LukasKoe
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Handelsidee

Was macht ein Unternehmen zu einer Franchise?

Definieren kann man eine Franchise grundsätzlich als ein Unternehmen, welches es schafft möglichst viele der unten genannten Attribute zu verkörpern:

- dominante Geschäftsstellung, idealerweise Monopolist (hohe Markteintrittsbarrieren für Konkurrenten, beispielsweise durch Patente, Technologie, Konsumentenpräferenzen)
- Profiteur von großen Zukunftstrends
- gutes Management (Analyse der Rendite auf einbehaltene/reinvestierte Gewinne, gerne mit einem hohen F&E/Umsatz Anteil)
- gute Kapitalstruktur (möglichst niedriger Verschuldungsgrad, je mehr Risiko auf Rezession/ Crash desto wichtiger)
- nicht zyklisches Geschäftsmodell
- Asset- light

Geplanter Zeithorizont: überwiegend Langfristig. Jedes Unternehmen soll mit dem Anspruch erworben werden, es mehrere Jahre im wikifolio zu halten. Das wikifolio soll grundsätzlich an der langfristigen Entwicklung der Franchise profitieren.
Meiner Auffassung nach spielt speziell ein langfristiges Engagement in gute Unternehmen zur Kapitalvermehrung in den Strategien sehr kurzfristig orientierter Anleger der Wall Street oft eine untergeordnete Rolle. Hieraus können sich meines Erachtens viele Chancen ergeben.

Makro (Schulden)- Zyklen:
Es soll außerdem darauf geachtet werden den Anteil von aggressiven (z.B. Wachstumsunternehmen) und defensiven (Cash, defensives Geschäftsmodell) Investments entsprechend der aktuellen Position der Makrowirtschaft im Schuldenzyklus zu balancieren.
Unter den Kommentaren Makro News sollen in der Regel meine aktuellen Analysen und Standpunkte dargestellt werden. mehr anzeigen
Stammdaten
Symbol
WF00270722
Erstellungsdatum
18.09.2019
Indexstand
High Watermark
101,3

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Lukas Körber
Mitglied seit 22.03.2018

Entscheidungsfindung

  • Fundamentale Analyse

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

Cycle News 31.03.20

Seit 1,5 Wochen läuft nun die erste wirkliche Erholung in den globalen Aktienmärkten mit einem signifikanten Plus von 17% im Dow Jones.

Die Strategie des wikifolios seit dessen Erstellung geht sehr gut auf. Das wikifolio konnte den MSCI World um circa 10% schlagen. Den Dax um circa 12%. Im  Tief letze Woche Montag war es bereits möglich zu attraktiven Preisen neue Franchises zu erwerben (Stryker, Adidas, Booking Holdings). 

Die aktuelle Erholung scheint eher technischer Natur zu sein und von den Hilfspaketen der Politik getragen. Ob diese im Umfang reichen werden, um eine globale Schuldenkrise zu verhindern, ist die zentrale Frage seit einigen meiner Updates.

Hier ein paar Zahlen:

  • non-financial Junk- und BBB-Anleihevolumen beträgt 14 Billionen USD (weltweit) (Quelle: Economist)
  • Davon 7% Airlines und Hotels, 8% Energie (3,15 Billionen USD), höchst tangiert durch Corona Krise
  • Darin nicht enthalten: Kreditmarkt, zum Beispiel: Konsumentenkredite (4 Billionen USD in den USA) , Studentenkredite (1,6 Billionen USD in USA) Derivate (hauptsächlich auf Kredit finanziert, mehrere 10 Billionen USD)  
  • 2020 müssen 1,3 Billionen USD auf Unternehmensebene refinanziert werden
  • 12% der börsennotierten Unternehmen Zombiefirmen (Quelle: Bankhaus Metzler)

Fazit: Vielen der Unternehmen, welche die oben genannten Schulden emittierten,  fiel es bereits in sehr guten Zeiten schwer, nachhaltig Gewinne zu erwirtschaften. Ob es nun möglich ist dieses riesige Volumen an faulen Krediten durch einen realwirtschaftlichen Full-Stop zu führen ist höchst fraglich. Das von der Trump Regierung verabschiedete Konjunkturprogramm von 2 Billionen USD scheint nur ein erster Tropfen auf einen heißen Stein.

Anhand dieser Zahlenlage fällt es mir schwer die aktuelle Bodenbildung zum weiteren akkumulieren von Aktien zu nutzen.

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Allgemeiner Kommentar

Cycle News 22.03.2020

Circa 1 Monat ist seit meinem letzten Beitrag vergangen. Die Corona Krise verschlimmerte sich (gemäß Szenario 2 des letzten Updates) und die westlichen Volkswirtschaften kamen seitdem fast zu einem Full-Stop.

