Doppelanalyse (Chance) SL+

Erntehelfer
  • +127,2 %
    seit 07.11.2013
  • +4,8 %
    1 Jahr
  • +12,5 %
    Ø-Performance pro Jahr
Sämtliche Gebühren bereits abgezogen
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    Max Verlust (bisher)
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    Risiko-Faktor
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Handelsidee

Meine Strategie folgt einer Doppelanalyse:

1. Mikro-Analyse: Es sollen regelmäßig unterbewertete Aktien untersucht werden. Anhand von Charttechnik, Quartalszahlen, Nachrichtenlage und Produktchancen sollen Analysen betrieben werden, um die jeweiligen Chancen solcher Aktien für einen Zeitraum von 1-2 Jahren zu beurteilen.

Nur besonders starke Potentiale sollen sich hierbei qualifizieren. Wer die erste Runde überstanden hat, landet auf meiner Watchlist und ist ein Kaufkandidat.

2. Nun folgt eine Makro-Analyse: Welche Chancen und Risiken können dem Gesamtmarkt für die nächsten 3 Monate zugeordnet werden? Hier sollen volkswirtschaftliche, politische und charttechnische Faktoren eine Rolle spielen. Hiermit soll ermöglich werden, für die zuvor ermittelten Kaufwünsche einen guten Einstiegszeitpunkt zu ermitteln. Denn wenn die Gesamtmärkte fallen, wird es meiner Erfahrung nach sehr schwer für einen Einzelwert, einen Aufstieg hinzulegen. Dann soll noch etwas mit dem Investment gewartet werden. Meiner Erfahrung nach geht die Chance einzusteigen durch die zweite Analyse in der Regel nicht verloren, da die Makro-Analyse mit 3 Monaten kurzzeitiger angelegt ist als die Mikro-Analyse.

In Marktlagen, in denen die Preise insgesamt als überhöht eingestuft werden, können Teile des Wikifolios oder auch das gesamte Depot mit Shorts arbeiten, insbesondere auf Indizes, in Form von Short-ETFs. Diese können gleichzeitig mit bestimmten Einzeltitel (Arbitrage-Handel) oder auch alleine gehalten werden. Als Beimischung können bei als geeignet empfundener Marktlage auch Fonds gewählt werden.

Insgesamt ist damit zu rechnen, dass sich volatile und ruhige Depotphasen abwechseln - je nach Investitionsgrad und -art. Kursrisiken bestehen entsprechend der hohen Chancen natürlich theoretisch bis zum Totalverlust. mehr anzeigen
Stammdaten
Symbol
WF0DCHANCE
Erstellungsdatum
07.11.2013
Indexstand
High Watermark
250,9

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Tom Jakobi
Mitglied seit 12.01.2013

Entscheidungsfindung

  • Technische Analyse
  • Fundamentale Analyse
  • Sonstige Analyse

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

Wow - UMT geht ab wie eine Rakete! 12,50 Euro sind bereits erreicht, das ist deutlich mehr als eine Vervierfachung gegenüber dem Kauf - obwohl der gerade mal fünf Wochen zurück liegt.

 

Hier im Depot muss ich etwas aufpassen, dass das Depot keine Schlagseite bekommt und bei steigenden Kursen gelegentlich auch mal ein paar Stücke abgeben. Der Wikifolio-Mantel schützt die Gewinne dabei erstmal vor der Abgeltungssteuer.

 

Wie ich gerade erst erfahren habe, wurde UMT vorgestern wohl auch erstmals auch an der US-NASDAQ gehandelt. Welches Potential alleine darin liegt, muss ich wohl kaum beschreiben. Im laufenden Monat sollte auch der GB 2019 erscheinen. Insbesondere neue Details zu den Erträgen, vor allem aber zum Ausblick 2020 werden dann richtig spannend.

 

Das Wikifolio hat dank UMT einen richtig großen Sprung nach oben gemacht und liegt jetzt wieder bei 231,29 Punkten und somit nur noch rund 10% unter seinem Allzeithoch vor Corona. Vor allem freut es mich sehr, dass die Strategie aufgehen kann, das Depot gegen starke Marktschwankungen abgesichert zu halten und dennoch gleichzeitig eine außerordentliche Rendite erzielen zu können.

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Allgemeiner Kommentar

Zeit für ein Update! Was hat sich seit Mitte Mai getan?

