Harvest Value Strategie

Jonathan Freiherr von Pfetten-Arnbach

Performance

  • +8,2 %
    seit 13.02.2017
  • +21,2 %
    1 Jahr
    -0,22 %
    Heute
    -9,0 %
    Max Verlust (bisher)
    0,5x
    Risiko-Faktor
    ;
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Handelsidee

Meine Handelsidee soll grundsätzlich auf den Lehren des Value Investing basieren. Demnach soll vorwiegend in Unternehmen investiert werden, deren Preise unter einem konservativ kalkulierten Wert liegen und die meiner Auffassung nach diesen Wert langfristig steigern könnten. Der kalkulierte Wert eines Unternehmens entspricht dabei im Allgemeinen dem Wert, den ein rationaler Unternehmer in der Theorie für das gesamte Unternehmen aufbringen würde. Hierfür soll grundsätzlich ein fundierter Research Prozess verwendet werden, um Unternehmen zu identifizieren, die meinen Kriterien entsprechen. Das Investment Ziel der Harvest Value Strategie soll in der Maximierung der langfristigen risikoangepassten Rendite bestehen. Sobald ein potentielles Unternehmen identifiziert wurde, werden sämtliche fundamentale Kennzahlen intensiv analysiert und in meine Datenbank eingepflegt. Da meine strikten Kriterien bereits einen beträchtlichen Anteil an potentiellen Investments ausschließen, kann die Analyse auf jene Unternehmen konzentriert werden, die meiner Ansicht nach das größte Potential besitzen. Der Anlagehorizont soll in der Regel überwiegend langfristig sein, da angenommen wird, dass sich die Schließung der Diskrepanz zwischen dem Preis und dem kalkulierten Wert in der Regel über einen längeren Zeitraum erstrecken könnte. Des Weiteren wird beabsichtigt teilweise in nationale und internationale marktbreite ETF's zu investieren, wenn diese eine gute Alternative zum Cash Bestand darstellen könnten. Für die Identifizierung von möglichen Investments sollen ausschließlich öffentliche einsehbare Dokumente wie beispielsweise Geschäftsberichte, Quartalsberichte, Industriestatistiken und -berichte verwendet werden. Bevor ein Engagement eingegangen wird, sollen die Geschäftsberichte der letzten Jahre des potentiellen Unternehmens sowie die Berichte der Konkurrenz studiert werden. mehr anzeigen

Stammdaten
Symbol
WFHVSTVALU
Erstellungsdatum
13.02.2017
Indexstand
High Watermark
109,5

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Jonathan Freiherr von Pfetten-Arnbach
Mitglied seit 07.12.2016
Mein Name ist Jonathan v. Pfetten, ich bin 28 Jahre alt und arbeite als eigenverantwortlicher Vermögensverwalter; dementsprechend setze ich mich in Vollzeit mit dem Thema Investieren auseinander. Seit dem Jahr 2009 verwalte ich meine Ersparnisse erfolgreich nach den Prinzipien des Value Investings. Dabei fokussiere ich mich bei meiner Recherche primär auf Unternehmen, die einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil besitzen und deren Aktien deutlich unter ihrem wahren Wert gehandelt werden. Des Weiteren schreibe ich auf meinem Blog – http://harvestblog.de/ – über meine Grundprinzipien und meine Investment Philosophie sowie über bekannte Persönlichkeiten der Branche, die mein Vorgehen und meine Prinzipien elementar beeinflusst und geprägt haben. Ich bin der Meinung, dass ein ambitionierter Investor aus jedem Investment – sei es nun erfolgreich oder nicht –, wertvolle Rückschlüsse ziehen kann. Durch die intensive Beschäftigung mit bereits abgeschlossenen Investments versuche ich, meinen Kompetenzradius konstant zu erweitern. Indem ich Fehlerquellen gleichermaßen wie erfolgreiche Vorgehensweisen identifiziere und analysiere, schule ich meinen Weitblick für künftige Engagements, um Vermögen gezielt langfristig aufzubauen.

