ pro Unze, also sogar 45,50 US$ niedriger als heute. Damit ist die Underperformance meines breit aufgestellten Portfolios sogar noch eklatanter, als die des Minen-Index XAU. Was sind die Gründe für diese Diskrepanz?

 

Dafür gibt es ganz konkret 5 Gründe: 1. Entwicklung des Silberpreises, 2. Bilanzen/ Ertragskraft der Minen, 3. Zentralbanken, 4. Sentiment des „Big-Money“, 5. Investment-Konkurrenz.

 

1.    Entwicklung des Silberpreises: anders als der Goldpreis ist der Silberpreis noch weit entfernt von seinen Preisspitzen der letzten sechs Jahre. Im Vergleich zu Ende August 2013 notiert Silber aktuell 36,5 Prozent niedriger als damals und noch ganze 22,6 Prozent niedriger als am 11. August 2016 (bisheriger Höchststand meines wikifolios). Da sich sowohl im XAU-Index und noch viel stärker in meinem wikifolio Silberminenaktien befinden, erklärt dies zumindest zum Teil die Underperformance. Zudem ist der „Beifang“ von Silber auch bei Goldminen eine relevante Ertragssäule. Silber kommt erfahrungsgemäß etwas später ins Laufen als Gold, dann aber umso stärker, mit einem Beta von ca. 1,5 zum Goldpreis.

2.    Bilanzen/ Ertragskraft der Minen: Während der Edelmetall-Hausse von April 2001 bis August 2011 sind auch die Kosten der Minengesellschaften deutlich gestiegen (v.a. für Personal, Umweltschutz/ Renaturierung und Energie). In der seit 2011 anhaltenden Korrektur konnten nicht alle diese Kostensteigerungen revidiert werden. Die All-In Sustaining Costs (AISC) pro Unze Gold lagen im ersten Quartal 2019 bei im Schnitt 950 US$ (im GJ 2001 bei 280 US$).  Die AICS bei Silber lagen im Q1´19 bei 15,90 USD bei den Primärförderern (als Beifang deutlich darunter), das sind 11 US$ mehr Förderkosten pro Unze Silber als noch 2001. Als dann die Margen im Zuge rückläufiger Metallpreise seit 2011 deutlich unter Druck kamen, waren viele Minen gezwungen, die Schuldenquote zu erhöhen und/oder neue Aktien auszugeben. Dadurch wurden die Bilanzen vieler Gesellschaften geschwächt und das Aktienkapital verwässert.

3.    Zentralbanken (ZBs): hier geht es nicht so sehr um deren Geldpolitik sondern vielmehr um deren Reservepolitik. Seit 2017 steigen die Nettokäufe der ZBs aus verschiedenen Gründen stark an (Thema für einen gesonderten Artikel) und erreichten im Jahr 2018 einen neuen absoluten Höchststand. Allerdings kaufen die Zentralbanken nur das reine Metall, keine Minenaktien (abgesehen von der SNB). Dadurch entstand ein Nachfragemissverhältnis zwischen Metall und Minen. Zumal diese ZB-Nachfrage für Investoren sehr intransparent ist, da die ZBs ihre Intentionen nicht offenlegen oder wenn, dann diese nur im Nachhinein kommunizieren ohne Ankündigungen weiterer Käufe. Das macht es für Mineninvestoren schwierig, aus dem Verhalten der ZBs Trendsicherheit zu generieren, zumal die Nachfrage der ZBs 2016 auf einmal stark rückläufig war.

4.   Sentinemt des „Big-Money“ (BM): das BM liebt Trends und folgt diesen bis zum (bitteren) Ende (The Trend Is Your Friend). Der Grund dafür liegt nicht nur in der Empirie, sondern auch im Renditedruck der Großinvestoren (also Fonds, Family-Offices, Stiftungen oder Versicherungen), deren Renditeleistung am Gesamtmarkt oder definierten Benchmarks gemessen wird. Daher folgen diese BM-Investoren lieber der Masse als einen Trend zu antizipieren, der noch nicht etabliert ist (so hoch dessen zukünftige Eintrittswahrscheinlichkeit auch sein mag). Das BM wartet also aktuell noch auf die Etablierung eines neuen Aufwärtstrends bei Gold (und Silber). Sobald die oben erwähnte Trendumkehrformation S-K-S nach oben aufgelöst wurde, wird das BM in den Minenmarkt zurückkehren und sich die Diskrepanz zwischen Metallpreisentwicklung und Minenentwicklung zurückbilden. Zumal die Bewertungen der Minen mit jedem Dollar Goldpreisanstieg attraktiver werden (Gewinnmargen, Dividendenrenditen, KGVs, Übernahmefantasien, etc.).

