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Handelsidee

Das Wikifolio "WBC Moose" soll auf globaler Ebene in Aktien investieren.

Dieses Portfolio soll grundsätzlich aus Value-Aktien bestehen. Es ist beabsichtigt, dass dieses Portfolio Unternehmen im Analyseprozess aufgrund von Nachhaltigkeitskriterien ausschließt. So sollen keine Aktien von Unternehmen gekauft werden, die einen Großteil ihrer Gewinne mit fossilen Brennstoffen (Öl, Gas etc.), Tabak, Glücksspiel oder Rüstung verdienen.
Das Portfolio soll sich aus zwei Bestandteilen zusammensetzen. Es ist beabsichtigt, dass der erste Bestandteil des Portfolios nur quartalsweise verändert wird. Dieser soll einen Großteil der Gesamtmarktperformance wiedergeben, indem Value-Aktien mit einer sehr hohen Marktkapitalisierung ins Portfolio aufgenommen werden sollen.
Der zweite Bestandteil soll variabel sein und soll ebenfalls aus Value-Aktien bestehen. Hierbei soll sich auf Unternehmen fokussiert werden, die bereits eine gute Marktposition, eine gewisse Umsatz-und Gewinnstabilität und eine hohe Profitabilität besitzen sollen. Daher sollen die Unternehmen in diesem Portfolio auch gemäß dem wikifolio-Namen mit Elchen verglichen werden.
Kann ein solches Unternehmen anhand eines Scoring-Modells identifiziert werden, soll meist unabhängig vom Kurs eine Anfangsposition eingegangen werden, welche je nach Kurs- und Unternehmensentwicklung aufgestockt werden soll.
Es ist beabsichtigt, dass Einstiegssignale hierbei durch quantitative Signale aus einem eigens entwickelten Algorithmus entstehen sollen. Durch die Berücksichtigung von quantitativen Modellen soll das Risiko nach unten begrenzt sowie emotionale Handlungen vermieden werden, wobei die Signale in der Regel nicht alleine ausschlaggebend für den Kauf einer Aktie sein sollen.

Der Anlagehorizont soll grundsätzlich mittel- bis langfristig sein. Schwache Marktphasen können durch eine Erhöhung des Cash-Anteils sowie durch den Kauf von Gold-ETFs abgesichert werden, wodurch sich in der Regel ein Diversifikationseffekt ergeben soll. mehr anzeigen
Stammdaten
Symbol
WF0WBCGERM
Erstellungsdatum
13.08.2019
Indexstand
High Watermark
107,9

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Krauthausen Nils
Mitglied seit 12.08.2019

Entscheidungsfindung

  • Technische Analyse
  • Fundamentale Analyse
  • Sonstige Analyse

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

Daily Review (04/05/20):  
 
Während die Börsen in China und Japan heute aufgrund eines Feiertages geschlossen sind, eröffneten die deutschen Börsen nach dem Maifeiertag deutlich im Minus. Damit holten die europäischen Aktienindizes die Verluste nach, die an den US-amerikanischen Börsen bereits am Freitag entstanden sind.