Entscheidungsfindung

  • Fundamentale Analyse
  • Sonstige Analyse

Kommentare im wikifolio

Kommentar zu AUTOZONE

Autozone ist einer der größten Einzelhändler für Autoteile und -zubehör in den USA und Mexiko und betreibt derzeit über 6000 Filialen. Dabei erwirtschaftet Autozone rund 80% der Umsätze mit dem Vetrieb an Privatkunden (Do-It-Yourself) und die restlichen 20% an kommerzielle Kunden wie Werkstätte (Do-It-For-Me). Zudem wird Autozone von einem ausgezeichneten Management geführt, das langfristig denkt und im Sinne der Aktionäre handelt. Zwischen Juli 2006 und Juli 2016 stieg der Aktienkurs von Autozone jährlich um sagenhafte 24,79% an, das entspricht nahezu einer Verzehnfachung. Im Folgejahr stürzte die Aktie jedoch um 40% ein. Drei Gründe waren hauptsächlich für den Absturz verantwortlich. (1) Im Jahr 2015 hat das Management eine Initiative gestartet, welche vorsieht die einzelnen Filialen nicht mehr einmal wöchentlich, sondern mehrmals wöchentlich zu beliefern. Diese Initiative hat sowohl die Kosten angehoben als zusätzliche Kapital gebunden ohne dabei das erhoffte Wachstum zu erwirken. Die Geschäftsführung hat bereits die richtigen Schritte eingeleitet um die Initiative zurückzufahren. In den nächsten Quartalen sollten sich die Kosten wieder innerhalb der historischen Norm einpendeln. (2) Das Geschäftsmodell von Autozone kann teilweise sehr wetterabhängig sein. Je kälter und frostiger ein Winter, desto stärker ist in der Regel die Abnutzung der Fahrzeugteile. Sowohl der Winter 2015 als auch der Winter 2016 waren außerordentlich warm. Es wird davon ausgegangen, dass es sich dabei um eine Anomalie handelt. (3) Amazon setzt seit Jahren den gesamten Einzelhandel in Angst und Schrecken. Bücherhändler, Videotheken, Kaufhäuser und zuletzt der Spielzeugwarenhändler Toys’R’Us sind schon vor Amazon in die Knie gegangen. Als Amazon im Januar 2017 verkündet hat den Markt für Autoersatzteile und Zubehör zu testen, sind die Aktienkurse sämtlicher Unternehmen der Branche stark eingebrochen. Die Gefahr, die von Amazon ausgeht ist real, dennoch sehe ich die Gefahr (momentan) als relativ limitiert. Zum einen ist es ein Test von Amazon; Amazon ist bekannt dafür mit verschiedenen Produkten zu experimentieren und erst nach der Testphase zu entscheiden, ob das Geschäft langfristig profitabel ist. Des Weiteren sind die meisten Kunden auf eine persönliche Beratung angewiesen, eine Filiale von Autozone bietet über 100.000 Artikel an, viele unterscheiden sich nur minimal und sind abhängig von dem Modell, dem Baujahr, dem Preis, dem Schaden, der Abnutzung etc. Diesem Service zu entsprechen wäre eine enorme Herausforderung von Amazon. Außerdem sind viele Menschen auf ihr Auto angewiesen, daher ist die Bereitstellung des richtigen Teils zeitkritisch. Autozone beliefert von ihren Filialen aus Privat- und Geschäftskunden innerhalb von 20-30 Minuten, Amazon schafft das zwar auch in New York, aber nicht in beispielsweise Council Bluffs Iowa. Das Vertriebsnetzwerk von Amazon ist schlichtweg nicht darauf ausgelegt und das sollte sich in naher Zukunft auch nicht ändern. Für das langfristige Wachstum von Autozone sind zwei Werttreiber entscheidend. (1) Die jährlich gefahrenen Meilen. Je mehr Meilen die Menschen in den USA jährlich in ihren Autos zurücklegen, desto höher ist selbstverständlich auch die Abnutzung der Fahrzeuge. Begünstigt durch den niedrigen Benzinpreis sowie hohe Verkaufszahlen von Neuwägen in den USA in den letzten Jahren steigen die gefahrenen Meilen seit Oktober 2011 Monat für Monat kontinuierlich an. (2) Das durchschnittliche Alter der Fahrzeuge. Nach sieben Jahren läuft die Garantie der Hersteller ab und Autobesitzer müssen die Reparatur selbstständig finanzieren. Das Durchschnittsalter entspricht derzeit 11,6 Jahre und liegt damit auf einem Allzeithoch. Der „Sweet Spot“ von Autozone sind Fahrzeuge, die zwischen sieben und zehn Jahre alt sind. Durch die Finanzkrise sind die Fahrzeugverkäufe in den Jahren 2009 und 2010 stark eingebrochen, jedoch konnten sich die Verkäufe in den Folgejahre deutlich erholen, was sich für Autozone im kommenden Jahr bemerkbar machen sollte. mehr anzeigen

Kommentar zu EXOR N.V. AANDELEN AAN TOONDER O.N.