5.    Investmentkonkurrenz: an Punkt 4 anknüpfend stellt sich für die Renditejäger an den Märkten immer die Frage nach dem zuverlässigsten Trend oder dem heißesten Gewinnkandidaten der Zukunft. Dabei geht es nicht immer so sehr um fundamentale Fakten, wie die jüngsten IPOs von Slack, Uber oder Lyft gezeigt haben, sondern oft nur um reine Gewinnfantasien. Beides, also stabile Aufwärtstrends und Gewinnfantasien, gab es bis vor kurzem bei Gold und den Minenaktien nur sehr unterausgeprägt. Erst seit dem die ZBs weltweit wieder auf qualitative und sogar quantitative Lockerung umschalten, ergibt sich eine nachhaltig positive Perspektive für den Goldpreis vs. US$. Nur dieser Preis (in US$) ist für die den Markt dominierenden US-Investoren relevant. Der Goldpreis z.B. in TRY oder AU$ hat längst neue ATHs erreicht, was die Amerikaner aber nicht wahrnehmen. Da die Minenaktien ein Nischenmarkt sind, sprechen sie auch ein bestimmtes Anlegerklientel an. Der Wert der 50 größten Minengesellschaften der Welt beträgt nur ca. 150 Mrd. US$ (Apple: ca. 950 Mrd. US$). Anleger, die affin sind für Minenaktien haben ihr Geld in den letzten Jahren in andere vielversprechende Investments umgeschichtet. Vor allem in Crypto-Währungen, z.B. in Bitcoin (BTC) oder den goldgedeckten Stable-Coin Digix (DGX). Auch die Superhausse der Cannabis-Aktien hat gerade in Kanada und den USA viel Geld aus dem Minensektor abgesaugt, ebenso wie der Tech-Boom.

Fazit: die Gründe für die Underperformance der Minen gegenüber dem Goldpreis sind vielschichtig und nicht nur durch die betriebswirtschaftliche Situation der Bergbauunternehmen begründbar. Ein Beweis dafür sind u.a. die Aktien von AGNICO EAGLE, die 22 Prozent unter ihrem Höchststand von 2016 notieren, obwohl der Konzern sein Aktienkapital in den letzten Jahren nicht verwässert hat, die Bilanz mindestens genauso solide ist und der Analystenkonsens sogar eine bessere Profitabilität für 2019 erwartet als 2016. Sollte also die Stimmung der Investoren pro Minen weiter drehen und das Vertrauen in ein nachhaltig positives Umfeld für Gold und Silber anhalten, besteht signifikantes Aufholpotenzial der Minen und des Silberpreises gegenüber dem Goldpreis. In Bezug auf den sonst üblichen Vorlauf der Minen ist diese Reihenfolge zwar ein Novum aber dennoch gut nachvollziehbar. Man darf nicht vergessen, dass die ZBs seit der Finanzkrise die Märkte und die Wirtschaft massiv manipulieren und damit auch falsche Signale an Investoren liefern. Jetzt jedoch zwingt die Realität die Zentralbanken dazu, wieder in Richtung Schuldentragfähigkeitspoltik umzuschwenken. Auch deshalb, weil der Sonderstimulus durch die US-Steuersenkung sukzessive ausläuft und der Handelskrieg die Weltwirtschaft noch zusätzlich zur ohnehin schon drückenden weltweiten Rekordverschuldung bremst. 

 

Bezogen auf mein wikifolio Ausis Gold & Silber Minen ist zu beachten, dass sich deutlich mehr Silberminen im Portfolio befinden, als beispielsweise im XAU-Index. Des Weiteren halte ich zahlreiche Junior-Minen und Explorer im Portfolio, die besonders stark unter den Metallpreisentwicklungen der letzten Jahre litten (auch fundamental). Meine Strategie zielt auch ganz klar auf steigende M&A Aktivitäten (Fusionen und Übernahmen), also auf die Konsolidierung der gesamten Branche (mangels CAPEX u.a. in die Ressourcenreichweite der Minen in den letzten Jahren). Positiv an der momentanen Diskrepanz zwischen Gold und MInen ist das Aufholpotenzial Dies bedeutet, dass die Minen sich auch bei nur moderat weiter steigenden Goldpreisen rasant ansteigen können.