Im Fokus standen heute die Äußerungen des US-Außenministers Mike Pompeo vom Wochenende und der Geheimdienstbericht der „Five Eyes“ (Australien, Großbritannien, Kanada, Neuseeland, USA). Pompeo verkündete offiziell, dass man davon ausgehe, dass der neuartige Coronavirus aus einem biotechnischen Labor aus Wuhan stamme und nicht von einem Wildtiermarkt aus der Region (offizielle Version Chinas). Im Geheimdienstbericht wurde darauf verwiesen, dass es bereits Anfang Dezember Hinweise darauf gegeben hätte, dass das Virus von Mensch zu Mensch übertragbar sei - China bestätigte dies jedoch erst mehr als einen Monat später. Laut dem Bericht sei dies darin begründet, dass China zuerst medizinische Ausrüstung am Weltmarkt aufkaufen wollte, um die Pandemie wirkungsvoll bekämpfen zu können. Ohne eine politische Position eingehen zu wollen, verschärfen diese Äußerungen die Situation zwischen China und der westlichen Welt enorm und es steigt das Risiko für eine neue (wirtschafts-) politische Krise (z.B. in Form eines neuen Handelskonflikt).
Rein wirtschaftlich betrachtet, wäre ein neuer bi- oder multilateraler Handelskonflikt verheerend. Würde sich zu der schlimmsten Rezession seit dem Ende des zweiten Weltkrieges ein weiterer Zollkonflikt hinzugesellen, ist es kaum vorstellbar, wie hart die Wirtschaft tatsächlich getroffen werden würde. Zu den oben genannten politischen Meldungen folgte zur Mittagszeit auch noch ein eingebrochener Auftragseingang der Wirtschaft in den USA - dieser war jedoch erwartet worden. So konnten die Kurse zum Abend hin wieder leicht zulegen, stützend wirkte hier der steigende Ölpreis, vor Bekanntgabe der neuen Öl-Lagerdaten am morgigen Dienstag.
Aus humanitärer Perspektive erreichen uns hingegen fast nur positive Nachrichten. Die Lockerungsmaßnahmen weltweit, auf dem Weg zu einer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Normalisierung, schreiten voran. Während einige US-Bundesstaaten bereits Lockerungen eingeführt haben, öffnet beispielsweise das Bundesland Niedersachsen Ende Mai bereits wieder Lokalitäten. So könnte der Lockdown schneller beendet sein, als ursprünglich befürchtet.


Die europäischen Börsen schlossen erneut tief rot. Der DAX lag 3,6% im Minus, während der MDAX 2,7% und der TecDax 2,1% im Minus lagen. Auf europäischer Ebene verlor der EuroStoxx 3,8 Prozent. Die Indizes in den USA zeigten sich am frühen Abend uneinheitlich. Der Dow Jones verlor am frühen Abend 0,9 Prozent, während der S&P500 0,3% im Minus lag. Der Nasdaq gewann hingegen 0,7%. Die Börsen in Asien blieben am heutigen Tag geschlossen.


Weltweit gehörte heute erneut der gesamte Flugsektor zu den größten Verlierern. Während die Investmentlegende Warren Buffet, mit seiner Holding Berkshire Hathaway, bereits am Wochenende bekannt gab jegliches Investment in Fluglinien zu verkaufen, verkündete UnitedAirlines heute die „schlimmste Krise der zivilen Luftffahrtsgeschichte“. Die Fluglinien dürften damit auf Dauer keine reelle Investmentalternative bleiben, da auch das zukünftige Flugvolumen nach dem Ende der Krise unbekannt ist. Im Sog dieser Aussagen brachen auch die Aktien der Flugzeughersteller ein (Boeing: -4%; MTU Aero Engines: -9%).
Im DAX standen heute vor allem zyklische Aktien, wie Adidas (Sportartikelhersteller) und Infineon (Chip- und Halbleiterhersteller), am unteren Indexende, während sich wenig zyklische Aktien wie Beiersdorf (Basiskonsumgüter) und Vonovia (Immobilienkonzern) gut halten konnten.
In der zweiten Reihe in Deutschland überwogen vor allem negative Berichte. Die Aktien der Stahlkonzerne Klöckner und Thyssenkrupp verloren zweistellig an Wert. Während die Geschäftszahlen von Klöckner extrem schlecht ausfielen, belasteten Gerüchte den Thyssenkrupp-Kurs, dass der Verkauf der Aufzugssparte des Unternehmens an eine Investorengruppe unsicher sei (Bericht: Financial Times). Der Leasing-Anbieter Sixt verlor ebenfalls fast zweistellig an Wert -  als Begründung dient hier die Beantragung von Staatshilfen durch den Konkurrenten Europcar. Damit verdichten sich die Hinweise, dass auch das deutsche SDAX-Unternehmen in Liquiditätsschwierigkeiten kommen könnte.
Auf europäischer Ebene konnten die Aktien des Schweizer Pharmariesen Roche (WBC Moose) gegen den Trend am Gesamtmarkt ansteigen. Der Grund dafür liegt in der Zulassung eines Covid-19-Antikörpertest durch die US-Gesundheitsbehörde FDA.
 
