Taktische Asset Allocation

MKS
Michael Kiefer

Performance

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    seit 01.08.2019
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    1 Jahr
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Handelsidee

Das wikifolio soll sich grundsätzlich auf Aktien weltweit ETFs sowie Anlagezertifikate mit Anleihen bzw. Rohstoffen als underlying fokussieren. Der Anlagehorizont dieses wikifolios soll grundsätzlich mittel- bis langfristig sein.

Dabei sollen 2 Handelsansätze kombiniert werden:

1) Asset-Allocation Strategie nach M.T. Faber. : Voraussetzung, um überhaupt in eine Asset-Klasse zu investieren ist, dass der Kurswert zum Überprüfungszeitpunkt über dem 200-Tage GD liegt. Erfüllen nur 1 oder 2 Assets diese Voraussetzung, soll auch nur in diese investiert werden (würde kein Asset dieses Kriterium meines Erachtens erfüllen, soll nicht investiert werden). Liegt der Kurs von mehr als 3 Assets meiner Ansicht nach über dem 200-Tage GD, soll das durchschnittliche Momentum der zurückliegenden 12 Monate (DM12), die 3 Assets bestimmen, in die investiert wird. Diese „Top3“ sollen gleichgewichtet werden. Unterscheidet sich das DM12 mehrerer Assets um ungefähr weniger als 5%, sollen weitere Filter (MACD mit Periodenlängen zwischen 12-200, Spearman-Test, gewichtete monatliche Performance etc.) zur Auswahl der zu investierenden Assets für den kommenden Monat dienen.

2) Saisonale Strategie: Bei den großen Indices wie DAX, Dow Jones usw. sollen saisonale Preisunterschiede ausgenutzt werden. um während der meiner Ansicht nach„besten Zeit im Jahr“ in entsprechende ETFs zu investieren). Für diesen Ansatz sollen ungefähr bis zu 40% des Kapitals reserviert sein. Abweichend von vielen publizierten saisonalen Strategien, soll nicht während eines definierten Zeitraums in den Index investiert werden. Vielmehr soll in den Quartalen, während derer meines Erachtens typischerweise ein Index andere outperformed, charttechnisch und der für das „Faber-System“ genannten Filter der Ein- und Ausstiegszeitpunkt bestimmt werden. mehr anzeigen
Stammdaten
Symbol
WF000TKTAA
Erstellungsdatum
01.08.2019
Indexstand
High Watermark
102,0

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

MKS
Michael Kiefer
Mitglied seit 27.06.2018

Entscheidungsfindung

  • Technische Analyse
  • Fundamentale Analyse
  • Sonstige Analyse

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

Ups....,

mag mancher sagen, angesichts der Portfolio-Performance während der vergangenen zwei Tage. Gold ca. 3% runter, Bonds auch unter Druck! 

Gibt es tatsächlich gute Gründe für eine so starke Umschichtung, raus aus den bis Mitte der Woche noch gesuchten, sicheren Häfen, rein in Aktien?

Ich meine nein. Einzig der „Brandherd“ Italien scheint vorläufig gelöscht. Ob die neue Regierung jedoch wenigstens mal eine Zeit bestehen bleibt, bleibt abzuwarten. Beim Brexit änderten sich die Vorzeichen nur dahingehend, dass die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Aufschiebung des Brexit und somit der Verlängerung der Ungewissheiten, sich erhöht hat. Und bzgl. USA-China scheinen schon „no-news“ bereits „good-news“ zu sein. Dass die Bekundung, man wolle im Oktober weiter verhandeln, genügt, um Umschichtungen aus sicheren Häfen in Aktien in großem Stil stattfinden, ist fast schon irrational, zeigt aber, wie sehr die Anleger aus den weniger ertragreichen sicheren Häfen in die ertragreicheren Aktien wollen. 

So verständlich das ist..., ein Tweet von Trump oder irgend ein anderes „Zeichen“, das als Vorbote von Unheil über die Newschannels verbreitet wird und die Umschichtungen in die Gegenrichtung setzt ein.

Trotz der Verluste Ende dieser Woche, bin ich überzeugt, dass die Asset Auswahl für September vorerst so bleiben wird, obgleich das Momentum allen 4 Assets während der vergangenen 2 Handelstage drastisch änderte. Dennoch ist das Handelssystem weit davon entfernt, dass ins Cash umgeschichtet werden sollte. Der September ist ein tückischer Börsenmonat...

