PVA TEPLA AG

WKN
746100
ISIN
DE0007461006
  • Aktien
  • Aktien Deutschland
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12,370 EUR Verkauf

12,570 EUR Kauf

-0,08 Abs.

-0,6 % Rel.

25.06.2019 10:43Lang & Schwarz
  • Vortag / Eröffnung 12,546 / 12,524
  • Hoch / Tief (1 Tag) 12,554 / 12,470
  • Hoch / Tief (1 Jahr) 18,338 / 9,600
  • 1 Woche -1,5 %
  • 1 Monat +3,0 %
  • 1 Jahr -3,5 %

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Neueste Kommentare

> Research <

 

Hauck & Aufhäuser hat vor den morgigen Zahlen von Pva Tepla das Kursziel von 17,00€ sowie das Buy Rating bestätigt. 

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> Research <

 

Hauck & Aufhäuser hat vor den morgigen Zahlen von Pva Tepla das Kursziel von 17,00€ sowie das Buy Rating bestätigt. 

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> Bis 2023 in neue Umsatz- und Ergebnisdimensionen <

 

Pva Tepla hatte Ende März den Geschäftsbericht für 2018 veröffentlicht. Der Umsatz war um 13,4% auf 96,8 Mio. € (LSe: 94,4) gestiegen, wozu beide Segmente (Industrial Systems +12,2%/Semiconductor Systems +14,1%) beigetragen haben. Aufgrund der Umstellung auf IFRS 15 kam es jedoch zu Umsatzverschiebungen i.H.v. 18,1 Mio. €, die insbesondere Maschinenauslieferungen betrafen. Daher kam es 2018 zu einem deutlichen Anstieg der After-Sales-Service Umsätze, die sich von 15,1 Mio. € auf 29,0 Mio. € fast verdoppelten, wohingegen die Anlagenumsätze auf 62,9 Mio. € (3,4%) leicht zurückgingen. Dennoch wird unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden Herrn Schopf nun verstärkt der Fokus auch auf den Service-Bereich gelegt, da dieser eine höhere Marge und einen stabileren Umsatz liefert.

 

Das EBITDA konnte u.a. auch durch einen Lizenzertrag im Zusammenhang mit einer Technologie-Kooperation mit dem chinesischen Unternehmen GCL (LSe: 5,0 Mio. €) auf 12,3 Mio. € (+124,0%; LSe: 12,2) deutlich gesteigert werden. Dem gegenüber kam es jedoch auch im Rahmen von Wertberichtigungen auf Forderungen zu Aufwendungen i.H.v. 2,1 Mio. €, die das Ergebnis belastet haben. Die Prognose von 11 Mio. € wurde damit zugleich übertroffen. Sehr positiv entwickelte sich auch der Auftragsbestand, der um 32,9% auf 171,5 Mio. € gesteigert wurde. Der Auftragseingang war hingegen wegen einem Großauftrag im vierten Quartal 2017 i.H.v. rund 70 Mio. € um 17,7% auf 135,0 Mio. € zurückgegangen. Trotz diesem Umstand lag die Book-to-Bill Ratio mit 1,39 jedoch weiter auf einem sehr hohen Niveau. Positiv zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang, dass der Auftragseingang 2018 keinen Großauftrag enthält und Pva Tepla damit auf breiter Basis neue Aufträge erhalten hat. Allerdings konnte der größte Auftrag der Firmengeschichte (LSe: mittlerer einstelliger Millionen Eurobetrag) im Bereich Siliziumcharbid erhalten werden.

 

In diesem Bereich sieht Pva Tepla auch den größten Umsatztreiber in den kommenden Jahren (Details: Kommentar 10.03.2019), da Siliziumcharbid vor allem im Bereich Elektromobilität aufgrund seiner Leistungsvorteile verstärkt eingesetzt werden dürfte, aber auch im Bereich Solar Potenzial verspricht. Im Bereich Siliziumcharbid ist Pva der einzige unabhängige Anbieter von Kristallzuchtanlagen. Aber auch der Aufbau einer eigenen Waferproduktion für die Halbleiterindustrie in China soll sich in den kommenden Jahren positiv im Umsatz niederschlagen. Daher hat sich das Management zum Ziel gesetzt, den Umsatz bis 2023 auf ca. 250 Mio. € (cagr: 20,9%) zu steigern und dabei eine EBIT-Marge von >10% zu erzielen. Gegen Ende des Jahres könnten im Bereich Siliziumcharbid deutlich größere Aufträge erhalten werden, wobei dies auch von der Automobilbranche abhängt. Im ersten Quartal dieses Jahres wird Pva Tepla durch die Verbuchung des ersten Teils des im Oktober erhaltenen Rahmenvertrags (insgesamt ca. 100 Mio. € Volumen) über 28 Mio. € einen deutlich gesteigerten Auftragseingang zeigen können. Ich schätze diesen für die ersten 3 Monate 2019 daher auf 55-60 Mio. € (Q1 2018: 39,0). Der Auftragsbestand sollte sich demnach zum 31.03. nochmals erhöht haben. Als leicht wachstumshemmend stellt sich aktuell das Thema der Kesselverfügbarkeit dar, sodass das Unternehmen auch über einen Ausbau der Wertschöpfungstiefe in diesem Bereich nachdenkt. Eine Akquisition ist daher eine realistische Variante.

 

Insgesamt bleiben die Aussichten für die Aktie weiter vielversprechend. Auch wenn der Ausblick unterhalb meiner Erwartungen liegt, erscheint dieser konservativ. Wie sich an den Resultaten für 2018 gezeigt hat, prognostiziert das Unternehmen insbesondere für das Ergebnis eher vorsichtig. Der Umsatzausblick i.H.v. 125 Mio. € dürfte weitestgehend bereits durch das teilweise Abarbeiten des Großauftrags von Ende 2017 erreicht werden, der bis Mitte 2020 finalisiert wird. Während ich meine EBITDA-Schätzungen von bisher 19,51 Mio. € für 2019 auf 16,49 Mio. € gesenkt habe, hat sich meine Umsatzprognose leicht auf 136,78 Mio. € (alt: 134,36) erhöht. Für 2020 erwarte ich eine weitere Umsatzsteigerung auf 164,14 Mio. € (+20,0%) und eine Verbesserung beim EBITDA auf 21,38 Mio. €. Bis 2023 kalkuliere ich mit einem Umsatzanstieg auf 228,40 Mio. € und einer EBIT-Marge von 13,2%. Das Kursziel erhöht sich aufgrund der höheren Wachstumsannahmen bis 2023 und einer im Mittelfristzeitraum nur kaum veränderten Margenerwartung leicht von bislang 15,70€ auf 16,00€.

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