Selection of Qualified Traders 1

Volker Genrich

Performance

  • +4,4 %
    seit 12.10.2015
  • +21,2 %
    1 Jahr
    -0,22 %
    Heute
    -9,0 %
    Max Verlust (bisher)
    0,5x
    Risiko-Faktor
    ;
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Handelsidee

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> > > .Welcome to the "Quest for Alpha“

DAS WICHTIGSTE IM ÜBERBLICK

Als Initiator und Betreuer des Dachwikifolios „Selection of Qualified Traders 1“ möchte ich permanent nach talentierten Tradern (m/w) suchen, deren Referenzportfolios erkennbar positiv aus dem von der Plattform wikifolio.com zur Verfügung gestellten Universum herausragen. Das zu diesem Zweck entwickelte Auswahlverfahren soll die Form eines komplexen, mehrstufigen Prozesses haben. Das konsequente Vorgehen nach dieser Heuristik würde dann am Ende immer zu einem Ensemble von überdurchschnittlich attraktiven Einzelpositionen in meinem Dachwikifolio führen (engl.: basket).

Bei der Auswahl möchte ich mich nicht nach öffentlich zugänglichen „Hitlisten“ richten, sondern ich beabsichtige, die Attraktivität der einzelnen Referenzportfolios mit Hilfe von solchen Kriterien zu bewerten, die aus meiner Sicht auf eine langfristige Überlegenheit hindeuten (engl.: persistence of performance). Die sorgfältige Prüfung der Frage „What was skill and what was luck?“ soll hier eine entscheidende Voraussetzung dafür sein, dass der Selektionsprozess am Ende auch prognostisch relevante (zukunftsbezogene) Aussagen liefern kann.

Im Regelfall soll das Dachwikifolio aus mindestens ca. sechs und maximal ca. zwanzig wikifolio-Zertifikaten bestehen. Die Gewichtung der einzelnen Bestandteile soll normalerweise im Bereich von ca. 5 % bis ca. 20 % je Position liegen. Die genaue Verteilung soll aufgrund von Einschätzungen der spezifischen Risiken im Verhältnis zu den jeweiligen Return-Erwartungen erfolgen. Der Investitionsgrad im Dachwikifolio soll nahe bei 100 % liegen. Nach dem Auslösen einer Stop-Loss-Order können (vorübergehend) auch höhere Cash-Quoten auftreten.

Die Zusammensetzung des Dachwikifolios soll fortlaufend überprüft werden. Je nach Ergebnis kann der Inhalt des Basket entsprechend verändert werden. Mit solchen Anpassungen soll erreicht werden, dass in meinem Dachwikifolio vorwiegend solche Einzelpositionen enthalten sind, bei denen eine FORTSETZUNG der überdurchschnittlichen Leistung des Traders (m/w) angenommen werden kann.


MEIN DENKANSATZ UND MEINE ZIELE

Ein wesentliches Element der von mir entwickelten Systematik soll darin bestehen, die Kandidatensuche durch das Einbeziehen von Fachwissen – und in Kombination mit langjähriger Erfahrung – so gut wie möglich auf prognostisch relevante Qualitäten auszurichten. In diesem Zusammenhang soll auch die Einbindung von verschiedenen „weichen“ (d.h. nicht exakt durch Schätzung skalierbaren) Faktoren in das Auswahlverfahren ein wesentliches Element meines Auswahlprozesses sein.

Um längerfristig erfolgreich zu bleiben, soll dieser heuristisch basierte Suchprozess permanent überwacht und weiterentwickelt werden. Denn nur so können auch völlig neue Gegebenheiten erkannt und rechtzeitig in die Beurteilung einbezogen werden.


DER SELEKTIONSPROZESS ALPHAQUEST IM DETAIL

> > > AlphaQUEST – Stufe 1 – Quantitatives Screening

In der ersten Stufe soll das komplette Universum der investierbaren Referenzportfolios (mehr als 3500 im Oktober 2015) mit Hilfe eines geeigneten Satzes von quantitativen Selektionskriterien auf eine sogenannte LONGLIST verdichtet werden. Nach diesem Schritt steht eine halbwegs überschaubare Auswahl von etwa 120 der von mir bevorzugten Kandidaten zur weiteren Bearbeitung zur Verfügung (Selektion: hier ca. 1 aus 30).


