Spezialsituationen Top10

Performance

  • -5,5 %
    seit 25.01.2019
  • +21,2 %
    1 Jahr
    -0,22 %
    Heute
    -9,0 %
    Max Verlust (bisher)
    0,5x
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Handelsidee

Dieses Wikifolio soll in lukrative Spezialsituationen investieren. Das können z.B. zyklische Unternehmen, Turnarounds oder Übernahmen sein. Im Idealfall werden die Unternehmen so lange gehalten, bis das erwartete Ziel erreicht ist.

Auf eine breite Diversifikation über Branchen oder Regionen hinweg soll hier nicht geachtet werden.
Auch die Unternehmensgröße soll eine untergeordnete Rolle spielen. Unternehmen mit einem Marktwert unter 100 Mio € sollen aufgrund der begrenzten Handelbarkeit jedoch nur in Ausnahmefällen aufgenommen werden. Zudem soll eine Position nicht mehr als 10% des Portfolios ausmachen.

Alle Werte in diesem Portfolio halte ich auch mit meinem Privatvermögen. Dabei bedeutet ein 2%-Anteil in diesem Wikifolio, dass ich ca. 1% meines Privatvermögens in dieses Unternehmen investiert habe. mehr anzeigen
Stammdaten
Symbol
WFLIONSPCL
Erstellungsdatum
25.01.2019
Indexstand
High Watermark
101,3

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Mitglied seit 05.12.2017

Entscheidungsfindung

  • Fundamentale Analyse

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

Gemäß der Handelsidee soll dieses Wikifolio in Unternehmen in Spezialsituationen investieren. Daher möchte ich hier nun einmal darstellen, in welchen Spezialsituationen sich die aktuell gehaltenen Unternehmen befinden und worin mein Investmentcase jeweils besteht:

 

Deutsche Rohstoff: Zyklisches Unternehmen, dessen Gewinne stark vom Ölpreis abhängen. Als Rohstoff-Unternehmen ist es aber von vielen weiteren Risiken betroffen, vor allem vom Förderrisiko. Hier gab es 2018 einige unschöne Überraschungen, weil einige Ölquellen sich als nicht so ergiebig herausgestellt haben wie erhofft. Zudem gab es Probleme mit dem Abtransport des geförderten Öls über die Pipelines.

Investmentcase: Der Kurs ist 2018 aufgrund der nicht erwarteten schlechten Nachrichten (und nach einer Zwischenerholung 2019 aufgrund der aufgekommenen Konjunktursorgen) stark zurückgegangen. Da es sich bei den Förder- und Transportproblemen um eher zufällige Ereignisse gehandelt hat, die nicht in der Verantwortung der Deutschen Rohstoff AG lagen, gehe ich davon aus, dass es in Zukunft Potential für positive Überraschungen gibt.

 

DIC Asset: Ein Multitalent im Bereich Gewerbe-Immobilien: Verwalter, Bestandshalter und Projektierer. Größter Anteilseigner an der German Estate Group (GEG).

Investmentcase: Angesichts eines NAV von mehr als 15€, der zuletzt sehr positiven Unternehmensnachrichten (organisches Gewinnwachstum, d.h. ohne GEG-Zukauf, um die 30%) und des weiterhin sehr günstigen Zinsumfeldes setze ich sowohl auf eine weitere Steigerung des NAV als auch auf eine Verringerung der Differenz zwischen NAV und Kurs.

 

General Electric: Heruntergewirtschaftetes Unternehmen, das unter dem legendären CEO Jack Welsh einst das größte der Welt war. Heute Sanierungsfall, der aber mit der Triebwerk- und der Medizintechnik-Sparte 2 sehr gut laufende und entsprechend wertvolle Unternehmenszweige aufweisen kann.

Investmentcase: Der neue CEO Lawrence Culp war lange CEO beim Sanierungsspezialisten Danaher und dort sehr erfolgreich. Er ist mit einem Großteil seines Privatvermögens in GE investiert. Einen besser geeigneten und vertrauenswürdigeren CEO hätte GE sich kaum wünschen können. Ich setze auf seine herausragenden Fähigkeiten und traue ihm zu, GE wieder auf Vordermann zu bringen. Seine bisherigen Schachzüge bei GE waren bereits sinnvolle Schritte in die richtige Richtung und haben das in ihn gesetzte Vertrauen bestätigt.