 

Makroökonomisch schreitet die Weltwirtschaft weiter nah am Abgrund, ohne dass das nennenswerte Bedeutung auf die Aktienkurse hätte. In Sachen Corona steigen die Fallzahlen in Deutschland rapide, weitere Lockerungen sind vom Tisch und neue Beschränkungen nicht unwahrscheinlich. Andererseits macht die Impfstoffforschung schnelle Fortschritte und es gibt erste Mutmaßungen, dass das Virus im Laufe der Zeit an Gefährlichkeit verlieren könnte (ähnlich wie bei der Schweinegrippe damals). Wohin das Pendeln ausschläft, kann wohl niemand ernsthaft prognostizieren. Aber auch abseits von Corona lauern viele ernste Probleme: Viele eigentlich überschuldete Zombie-Unternehmen sind weiterhin von der Insolvenzpflicht befreit, so dass wir eine Pleitewelle vor uns herschieben, die eine Kettenreaktion auslösen kann. Der Brexit bleibt ungelöst. Konflikte mit China eskalieren weiter. Die Automobilindustrie steckt weiter mitten in der Transformation - mit ungewissem Ausgang.

 

Vor diesem Hintergrund habe ich meine Strategie fortgesetzt, das Depot mit Shorts abzusichern, um für alle Fälle gewappnet zu sein. Es geht mir aktuell mehr darum, für unterschiedliche Marktentwicklungen vorbereitet zu sein als um eine Outperformance gegenüber einem Index. Weiterhin setze ich auf corona-krisenfeste Unternehmen. Zum Beispiel aus der Immobilienentwicklung mit Eyemaxx und UBM. Beide haben allerdings u.a. durch Bauverzögerungen hohe Buchverluste erlitten und sind deutlich im Kurs gefallen. Mittelfristig sollte dieses Problem gelöst sein. Polytec und Sixt als mobilitätsnahe Unternehmen habe ich verkauft. Dafür habe ich den Bestand an UniDevice weiter ausgebaut, die auch deutlich im Kurs gestiegen sind.

 

Von FinLab gab es einige Zeit keine relevanten News, aber der Kurs entwickelt sich aktuell erfreulich. Von First Graphene gibt es laufend erfreulich Nachrichten - der Kurs kommt trotzdem nicht richtig voran. Dabei ist das Umsatzwachstum enorm, es werden ständig neue Marktchancen entwickelt, man gewinnt neue Kunden und ist auf bestem Weg zum operativen Break Even. Früher oder später rechne ich hier mit einem Durchbruch gen Norden.

 

Ganz neu im Depot ist UMT - eine tolle Geschichte! Seit Kauf vor rund zwei Wochen ist die Aktie schon rund 100% im Plus! UMT entwickelt Software für Zahlungsabwicklungen. Mit der LOYAL-App hatte man keinen Erfolg, aber die neue Bezahlfunktion von Payback, "Payback Pay" ist eine WhiteLabel-Lösung der UMT, die jetzt schon sehr gut läuft und die sogar noch an andere Anbieter weitervermarktet werden könnte. Man hatte 2019 den Gewinn deutlich gesteigert, obwohl höhere Abschreibungen inkludiert waren (mutmaßlich für LOYAL, der GB erscheint noch) und hat für 2020 eine weitere Steigerung von Umsatz und Gewinn im jeweils dreistelligen Prozentbereich (!) angekündigt. Das bedeutet ein EPS zwischen 1 und 10 Euro in 2020. Selbst wenn man mal "nur" mit einem Euro rechnet, läge man aktuell bei einem KGV von 5,5 - bei einem totalen Wachstumsunternehmen. Das Kurspotential liegt meines Erachtens bei 10-20 Euro. Aktuell pendelt der Kurs um 5,50 Euro. Wegen des geringen Freefloats gibt es allerdings stärkere Ausschläge nach oben und unten. Wer privat mit UMT handeln möchte, sollte mit Limits arbeiten.

 

Insgesamt hat sich das Depot trotz Absicherung dank des UMT-Deals ein bisschen vom Corona-Schock erholt und steht nun bei 193. Die alten Hochs sind aber noch ein ganzes Stück oberhalb. wann sie wieder angegriffen werden können, hängt sicher auch davon ab, wann auf die Absicherung wieder verzichtet werden kann. Bis dahin freue ich mich aber auch über die langsame, aber dafür eben abgesicherte Aufwärtsentwicklung des Wikifolios.