Ende September erfolgt die turnusmäßige Re-evaluation. Sollte gemäß Regelwerk tatsächlich eine vorzeitige Readjustierung erforderlich scheinen, wird dies hier erläutert. Die kontinuierliche IT-basierte Überwachung macht dies möglich....

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Allgemeiner Kommentar

Positionierung im September 

Asset Allocation nach Faber

Wenig verwunderlich nach den „Up and downs“ der großen Indizes weltweit, deutet die Analysen, in welche Assets im September investiert werden soll, einen Wechsel an. Aktien Assets werden in September nicht mehr vertreten sein. 

Ebenso wenig verwunderlich ist, dass Gold sich zur besten Asset Klasse mauserte und damit im Portfolio bleibt.

Für den September wird das Portfolio nur noch die Assets: Gold und Bonds enthalten.

Die US-Staatsanleihen mit mehr als 20 J. Laufzeit, haben etwas von ihrem Momentum verloren und liegen jetzt gleichauf mit den Unternehmensanleihen. Beide teilen sich jetzt Platz 3, wobei das Kapitel das für den 3. Platz vorgesehen ist, zu gleichen Anteilen auf beide Assets verteilt wird. Platz 2 und fast gleichauf mit Gold nehmen US- Staatsanleihen mit Laufzeiten von 7-10 Jahren ein.

Saisonal Strategie

Der alte Satz „ sell in may, but remember to come back in September“ hat viel Wahres. Allerdings sollte es besser heißen „come back in October...“. Das zumindest haben meine Simulationen der saisonalen Strategie an Hand historischer Daten ergeben. Das für diese Strategie vorgesehene Kapital, bleibt entsprechend geparkt.

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Allgemeiner Kommentar

Auswahl des ETF / ETC, wenn für eine Asset Klasse mehrere Produkte verfügbar sind:

Wen die grundsätzlichen Methodik nicht interessiert ist, kann direkt zur nächsten Überschrift „meine wichtigsten Kriterien“ springen....

Methodik / analytische Herangehensweise: will man beispielsweise in den DAX® investieren, stehen etliche ETFs verschiedener Anbieter zur Verfügung. Für konkrete Produktwahl werden die Kennzahlen: Fondvolumen, Morningstar Rating, Kosten (laufende und ggf. Ein- / Ausstiegskosten) zunächst mathematisch normalisiert (standardisiert), um die Daten vergleichbar zu machen: Formel:

NormierterWert = (AW - NAW) / (HAW - NAW) x (MaxNorm - MinNorm) + MinNorm; AW = Ausgangswert, NAW = niedrigster Ausgangswert, HAW = höchster Ausgangswert, MaxNorm, Min Norm = höchster und niedrigster Wert der Norm.... Klingt zu theoretisch: daher als Beispiel das Morningstar Rating (0 bis 5 Sterne) wobei der normierte Wert zwischen 0% und 100% liegen soll: ETF 1: Morningstar Rating.: 2 Sterne, ETF2: Morningstar Rating: 3 Sterne.

Normiertes Morningstar Rating für ETF1: (2 - 0) / (5 - 0) x (100 - 0) + 0 = 40%, ETF2: (3 - 0) / (5 - 0) x (100 - 0) + 0 = 60%

Was soll das alles? Um all die Kennzahlen von DAX®ETFs vergleichen zu können, wird jeder Wert auf einer Skala zwischen 0% und 100% normiert, wodurch sich alles viel leichter vergleichen lässt und Unterschiede fassbarer werden, wenn normiert sind.

Beispiel ETF1: Volumen: 90%, Morningstar Rating: 10%, Kosten: 20% / ETF2: Volumen: 25%, Morningstar Rating: 80%, Kosten: 25%. Deutliche Unterschiede zwischen ETF 1 und 2 bestehen beim Fondvolumen und beim Morningstar Rating, während sich die Kosten nicht großartig unterscheiden. 

Welchen werde ich bei diesem Wikifolio nehmen?

Meine wichtigsten Kriterien bei der ETF / ETC Auswahl

1) „Macht er das, was er machen soll“: der ETF / ETC soll möglichst exakt das abbilden, wofür er steht: ein Gold-ETC in EURO, soll entsprechend deckungsgleich mit dem Kurseverlauf des Goldpreises (Spot) in € sein und ein DAX-ETF den Kursverlauf des DAX(r) wenigstens auf Tagesbasis wiederspiegeln. Das Morningstar Rating gibt diesbezüglich schon recht gute guten Anhaltswert. Ich prüfe diesen Aspekt aber noch mittels statistischer Signifikanztests...