Auf das italienische – jedoch in Amsterdam firmierte – Unternehmen Exor N.V. bin ich während meiner Recherche des Automobilmarktes gestoßen. Exor ist die Holding Gesellschaft der Agnelli Familie und wird von John Elkann, dem Enkel des einflussreichen Gianni Agnelli, geführt. Wie die meisten jener Familien Holdinggesellschaften war Exor, bevor John Elkann im Jahr 2003 die Führung übernahm komplex, bürokratisch und voller unnötiger Kosten. Die ersten fünf Jahre seiner Amtszeit nutze Elkann um sämtliche Verflechtungen zwischen den einzelnen Beteiligungen neu zu strukturieren und unter dem agilen Dach von Exor zu formieren. Heute zählen sowohl Aktien Investments (Fiat, Ferrari, CNH, Gedi, Juventus Turin als auch Beteiligungen (PartnerRe, The Economist, WellTec) zu dem Portfolio von Exor. Ein geeigneter Richtungsweiser für die Bewertung solcher Holding Gesellschaften ist der Net Asset Value (NAV) Ansatz. Hierbei werden alle Investments und Beteiligungen inklusive der liquiden Mittel abzüglich aller Schulden in das Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs gesetzt. Zum Zeitpunkt unseres Investments lag der Aktienkurs knapp 30% unter dem NAV was auf eine deutliche Unterbewertung hinweist. Während ein gewisser Abschlag gerechtfertigt ist, liegt die Differenz momentan deutlich über der historischen Norm. Ein weiteres entscheidendes Merkmal ist die zukünftige Entwicklung des NAV. Seit der Umstrukturierung von Exor im Jahr 2009 hat sich der NAV durchschnittlich um 18,2% erhöht. Während die Vergangenheit keine Blaupause für die zukünftige Entwicklung ist, dient sie dennoch als geeignetes Indiz für die Stärke des Unternehmens sowie die Qualität des Managements. Unter der Annahme, dass sich die Diskrepanz zwischen dem Preis und NAV schließt und sich das NAV annährend so entwickelt wie in der Vergangenheit stellt Exor ein äußerst attraktives Investment dar. mehr anzeigen

Kommentar zu KONE

Kone ist eines der weltweit größten Fahrstuhlunternehmen der Welt. Kone besitzt drei in sich verwobene Einnahmequellen: 1. Verkauf von Fahrstühlen an Bauunternehmen 2. Instandhaltung und Wartung 3. Modernisierung Während der Verkauf von Fahrstühlen ein zyklisches Geschäft mit geringen Margen ist, liegt die Attraktivität von Fahrstuhlunternehmen in den Service-Leistungen (2) und (3). Die Renditen im Service-Geschäft sind so sagenhaft gut, dass die Unternehmen diese Kennzahlen lieber für sich behalten. Bei Kone macht der Anteil des Service Geschäfts am gesamten Umsatz 45 % aus. Durch das starke Wachstum bei Neuverkäufen in China sollte das Service Geschäft in den nächsten Jahren weiterhin stark wachsen. Momentan hat Kone über 1,1 Millionen Fahrstühle in der Instandhaltung. Die Verträge haben meist Laufzeiten über mehr als zehn Jahre und sind somit nicht von konjunkturellen Schwankungen abhängig. Zu Beginn des Jahres hat die Sorge um eine potentielle Überhitzung des chinesischen Häusermarktes dazu geführt, dass wir in dieses außerordentliche Unternehmen zu einem guten Preis investieren konnten. Zwei globale Megatrends sorgen dafür, dass der Markt für Fahrstühle langfristig wachsen wird. Die Urbanisierung der „Emerging Markets“, also dem Umsiedeln vom Land in die Stadt, führt dazu, dass immer mehr Menschen auf einer begrenzten Fläche leben und somit der Bedarf an Hochhäusern immer weiter ansteigt. Des Weiteren steigen – vor allem in den Industrieländern – sowohl das Durchschnittsalter als auch die Lebenserwartung. Dieser Zustand macht komfortablen Transport noch attraktiver und unumgänglicher. mehr anzeigen

Kommentar zu ANHEUSER-BUSCH INBEV NV

AB Inbev ist der mit Abstand größte Bierproduzent der Welt. 600 Millionen Hektoliter Bier werden jährlich verkauft. Im Vergleich dazu verkauft die Nummer Zwei Heineken lediglich 100 Millionen Hektoliter. AB Inbev ist durch mehrere Zukäufe über einen Zeitraum von 25 Jahren entstanden. Aus dem maroden brasilianischen Unternehmen Brahma haben Jorge Paulo Lehman, der Strippenzieher hinter den Kulissen, und sein Geschäftsführer Carlos Brito einen der weltweit größten Lebensmittelkonzerne geschaffen. Brito leitet bis heute die Geschäfte bei AB Inbev und ist für seine aggressiven Kosteneinsparungen bekannt. Die Margen sind im Vergleich zur Konkurrenz fast doppelt so hoch. Das Portfolio von AB Inbev beinhaltet bekannte Marken wie Budweiser, Corona und Beck’s. Zwei Aspekte haben meiner Meinung nach für eine Unterbewertung gesorgt. Zum einen hat die schwerwiegendste Rezession seit 30 Jahren in Brasilien, wo AB Inbev einen Marktanteil von nahezu 70 % hat, die Verkaufszahlen stark gedrückt. Zum anderen hat die Übernahme der damaligen Nummer Zwei am Biermarkt SAB Miller für $100 Milliarden und die im Zuge dessen aufgenommene Schuldenlast viele Investoren beunruhigt. Die Konjunktur in Brasilien hat mittlerweile wieder an Schwung gewonnen und ist auf dem besten Weg nach zwei entbehrungsreichen Jahren wieder zu wachsen. Außerdem hat AB Inbev bereits begonnen, durch Verkäufe und zusätzliche Einsparungen bei SAB Miller die Überschuldung abzubauen. Beide Faktoren sollten sich mittelfristig im Aktienkurs widerspiegeln. mehr anzeigen

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