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Allgemeiner Kommentar

Seit Beginn der Corona-Krise analysiere ich fortlaufend die Entwicklung der Epidemie und ihre mutmaßlichen ökonomischen Konsequenzen. Dabei machte ich zwei wichtige Fehler. Beginnen wir mit einem Rückblick auf meine letzten Veröffentlichungen und den darin enthaltenen Erwartungen. Leider war ich zu optimistisch und hatte Ende Februar noch erwartet, dass CoVid-19 in Europa sich voraussichtlich weniger stark verbreiten würde als in China. Es stellte sich in den folgenden Tagen heraus, dass das eine gehörige Fehlannahme war (Fehler Nr. 1). Wer von uns hielt es Ende Februar für möglich, wie nicht nur das Virus sich in Europa verbreitet, sondern welche extremen Abschottungsmaßnahmen wir in Europa einführen würden? Ich jedenfalls hielt das zu diesem Zeitpunkt für völlig undenkbar - und lag falsch. Dementsprechend machte mein Depot den beispiellosen Absturz der folgenden Tage voll mit und verlor in der Spitze vorübergehend rund 40% an Wert. Auf Unternehmen mit china-unabhängigen Lieferketten zu setzen, hatte mir wenig genützt, denn nun waren lagen die Probleme nicht mehr auf den internationalen Handelsrouten, sondern waren plötzlich un mit voller Wucht in Europa angekommen. Es ist nur schon 6-7 Wochen her, aber einige werden sicher noch die Panik erinnern, die plötzlich am Markt herrschte. In Erwartung einer anstehenden Schließung der Baumärkte verkaufte ich meine Hornbach-Anteile und investierte - beeindruckt von den enormen Abstürzen - in einen Absicherungsanteil. Das war Fehler Nr. 2, denn erstens wurden die Baumärkte nicht geschlossen (in den wenigen Bundesländern, in denen sie es bereits waren, wurden sie dagegen wieder geöffnet) und zweitens setzte der Aktienmarkt mitten in der Krise zu einer gewaltigen Erholungrally an. Dabei verloren die Absicherungspapiere an Wert und ich verpasste  gleichzeitig die besonders kräftige Erholung der Hornbach-Papiere. Schöner Mist, denn dadurch partizipierte das Wikifolio nur teilweise an der folgenden Börsenerholung.

Woher kam die plötzliche Rally? Der Staat schaffte es in beeindruckend kurzer Zeit, Liquiditätshilfen für die Wirtschaft zu organisieren. Die EZB pumpte zudem wieder massiv Liquidität in die Märkte. Damit demonstrierte der Staat eine Handlungsfähigkeit und -geschwindigkeit, die viele positiv überrascht hat. Klar wurde, dass zumindest wegen Liquiditätsproblemen keine Firmen kurzfristig in die Insolvenz rutschen müssten. Der DAX liegt nun nur noch rund 20% unter seinem Hoch und steigt nahezu kontinuierlich.

Bevor ich zu Schlussfolgerungen komme, möchte ich aber auch einen Blick auf das werfen, was gut geklappt hat - auch wenn die beiden genannten Fehler finanziell das positive leider überwiegen. Richtig war meine Analyse der Virusentwicklung. Tatsächlich hat sich die Entwicklung der Infizierten im Zeitverlauf sehr genau an mein Prognosemodell gehalten (zur Erinnerung: f(x)=sin(x-pi/2)+1 im Intervall [0 ; pi] ). Das zeigt, dass das Virus nicht unberechenbar ist. Schwieriger ist es, die richtigen Schlüsse für die Aktienmärkte daraus zu ziehen. Gut gelaufen sind auch einige Investments: UniDevice verkaufte ich mit knapp 10% Gewinn, nachdem die zunächst sehr positiven Nachrichten doch noch umschlugen. Zumindest First Graphene und FinLab verliefen zudem erwartungsgemäß ziemlich krisenunbeeindruckt.

Wie geht es nun weiter? Dabei sind zwei Stränge zu betrachten: 1. die Virusentwicklung und 2. die wirtschaftliche Entwicklung.