Ökonomisch brachen die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe in der Eurozone im April erneut ein. Hierbei lagen die Indizes zwar deutlich tiefer im Vergleich zum Vormonat, aber gleichzeitig auch auf dem prognostizierten Niveau. Deutlich schwächer als erwartet zeigte sich jedoch der sentix-Konjunkturindex für den Monat Mai. Dieser sollte sich gegenüber dem Vormonat gemäß Prognosen deutlich verbessern, die Verbesserung fiel jedoch mit einem Punkt nur marginal aus.


Aus Portfoliosicht ergaben sich heute einige Veränderungen. Gemäß dem Algorithmus-Signal zum Ende des Monats April wurden einige Positionen im WBC Moose Portfolio aufgestockt und drei neue Aktien dem Portfolio hinzugefügt (HK Electric Investments, Sea Ltd., Pinduoduo).

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Allgemeiner Kommentar

Week Preview #17 - 2020
 
In der vergangenen Woche bewegten sich die Märkte auf einem hohen Niveau seitwärts und die charttechnischen Widerstände konnten damit erneut nicht überwunden werden. In der nächsten Woche rechnen wir daher erneut mit eher abwärts gerichteten Börsen weltweit. Tendenziell bleibt die Arbeitshypothese bestehen, dass die Erholungsbewegung seit dem Tief im März in naher Zukunft ein Ende findet. Als Beleg dafür könnte der Kursrückgang am Ende der letzten Woche gelten. In der Charttechnik gelten solche Wochenkurse als „Umkehrkurse“, da der Kursanstieg zu Beginn der Woche zum Ende der Woche wieder komplett negiert wurde, was eher ein negatives Signal ist. Gerade durch die geschlossenen europäischen Börsen am Freitag dürften zu Beginn der Woche weiter nachgebende Kurse folgen.


Die Geschäftszahlensaison in der vergangenen Woche hat ihren ersten Höhepunkt mit den Quartalszahlen der Tech-Giganten erreicht, die eher positiv ausgefallen sind - trotzdem gab es keine starke Marktreaktion zur Oberseite. Wie bereits in den letzten Wochen erwähnt, ist jedoch auch das Potential für negative Überraschungen in der Berichtssaison kaum vorhanden. Dementsprechend dürften auch die Zahlen in dieser Woche kaum für merkbare Gesamtmarktreaktionen sorgen. Die meisten geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen gelten als eingepreist, ebenso wie die sich ausweitenden Lockerungen in den westlichen Ländern. Potential zur Unterseite besteht vor allem durch den sich anbahnenden, nun bereits öffentlich ausgetragenen, Konflikt zwischen China und den USA. Außenminister Mike Pompeo gab bekannt, dass es höchst wahrscheinlich ist, dass das neuartige Coronavirus aus dem Bioforschungslabor aus Wuhan stammt und verstärkt damit weiterhin das Konfliktpotential. Dies fördert auch ein Geheimdienstbericht der „Five Eyes“ (Australien, Großbritannien, Kanada, Neuseeland, USA), die die These vertreten, dass die chinesische Regierung den Ausbruch des Virus bewusst verschleiert hat, um sich am Weltmarkt medizinisch auszurüsten. Unabhängig von einer politischen Meinung dazu, verschlimmern die Berichte auf jeden Fall die eh schon schwierige Beziehung zwischen China und der westlichen Welt. Dieses Konfliktfeld bietet momentan das größte Potential zur Unterseite, da ein neuer möglicher Handelskonflikt noch nicht durch die Märkte eingepreist ist. In Anbetracht dessen, dass die Dividendensaison nun ebenfalls los gegangen ist, erhöhen sich die Chancen für Kursverluste zur Unterseite, da nun dividendenorientierte Investoren wieder aus den Märkten aussteigen.