Aktuelles Umfeld:

Heute sind wir an einem deutlich weiter fortgeschrittenen Punkt im Marktzyklus angelangt. Die Psychologie der Markteilnehmer und Bürger schwang von vorsichtig auf panisch. Eine große konjunkturelle Delle ist offensichtlich. Dennoch:
Bis heute konnten große Pleiten und klar sichtbare Instabilität der Banken verhindert werden. Eine erste kleinere Insolvenz (Vapiano) wurde letze Woche verkündet.
Politik und Zentralbanken werden nicht müde zu versprechen, alle Mittel zu nutzen, um ein Platzen der Schuldenblase zu verhindern. 

Ausblick:

Die Unsicherheit bezüglich des Blicks in die Zukunft lässt sich auf eine Frage reduzieren:
Ist die aktuelle Krise am heutigen Punkt im Schulden-Zyklus noch zu managen?

Gute Argumente gibt es für beide Seiten. Beispielsweise das globale Derivatevolumen (Szenario Liquiditätskrise) und auf der anderen Seite der Wille der Politik das Geldsystem am Leben zu erhalten („whatever it takes“).

Erneut sehe ich 2 größere Szenarien für die nächsten Monate. Diese unterscheiden sich heute hauptsächlich in einer wirtschaftlichen Dimension.

Szenario 1 - Liquiditätskrise:

Sollte die Krise nicht durch frisches Geld zu managen sein (kann unterschiedliche Gründe haben, z.b. das verlorene Vertrauen von Markteilnehmern für Geldpolitik) dann erwarte ich folgenden Prozess:

Kreditfenster schließen -> Pleiten verstärken sich -> Arbeitslosigkeit -> fallende Einkommen -> Eigenkapital der Banken erodiert -> noch weniger Kredit -> schwierige Refinanzierung für Unternehmen -> Verschlimmerung der Rezession -> fallende Kurse usw.

Sollte dieser Prozess wirklich signifikant ins Rollen kommen ohne frühzeitige und aggressive Maßnahmen seitens der Politik ist bei aktueller Verschuldung das Geldsystem hochgradig gefährdet.
Eine Begleiterscheinung dieses Szenarios oder bei weiterem Kursverfall könnte eine Schließung der Börsen sein. Im Fazit ergibt sich für mich daraus, dass ich lieber etwas früher Sachwerte akkumuliere als später.
Es ist davon auszugehen, dass danach mit frisch gedrucktem Geld gerettet wird, was zu einer hohen Inflation führen sollte.

Szenario 2- frühzeitige Rettung:

Pleitewelle wird verhindert durch frische Kredite, Maßnahmen (Helikoptergeld) wirken -> Inflation   -> reale Reduktion von Schulden durch Inflation -> Keine Pleite von Finanzinstituten 

Zu beachten: Ich erwarte auch in diesem Szenario eine stattliche Inflation. Das hat 2 Gründe:

  1. Zentralbanken müssen Helikoptergeld einsetzen (Erhöhung der Geldmenge in Realwirtschaft)
  2. Diese Erhöhung der Geldmenge trifft auf einen anhaltenden Angebotsschock

Worauf ist zu achten?

Eine genaue Wahrscheinlichkeit für diese Szenarien zu entwickeln ist unmöglich. Um die Route der Volkswirtschaft zu erahnen sollte man folgende Wirtschaftssubjekte beachten:

  1. Zombieunternehmen 
  2. Europäische Banken
  3. Politik


Fazit/Positionierung:

Daraus ergeben sich für mich in den nächsten Woche folgende Grundsätze:

  1. Cash ist mittelfristig ein sehr unattraktiver Wertspeicher
  2. Für Szenario 2 sehe ich heute bereits attraktive Kaufkurse. Ich werde Franchises für circa 60% des Cash Bestands des Wikifolios erwerben.
  3. In Szenario 2 sind neue Tiefs möglich. Somit behalten wir weiterhin eine Cash Quote, allerdings eine stetig fallende.
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Allgemeiner Kommentar

Update:  Goldmoney

Goldmoney (XAU) präsentierte vor einigen Tagen seine Zahlen zum vierten Quartal 2019. Gekennzeichnet war das Quartal durch einen Nettoverlust circa 5,8 mio CAD. Dies ist hauptsächlich zurückzuführen auf außerordentlich hohe Ausgaben für Kanzleien zur Bewältigung von regulatorischen Herausforderungen. Diese beliefen sich in den letzten Monaten auf circa 10 Mio CAD.