> > > AlphaQUEST – Stufe 2 – Qualitative Verdichtung

Für eine weitergehende Qualifikation sollen die folgenden Kriterien herangezogen werden:

2.1 Attraktivität der Performance

In einer semiquantitativen Selektionsstufe sollen sukzessive all diejenigen Referenzportfolios aus der LONGLIST herausgestrichen werden, die in der Vergangenheit – bei Abwägung von Rendite und Risiko – keine signifikante Überlegenheit zum Verlauf des MSCI World TRN erkennen lassen. Dazu möchte ich bevorzugt den Zeitraum nach Emission der jeweiligen Zertifikate heranziehen. Bei dieser Analyse beabsichtige ich, die öffentlich zugänglichen Preisstellungen der EUWAX zu Grunde zu legen.

Bei diesem (vorwiegend erfahrungsbasierten) Ausschlussverfahren soll es nicht nur auf die Performance über verschiedene Zeitabschnitte ankommen. Wichtige Kriterien sollen auch die Stetigkeit im Verlauf und die etappenweise zu prüfende Korrelation zum Aktienmarkt sein. Dabei soll ein besonderes Augenmerk auf das Verhalten in sogenannten Korrekturphasen und auf die Reaktion bei Wendepunkten und Strukturbrüchen im Gesamtmarkt gelegt werden.

2.2 Ausschluss von Zufallserfolgen

Wenn die (historische) Performance eines Referenzportfolios hinreichend attraktiv erscheint, soll als nächstes abgeschätzt werden, mit welcher Wahrscheinlichkeit das ausgewiesene Ergebnis dem besonderen Können des Traders (m/w) zugerechnet werden darf. Oder ob ein vergleichbares Resultat gegebenenfalls auch durch eine Abfolge von glücklichen Zufallstreffern zustande gekommen sein könnte.

Zu der wichtigen Frage: „What was skill and what was luck?“ ist beabsichtigt, einen „educated guess“ aus der Transaktions-Historie der betreffenden Musterportfolios abzuleiten. So sollte immer dann eine Warnlampe aufleuchten, wenn sich bei dieser Analyse herausstellt, dass über längere Zeiträume ein sehr hohes Gewicht (größer als ca. 30 %) auf einem einzelnen „heißen“ Aktientitel (wie z.B. Tesla, Stroer oder Hypoport) lag bzw. liegt.

Der Selektionsprozess der zweiten Stufe soll regelmäßig dann beendet werden, wenn die Verdichtung durch fortgesetzten Ausschluss der nach meinen Kriterien nicht wirklich überzeugenden Kandidaten so weit fortgeschritten ist, dass nur noch eine hoch qualifizierte „Restmenge“ von etwa zwanzig Referenzportfolios in der Kandidatenliste verbleibt (Selektion: hier ca. 1 aus 6).

Am Ende der zweiten Selektionsstufe soll eine „handverlesene“ Auswahl an Favoriten vorliegen, die ich dann als SHORTLIST bezeichne. Allein in dieser relativ kleinen Fraktion – typischerweise sind das etwa 0,6 % aller investierbaren Referenzportfolios – könnten meines Erachtens Chancen bestehen, eine für meine Zielstellung hinreichende Ausprägung an Qualitätsmerkmalen zu finden. Und nur mit diesen Kandidaten wäre eine tiefergehende Analyse in Bezug auf die Eignung für meine persönlichen Investment-Ziele zu rechtfertigen.


> > > AlphaQUEST – Stufe 3 – Endauswahl durch relative Bewertung

Es ist vorgesehen, den größten Arbeitsaufwand in der dritten Stufe des Selektionsprozesses aufzuwenden, denn hier soll endgültig über die Zusammensetzung des Basket entschieden werden (Selektion: ca. 1 aus 3).