Die Berichtssaison ist in vollem Gange, wobei die kommende Woche nach den Geschäftszahlen der Tech-Giganten etwas ruhiger ausfallen wird. Zu Beginn der Woche verkünden in den USA der Gaming-Hersteller Activision Blizzard und Walt Disney ihre Zahlen, während in Deutschland Unternehmen aus dem MDAX im Fokus stehen (z.B. HelloFresh, Hugo Boss). Zur Mitte der Woche stehen in Deutschland die Fresenius-Familie und der Autobauer BMW im Fokus. Auf internationaler Ebene verkünden unter anderem der dänische Pharmaziekonzern Novo Nordisk (WBC Falcons) und der US-Finanzdienstleister PayPal (WBC Falcons) ihre Zahlen. Zum Ende der Woche folgen die Zahlen einiger Unternehmen aus dem Healthcare-Sektor (Bristol-Myers, CompuGroup (WBC Falcons) und Danaher (WBC Moose)) und die DAX-Konzerne HeidelbergCement, Linde (WBC Falcons) und Munich RE.


Ökonomisch betrachtet, stehen wir nach den Zentralbanksitzungen der letzten Woche vor einer ruhigeren Woche. Zu Beginn der Woche stehen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe in der Eurozone auf dem Programm (z.B. Deutschland, Frankreich etc.). Zudem wird der sentix-Konjunkturindex für die Eurozone für den Monat Mai veröffentlicht. Am Dienstag stehen in den USA Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor sowie die Öl-Lagerbestände im Fokus. Zur Mitte der Woche folgen die Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor sowohl in China als auch in der gesamten Eurozone. Neben den wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten folgen am Donnerstag Leitzinsentscheide in Großbritannien und Norwegen, während es zum Wochenschluss keine relevanten ökonomischen Datenpunkte gibt. Zu Beginn der Woche sind die Börsen im asiatischen Raum aufgrund von Feiertagen geschlossen (in Japan bis Mittwoch).

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Allgemeiner Kommentar

Week Review #17 - 2020


Das im Week Preview vorgestellte Szenario einer kurzfristigen Seitwärtsbewegung oder fallenden Kursen an den Märkten konnte erneut so bestätigt werden, obwohl gerade zu Wochenbeginn steigende Kurse an den Börsen weltweit gesehen wurden. Zum Wochenschluss gaben jedoch die Börsen weltweit nach, sodass beispielsweise die US-Indizes auf Wochenbasis einheitlich im Minus schlossen. Im Fokus standen in dieser Woche die beiden Notenbanksitzungen der FED in den USA und der EZB in Europa - und beide Notenbanken konnten die Erwartungen der Marktteilnehmer nicht erfüllen. Vor allem die EZB überraschte damit, dass das Volumen der bestehenden Anleihekäufe nicht ausgeweitet wird - somit gibt es keine stärkere geldpolitische Förderung. Lediglich ein besseres Refinanzierungspaket für die europäischen Banken wurde angekündigt, worauf die Märkte am Donnerstag mit deutlichen Kursverlusten reagierten. Die Sitzung der FED wurde mit einem Achselzucken hingenommen. FED-Präsident Jerome Powell verkündete, dass man bereit stehen würde, um die Wirtschaft im Zweifel weiter zu unterstützen - konkrete, neue Maßnahmen wurden jedoch nicht bekannt gegeben. Dies überraschte jedoch nicht zur Unterseite, da nach den jüngsten Zinssenkungen und dem billionenschweren Hilfspaket nicht mit weiteren Maßnahmen gerechnet wurde.