2) Fondgröße (wieviel Geld ist bereits in diesen Fond geflossen?): volumenstarke ETFs sollen den Basiswert häufiger präziser abbilden, als ETFs mit niedrigerem Volumen, aber auch hier prüfe ich mittels Signifikanztests, ob diese Faustregel für die zur Disposition stehenden ETFs gilt. 

3) Replikationsmethode: ich gebe in der Regel physikalisch abbildenden ETFs den Vorzug vor synthetisch nachbildenden, da ich physikalisch vorhandene Dinge (vom Emittenten gehaltene Aktien zur Abbildung z.B. eines Index-ETFs) bevorzuge gegenüber „virtuellen Finanzistrumenten“, die den Kursverlauf dieser Aktien nachbilden können. Ich möchte nichts vorbringen, dass diese „virtuellen Finanzinstrumente“ schlecht macht.

Entscheidend ist für mich hier der KISS (keep it simple and stupid) Ansatz. Was eine Aktie / Bond / Rohstoff ist verstehe ich, darauf basierende finanzmathematisch konstruierte Finanzinstrumente, unterliegen einer eigenen „inneren Logik“, die bei einer synthetischen Indexnachbildung so komplex sein kann, dass diese Instrumente während bestimmter Marktphase besser, in anderen Situationen aber auch schlechter „funktionieren“. Da dieses Wikifolio mit seinem Regelwerk vor allem dem KISS Ansatz folgt, sollen nur mangels Alternativen auch in synthetisch replizierte ETFs investiert werden. Es gibt jedoch auch hier Ausnahmen: wenn z.B. in Momentum-starke oder Value-Aktien investiert werden soll, gibt es noch die „Hybridform“ von ETFs mit sgn. optimierte Replikationsmethoden. Hier kann das Management des ETF u.U. den entsprechenden Basiswert nicht 1:1 abbilden, sondern gesichtet einzelne Positionen innerhalb des ETF höher als im zugrundeliegenden Basiswert, um dem Aspekt, den der ETF adressiert (Momentum, Value etc.) bestmöglich abzubilden. Für Assets, die auf solche Aspekte abgestellt sind, soll gezielt vor dem Investment geprüft werden (mittels Signifikanztests), ob die physikalische oder optimierte Replikation bevorzugt wird.

4) Kosten: auch diesbezüglich können sich ETFs teilweise relevant unterscheiden;konkret: Ein- / Ausstiegskosten, lfd. Kosten: hier wird kategorisiert: ETFs, die nur saisonal ins Portfolio aufgenommen werden (DAX / MDAX / TecDAX / SDAX / S&P500 / DJA ETFs) sollen möglichst niedrige Ein- / Ausstiegskosten (Spread) haben, während die lfd. Kosten p.a. weniger relevant sind. ETFs, die mutmaßlich länger im Portfolio bleiben (aktuell wohl die Assets Gold und US Bonds 20+) sollten möglichst geringe lfd. Kosten erzeugen. Entsprechend dieser Aspekte sollen die ETFs / ETCs für dieses Portfolio gewählt werden.

5) Ausschüttung: ich präferiere thesaurierende ETFs. Es gibt jedoch für 3 Asset Klasse thesaurierende ETFs, die in etlichen Aspekten (Kosten, Rating etc.) derart dtl. ungünstiger erscheinen, als ausschüttende ETFs dieser Asset Klasse, dass unter diesen Umständen, von meiner Präferenze abgewichen werden soll und der ausschüttenden ETF gewählt wird...

6) Fondwährung: es ist mir wohl bewusst, dass nicht in € replizierte ETFs Wechselkursrisiken unterliegen. Bestimmte Assets oder Indizes beziehen sich jedoch auf den USD und nicht auf den €.  Ich erachte es als sinnvoller stets ETFs / ETCs zu investieren, die in der entsprechenden Referenzwährung die Assets abbilden, soweit nicht andere Kriterien massiv dagegen sprechen: klassisches Beispiel für ein Abweichen von diesem Prinzip: XETRA-GOLD. Es gibt keinen in USD abgebildetes ETC, mit ähnlich günstigen Randbedingungen (Kosten p.a., physikalisch besichert etc.). Da diese Asset Klasse voraussichtlich länger im Portfolio bleiben wird und die aktuelle Marktsituation vorläufig für einen vergleichsweise starken USD spricht, kann ein günstiger Wechselkurs durchaus einen gewissen  „Charm“ haben. Beispiel: gestern erreichte Gold in € ein Allzeithoch, während der Goldpreis in USD davon noch gut 200 USD entfernt ist. Der für den Euroraum günstige Wechselkurs, macht demnach eine Abbildung des Assets Gold in € zur besseren Wahl.