 

Genworth Financial: Reine Übernahme-Spekulation, die sich jetzt schon seit 3 Jahren hinzieht. Ohne Übernahme hat Genworth ein massives finanzielles Problem, da die chinesische Oceanwide als Kaufinteressent eine wichtige Zwischenfinanzierung geleistet hat.

Investmentcase: Die Übernahme muss klappen, sonst rauscht der Kurs in den Keller. Inzwischen ist diese aber so wahrscheinlich geworden, dass man das Risiko eingehen kann. Da keine nennenswerten Steine mehr im Weg liegen, kann der Übernahmepreis iHv 5,43$ wahrscheinlich noch 2019 realisiert werden.

 

Kion Group: Leicht zyklisches Unternehmen, das vom Markt allerdings bei Konjunktursorgen regelmäßig stark unter Druck kommt. Grundsätzlich aber wachsender Bedarf für seine Produkte (Gabelstapler und Lagerlogistik). Kion ist die Nr. 2 in der Welt nach Toyota und vor Jungheinrich.

Investmentcase: Grundsätzlich ist Kion ein Wachstumsunternehmen, das mit seiner Lagerlogistik vom steigenden Online-Handel profitiert. Aus meiner Sicht sind die Gewinne nicht so zyklisch, wie der Markt befürchtet, da Kion auch eine große Service-Sparte betreibt, die im Fall zurückgehender Verkaufs-Umsätze umso bessere Geschäfte machen würde und somit die Zyklizität abmildert. Daher kaufe ich gerne bei Kursrückgängen nach und verkaufe nach erholten Kursen.

 

Lynas: Der wichtigste nicht-chinesische Förderer von Seltenen Erden.

Investmentcase: Mein Hedge gegen den Handelskrieg: Eins der wenigen Handelsgüter, mit denen China die USA unter Druck setzen kann, ist die Verknappung von Seltenen Erden, da China aktuell ca. 90% der Weltfördermenge liefert. Dies würde den Preis natürlich nach oben treiben, wovon Lynas profitieren würde. Selbst wenn China die Ausfuhr Seltener Erden nicht wirklich verknappen würde, so sorgt allein die bereits ausgesprochene Drohung dafür, dass sich die USA darum bemühen, unabhängiger von chinesischen Einfuhren zu werden. Lynas spielt hier eine wichtige Rolle.

 

MBB: Beteiligungsunternehmen, gegründet von CEO Christoph Nesemeier und Gert-Maria Freimuth mit dem Ziel, eine Industrie-Holding aufzubauen.

Investment-Case: Ich setze hier auf das in der Vergangenheit reichlich vorhandene bzw. unter Beweis gestellte Glück und Geschick von Christoph Nesemeier und Gert-Maria Freimuth beim Zukauf von zukunftsträchtigen Unternehmen zu einem günstigen Preis.

 

Rocket Internet: Finanzierer von Internet-Startups.

Investment Case: Gründer und CEO Oliver Samwer hat recht deutlich durchblicken lassen, dass er das Ziel verfolgt, Rocket Internet von der Börse zu nehmen. Hier gehe ich davon aus, dass dies perspektivisch mit einem deutlichen Aufschlag zum aktuellen Börsenkurs (bis zu 50%) geschehen wird. Zum einen, weil der NAV höher liegt, zum anderen, weil der wichtige Anteilseigner United Internet kaum bereit sein wird, unter seinem damaligen Einstiegspreis von 36€ auszusteigen.

 

Teva Pharmaceuticals: Einer der größten Generika-Hersteller weltweit, jedoch in einer Krise aufgrund hoher Verschuldung in Kombination mit sinkenden Umsätzen. Zuletzt kamen auch noch hohe Kosten für Rechtsstreitigkeiten im Rahmen des Opioid-Skandals in den USA dazu.

Investmentcase: Dies ist mein einziges Sorgenkind in diesem Portfolio. Nach dem Aufkommen der Rechtsstreitigkeiten hätte ich die Reißleine ziehen sollen. Inzwischen dürften diese eingepreist sein und ich stehe vor der Frage, ob ich angesichts des nochmal gewachsenen Schuldenbergs noch an den Turnaround glaube. Die wieder gesunkenen Zinsen spielen Teva immerhin in die Hände. CEO Kare Schultz macht einen guten Job, vor allem in Sachen Einsparungen auf der Kostenseite ist er sehr erfolgreich.