Zu Beginn der Woche hoben vor allem humanitäre Entspannungssignale die Börsen weltweit auf ein höheres Niveau. So verkündete der Gouverneur des Bundesstaates New York, dem US-Epizentrum der Coronapandemie, am Montag einen schrittweisen Plan zu einer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Normalisierung. Auch in Österreich wurden zu Beginn der Woche die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben. Zum Ende der Woche zeigte sich jedoch am Beispiel von Indien, wo die Ausgangsbeschränkungen verlängert wurden, dass humanitär noch keine endgültige Entspannung zu vermelden ist. Zusätzlich zu den aufgehobenen Maßnahmen gesellten sich auch noch positive Nachrichten bezüglich des möglichen CoVid19-Heilmittels Remsedivir. Nachdem zur Mitte der Woche ein positives Ende der klinischen Studie des US-Hersteller Gilead Sciences verkündet wurde, erhielt das Medikament am Freitag bereits eine Ausnahmegenehmigung für die Behandlung von CoVid-19-Patienten - ein klarer Hoffnungsträger, auch weil das Unternehmen erklärte, dass man eine hohe sechsstellige Anzahl an Medikamenten der US-Bevölkerung kostenlos zur Verfügung stellen werde.

Realwirtschaftlich konkretisiert sich die Krise hingegen immer deutlicher. Das BIP brach in den USA im ersten Quartal um fast fünf Prozent ein und damit doppelt so stark wie zu Zeiten der Finanzkrise 2009. Auch in der Eurozone gab es einen BIP-Rückgang von knapp vier Prozent im ersten Quartal, während die Bundesregierung in Deutschland einen BIP-Rückgang von mehr als sechs Prozent für das gesamte Jahr 2020 prognostiziert - ein beispielloser Einbruch.

Zwei weitere Themen haben diese Woche zudem an Brisanz gewonnen.

Der diplomatische Ton zwischen China und den USA verschärft sich immer weiter, vor allem seitens der US-Regierung. Während man der chinesischen Regierung bisher vor allem Verharmlosungen im Bezug auf die Coronapandemie vorwarf, verkündete Donald Trump zum Ende der Woche, dass ihm Informationen vorlägen, dass die Mutation CoVid-19 im chinesischen Bioforschungslabor Wuhan entstanden wäre - eine harte Aussage. Zudem drohte er dem Reich der Mitte mit neuen Handelszöllen, falls man sich bei der Aufklärung der Virusentstehung nicht kooperativ zeigen würde.

Das zweite Thema betrifft das südeuropäische Land Italien. Nach Abstufungen aufgrund der finanziellen Staatslage befindet sich das Land bei den Ratingagenturen Fitch und Moody’s nur noch einen Rang über dem „Junk-Niveau“. Sollte also eine weitere Abstufung erfolgen, würden italienische Staatsanleihen als extrem risikobehaftet gelten, weshalb Anleger weltweit die Papiere aus Gründen der Anlagerichtlinien verkaufen müssten - ein unglaublicher Verkaufsdruck würde entstehen, der für extreme Finanzmarktverwerfungen sorgen könnte und das Land tief in die Krise stürzen würde.


Zu Beginn der Woche glänzten vor allem die Autobauer mit Kursgewinnen. Die DAX-Konzerne profitierten von Aussagen des Wirtschaftsministers Peter Altmaier, der mögliche neue Kaufprämien für Automobile in Aussicht stellte. Zudem konnten die Aktien von Pharmazieunternehmen (z.B. AbbVie, Bayer, Novartis (alle WBC Moose)) und des Bankensektors (z.B. Deutsche Bank, UBS) von guten Geschäftszahlen profitieren, während zyklische Unternehmen wie der Sportartikelhersteller Adidas oder die Kaffeehauskette Starbucks enttäuschten.

Zum Ende der Woche standen die großen Tech-Firmen aus den USA im Fokus, die allesamt überzeugende Geschäftszahlen präsentierten. Microsoft verkündete einen deutlich gestiegenen Gewinn und Umsatz, während Facebook seinen Gewinn sogar verdoppeln konnte. Auch die Google-Mutter Alphabet sowie der Versandhandel Amazon verkündeten deutlich gestiegene Umsätze. Während der verhaltene Ausblick von Alphabet weitgehend ignoriert wurde, sorgte die Ansage eines möglichen Verlustes für amazon im zweiten Quartal für eine negative Marktreaktion. Apple zeigte sich relativ krisenresistent und konnte ebenfalls von gestiegenen Umsätzen berichten, bei einem nur leicht rückläufigen Gewinn. 