Die Endauswahl soll mit dem Versuch einer erweiterten Informationsbeschaffung über die Person des hinter dem jeweiligen Referenzportfolio stehenden Traders bzw. der Traderin beginnen. Idealerweise würde mich eine Suchfrage bei Google auf relevante Einträge des betreffenden Traders (m/w) in Blogs, im Bereich der Sozialen Netzwerke (Xing, LinkedIn, Twitter) oder auf eine besondere (private oder berufsbezogene) Homepage führen. Im Fall eines positiven Verlaufs sollte die Möglichkeit bestehen, offene Fragen in direktem Kontakt mit dem jeweiligen Trader (m/w) abzuklären.

In der letzten Stufe des Auswahlprozesses soll es darum gehen, für alle Kandidaten aus der SHORTLIST eine umfassende Bewertung auf der Basis von Erfahrungswissen durchzuführen. Dabei sollen auch „weiche Faktoren“ bei der Beurteilung der hinter den Referenzportfolios stehenden Akteure mit einfließen.

3.1 Plausibilisierung der Handelsstrategie

Hier will ich versuchen, der Frage nachzugehen: „Auf welcher Grundlage konnte der Trader (m/w) seine Outperformance generieren?“ Oder anders ausgedrückt: „Kann der Trader (m/w) seine bisher (scheinbar?) vorhandene Anomalie im Kontext der Markteffizienzhypothese einordnen oder auch den bisherigen Erfolg anderweitig überzeugend plausibilisieren?“

3.2 Umsetzung und Absicherung (Money Management)

Auch wenn die auf der Plattform wikifolio.com abrufbaren Beschreibungen und Kommentare bezüglich der hier zu prüfenden Aspekte nur in seltenen Fällen meinen Qualitätsvorstellungen gerecht werden, sollte ich nicht darauf verzichten, die Risiko-Aspekte so gut wie möglich in meine Bewertung einzubeziehen.

In vielen Fällen würde ich keine andere Wahl haben, als den realen historischen Verlauf der Handelstätigkeit „mit der Lupe“ zu untersuchen, um auf diese Weise wenigstens eine grobe Einschätzung bezüglich des Positionsrisikos und dass Gesamtrisikos eines zur Debatte stehenden Referenzportfolios gewinnen zu können.

3.3 Erfahrung, Glaubwürdigkeit und Konstanz

Last, but not least, kann ich auch nach Indizien suchen, die mir einen „Gesamteindruck“ von der für das Referenzportfolio verantwortlichen Person vermitteln. Bei dieser Einschätzung wird ein gewisses Maß an allgemeiner Lebenserfahrung hilfreich sein (engl.: „grey hair“). Und sicher auch die Gabe, in den Selbstdarstellungen der Trader „zwischen den Zeilen“ lesen zu können.

Der regelmäßig zu wiederholende Durchlauf des Selektionsprozesses AlphaQUEST kann immer dann als beendet angesehen werden, wenn es gelungen ist, alle Kandidaten der SHORTLIST gründlich zu „durchleuchten“ und mindestens ca. sechs zu einander passende Referenzportfolios mit sachlich überzeugenden Voten für die Aufnahme in den Basket des Dachwikifolios zu qualifizieren.

Grundsätzlich soll nach jedem Suchlauf sorgfältig geprüft werden, ob es vorteilhaft sein könnte, einen neu entdeckten „Favoriten“ gegen einen der Kandidaten aus dem aktuellen Basket auszutauschen.

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Stammdaten
Symbol
WFTOPALPHA
Erstellungsdatum
12.10.2015
Indexstand

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Der Trader dieses Dachwikifolios handelt ausschließlich wikifolio-Zertifikate (können Hebelprodukte enthalten).