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Kommentar zu MBB SE

Nachdem der MBB-Kurs seit meinem Ausstieg bei 81,3 aufgrund des weiteren Kursverfalls der größten (Teil-)Tochter Aumann ebenfalls stark gesunken ist, bin ich in der Zwischenzeit wieder eingestiegen. Chance-Risiko-Betrachtung: 

- Der bisherige Rückgang bei Aumann ist eingepreist. Was bei Aumann in nächster Zeit passiert, kann niemand sagen, das hängt von der Investitionsfreude der Autoindustrie ab. Dass irgendwann VW & Co ihre Investitionen in die E-Mobilität wieder hochfahren werden, ist aus meiner Sicht aber sicher, die Frage ist nur wann.

- Chronisch nicht eingepreist sind die weiteren Schachzüge von CEO Christoph Nesemeier. Dazu zählt insbesondere der weitere systematische Aufbau des Unternehmensportfolios durch Übernahmen. Und die sind der eigentliche Grund, in MBB zu investieren, denn Nesemeier hat hier in der Vergangenheit einen beeindruckenden Job gemacht und hält weiterhin, was er verspricht. Der Börsengang von Aumann zu 44€ und die weitere Reduktion des Anteils zu 60€ bedeuteten beides eine hohe Vervielfachung des investierten Kapitals. Und nun schreitet die Diversifizierung des Unternehmensportfolios voran, früher schon durch den IT-Dienstleister DTS, zuletzt durch die Übernahme von 60% der Friedrich Vorwerk KG, einem gut aufgestellten Anbieter für Stromtrassen- und Gasleitungsbau. Also genau das, was der energiehungrige, aber gerne klimafreundliche Markt in den nächsten Jahren benötigt... Nesemeier scheint ein gutes Gespür dafür zu haben, was in nächster Zeit stark nachgefragt wird, und zwar bevor die Preise in den Himmel schießen. Daran beteilige ich mich gerne :)

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Kommentar zu BLUE CAP

Ich war heute auf der Hauptversammlung von Blue Cap und habe mich dort entschieden, nicht weiter auf Blue Cap zu setzen. Der Grund ist, dass Gründer und Vorstand Dr. Schubert eigentlich der Hauptgrund war und ist, in Blue Cap zu investieren. Und obwohl es heute einigermaßen einvernehmlich zuging, blieb die wichtigste Frage doch unbeantwortet: Inwiefern steht Dr. Schubert mit seiner Expertise Blue Cap weiterhin zur Verfügung, auch nach seinem Ausscheiden als Vorstand zum Jahresende? Diese Frage ist nach Aussage von Dr. Schubert vollkommen offen und hängt somit (weiterhin) vom Wohlwollen des Großaktionärs "Partner Fonds" ab. Das ist mir zu wenig. Ich hätte einen gemeinsamen Plan für die Zukunft erwartet, den die Beteiligten heute hätten vorstellen können. Den gab es nicht. Partner Fonds kann mit seinem 45% Anteil (das entsprach heute 60% der anwesenden Stimmen) durchregieren. Ohne mich.

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Kommentar zu BLUE CAP

Bei Blue Cap hat sich eine sehr erfreuliche Entwicklung ergeben: In dem nun seit einigen Monaten bestehenden Streit zwischen Blue Cap CEO Dr. Schubert und dem CEO von Großaktionär PartnerFonds, Oliver Kolbe, ist durch den Einstieg des neuen Anker-Aktionärs Evoco bei der PartnerFonds AG Bewegung gekommen. Ad-Hoc-Meldung vom 10. Mai:
https://www.blue-cap.de/news/news-presse/news-detailansicht/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=129&cHash=a75731961bf90db701ca30a87a367271

Wie die dort beschriebenen Maßnahmen zu interpretieren sind, teilte Blue Cap am 13. Mai mit:

https://www.blue-cap.de/news/news-presse/news-detailansicht/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=130&cHash=32bccbf9f9f60873fefb5260bc1c5688

Zusammengefasst sind sich die 3 Parteien nun einig geworden, wie die personelle Zukunft in Aufsichtsrat und Vorstand der Blue Cap AG aussehen soll. Damit ist der riesige Bewertungsabschlag von Blue Cap auf den NAV iHv ca. 40% m.E. nicht mehr gerechtfertigt. Vielmehr ist der beste mögliche Fall eingetreten, nämlich eine konstruktive Einigung der Beteiligten. Da nun der Großteil des Risikos getilgt wurde bei nur wenig verringertem Bewertungsabschlag, habe ich meine Position nun auf das Maximum (10% des Wikifolios) erhöht.

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