Gerade für Assets aus der Klasse der Aktien ist es jedoch m.E. besser diese in der entsprechend Landeswährung abzubilden. Eine Besonderheit bilden hier europäische Aktien und Aktien der Emerging Markets. Denn diese Aktien können aus den unterschiedlichsten Währungsräumen stammen (Schweiz, Norwegen, China, Indien, Japan etc.), wofür es keine einheitliche Referenzwährung gibt, sondern i.d.R. nur auf USD oder € Basis in Deutschland handelbare ETFs existieren. Hier gilt für mich, dass ich den ETF / ETC präferiere, der die besten sonstigen Randbedingungen aufweist, auch wenn dabei das Wechselkursrisiko in Kauf genommen werden muss. Da ehedem ein monatliches Reballancing / Controlling erfolgt, soll auf eine sehr ungünstige, mutmaßlich langfristige Änderungen des Wechselkurses bei dem regelmäßigen monatlichen Controlling reagiert werden. 

ETFs / ETCs mit heading (währungsgesichert) sind in der Regel dtl. teuerer und sollen nicht verwendet werden (nota bene: selbstverständlich haben solche Finanzinstrumente ihre Berechtigung: Anleger mit einer „Buy and Hold“ Strategie können damit sorgenfreier auch bei einem etwaigen Währungskrieg investiert bleiben. Da in diesem Wikifolio jedoch monatlich die verwendeten Investments geprüft und analysiert werden, erscheint das teure Heading nicht sinnvoll....

7) Strategie: Long-only! Es soll weder in gehebelte, noch mit Short ETFs investiert werden. Das gesamte Regelwerk ist darauf abgestellt. Selbst wenn es möglicherweise sinnvoll erscheinen mag, durch Short-ETFs oder gehebelte ETFs eine Outperformance zu erzielen, wird darauf verzichtet, da hierzu ein anderes Regelwerk erforderlich ist. Ggf. werde ich zukünftig auch ein Wikifolio vorstellen, das mit diesen Instrumenten arbeitet. In diesem Wikifolio bleibt es jedoch bei Long-only-Not-Leveraged....

Ich hoffe mit diesen Erläuterungen, die wesentlichen Kriterien erläutert zu haben, die meine Auswahl der ETFs begründet, welche zur Abbildung einer Asset Klasse oder zur Umsetzung des saisonalen Handelssystems gewählt werden soll. 

Es ist mir wichtig, dies transparent zu machen.

Es gibt freilich gute Gründe gibt, die andere Investoren anführen können, weswegen sie einen anderen ETF wählen, dies mag für ihrem spezifischen Handelsansatz oder aus anderen Gründen absolut richtig sein. Hier soll jedoch transparent gemacht werden, warum welche ETFs / ETCs in diesem Wikifolio, das einem definierten Regelwerk folgt, gewählt werden.

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Allgemeiner Kommentar

Nachtrag:

Bzgl. des Goldkurses genügt eigentlich der Blick auf den Wechselkurs USD/EURO ..., dieser lag in der Spitze am Vormittag bei 1,11 und fiel bis 16:00 Uhr auf 1,106. Das mag wenig erscheinen, ist aber für die kurzfristige Nachfrage von Gold Intraday maßgeblich. Erst wenn sich der Wechselkurs wieder in Richtung von 1,12 bewegt, dürften die Kurse für Gold wieder dtl. steigen....

Ergo: bei der angespannten Marktlage können kleinste Änderungen von Rahmenbedingungen zu signifikanten Kurstreibern oder Kursbremsen werden. Es unterstreicht das Konzept dieses Wikifolios, auf tgl. Kursschwankungen nicht zu reagieren, sondern vielmehr den Fokus auf die Assets zu legen, die mittelfristig-langfristig die beste Performance erwarten lassen. Im Zweifel kann es auch sinnvoll sein, zeitweise eine höhere Cashquote zu halten...

Details dann Ende kommender Woche...

 

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