Cupertino schlägt Frankfurt

In dieser Woche wartete die Tech-Welt einmal mehr gespannt auf die jüngste Apple-Keynote, in der CEO Tim Cook das neue iPhone präsentierte – naturgemäß „das beste iPhone aller Zeiten“.

Viel interessanter als die inzwischen elfte Gerätegeneration war jedoch Apples neue Strategie, seinen Dienst Apple TV+ ein Jahr lang kostenlos anzubieten und die Konkurrenz von Netflix bis Amazon Prime auch sonst mit Kampfpreisen unter Druck setzen zu wollen. Fast geräuschlos gelang es dem Konzern über die vergangenen Jahre durch den deutlichen Ausbau von Abo-Modellen die einst hohe Abhängigkeit vom iPhone schrittweise zu reduzieren.

Wer nicht mit der Zeit geht...

...der geht bekanntlich mit der Zeit. Längst nicht überall sieht die Zukunft so rosig aus wie beim amerikanischen iPhone-Konzern aus Cupertino. Ein Blick nach Frankfurt genügt. Zwar werden auf der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung IAA so viele grüne Parolen wie nie zuvor zu lesen sein, im Scheinwerferlicht stehen am Ende aber wohl doch wieder PS-starke Sportwagen und SUVs. Die Frage, ob die Mobilität der Zukunft komplett neu gedacht werden muss, wird dort wohl kaum beantwortet werden. Denn nicht nur als Taktgeber der Innovation, auch an der Börse, haben innovative Tech-Unternehmen die alten Industrie- und Autokonzerne längst abgelöst.

Musterschüler mit Musterperformance

Auch wenn die Vergangenheit kein Garant für die Zukunft ist, Rückschlüsse lassen sich aus ihr allemal ziehen. Auch unter Unternehmen gibt es Sitzenbleiber und Musterschüler. Dass Apple zu den Musterschülern zählt, daran dürfte Thomas Schreyer ( tomtomstocks ) keinen Zweifel haben.

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Kennzahlen

  • +213,3 %
    seit 15.05.2014
  • +13,7 %
    1 Jahr
  • 1,0×
    Risiko-Faktor
  • EUR 229.204,21
    investiertes Kapital
Anleger vertrauen langfristig auf das wikifolio!

Jedenfalls nehmen die Kalifornier eine der Top-Positionen in seinem wikifolio Investmentideen ein. Schreyer verfolgt hier klassisches Stock-Picking auf Basis von Fundamentaldaten. Er investiert vorrangig in bis zu zehn (US-)Werte, die dann in etwa gleichgewichtet werden. Obwohl Schreyers wikifolio keinen Branchenfokus besitzt, ist die Häufung innovativer Technologieunternehmen wie Amazon, Nvidia und Facebook doch sehr auffällig. Müßig zu erwähnen, dass man bei ihm nach den vermeintlich günstigen Autoaktien vergeblich sucht. Seit dem Start im Mai 2014 gelang es ihm, den Wert seines wikifolios mehr als zu verdreifachen (+216 %). Damit gehört Schreyer definitiv auch selbst zu den Musterschülern unter den Tradern.

In Dekaden gedacht

Die Börse neigt zu Übertreibungen – in beiden Richtungen! Wenn Mr. Market mal wieder ein Unternehmen verschmäht und unter dessen innerem Wert handelt, dann schlägt die Stunde von Ivan Korelo ( AvengerLinz ). Das von ihm geführte wikifolio Unterbewertet – DCF verfolgt einen geradezu klassischen Value-Ansatz.

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Kennzahlen

  • +56,0 %
    seit 10.01.2014
  • +6,3 %
    1 Jahr
  • 0,7×
    Risiko-Faktor
  • EUR 26.059,62
    investiertes Kapital
Fokus auf Apple-Großaktionär

Konkret orientiert sich Korelo am Discounted-Cashflow-Verfahren, um potenzielle Kaufkandidaten zu identifizieren. Wichtig ist ihm dabei vor allem die Beständigkeit der Ergebnisse. Zehn Jahre sollten es schon sein, in denen Gewinne, EBITDA und Einnahmen überzeugen konnten. Aktuell genügt genau ein Titel seinen strengen Anforderungen, Warren Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway, in die die Hälfte seiner Mittel investiert ist. Die andere Hälfte liegt im Cash. Indirekt begegnen wir auch hier wieder der Apple-Aktie, denn Berkshire ist einer der größten Aktionäre der Kalifornier. Der Laie mag Technologie und Value für Gegensätze halten, Buffett beweist, dass sie es längst nicht mehr sind. Mit seiner recht konservativen Strategie erzielte Korelo seit Januar 2014 bislang eine Rendite von mehr als 57 %.

Reich nach Punktesystem

Um auch in hektischen Börsenphasen einen kühlen Kopf zu bewahren, kann es sich lohnen auf quantitative Investmentansätze zurückzugreifen. Stefan Meckl (CarloX) zeigt mit seinem wikifolio Glob. Selektion nach Levermann, wie das geht.

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Kennzahlen

  • +126,5 %
    seit 25.06.2013
  • +15,5 %
    1 Jahr
  • 1,0×
    Risiko-Faktor
  • EUR 546.033,36
    investiertes Kapital
Schwerpunkt USA

Grundlage ist das Buch „Der entspannte Weg zum Reichtum“ der bekannten Ex-Fondsmanagerin Susan Levermann. Diese entwickelte ein auf jede Aktie anwendbares Punktesystem entlang von 13 Kriterien, welche sowohl die fundamentale Lage (EBIT-Marge, Return on Equity) als auch die Bewertung (KGV), das Momentum, die Stimmung sowie weitere technische Aspekte umfassen. Pro Kriterium können entweder 1, 0 oder -1 Punkte vergeben werden. Käufe sollen nur dann erfolgen, wenn ein Titel mindestens vier respektive sieben Punkte (im Fall von Small- und MidCaps) erreicht. Derzeit erfüllen unter anderem die beiden Zahlungsdienstleister Visa und Paypal diese strengen Vorgaben. Auch der im S&P 500 enthaltene Handelsplattform-Betreiber MarketAxess bestand den Levermann-Check. Meckls Gesamtrendite seit Juni 2013 summierte sich zuletzt auf +127 % und belegt, dass dieses Auswahlsystem auch heute noch einen echten Mehrwert liefert.

Was kommt?

  • Das sollten Anleger in der nächsten Woche im Auge behalten

Die wichtige Septembersitzung der US-Notenbank rückt immer näher. Zuvor erwarten uns am Dienstag aber noch Daten zur US-Industrieproduktion und der neue ZEW-Index. Am Mittwoch tagt dann schließlich die Fed um über die weitere Geldpolitik zu beraten. Eine Senkung des Leitzinses um 25 Basispunkte gilt inzwischen fast als sicher. Am Donnerstag folgt dann das Treffen der Bank of Japan, die ihren äußerst expansiven Kurs fortsetzen dürfte.


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