Der Preis für die Aktie der Woche geht jedoch an Wirecard. Die Aktien des Unternehmens lagen am Mittwoch mehr als 25% im Minus, nachdem der Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG vorgestellt wurde. In diesem hieß es, dass man keinerlei Bilanzmanipulationen feststellen könnte. Jedoch würden diverse Belege aus dem Drittpartnergeschäft aus den Jahren 2016 bis 2018 fehlen, sodass der Bericht mehr Fragen aufwirft, als er beantwortet. Das Vertrauen in den Vorstand ist damit endgültig verloren, sodass viele aktivistische Investoren bereits den Rücktritt von CEO Braun fordern.

Für ausführlichere Informationen verweisen wir gerne auf unsere Daily Reviews.

 


Ökonomisch betrachtet, verlief die letzte Woche, bis auf die oben beschriebenen Notenbanksitzungen und BIP-Zahlen, relativ ruhig. Zu Beginn der Woche zeigte der Case Shiller Hauspreisindex für den Monat Februar noch keine Krisenanzeichen am Immobilienmarkt. In der Eurozone brach sowohl das Verbrauchervertrauen als auch das Dienstleister- und Industrievertrauen für den Monat April stark ein. Zudem zeigten sich die US-Arbeitslosenzahlen in ihrer absoluten Höhe weiterhin leicht rückläufig, während sie immer noch auf einem Rekordhoch liegen.


Aufgrund des Maifeiertages konnte leider keine Berechnung des wikifolios zum Ende der Woche erfolgen. Daher verzichten wir auf einen Vergleich in dieser Woche und verweisen auf die nächsten Woche, in der wir dann einen Zwei-Wochen-Vergleich vornehmen werden.

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Allgemeiner Kommentar

Daily Review (01/05/20):  

 

Obwohl heute in Deutschland Feiertag ist, berichten wir für euch gerne von den Entwicklungen an den Aktienmärkten weltweit. Nach dem deutlichen Rückgang am gestrigen Donnerstag, verloren die Märkte heute ebenfalls an Wert, sodass die US-Indizes auf Wochenbasis alle Gewinne wieder abgegeben haben und somit ein klassisches Umkehrsignal entsteht.

Die realwirtschaftlichen Auswirkungen der Coronapandemie konkretisieren sich immer weiter und nach der Freude über die geldpolitischen Förderungen scheinen die realwirtschaftlichen Krisenverhältnisse wieder stärker ins Rampenlicht zu rücken - auch weil weitere geldpolitische Förderungen bei den beiden Notenbanksitzungen der vergangenen Tage ausblieben. Der Präsident der Federal Reserve aus Texas gab beispielsweise bekannt, dass er mit einer Arbeitslosenquote zwischen acht und zehn Prozent in den USA zum Ende des Jahres 2020 rechne - eine sehr hohe Quote. Zudem geht er von einem Rückgang des BIP zwischen 4,5 und 5 Prozent in diesem Jahr aus. Damit fiele der Rückgang doppelt so hoch aus wie im Krisenjahr 2009. Dazu passt auch der Markit-Einkaufsmanagerindex der US-Industrie für den Monat April, der auf den tiefsten Stand seit 2009 zurückfiel, womit die ersten Prognosen unterboten wurden.

Auch aus humanitärer Perspektive kamen zum Ende der Woche schlechte Signale aus den Emerging Markets. So gab die indische Regierung bekannt, dass die dortige Ausgangssperre für zwei weitere Wochen verlängert werde, weshalb die gesellschaftliche und wirtschaftliche Normalisierung dort noch weiter auf sich warten lassen wird.

Auch das Konfliktpotential zwischen China und den USA steigt weiter an und legt erschreckend an Tempo zu. So gab der US-Präsident an, dass er Informationen gesehen hätte, dass die derartige Form des Coronavirus im chinesischen Bioforschungslabor in Wuhan ihren Ursprung genommen habe. Diese Theorie, die schon länger existiert, sorgt nun dafür, dass Trump damit explizit die chinesische Regierung für die Entstehung belangt, was die diplomatischen Beziehungen weiter abkühlt. Zeitgleich kündigte er ebenfalls an über eine neue Erhebung von Strafzöllen nachzudenken, falls China seine Vorgehensweise in der momentanen Krise nicht ändere.