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Kommentar zu IAMGOLD CORP (US$)

Wie bei vielen Minenaktien notieren auch die Papiere von IAMGOLD heute stark im Plus. Neben den Hauptgründen, dem Umschwenken der US-Geldpolitik und den Spannungen im Nahen Osten, gibt es bei dem kanadischen Konzern aber noch einen anderen Kurstreiber: wie die Nachrichtenagentur Blommberg berichtet, erwägt die chinesische NATIONAL GOLD GROUP, der zweitgrößte Goldminenbetreiber des Landes, sich an IAMGOLD zu beteiligen. Die Kanadier prüfen ihrerseits einen möglichen Verkauf des gesamten Unternehmens (oder eben eines Teils davon) und arbeitet dem Bericht zufolge mit Finanzberatern an den Übernahmebedingungen. Das Unternehmen bestritt im vergangenen Monat ähnliche Spekulationen über einen möglichen Verkauf. Es bleibt spannend in Sachen Übernahmekarussell im Minensektor.

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Allgemeiner Kommentar

Das gestern Abend vom Fed-Präsidenten Jerome Powell verkündete Ergebnis des FOMC-Meetings hatte es in sich. Noch vor sechs Monaten wollte die US-Notenbank die Zinsen sowohl in 2019 als auch in 2020 weiter anheben und die Bilanzreduzierung (Quantitative Tightening) auf Autopilot belassenSechs Monate später passiert exakt das Gegenteil: die Bilanzreduzierung wird sukzessive reduziert und Ende September komplett eingestellt, weitere Zinsanhebungen sind nicht mehr geplant und die Hälfte der stimmberechtigten Notenbank-Gouverneure sprach sich für die Notwendigkeit von Zinssenkungen aus. Ein Gouverneuer (James B. Bullard aus St. Louis) votierte sogar für eine sofortige Zinssenkung um 25 Basispunkte.

 

Die Erwartungen der Marktteilnehmer im Vorfeld des FOMC-Meetings waren bereits sehr hoch. Für Juni erwarteten ca. 20 Prozent der Marktteilnehmer eine erste Zinssenkung um 25 Basispunkte. Diese Zinssenkungswahrscheinlichkeit liegt gemäß Fed Fund Futures nun für die nächste Fed-Sitzung am 31. Juli bei 67,7 Prozent. Für die erste Sitzung nach der Sommerpause im September wird mit ähnlich hoher Wahrscheinlichkeit (60,1 Prozent) ein weiterer Zinsschritt erwartet. Für Dezember dann noch ein Dritter mit über 40 Prozent Wahrscheinlichkeit.

 

Natürlich macht die Fed ihre Geldpolitik abhängig von den aktuell verfügbaren Konjunkturdaten, die sich auch wieder aufhellen können (z.B., wenn es eine Einigung im momentan festgefahrenen Handelskonflikt USA vs. China geben sollte). Grundsätzlich kann man aber sagen, dass Ende Juli mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein neuer Zinssenkungszyklus beginnt.

 

Für die Edelmetalle und Minenaktien sind das extrem bullishe Nachrichten. Der US-Dollar war die letzte Hauptwährung, die überhaupt noch nominal wahrnehmbare Zinsen bot. Fällt dieser Zinsvorteil gegenüber der alternativen Reservewährung Gold nun sukzessive weg, bleiben dem Dollar ggü. Gold in Sachen Solidität nur noch Nachteile. Daraus lässt sich eine andauernde Abwertung des Dollars gegenüber Gold (und natürlich den Weißmetallen) in den kommenden Jahren ableiten. Für die Aktien der Edelmetall-Produzenten, -Explorer und -Streamer bedeutet diese Entwicklung eine dynamische Margenausweitungen und eine Beschleunigung der Drehzal des Übernahmekarussells.

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Allgemeiner Kommentar

Um sich von den USA und dem Dollar-Regime unabhängiger zu machen, verkauft die chinesische Notenbank Dollar-Anleihen (allein im April im Wert v. 7,5 Mrd. USD) und stockt gleichzeitig ihre Goldreserven auf. Seit Juni letzten Jahres hat die People's Bank of China die US-Bondbestände um ca. 80 Mrd. USD reduziert und die Goldbestände um über 40 Mrd. USD aufgestockt. Quelle: US-Schatzamt (jüngste verfügbare Daten), PBoC (jüngste verfügbare Daten) 

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