quo Vadis Microcaps

Thomas Kahdemann
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Handelsidee

Micro Caps sind nicht jedermanns Sache Kein Wunder: In der Regel müssen sich Anleger mit enormen Kursausschlägen und einem meist sehr überschaubarem Börsenhandel arrangieren.

In Deutschland werden Aktien üblicherweise nur sehr grob in Standard- und Nebenwerte unterteilt. Dabei wird oft ignoriert, wie groß die Vielfalt unter den weniger beachteten und kleineren Aktiengesellschaften ist.

Ähnlich sieht es auch bei den MicroCaps aus. Manche die in diese Kategorie fallen waren früher einmal gefeierte Börsenstars, wie zum Beispiel Delticom oder Aixtron. Andere haben sich nach mehreren privaten Finanzierungsrunden auf das öffentliche Börsenparkett gewagt, um die erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu beschleunigen

Wie ist die Defintion von MicroCaps?
Die Übergänge zwischen Small- und MicroCaps sind fließend. Klassischerweise würde man Unternehmen mit weniger als einer Milliarde Euro aber mindestens 50 Mio. Euro Börsenwert in eine dieser beiden Kategorien einordnen (darunter sind die NanoCaps). Manche sagen, dass irgendwo bei 200 oder 300 Mio. Euro die Grenze zwischen Small und Micro sein sollte. Das kann man aber auch etwas flexibler halten. Wenn wir uns den SDAX anschauen, der doch eigentlich das SmallCap-Segment abbilden soll, dann finden wir dort eine Spanne von etwa 200 Mio. bis 4,4 Mrd. Euro Marktkapitalisierung. Sehr ähnlich sieht es im TechDAX aus. Diese Unternehmen würde ich oft sogar als MidCaps bezeichnen, aber niemals als MicroCaps. Andererseits kann es Unternehmen geben, die 500 Mio. Euro wert sind, aber mangels Anlegerinteresse keine Aufnahme in diesen Indizes finden. Gerade solche vernachlässigten Titel können aber aussichtsreiche Einstiegsgelegenheiten bieten.

Folglich definiere ich MicroCaps als Aktiengesellschaften, die mit einer Marktkapitalisierung zwischen 50 und 500 Mio. Euro bewertet werden, aber keinem der Hauptindizes der Deutschen Börse zugerechnet werden.

Darum sind MicroCaps ein attraktives Segment

Trader, Fonds und Großanleger machen in der Regel einen großen Bogen um MicroCaps. Sie brauchen hochliquide Anlageinstrumente, deren Kurs nicht sofort nach oben schießt, wenn sie mal eine paar Millionen investieren wollen beziehungsweise einbricht, sobald sie verkaufen.
In diesem wike habe ich jedoch einen langfristigen Anlagehorizont. Einmal günstig eingestiegen, stört es nicht, wenn ich kurzfristig keinen guten Preis erzielen kann . Vielmehr will ich eine Anlageidee sich entwickeln lassen und erst nach langem geduldigem Warten die Früchte ernten, entweder in Form von saftigen Dividenden oder prächtigen Kursgewinnen.

Es gibt noch weitere Eigenschaften, warum gute MicroCaps gerade für Privatanleger eine Alternative sind:
Die Preisfindung ist oft weniger effizient als bei Standardwerten, weil Presse und Analysten über MicroCaps kaum berichten
MicroCaps haben meistens einen erhöhten Risikoabschlag eingepreist, der über die Zeit in höhere Renditen konvertiert wird.

Weil MicroCaps häufig hochspezialisiert sind, gelingt es ihnen nicht selten, operativ so richtig Fahrt aufzunehmen, sobald das Marktumfeld es erlaubt.

Eine Warnung zum Schluss
MicroCaps sind ein buntes „Spielfeld“. Neben aufstrebenden Spezialisten und gefallenen Stars finden sich in diesem Segment auch jede Menge Werte mit wenig Substanz. Manche stürzen sich auf Hype-Themen und bauen Luftschlösser auf, um arglosen Investoren ihr Geld aus der Tasche zu ziehen. Gerade im Rohstoff-Bereich geht es international ziemlich wild zu, aber auch etwa rund um „Biotech“, „Cloud“ oder „Internet der Dinge“.Daneben erfüllen viele MicroCaps nicht die Mindestkriterien des Prime Standards der Deutschen Börse, was die Transparenz der Darstellung der Geschäftstätigkeit betrifft. Diese sind deshalb kritischer zu betrachten. Trotzdem finden sich auch im weniger strengen General Standard sowie insbesondere im neuen Scale Segment spannende Werte. Zusammengefasst lässt sich sagen: Wer die größten Fallstricke vermeidet und sich etwas Zeit nimmt, um die aussichtsreichsten Werte zu identifizieren, der kann mit MicroCaps den Gesamtmarkt um Längen schlagen.
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Stammdaten
Symbol
WFNOWMICRO
Erstellungsdatum
01.03.2017
Indexstand
High Watermark
97,6

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Thomas Kahdemann
Mitglied seit 25.08.2014

Kommentare im wikifolio

Kommentar zu ELEXXION

Genau deswegen nehme ich sie ins Portfolio auf: Die Experten der Euro am Sonntag empfehlen die Aktie von Elexxion (WKN A0KFKH) nicht zu zeichnen. Die Zeichnungsfrist für die bis zu 920.000 von insgesamt 3,5 Millionen Anteilscheinen, die ausgegeben werden sollen, endet am 26. Oktober. Der erste Handelstag am Entry Standard ist für den 31. Oktober vorgesehen. Die Zeichnungsspanne beträgt vier bis 5,50 Euro. Für 2007 wird der Umsatz auf 6,02 Millionen Euro geschätzt und der Gewinn auf 0,26 Millionen, was einem KGV von fast 10 bis gut 13 entsprechen würde. Das Researchhaus First Berlin schätzt den Umsatz für 2008 auf 10,9 Millionen Euro und den Gewinn auf 1,4 Millionen Euro. Elexxion habe an der Börse noch nichts zu suchen, schreiben die Autoren der Euro am Sonntag. Der Hersteller von Dental-Laser-Systemen befinde sich noch ganz am Anfang und bislang arbeiten erst zehn Prozent der Zahnärzte überhaupt mit Lasern. Mit dem Emissionserlös soll vor allem die Expansion vorangetrieben werden, wobei vor allem der US-amerikanische Markt ins Visier genommen werden soll. mehr anzeigen
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