Spezialsituationen

Gerrit Otte

Performance

  • -1,6 %
    seit 25.01.2019
  • +21,2 %
    1 Jahr
    -0,22 %
    Heute
    -9,0 %
    Max Verlust (bisher)
    0,5x
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Handelsidee

Dieses Wikifolio soll in lukrative Spezialsituationen investieren. Das können z.B. zyklische Unternehmen, Turnarounds oder Übernahmen sein. Im Idealfall werden die Unternehmen so lange gehalten, bis das erwartete Ziel erreicht ist.

Auf eine breite Diversifikation über Branchen oder Regionen hinweg soll hier nicht geachtet werden.
Auch die Unternehmensgröße soll eine untergeordnete Rolle spielen. Unternehmen mit einem Marktwert unter 100 Mio € sollen aufgrund der begrenzten Handelbarkeit jedoch nur in Ausnahmefällen aufgenommen werden. Zudem soll eine Position nicht mehr als 10% des Portfolios ausmachen.

Alle Werte in diesem Portfolio halte ich auch mit meinem Privatvermögen. Dabei bedeutet ein 4%-Anteil in diesem Wikifolio, dass ich ca. 1% meines Privatvermögens in dieses Unternehmen investiert habe. mehr anzeigen
Stammdaten
Symbol
WFLIONSPCL
Erstellungsdatum
25.01.2019
Indexstand
High Watermark
101,3

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Gerrit Otte
Mitglied seit 05.12.2017

Entscheidungsfindung

  • Technische Analyse
  • Fundamentale Analyse
  • Sonstige Analyse

Kommentare im wikifolio

Kommentar zu BLUE CAP

Bei Blue Cap gab es heute keine Neuigkeiten. Wohl aber beim Großaktionär PartnerFonds, und dort geradezu einen "Paukenschlag": der ungeliebte Vorstand Oliver Kolbe wird sein Amt zum Jahresende (endlich) abgeben. Und das ändert natürlich alles, sowohl bei PartnerFonds als auch bei Blue Cap. Denn nun scheinen Dr. "Blue Cap" Schubert und Evoco (beide PartnerFonds-Großaktionäre) doch zusammen in die gleiche Richtung zu arbeiten. Und das wiederum sind sehr gute Nachrichten für Blue Cap Aktionäre, denn das Schreckgespenst Kolbe wird nun bald Geschichte sein. Damit ist der Weg frei für eine seriöse und erfolgreiche Suche eines Nachfolgers (bzw. 3 Nachfolgern) für Dr. Schubert als (Allein-)Vorstand der Blue Cap AG. Dr. Schubert kann nun ohne den harten Gegner Kolbe im Nacken an einer guten Nachfolgeregelung mitwirken. Anschließend könnte er z.B. als Aufsichtsrat oder als Berater des Vorstands weiter für Blue Cap tätig sein. In jedem Fall stehen die Chancen gut, dass der Blue Cap AG die einzigartige Expertise von Dr. Schubert weiter erhalten bleibt. Somit gibt es eigentlich keinen Grund, warum der Kurs von Blue Cap sich nicht wieder dahin bewegen sollte, wo er herkam, nämlich von ca. 25€. Das sind von 19€ etwas mehr als 30% Aufwärtspotential.

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Kommentar zu PNE AG NA O.N.

Nachdem ich mich von PNE bereits wieder verabschiedet hatte, weil mir das weitere Aufwärtspotential begrenzt schien, kam nun überraschend die Info zu konkreten Übernahmegesprächen mit Morgan Stanley. Darin enthalten war ein "unverbindliches Angebot", das jedoch mit konkreten Zahlen unterfüttert war: Im Intervall von 15-25% über dem aktuellen Kurs von 3€ wurde der Übernahmepreis avisiert.

Bei Nennung so konkreter Zahlen halte ich die Übernahme für sehr wahrscheinlich, daher bin ich bei 3,30€ noch eingestiegen. Das Aufwärtspotential ist damit nicht mehr sehr hoch, aber ein Schweitern wäre zum einen unwahrscheinlich, zum anderen mit gerade einmal 10% (temporärem) Verlust verbunden. Und es ist auch nicht unwahrscheinlich, dass sich weitere Bieter einfinden und den Preis weiter hochtreiben werden.

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Kommentar zu GENWORTH FINANCIAL

Mit Genworth hatte ich noch ein spezielles Trump-Risiko in meinem Wikifolio. Auch wenn es auf den ersten Blick eher unwahrscheinlich scheint, dass der Herr sich persönlich in eine bereits von der zuständigen Behörde CFIUS genehmigte Übernahme einmischt, so sehe ich eine signifikante Wahrscheinlichkeit, dass er innerhalb der nächsten 4 Monate irgendwann wütend alle Übernahmen durch chinesische Firmen untersagen lässt. Denn das wäre nur die logische Fortführung des bereits hitzköpfig erfolgten "Rückrufs" von US-Firmen aus China.

Dazu darf man nicht vergessen, dass auf Netflix gerade der von den Obamas beworbene Dokumentarfilm "American Factory" angelaufen ist, der aufzeigt, wie (schlecht) es in einer von Chinesen übernommenen Fabrik zugeht.