Trader

Volker Genrich
Mitglied seit 20.06.2015

Entscheidungsfindung

  • Technische Analyse
  • Fundamentale Analyse

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

In meinen beiden neuen Dachwikifolios "Candidates for REDUCED RISK" und "Candidates for EMINENT GROWTH" wende ich ein neues, im Wesentlichen auf Zahlen und Fakten basierendes Auswahlverfahren an. Das ist das Ergebnis eines Lernprozesses. Denn ich habe versucht, zu verstehen, warum das aufwendige, sehr stark am Selbstdarstellungstext des Traders und an seiner Beschreibung der Handelsidee orientierte Selektionsverfahren in meinem ersten Dachwikifolio "Selection of Qualified Traders 1" nicht zu der von mir erwarteten Performance geführt hat. Dabei habe ich den Eindruck gewonnen, dass man die "wahren Qualitäten" eines Traders nur mit geringer Zuverlässigkeit  aus seinen Worten ableiten kann, sondern dass die sorgfältige Analyse eines längeren Trackrecords - idealerweise mindestens drei Jahre - eine bessere Chance für die Abschätzung seiner zukünftigen Leistungsfähigkeit bietet. Bei meiner Trader-Selektion beachte ich jetzt vor allem den historischen Verlauf der Equity Curve in den jüngsten Korrekturphasen des globalen Aktienmarktes.

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Allgemeiner Kommentar

KOMMENTAR ZUM VERLAUF IM MONAT JULI: Der Kursverlauf im vergangenen Monat entspricht meinen Erwartungen. Das Dachwikifolio konnte der stark aufwärts gerichteten Erholungsbewegung des HDAX in diesem Monat (ca. +5,5%) nur zu etwa zwei Dritteln folgen. Der Kursverlauf zeigte dabei eine deutlich geringere (etwa halbe) Schwankungsbreite. Hinsichtlich der Strategien ist der Basket jetzt gut ausbalanciert. Die eine Hälfte der AUM ist mit mittelfristig agierenden, vorwiegend fundamental ausgerichteten Tradern (Stockpicker) besetzt und die andere Hälfte mit Beta-agilen System-Tradern (Daytrader). Der Anteil an wikifoilios mit Hebelprodukten belegt derzeit nur etwa 13% der AUM. Im Momment sehe ich keinen Bedarf für Veränderungen in der Zusammensetzung. mehr anzeigen

Allgemeiner Kommentar

BEWERTUNG DES ERGEBNISSES SEIT DEM START: Zunächst einmal Klartext: Mein Dachwikifolio LS9HQ8 hat das selbst proklamierte Ziel verfehlt. Zumindest im direkten Vergleich zwischen dem Startkurs am 12.10.2015 und dem aktuellen Stand heute hat es das Dachwikifolio nicht geschafft, eine bessere Wertentwicklung als beispielsweise die des HDAX zu generieren. Über den genannten Vergleichszeitraum hinweg ergibt sich für das Dachwikifolio ein Verlust von -4,4 %, während der HADAX hier auf eine Wertsteigerung von etwa + 1% kommt. Besonders interessant ist auch ein Vergleich mit dem Mitbewerber „Top Fifty" (LS9H15). Dieses Dachwikifolio investiert gleichverteilt in diejenigen 50 Kandidaten, deren Referenz-Portfolios die Top-wikifolio-Rangliste anführen (Updating bei „Top Fifty" quartalsweise). Es stellt auf diese Weise immer einen repräsentativen