antizyklisches Basisinvestment

MeisterYoda
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    seit 16.11.2016
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Handelsidee

Dieses wikifolio soll breit gestreut und antizyklisch angelegt werden. Da ein langfristiger Ansatz verfolgt werden soll, spielen die laufenden Kosten eine wichtige Rolle. Daher soll vor allem in ETF oder Fonds mit geringen laufenden Kosten investiert werden. Der Schwerpunkt soll dabei auf Aktien liegen, es sollen aber zur Risikostreuung auch Renten- und Rohstoffwerte enthalten sein. Geldmarkt- und Immobilienfonds sollen je nach Marktlage ebenfalls eingesetzt werden können. Die Wertentwicklung der unterschiedlichen Anlageformen sollte dabei möglichst wenig oder sogar invers korrelieren, so dass die Schwankungen des Gesamtwikifolios geringer als das der Einzelpositionen sein sollte.

Der Entscheidungsprozess für eine bestimmte Anlageklasse soll fundamental aus den aktuellen globalen Rahmenbedingungen erfolgen. Eine technische Analyse soll im Regelfall nicht stattfinden. Aus den zu den Ergebnissen der Entscheidungsfindung passenden Anlageklassen sollen hauptsächlich günstige, in der Vergangenheit gut performende Instrumente ausgewählt werden.

Beim MSCI World ist der Schwerpunkt für meinen Geschmack deutlich zu stark auf den USA gelegen, was zusätzliche Risiken erzeugen kann, sollte es den USA einmal nicht so gut gehen. Daher ist vorgesehen, die Aktienanlage weiter mit ETF, die sich auf Europa, auf Asien und auf die Schwellenländer beziehen zu streuen (Ein Schwellenländerinvestment zur Risikostreuung? Ja genau!).

Als Megathema der nächsten Jahrzehnte sehe ich die Energieproblematik an. Die Vorräte an fossilen Rohstoffen sind endlich und seit den 70er Jahren wurden keine wirklich großen Ölfelder mehr gefunden. Sarkastisch gesprochen: "Je mehr Öl wir jetzt verbrauchen, desto früher werden wir auf regenerative Energien umsteigen." Aus diesem Grund soll sich auch ein ETF mit erneuerbaren Energien im wikifolio befinden.

Die Rentenwerte im wikifolio sollen an die jeweiligen Marktgegebenheiten angepasst werden, z.B. sollen in einem Niedrigzinsumfeld eher Kurzläufer und inflationsgeschütze ETF auf Staatsanleihen, sowie ETF mit Unternehmensanleihen ausgewählt werden. Langlaufende Rentenfonds sind mir in solch einem Zinsumfeld zu riskant, diese sollen aber in Hochzinsphasen eingesetzt werden können.

Rohstoff-ETF sollen die Auswahl ergänzen, da ihre Wertentwicklung oftmals wenig mit der von Aktien oder Renten korrelliert ist.

Die ausgewählten Anlageinstrumente müssen nicht für alle Ewigkeit unangetastet bleiben, es soll aber keinesfalls kurzfristig hin- und hergetauscht werden.

Über mehrere Jahre bilden sich oft saisonale Muster wie z.B. eine Jahresendrally heraus. Daher sollen zum Jahresende und dann etwa alle drei Monate die einzelnen Positionen des Depots wieder gleich stark gewichtet werden. So sollen je nach Marktlage die Gewinne der einen Position verwendet werden, um die günstige Kaufgelegenheit der anderen Position zu nutzen. mehr anzeigen
Stammdaten
Symbol
WFANTBASIS
Erstellungsdatum
16.11.2016
Indexstand
High Watermark
116,3

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Martin Keller
Mitglied seit 14.11.2016

Entscheidungsfindung

  • Fundamentale Analyse

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

Ich rechne aufgrund der Krise mit einer Flucht aus allen möglichen Währungen in den "sicheren" Dollar und stelle daher die Anleihen-ETFs entsprechend um. Dabei habe ich jetzt gesehen, dass die Comstage-ETFs mit Euro-Anleihen, die ich derzeit im Portfolio habe und verkaufen möchte, derzeit Spreads zwischen zwei und vier Prozent aufweisen. Unglaublich. Die sollten eigentlich nahe bei Null liegen. Es wäre schön, wenn man von wikifolio.com informiert würde, sollten irgendwelche Probleme auftauchen, die solche Spreads verursachen. Oder gibt es vielleicht gar keine und es soll nur der Gewinn beim Handeln maximiert werden? Bitte mehr Transparenz!!!