Gold- Performance:

Bestätigt fühle ich mich in der positiven Einstellung zu Gold. Bereits im ersten Beitrag zu XAU erläuterte ich, warum Gold ein sinnvolles Investment im aktuellen gesamtwirtschaftlichen Umfeld darstellt. Nun stieg der Goldpreis seit dem letzten Update um circa 15% (USD). Somit stieg auch der Wert der Goldmoney Bilanz. Jedoch entwickelt sich der Kurs von XAU deutlich schlechter als der von Gold, was die Bewertungslücke von Goldmoney zum inneren Wert vergrößert.

Ertragskraft in Zukunft:

Ich rechne im kommenden Jahr weiterhin mit einem Free Cash Flow von 8-10 Mio CAD. Diese Ertragskraft sollte langfristig stabil sein. Bei einer weiterhin goldenen Bilanz (siehe letztes Update) bestätige ich meine positive Einstellung zu XAU.

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Allgemeiner Kommentar

Cycle News: 

Wie im letzten Kommentar vom 27.12. zum Ausblick 2020 erläuterte, sah ich für das Jahr 2020 durchaus Chancen für den Aktienmarkt durch die US Wahl und den damit einhergehenden Pause im Handelskonflikt, da diese durchaus guten Nährboden für weitere Schuldenaufnahme und effektive Zentralbankmaßnahmen darstellen. Dieser Ausblick bewahrheitete sich durch den Kursverlauf der großen Indizes im Januar und Anfang Februar (Dow +4%).

Dennoch wies ich darauf hin, dass die Gesamtwirtschaft anfällig für einen Schwarzen Schwan bleibt. Die neuen Rekordstände seien vorwiegend durch die Maßnahmen der Zentralbanken getrieben als vom Gewinnwachstum der Unternehmen.
Dieses Szenario scheint sich nun mit den Corona-Virus zu realisieren. Einen genauen Ausblick kann man aus der heutigen Situation nicht treffen, jedoch gibt es im Allgemeinen 2 Szenarien.

 

Szenario 1: Corona wird auf absehbare Zeit besiegt, Rebound der Konjunktur, Nach-Corona-Rally 

Corona wird durch gelungene Eindämmung und ggf. einen neuen Impfstoff besiegt. Dies kann zu einer Euphoriewelle führen. Das Geschäftsklima bessert sich, Leute geben Geld aus, Einkommen steigen und der Schuldenzyklus verlängert sich erneut. Die Zentralbanken werden alles in ihrer Macht stehende tun, um im Anschluss die Märkte auf neue Höhen zu treiben, gegebenenfalls mit einem weiteren QE Programm. 

 

Szenario 2: Corona Epidemie verschlimmert sich

Breitet sich das Corona-Virus weiter aus werden weiter Städte und Länder abgeriegelt (bereits  weitgehende Einreisestops in den USA). Menschen und Waren werden international immobiler. Wertschöpfungsketten sind bereits heute stark unterbrochen. Dies reduziert Einkommen (Unternehmensgewinne, Gehälter). Nun befinden wir uns in einem gesamtwirtschaftlichen Umfeld mit Rekordverschuldung, Zombifizierung- um die 10% aller Firmen und Rekordbewertungen der Asset Märkte.
Sollten sich aufgrund einer konjunkturellen Delle die Kreditfenster schließen und es kommt zu einem Ausfall von einer größeren Menge von Schulden wären wir mit einer neuen Liquiditätskrise ähnlich zu der 2008 konfrontiert.
Es ist davon auszugehen, dass die Zentralbanken erneut und gegebenenfalls noch früher als 2008 intervenieren werden. Da weitere Zinssenkungen bei einem Leitzins von 0% nicht durchzuführen sind werden neue Maßnahmen wie Aktienkäufe, Käufe von Unternehmensanleihen oder auch Helikoptergeld (vielleicht in Verbindung mit grünen Initiativen) wahrscheinlich.

Fazit:

Natürlich gibt es mehr als diese Verläufe auch innerhalb dieser 2 Szenarien. In diesem Zeitpunkt sind genauere Spekulationen schwierig, da die Lage sehr undurchsichtig ist.
Festzuhalten ist: In Szenario 2 sind die Risiken enorm (-30-70%). Es kann durchaus zu einem Einbruch der Aktienmärkte ähnlich zu jenem der Finanzkrise kommen. In Szenario 1 besteht nach der Überwindung des Virus die Chance neue Höchststände, aktuell ein Potenzial von ca +15-20%. Obwohl Wahrscheinlichkeiten sehr schwer einzuschätzen sind scheint es aktuell noch nicht attraktiv, neue Positionen aufzubauen.

Die Strategie defensive Franchises überzugewichten und eine erhöhte Cash-Quote zu behalten, um auf der einen Seite Chancen zu nutzen, aber auch robust gegen Einbrüche in einem fragilen Umfeld zu sein bestätigt sich für mich bis hierhin. Sollte es zu weiteren Korrekturen am Markt kommen werden neue Franchise-Positionen aufgebaut.

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