Querschnitt der „besten 1 %“ aus allen investierbaren Referenzportfolios dar – gewissermaßen die „creme de la creme“. Dieses Dachwikifolio zeigt in dem oben genannten Vergleichzeitraum eine Performance von +2,6 % und konnte sich damit (geringfügig) besser als der HDAX entwickeln. Momentan liegt also mein Dachwikifolio etwa 7 % hinter diesem hier als Benchmark gewählten Vergleichskandidaten. Wenn man jetzt etwas genauer nach den Ursachen dieser Underperformance fahndet, dann zeigt sich, dass mein Dachwikifolio vor allem durch den unten im tagesgleichen Kommentar beschriebenen Effekt des „Rule Change“ im Februar 2016 besonders stark ins Hintertreffen gekommen ist. Während dieser kurzen Phase, in der die bei mir damals hoch gewichteten Momentum-Trader mein Dachwikifolio um etwa 18 % „heruntergerissen“ haben, verlor das Portfolio von „Top Fifty“ lediglich etwa 9 %. Auch zeigte die unmittelbar anschließende Erholungsrally bei „Top Fifty“ einen um mindestens 2 % besseren Erholungseffekt (Erklärung: siehe unten im tagesgleichen Kommentar). MEIN FAZIT HEUTE: Die bisher nicht befriedigende Gesamt-Performance hängt vor allem mit dem hoch-problematischen Szenario im Februar zusammen. Sowohl vor, als auch nach diesem Rule-Change-Ereignis liegt der Kursverlauf des Dachwikifolios durchaus im Bereich meiner Erwartungen. Denn wenn man diesen außergewöhnlich schnellen Umschwung als einen Sonderfall betrachtet und diese Episode mal rechnerisch bei beiden Vergleichsakandidaten „herausnimmt", dann wird erkennbar, dass mein Dachwikifolio in den anderen sieben Monaten eine Outperformance gegenüber dem (bisher) so erfolgreichen Kandidaten "Top Fifty" von insgesamt etwa +4 % generiert hat. Positiv hervorzuheben ist vor allem die in den letzten, besonders schwierigen Marktphasen (Brexit-Votum inclusive) gut erkennbare Schwankungsarmut des Kursverlaufs. Die konkreten Zahlen dazu: Im Kursverlauf über die letzten drei Monate bleibt mein Dachwikifolio innerhalb einer Trading Range von +2 % bis -3 % und schließt am Ende dieser Periode mit etwa +1 % ab. Der HDAX bewegt sich in dem gleichen Zeitraum innerhalb einer Spanne von +1 % bis -10 % und schließt dann mit etwa -1 % ab. Auch konnte in den vergangenen Monaten eine ganze Reihe von noch relativ jungen – aber doch in meinem Selektionsprozess als „erfolgversprechend" qualifizierten – Referenzportfolios identifiziert und mit (zunächst) kleineren Positionen in den Basket aufgenommen werden. Ich gehe davon aus, dass mit der aktuellen Positionierung des Dachwikifolios – Lessons Learned – jetzt eine reale Chance auf eine Fortsetzung der zuletzt doch recht erfreulichen Entwicklung besteht. Generell sehe ich mich in meiner Auffassung bestätigt, dass sich der relativ hohe Aufwand, den ich fortlaufend in die Verfeinerung meines Selektionsprozesses stecke, am Ende – d.h. nach mehreren Jahren – auch in einer überdurchschnittlichen Performance zeigen sollte. mehr anzeigen