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Allgemeiner Kommentar

Zugegeben: Ich bin war extrem überrascht über den extremen Rebound der Märkte. Meine Einschätzung der Lage hat sich dadurch aber nicht geändert. Ich denke, das dicke Ende steht uns noch bevor. Zwar sieht die Corona-Lage in Deutschland, Italien, Spanien und sogar in den USA so aus, als ob sie sich in den Griff bekommen ließe, aber wenn man einmal bei worldometers.info nachsieht, wie die Lage in anderen Ländern ist, so ergibt sich ein ganz anderes Bild. Beispielsweise gab es in folgenden Ländern gestern mehr als 5% Neuinfektionen (gemessen an den "Active Cases", also der Zahl der akuell Erkrankten): Europa: Russland, Belgien, Serbien, Belarus, Ukraine, Albanien, Vatikan Stadt. Nordamerika: Kanada, Mexiko, Dominikanische Republik, Kuba, Guatemala, Jamaika, El Salvador, Cayman Inseln, Haiti, Saint Kitts and Nevis, British Virgin Islands. Asien: Türkei, Iran, Indien, Saudi Arabien, Pakistan, Singapur, Vereinigte Arabische Emirate, Katar, Bangladesch, Kasachstan, Irak, Aserbaidschan, Oman, Armenien, Jordanien, Sri Lanka, Myanmar, Malediven, Timor. Südamerika: Brasilien, Peru, Chile, Equador, Kolumbien, Bolivien, Uruguay, Venezuela. Afrika: Ägypten, Südafrika, Marokko, Algerien, Kamerun, Elfenbeinküste, Nigeria, Guinea, Senegal, Kenia, Tansania, Mali, Somalia, Kongo, Gabun, Sudan, Liberia, Kap Verde, Sambia, Uganda, Benin, Sierra Leone, Swasiland. Ozeanien: Fidschi.

Auch wenn die Zahlen in vielen dieser Länder noch auf niedrigem Niveau liegen, so denke ich doch, dass sie auch dort in Kürze explodieren werden. Die Gesundheitssysteme sind oft nicht die besten, die Möglichkeiten zur Distanzierung nicht gegeben und die Menschen haben oftmals aufgrund von Armut gar keine Chancen, einfach mal ein paar Wochen zu Hause zu bleiben. Ich denke, hier werden wir in den nächsten Monaten noch viel Leid sehen.

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Allgemeiner Kommentar

Gestern habe ich in vielen meiner wikifolios die Reißleine gezogen und die Aktieninvestments verkauft. Warum? Heißt es nicht, „If you panic, panic first“? Das stimmt. Allerdings bin ich immer mehr zum Schluss gekommen, dass auch ich, wie fast alle anderen, die Auswirkungen von Corona wohl bislang deutlich unterschätzt habe und daher auch nach 30-50% Crash jetzt keine Kaufgelegenheit sehe, sondern eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir weltweit in eine tiefe Weltwirtschaftskrise rutschen. Ein Impfstoff wird in den nächsten Monaten nicht verfügbar sein. Wenn man es schafft, die Krankheitsfälle soweit einzudämmen, dass unsere Gesundheitsversorgung nicht zusammenbricht und die schweren Fälle elendig krepieren, weil sie keine intensivmedizinische Betreuung mit Beatmung bekommen, dann dauert es ohne Impfung mehrere Jahre, bis die Bevölkerung soweit durchimmunisiert ist, dass die Krankheit von alleine zum Stillstand kommt. Selbst wenn jetzt die Zahl der Intensivbetten massiv ausgebaut wird (und eine höhere Zahl Krankheitsfälle bewusst zugelassen wird), reden wir nicht von Wochen, sondern von vielen Monaten wirtschaftlichem Stillstand. Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, wie die Situation schnell und glimpflich beendet werden kann ist die Entdeckung einer einfachen Behandlungsmöglichkeit für die schweren Fälle, so dass eine schnelle Durchseuchung der Bevölkerung bewusst angestrebt werden kann. Dies ist wie ich finde ein zu schwacher Strohhalm, um seine Investitionsentscheidungen darauf zu bauen. Ich gehe inzwischen von einer langen Depression mit Deflation und massiven staatlichen Interventionen aus, die dann irgendwann in eine hohe Inflation, vielleicht sogar eine Hyperinflation umschlagen. Für den Euro sehe ich daher langfristig schwarz und dass die Europäische Union selbst die auftretenden Fliehkräfte aushalten wird ist meines Erachtens eher unwahrscheinlich. Ich hoffe darauf, dass die Demokratie in den einzelnen Staaten überdauern wird und dass es die Kryptoindustrie bis dahin schafft, eine stabile und für Normalsterbliche einfach nutzbare Alternative zu unserem zusammenbrechenden Finanzsystem aufzubauen.

