€uro am Sonntag VaR-Strategie

Euro am Sonntag

Performance

  • +16,5 %
    seit 25.08.2015
  • +21,2 %
    1 Jahr
    -0,22 %
    Heute
    -9,0 %
    Max Verlust (bisher)
    0,5x
    Risiko-Faktor
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Handelsidee

In diesem Wikifolio soll die VaR-Strategie (auch Low-Risk-5-Strategie) aus der Finanzzeitung €uro am Sonntag abgebildet werden.

Die Strategie soll festen Investitionsregeln folgen und auf deutsche Aktien setzen. Entwickelt wurde sie von Prof. Stefan Mittnik von der Ludwig-Maximilians-Universität in München und Tobias Aigner, Leitender Redakteur des Wirtschaftsmagazins €uro. Die Strategie soll ein besseres Rendite-Risiko-Verhältnis erzielen als der DAX. Dazu streben wir an, in ruhigen Börsenphasen investiert zu sein und in turbulenten Phasen auszusteigen. Zudem sollen in den Investitionsphasen nur risikoarme Aktien gekauft werden. Das Portfolio soll in einem regelmäßigen Turnus neu zusammengesetzt werden.

Als Signalgeber für den Ein- und Ausstieg soll die von Prof. Mittnik ermittelte Risikokennzahl Value at Risk (VaR) dienen, die auch für die Auswahl der Aktien entscheidend ist. Die Kennziffer gibt an, wie hoch das prozentuale Verlustrisiko ist, das eine Aktie in einer Woche mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent nicht überschreiten sollte. Ein Beispiel: Eine Aktie mit einem VaR von 4,0 sollte mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent in der kommenden Handelswoche nicht mehr als vier Prozent verlieren.

Bei der Strategie sollen ausschließlich Titel mit niedrigem VaR gekauft und im Portfolio ungefähr gleich gewichtet werden. Allerdings können sich die Gewichte durch Kursbewegungen mit der Zeit verschieben. In Ausstiegsphasen soll nur Cash gehalten werden.

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Stammdaten
Symbol
WFEURASVAR
Erstellungsdatum
25.08.2015
Indexstand
High Watermark
117,9

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Euro am Sonntag
Mitglied seit 01.07.2015

Entscheidungsfindung

  • Sonstige Analyse

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

Der Start ins Börsenjahr 2019 verlief für das VaR-Wikifolio ziemlich holprig. Gleich drei Depotwerte haben die Wertentwicklung im Januar belastet: Deutsche Telekom, Beiersdorf und vor allem Henkel. Der Vorstand des Konsumgüterkonzerns aus Düsseldorf überraschte die Anleger mit einem düsteren Jahresausblick und schickte die Aktie damit um mehr als zehn Prozent auf Talfahrt. Für das VaR-Depot heißt das: Seit Jahresbeginn steht nun ein Minus von 1,7 Prozent zu Buche, während der DAX um 5,9 Prozent zugelegt hat. Eine solche Outperformance des Index gegenüber unserer Strategie hat in der Geschichte unseres Wikifolios wirklich Seltenheitswert – ich kann mich an keinen anderen Fall erinnern. Allerdings ist die Monatsperiode viel zu kurz, als dass man daraus wirklich sinnvolle Schlüsse ziehen könnte. Jede – auch die beste – Börsenstrategie hat Phasen, in denen sie Verluste einfährt und/oder den Vergleichsindex nicht schlägt. Und je kürzer der Berichtszeitraum gewählt wird, desto zufälliger ist das Ergebnis. Wenn wir die gesamten Zeitspanne seit Auflage der Strategie im Jahr 2015 betrachten, sieht das Bild nämlich anders aus. Da hat unsere Strategie weiterhin eine sehr ordentliche Outperformance gegenüber dem DAX erzielt: 14,6 Prozent hat sie hinzugewonnen, der deutsche Leitindex kommt dagegen nur auf ein Plus von 10,4 Prozent.

Jetzt zur aktuellen Risikolage: Die hat sich an der deutschen Börse deutlich entspannt. Unser VaR-Indikator gab gestern ein klares Kaufsignal. Er steht bei 5,7 Prozent, also 0,7 Prozentpunkte tiefer als vor vier Wochen. Wir werden im Februar also voll am Aktienmarkt investiert bleiben. Bei den einzelnen DAX-Werten hat sich das Verlustrisiko (gemessen am Value at Risk) aber teils stark verschoben. Bei Henkel und der Deutschen Telekom ist es so weit gestiegen, dass wir die beiden Positionen mit Verlust abgestoßen haben. Weniger Risiko bergen jetzt die Titel von Deutscher Börse und Vonovia, die wir deshalb gekauft haben – wie immer mit ungefähr gleicher Gewichtung. Sehr erfreulich hat sich in den vergangenen vier Wochen übrigens der letzte Neuzugang entwickelt: Allianz. Die Aktie stieg um 6,0 Prozent und bleibt Bestandteil des VaR-Depots. Am 1. März werden wir den VaR-Indikator und die Depotzusammenstellung das nächste Mal unter die Lupe nehmen.