Für positive Schlagzeilen sorgte hingegen die US-Behandlungszulassung des Mittels Remdesivir vom US-Biopharmaziekonzern Gilead Sciences. Damit kann das Mittel nun offiziell zur Behandlung von CoVid-19 Patienten eingesetzt werden. Zudem gab Gilead bekannt, dass man bis Dezember mehr als eine Millionen Medikamente produzieren wolle, die der US-amerikanischen Bevölkerung kostenlos zur Verfügung stehen würden.

Die deutschen Börsen waren am heutigen Feiertag geschlossen, aber auch hier lagen die Indikationen verschiedener Investmentbanken deutlich unter dem Vortagesniveau. In Europa öffnete lediglich die Börse in Großbritannien. Der FTSE100 schloss 2,3% tiefer. Die Indizes in den USA lagen am frühen Abend tief im Minus. Der Dow Jones verlor am frühen Abend 2,5 Prozent, während der S&P500 3,0% im Minus lag und der Nasdaq-100 3,1% verlor.

 

Gemäß des Maifeiertags standen in Deutschland keine wesentlichen Unternehmensereignisse an. Zu erwähnen ist lediglich die Erklärung des Henkel-CEO Carsten Knobel in der Rheinischen Post, nach der das Unternehmen in der Krise zwar womöglich Verluste machen würde, aber finanziell liquide aufgestellt sei und nicht auf Staatshilfen angewiesen ist - ein positives Signal des Konsumgüterkonzerns aus Düsseldorf.

Auf europäischer Ebene verloren die Aktien der Fluggesellschaft Ryanair deutlich, nachdem die Fluglinie einen Quartalsverlust in einer knapp dreistelligen Millionenhöhe bekanntgab.

In den USA standen vor allem die Aktien der beiden Tech-Aktien Amazon und Apple im Fokus. Gerade der iPhone-Hersteller überraschte mit positiven Zahen. Trotz zwischenzeitlicher Lieferschwierigkeiten und Geschäftsschließungen legte der Umsatz des Konzerns zu, während der Gewinn um „nur“ drei Prozent niedriger lag. Des Weiteren kündigte Apple an die Quartalsdividende zu erhöhen und auch ein Aktienrückkaufprogramm weiter beizubehalten. Obwohl das Unternehmen einen Jahresausblick für 2020 verweigerte, konnten die Aktie sich stärker präsentieren als der Gesamtmarkt. Amazon konnte von einem Umsatzanstieg auf ein Rekordniveau berichten, enttäuschte jedoch beim vorgelegten Gewinn -  vor allem der Ausblick, dass man im zweiten Quartal möglicherweise einen Verlust verbuchen könnte, verschreckte die Anleger. Die Aktie verlor rund sieben Prozent. Zudem legte die Ölindustrie Geschäftszahlen vor. Während Chevron trotz des schwachen Ölpreises einen kleinen Gewinnanstieg verkünden konnte, verbuchte Exxon Mobil einen Verlust im vergangenen Quartal. Beide Aktien verloren am frühen Abend knapp fünf Prozent. Von guten Geschäftszahlen konnten im Tagesverlauf hingegen die beiden WBC Moose AbbVie (Pharmazie) und Clorox (Basiskonsumgüter) profitieren. Während der Pharmaziekonzern einen Gewinn- und Umsatzanstieg verkünden konnte, hob Clorox sogar seinen Ausblick für das Jahr 2020 an. Beide Aktien lagen deutlich im Plus.

 

Ökonomisch standen keine relevanten Datenpunkte auf dem Programm.


Aus Portfoliosicht ergaben sich keine Veränderungen - das Team von WhiteBee Capital wünscht ein schönes Wochenende!

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