Was ich an Lese- und Hörstoff sehr empfehlen kann sind:

1.)    Der tägliche Audiopodcast des Chefs der Virologie der Berliner Charité, Prof. Drosten in der NDR-Mediathek: https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html

2.)    Die Statistikseite https://www.worldometers.info/coronavirus/ Sieht man sich dort beispielsweise die Zahlen der Länder außerhalb von Deutschland an, fällt auf, dass die Zahl der Toten und die Zahl der Infizierten in einem deutlichen Missverhältnis stehen. Ich interpretiere das so, dass die Zahl der Infizierten weltweit noch deutlich höher ist als offiziell verkündet, so dass auch die jetzt verhängten Ausgangssperren deutlich zu spät kommen werden.

3.)    Ein Artikel im manager magazin von gestern, der zum gleichen Schluss kommt wie ich: https://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/wall-street-crash-us-wirtschaft-droht-der-kollaps-a-1305673.html

4.)    Ein hochinteressantes Interview von Anthony Pompliano mit dem ehemaligen Hedge Fonds Manager Raoul Pal, dessen Expertise ich sehr schätze. Dieses Interview ist übrigens vom 4. März, also bevor der ganze Aktienmarkt gecrasht ist: https://www.youtube.com/watch?v=LGR8VmW6p8c&pbjreload=10

Ich werde jetzt für einige Monate die Finger in den meisten wikifolios komplett von Aktieninvestments lassen, lediglich in „Quantitativ: Stimmung und Trend“, sowie in „Quantitativ Fundamental Offensiv“ werde ich weiter wie bisher investieren, da beides hundertprozentige Aktienportfolios mit einer fixen Strategie sind. Selbst bin ich weiterhin in „Quant: Defensiv + Antizyklisch“ investiert, nur in nächster Zeit ohne Aktienanteil. Ebenso mache ich einen weiten Bogen um Unternehmensanleihen, da ich  insbesondere in den USA, aber auch weltweit von einer massiven Welle an Insolvenzen ausgehe. Langlaufende Staatsanleihen sind eine Möglichkeit im Kurzfristbereich, aber immer mit dem Finger über dem Verkaufsknopf, sollten sich am Horizont Anzeichen für eine ansteigende Inflation abzeichnen.

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Allgemeiner Kommentar

Am 17.Dezember gab es einen neuen kurzen und heftigen Crash bei den Kryptowährungen, bei dem wir dank offener Limit-Käufe uns günstig eindecken konnten. Heute nun wurde das vierteljährliche Rebalancing durchgeführt. Vor allem Aktien, Edelmetalle und Rohstoffe wurden verkauft und bei den Kryptowährungen nochmals etwas nachgelegt.

Insgesamt war das Jahr 2019 mit 15,6% Zuwachs im wikifolio sehr erfreulich verlaufen, wobei man dazu sagen muss, dass dies hauptsächlich auf der Erholung der Aktienwerte von der vorangegangenen Jahresend-nach-unten-Rally 2018 beruht. Vor allem Aktien und Edelmetalle haben sich 2019 sehr gut entwickelt, die Kryptowährungen sind bis auf eine kurze Hochphase im Frühsommer das ganze Jahr eher depressiv gestimmt immer tiefer gefallen. Die Stimmung hier scheint mir im krassen Gegensatz zu der unglaublichen Fülle an Entwicklungen zu stehen. Aber so ist das mit neuen Werten am Markt, sei es die Eisenbahn, neuer Markt oder jetzt eben Krypto. Dem ersten Hype kann die Technologie noch nicht gerecht werden und wenn sich dann eine Menge Marktteilnehmer eine blutige Nase geholt werden, kann die technologische Entwicklung noch so rasant verlaufen, man fasst die Dinger erst mal nicht mehr an. Solange, bis sich die Preise wieder verzehnfacht haben und man wieder zu spät einsteigt. Wir sind über unser agnostisches Rebalancing auch im Tal der Tränen investiert, kaufen günstig nach und sitzen das Tief einfach aus.

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