 

1. Die Virusentwicklung

Seit etwa einer Woche überbieten sich Politiker geradezu täglich damit, Lockerungen zu verkünden. Das RKI hat heute zum ersten mal seit einiger Zeit wieder eine Reproduktionszahl von über 1 ermittelt. Ich möchte nicht verhehlen, dass allerdings die Berechnung des RKI durchaus streitbar ist - und in hohem Maße intransparent, weil sie auf einer nicht-veröffentlichten Formel beruht, die aus meiner Sicht als Mathematiker recht eigenwillige Ergebnisse liefert (ich verfolge die auffälligen Ergebnisse schon seit einigen Wochen und stelle eigene Berechnungen zum Vergleich an). Gleichzeitig gibt es nicht "DIE" Reproduktionszahl, so dass es auch nicht das eine richtige Ergebnis gibt. Ich selbst sehe eher eine 0,85 bis 0,9 als geeignete Beschreibung der aktuellen Reproduktion - in der Vorwoche waren noch 0,6-0,7 realistisch.  Die Geschwindigkeit der Öffnungen, aber auch die Verhaltensanpassungen der Menschen (zumindest hier in Hamburg) passen aus meiner Beobachtung heraus jedoch leider tatsächlich zu möglicherweise wieder steigenden Infektionszahlen. Sollte sich ein solcher Trend tatsächlich etablieren, müssten in relativ kurzer Zeit Lockerungen zurückgenommen werden (wenn man die Welle nicht einfach über das Land hinwegfegen lassen möchte - auch zu dieser politischen Entscheidung könnte es - dann wohl unausgesprochen - theoretisch kommen). Der Markt rechnet mit einer zweiten Welle frühestens im Herbst und hat aus meiner Sicht etliche Lockerungen bereits eingepreist. Hier besteht einiges an sehr kurfzristigem Rückschlagspotential - auch wenn, das möchte ich nochmal abschließend betonen - ich hier nicht den Krisenproheten spielen möchte und die Signifikanz der aktuellen Andeutungen noch nicht gesichert ist. Die Viruszahlen sollten in den kommenden Tagen engmaschig analysiert werden.

 

2. Die wirtschaftliche Entwicklung

Sollte die zweite Viruswelle kurzfristig kommen, steht ökonomisch ohnehin einiges wieder ganz neu auf der Kippe. Daher möchte ich die wirtschaftliche Entwicklung unter der Annahme eines ruhigen, unter Kontrolle bleibendem Pandemieverlaufs betrachten. Diskutiert werden hier V-, U- oder L-förmige Konjunkturverläufe. Zu welchem Verlauf es letztlich kommt, ist sehr schwierig zu prognostizieren, denn es gleicht bildlich einem wahren Kampf der Giganten: Auf der einen Seite stehen Zentralbanken und Staaten und feuern in überraschend kurzer Zeit enorme Summen an Geldern in die Wirtschaft. Die Macht dieser Feuerkraft ist gewaltig. Auf der anderen Seite lebten wir quasi weltweit 6 Wochen im Shutdown und öffnen - selbst im angedachten Idealfall - erst schrittweise wieder. Es gibt ganze Branchen, die 6 Wochen lang quasi null Euro Umsatz erzielt haben - teilweise sogar bereits gebuchte Umsätze wider revidieren mussten. Zu allererst natürlich alle Geschäftsinhaber und Veranstaltungsökonomien im weitesten Sinne. Aber auch Industriebereiche wie die Autoindustrie, die nicht so unmittelbar von staatlichen Schließungen betroffen war: hier stehen Werkschließungen sogar noch planmäßig bevor, weil die Lager bereits gefüllt sind. Hier entsteht ein gewaltiger negativer Multiplikatoreffekt, da alle von der Krise Betroffenen auch ihrerseits keine Aufträge mehr an andere Unternehmen vergeben. Dazu kommt ein beispiellos erschüttertes Verbrauchervertrauen. In GB wurden im April 97 % weniger Autos verkauft als im Vorjahr. Und was machen eigentlich all die Banken, die Unternehmenskredite zu kleinen Zinsen vergeben haben und gleichzeitig ihre Risikorückstellungen in den letzten Jahren sukzessive reduziert haben (schaut Euch mal die Bankbilanzen an...)?