 

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Allgemeiner Kommentar

Für die meisten Aktienanleger war 2018 ein Jahr zum Vergessen. Rund um den Globus gab es Verluste an den Börsen. So gut wie alle wichtigen Aktienmärkte landeten in den roten Zahlen. Besonders heftig erwischte es den DAX, der gut 18 Prozent absackte. Unser VaR-Strategie-Wikifolio setzt ausschließlich auf DAX-Aktien. Deshalb konnte es sich dem Kurssturz nicht völlig entziehen. Sehen lassen kann sich seine Jahresbilanz trotzdem. Denn das Depot hat die Verluste des deutschen Leitindex um rund die Hälfte abgefedert.

Der Start ins neue Börsenjahr verlief erneut ruppig. Der DAX verbuchte in der ersten Handelswoche unterm Strich zwar ein Plus, schwankte aber stark. Und unser VaR-Indikator, der den Stress an den deutschen Börse misst, ist heute nur haarscharf an einem Ausstiegssignal vorbeigeschrammt. 0,93 Prozentpunkt legte der VaR-Median zu. Bei einem Anstieg um mehr als einen Prozentpunkt hätten wir das Depot leer geräumt. So aber bleiben wir voll in Aktien investiert. Eine Aktie haben wir allerdings ausgetauscht. Vonovia gehört nicht mehr zu den fünf risikoärmsten DAX-Papieren, wenn man den Value at Risk (VaR) betrachtet, weshalb wir den Titel abgestoßen und dafür Allianz gekauft haben. Der nächste Signalcheck findet am 1. Februar statt.

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Allgemeiner Kommentar

Vier Wochen Aktienabstinenz im VaR-Strategie-Depot sind heute zu Ende gegangen. Denn unser VaR-Indikator hat wieder ein Kaufsignal gegeben. Bei 5,5 Prozent steht der VaR-Median aktuell. Das sind 0,7 Prozentpunkte weniger als beim letzten Mal. Im Klartext: Die Gefahr für Turbulenzen an der deutschen Börse ist deutlich gesunken. Deshalb sind wir heute wieder in den Aktienmarkt eingestiegen. Gemäß den klar definierten Anlageregeln haben wir erneut die fünf DAX-Aktien mit dem niedrigsten Value at Risk gekauft. Aktuell sind das: Deutsche Telekom, Beiersdorf, Vonovia, Henkel Vz., und Munich Re. Im Rückblick hat sich die Aktienpause durchaus gelohnt. Denn statt eine schnelle Erholung hinzulegen, hat der DAX in den vergangenen vier Wochen noch mal rund zwei Prozent verloren. Der Wert unseres Depots, das voll in Cash investiert war, hat sich dagegen so gut wie nicht verändert. Unterm Strich hat es seinen Vorsprung gegenüber dem deutschen Leitindex damit weiter ausgebaut. Seit Jahresbeginn steht beim DAX ein Minus von fast 13 Prozent zu Buche. Das Portfolio hat nur fünf Prozent abgebeben. Ein respektables Ergebnis für eine Strategie, die ausschließlich in DAX-Aktien und Cash investiert. Ein Hinweis noch: Der nächste Indikatorcheck findet ausnahmsweise erst in fünf Wochen statt (am 4. Januar 2019), weil zwischen Weihnachten und Neujahr keine "€uro am Sonntag" erscheint und unser Depot dort als Musterportfolio geführt wird. Allen Freunden des VaR-Strategie-Depots wünsche ich eine schöne Adventszeit und frohe, erholsame Weihnachtstage. 

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Allgemeiner Kommentar

Das war dann doch zu viel: Die jüngsten Kursausschläge an der deutschen Börse haben das Verlustrisiko nach oben getrieben, unser VaR-Indikator gibt ein Verkaufsignal – zum ersten Mal seit Juli 2016. Aktuell steht er bei 6,2 Prozent, also mehr als einen Prozentpunkt höher als vor vier Wochen. Deshalb haben wir heute alle fünf Aktienpositionen abgestoßen und halten für mindestens vier Wochen Cash. Ehrlich gesagt, habe ich dabei durchaus gemischte Gefühle. Niemand weiß, ob es nicht zu einer v-förmigen Kurserholung kommt. Aber genau da liegt ja die Crux bei regelbasierten Anlagemethoden — dass man sie meist nicht durchhält, wenn das Bauchgefühl rebelliert. Dabei ist dieses Bauchgefühl langfristig ein denkbar schlechter Ratgeber an der Börse. Auch wenn die VaR-Strategie nicht mit jedem Signal richtig liegen kann, steigen die Renditechancen auf Dauer deutlich, wenn man bei der Stange bleibt. Obendrein stellen wir uns mit einem ordentlichen Vorsprung gegenüber dem DAX an die Seitenlinie des Börsenspielfelds. Wir konnten die Verluste des deutschen Leitindex seit Jahresbeginn deutlich abfedern. Fast elf Prozent hat der DAX seither verloren, unser Wikifolio nur fünf Prozent. Der nächste Check des VaR-Signals wird übrigens am 30. November durchgeführt. Falls der Indikator dann auf "Kaufen" steht, steigen wir wieder ein. 

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