Allgemeiner Kommentar

BALANCE DER STRATEGIEN >>> LESSONS LEARNED: Zum Einstieg hier ein Zitat aus der Beschreibung meiner Handelsidee: „Um längerfristig erfolgreich zu bleiben, soll dieser heuristisch basierte Suchprozess permanent überwacht und weiterentwickelt werden.“ Heute möchte ich darüber berichten, zu welchen Erkenntnissen ich im Verlauf der letzten sechs Monate gekommen bin und welche Konsequenzen ich daraus gezogen habe. Zunächst eine Rückschau: Wenn man den öffentlich dokumentierten Kursverlauf meines Dachwikifolios in seiner Gesamtheit betrachtet, dann erkennt man Anfang Februar 2016 eine Besonderheit, welche ich als einen „Strukturbruch“ bezeichnen würde. Von dem damaligen Höchststand bei 108 € am 30. 12. 2015 stürzt der Kurs innerhalb von nur fünf Wochen um 18 % ab. Er erreicht dann am 9. 2. 2016 einen Tiefstand bei etwa 89 €. Unmittelbar nach diesem Wertverlust bestimmt ein ganz anderer, relativ schwankungsarmer Kursverlauf das Bild. Im Vergleich zum HDAX sieht dann auch die seit Anfang März 2016 erzielte Performance wieder ganz passabel aus. Bemerkenswert ist dabei, dass der augenfällige „Absturz“ im Kursverlauf des Dachwikifolios die gleiche Größenordnung hatte wie bei den breiten Aktienindices. Das war eigentlich nicht zu erwarten, denn das Dachwikifolio war seinerzeit ausschließlich in Strategien investiert, die vor dem Startzeitpunkt viele Monate lang mit erstaunlich hoher Outperformance „geglänzt“ hatten. Zum Verständnis dieses Phänomens ist es wichtig, die Vorgeschichte meines Dachwikifolios zu kennen: Denn der von mir entwickelte Selektionsprozess war bereits seit Anfang 2015 – also lange vor der Erstellung und Veröffentlichung des Dachwikifolios – in meinem privaten Wertpapierdepot zehn Monate lang im „Echtgeld-Betrieb“ erprobt worden – damals mit Einzelwikifolios. Und zum Start meines Dachwikifolios im Oktober 2015 hatte ich alle diese bereits „betriebsbewährten" wikifolio-Positionen einfach aus meinem eigenen Wertpapierdepot entnommen und 1 zu 1 in das Dachwikifolio kopiert. Eine am Anfang besonders hoch gewichtete Position war zum Beispiel das Referenzportfolio „Trendstärke Rangliste Deutschland“ (LS9DVV). Dieses streng nach einem Regelwerk handelnde wikifolio konnte vom 1. 1. 2015 bis zum 31 . 12. 2015 eine geradezu sagenhafte Outperformance von +60 % gegenüber dem HDAX erwirtschaften. Das damals (2015) bei praktisch allen Momentrum-orientierten Tradern relativ hohe Maß an Outperformance hat mir dann auch bei der vorgezogenen Erprobung schon recht ansehnliche Gewinne in meinem privaten Depot beschert. Und dieser Erfolg sollte natürlich im Dachwikifolio fortgeschrieben werden. So war der Plan, aber es kam dann erst mal anders. Was war da passiert? Das Stichwort heißt "Rule Change". Dass Momentum-Trading als eine relativ einfach zu implementierende Strategie über viele Monate hinweg ein so hohes Maß an Outperformance liefern kann, ist eine selten anzutreffende Opportunität. Und von daher war es auch zu erwarten, dass eine solche Etappe des „Segelns mit starkem Rückenwind“ nicht beliebig lange anhalten würde. Und so kam es, wie es kommen musste: Der langen Periode der Outperformance bei den Trendfolgern folgte dann quasi übernacht eine Umkehr in das exakte Gegenteil. In meinen Kommentaren vom 18. 1. 2016 und 11. 2. 2016 hatte ich bereits relativ früh auf diese zu erwartende Problematik hingewiesen. Dennoch ist rückwirkend festzustellen, dass der Ausstieg aus den problematisch gewordenen Trendfolgern zu spät eingesetzt hat und dann auch viel zu langsam erfolgt ist. Erschwerend kommt noch hinzu, dass der dann am 11. 2. 2016 vorgenommene Umbau im Basket in Richtung zu deutlich weniger marktabhängigen Strategien vom Zeitpunkt her besonders unglücklich gewählt war. Denn diese Umschichtung in Richtung eines deutlich reduzierten BETA – und das wird erst jetzt (ex post) gut sichtbar – geschah ziemlich genau am unteren Wendepunkt der Korrektur: Der breite Markt drehte in den folgenden Tagen und zeigte dann eine relativ starke Erholungsrally. An diesem Wertzuwachs konnte aber mein neu strukturiertes Dachwikifolio nur noch zur Hälfte partizipieren und so beginnt der öffentlich sichtbare Track Record des auf mein Dachwikifolio begebenen Zertfikats jetzt unglücklicherweise mit einem wenig ansprechenden Abschnitt – zumindest prima vista. LESSONS LEARNED: Aufgrund dieser Erfahrung warte ich zukünftig in Phasen der Underperformance nicht mehr so lange, bis eine bestimmte Strategie bzw. ein Trader „so richtig deutlich“ aus dem Rahmen meiner Erwartungen herausfällt. Stattdessen beginne ich in solchen Fällen schon viel früher mit einer kontinuierlichen Reduktion der Positionsgröße, also durch eine rechtzeitig einsetzende, stetige Abfolge von Anpassungen. Das Gleiche Prinzip wende ich auch für den Aufbau von neuen Positionen an. Im Hinblick auf die Gebührenbelastung spielt es bei wikifolio.com erfreulicherweise keine Rolle, ob eine Position in einem einzigen Trade oder in einer Abfolge von vielen kleinen Schritten auf- oder abgebaut wird. mehr anzeigen
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