Die Macht von Zentralbanken und Staaten ist wie gesagt gewaltig. Aber ist sie für diese gewaltigen Gegenspieler auch stark genug? Was in Deutschland noch eher bejaht werden kann, wird mit Blick auf Italien schon schwieriger. Wie sollen dann erst Russland, die Türkei, Indien oder Brasilien damit umgehen, ohne in Staatspleiten zu rutschen? Es mag gute Wege aus dieser Krise geben, aber leicht zu finden werden sie nicht sein. Beim aktuellen Stand der Weltbörsen habe ich nicht den Eindruck, dass die hier vorliegenden Risiken angemessen eingepreist wären.

Fazit

Zusammengefasst befinden wir uns in einer Situation nahezu euphorischer Börsen bei sehr großen Risiken. Dieses Fass muss nicht explodieren, allerdings reichen unter Umständen schon kleine Funken, um ganze Explosionsketten in Gang zu setzen. Ob wir die Viruskrise hinter uns haben, ist die eine Frage. Aber dass bei all den Verwerfungen der letzten drei Monate keine Gefahren mehr schlummern, die aus unerwarteter Richtung massiven Schaden anrichten? Das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Mich erinnert die Situation an den Sommer 2008, als die Subprime-Krise bereits voll zugeschlagen hatte und Lehman Milliarden-Abschreibungen tätigte, aber der Markt immer noch einige Wochen lang die resultierenden Risiken nicht angemessen einpreiste.

Ihr merkt also, dass ich aktuell sehr vorsichtig an die Situation herangehe. Daher ist das Wikifolio aktuell nur zu 67% investiert - und das könnte, je nach Entwicklung, noch etwas weniger werden in absehbarer Zeit. Dabei besteht bewusst die Gefahr, dass ein Aufschwung teilweise verpasst wird. Das ist auch durchaus nicht unrealistisch, und wenn es so kommt, werde ich in diesem Kalenderjahr den DAX wohl erstmals nicht schlagen. Ich möchte aber auch nicht um jeden Preis am DAX dranbleiben, wenn ich nach nüchterner Analyse zu der Erkenntnis komme, dass die Risiken überwiegen. Wenn der Markt in den kommenden Wochen wieder mächtig abfällt (was ich nicht hoffe, aber als wahrscheinlich annehme), werde ich froh sein über die angewandte Vorsicht. Niemand weiß sicher, wie es weitergeht. Aber wir befinden uns aktuell meines Erachtens an einem so entscheidenden, großen ökonomischen Scheideweg wie schon seit sehr langer Zeit nicht mehr. Ich setze darauf, die Krise mit angelegten Anschallgurten zu überstehen und anschließend günstig wiedereinzusteigen. Sie könnte jetzt erst richtig losgehen. Ich drücke Euch allen die Daumen, dass wir gut durch das hindurchkommen, was auf uns zukommt! Wenn wir Glück haben, war ich nur zu pessimistisch...

Das Wikifolio steht aktuell bei 176 Punkten: https://www.wikifolio.com/de/de/w/wf0dchance

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Allgemeiner Kommentar

Gestern hat sich dann noch eine besondere Gelegenheit ergeben: Freenet veröffentlichte sein unerwartes schwaches EPS (das zuvor bekannte Ebitda war noch gut), gleichzeitig kam UniDevice mit einer Adhoc, in der stand, dass man dort von den Corona-Lieferschwierigkeiten aktuell stark profitiert, da die Preisunterschiede, die man nutzt,  dadurch besonders groß sind. Noch schöner war dann die Feststellung, dass man die Aktie nun auch auf Wikifolio handeln kann, möglicherweise hat meine Anregung gegenüber Wikifolio dabei geholfen. Auf jeden Fall nutzt ich die Gelegenheit direkt und schichtete den Freenet-Bestand vollständig in UniDevice um. Kurzfristig war das jedenfalls eine gute Entscheidung, denn Freenet kippte im Tagesverlauf deutlich nach unten während UniDevice, ohnehin ein echter Langfristfavorit von mir, nach oben drehte.

 

So gibt es in diesen verlustreichen Tagen dann zumindest kleine Erfolge zu vermelden. Leider überwiegen die Kursverluste im aktuellen Marktumfeld diese kleinen Erfolge natürlich deutlich. Mit etwas Zeit erwarte ich da eine genauere Differenzierung des Marktes.

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