Chinesische Übernahmen werden in den USA nämlich bei weitem nicht nur von Mr. Trump kritisch gesehen, sondern von weiten Teilen der Gesellschaft. Daher wäre es m.E. fahrlässig, darauf zu vertrauen, dass bei der Übernahme von Genworth durch die chinesiche Firma Oceanwide nichts mehr anbrennt. Das Problem daran: Wenn etwas anbrennt, dann fällt der Kurs von Genworth um 30-50%. Dieses Risiko bin ich angesichts von jetzt noch 20% Aufwärtspotential nicht bereit einzugehen. Daher habe ich mich von Genworth mit einem überschaubaren Gewinn verabschiedet. Aber hier habe ich lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach :)

https://www.zeit.de/kultur/film/2019-08/american-factory-netflix-obama-dokumentation-rezension

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Kommentar zu DEUTSCHE ROHSTOFF AG

In meinem letzten Allgemeinen Kommentar hatte ich den Investment Case zur Deutschen Rohstoff AG vor allem mit dem "Potential für positive Überraschungen" begründet. Dieses Potential hat sich mit den am Freitag veröffentlichten Halbjahreszahlen jedoch nicht bestätigt. Vielmehr hat sich die Reihe der schlechten Nachrichten fortgesetzt. Nachdem der Unternehmensgewinn im letzten Jahr maßgeblich durch den Verkauf einer Beteiligung bewerkstelligt wurde, sind die Umsätze im ersten Halbjahr nun auf weniger als die Hälfte, die Gewinne sogar auf weniger als ein Drittel zusammengeschrumpft. Angeblich lag die Öl- und Gasförderung aber "im Rahmen der Erwartungen". Ich kann mich nicht daran erinnern, dass solch geringe Erwartungen vorher so kommuniziert worden sind. In den Pressemitteilungen zum Jahresergebnis 2018 und zum Q1 2019 jedenfalls nicht.

Darüber hinaus lässt der Informationsgehalt der Pressemitteilungen weiterhin zu wünschen übrig. Sicherlich kann eine Pressemitteilungen nicht alle Informationen des Geschäfts- oder Quartalsbericht enthalten. Sie könnte aber zumindest weniger irreführend sein und nachvollziehbare Informationen enthalten, an denen man sich orientieren kann. So wird z.B. kein NAV der Beteiligungen ermittelt, gleichzeitig schwanken Umsatz und Gewinn erheblich, ohne dass dies nachvollziehbar begründet würde. Es erfolgt keine klare Unterscheidung in Gewinne aus dem operativen Geschäft einerseits und aus Verkäufen von Beteiligungen andererseits. In der Pressemitteilung zum HJ 2018 war die Tatsache, dass fast der gesamte erzielte Gewinn aus dem Verkauf einer Beteiligung stammte, aktiv durch eine unorthodoxe Zusammenstellung von Kennzahlen (Vermischung von Konzern- und US-Ebene) versteckt worden.

Generell erfolgt keine systematische Kommunikation von Kennzahlen, die über verschiedene Zeiträume vergleichbar wären. Mal werden Umsätze und Gewinne kommuniziert, dann nur Gewinne (Q1 2019). Mal ist von der Ölproduktion in absoluten Zahlen ohne Vergleichswert die Rede (Q1 2019), dann werden Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr kommunziert (HJ2019). Mal berichtet man von der Veränderung von Verbindlichkeiten und Barreserven (GJ 2018 und Q1 2019), dann fehlen die Barreserven (HJ 2019). Ich habe daher den Eindruck gewonnen, dass die Zahlen jeweils verzerrt oder unvollständig dargestellt werden, so dass ein auf den ersten Blick möglichst guter Eindruck entsteht. Die eigentlichen Wahrheiten muss man sich dann mehr oder weniger mühsam aus dem Geschäftsbericht herauswühlen. Eine Pressemitteilung soll mich auf die wesentlichen Punkte des jeweiligen Berichtes aufmerksam machen, oder zumindest die zentralen Kennzahlen neutral und vergleichbar über verschiedene Zeiträume darstellen. Die Deutsche Rohstoff AG führt ihre Anleger durch ihre Pressemitteilungen jedoch in die Irre, anstatt ihnen bei der Interpretation der Zahlen behilflich zu sein.

Zudem bezieht man sich auf Prognosen, die nicht oder nur sehr versteckt veröffentlicht wurden. Besonders unglaubwürdig sind nun Prognosen für die kommenden 2 Jahre, wo es dem Unternehmen noch nicht einmal gelingt, halbwegs verlässliche Prognosen für das nächste Quartal zu kommunizieren. Stattdessen wird immer wieder von neuen Problemen berichtet, die nie antizipiert wurden, und die baldige Lösung dieser unerwarteten Probleme in Aussicht gestellt.

Durch alle diese Versäumnisse ist es kaum möglich, eine fundierte Bewertung des Unternehmens vorzunehmen.

Ich bin dieses Geschäftsgebaren leid und kehre der Deutschen Rohstoff AG daher den Rücken.

Aktuelle Pressemitteilung der Deutschen Rohstoff AG:

https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2019-08/47508337-dgap-news-deutsche-rohstoff-ag-halbjahresbericht-veroeffentlicht-deutsch-016.htm

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