DATAGROUP IT SERVICES HOLDING AG

WKN
A0JC8S
ISIN
DE000A0JC8S7
  • Aktien
  • Aktien Deutschland
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47,850 EUR Verkauf

48,300 EUR Kauf

+0,00 Abs.

0,0 % Rel.

27.03.2020 22:58Lang & Schwarz
  • Vortag / Eröffnung 48,075 / 51,100
  • Hoch / Tief (1 Tag) 54,000 / 47,900
  • Hoch / Tief (1 Jahr) 72,600 / 36,300
  • 1 Woche +11,4 %
  • 1 Monat -10,6 %
  • 1 Jahr +33,2 %

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> Umsatzziel von 500mEUR zunehmend in Reichweite <

 

Datagroup hatte Ende Januar den Geschäftsbericht für 2018/19 veröffentlicht, nachdem die vorläufigen Zahlen für das Ende September abgelaufene Geschäftsjahr bereits Ende November bekannt gegeben wurden. So stieg der Umsatz um 12,7% auf 306,77mEUR (vor IFRS 15 & 16: 323,26mEUR / +18,8%) und das EBITDA um 36,0% auf 46,88mEUR (vor IFRS 15 & 16: 39,76mEUR / +15,4%). Auch wenn damit die Zahlen weitestgehend bereits vorab bekannt waren, zeigte sich, dass Datagroup im Schlussquartal hohe sonstige betriebliche Erträge i.H.v. 6,33mEUR (+131,3% / Q1-3: 4,77mEUR) verzeichnete, die so zu der guten Ergebnisentwicklung beigetragen haben. Für CORBOX konnten 29 Neukunden gewonnen werden, sodass sich die positive Entwicklung der Vorjahre weiter fortgesetzt hat. Zugleich belang bei 16 Bestandskunden ein Upselling.

 

Neben einem weiteren organischen Wachstum von 4,9% (vor IFRS 15 & 16) war der Umsatz auch durch die Erstkonsolidierung der UBL Informationssysteme GmbH (Konsolidierung ab April 2019) positiv geprägt, die einen Umsatzbeitrag von 11,75mEUR (13,89mEUR vor IFRS 15 & 16) leistete. Dazu konnte auch der im August 2019 aus der Insolvenz übernommene Geschäftsbetrieb der IT-Informatik GmbH einen Umsatzbeitrag von 3,47mEUR leisten, ebenso wie die im Rahmen dessen übernommene profitable Mercoline GmbH mit einem Umsatzbeitrag von 1,01mEUR. Während die UBL und die Mercoline mit 1,58mEUR bzw. 0,14mEUR positiv zum Vorsteuerergebnis beigetragen haben, war der Geschäftsbetrieb der IT-Informatik (jetzt Datagroup Ulm GmbH) mit 0,65mEUR noch defizitär. Nach nur wenigen Monaten gelang es dem Datagroup Management nun allerdings, den defizitären Geschäftsbereich aus den roten Zahlen zu steuern. Im aktuellen Geschäftsjahr dürfte die Einheit rund 20mEUR Umsatz sowie ein leicht positives Ergebnis erzielen. Innerhalb der kommenden 12 Monate plant das Management die Profitabilität auf das Konzernniveau zu steigern.

 

Mitte Januar kündigte Datagroup die Übernahme von 68% an der Diebold Nixdorf Portavis GmbH von Diebold Nixdorf Inc. an. Portavis erbringt für Kunden IT Services im Finanzdienstleistungssektor. Damit baut die Gesellschaft ihr Geschäft mit Cloud Services und IT-Betriebsdienstleistungen im Finanzbereich deutlich aus. Das Unternehmen betreut im Wesentlichen die Kunden Hamburger Sparkasse, die Sparkasse Bremen sowie die Hamburg Commercial Bank. Die Hamburger Sparkasse und Sparkasse Bremen halten zugleich die verbleibenden 32%. Datagroup habe sich allerdings auch die Option auf den verbleibenden Anteil vertraglich gesichert. Im aktuellen Geschäftsjahr (Kalenderjahr 2020) wird Portavis rund 66mEUR Umsatz erzielen und soll ab März in den Datagroup Konzern konsolidiert werden. Aufgrund der Konsolidierung von lediglich 7 Monaten rechnet man mit einem Umsatzbeitrag von 35mEUR im aktuellen Geschäftsjahr 2019/29. Die EBIT-Marge liegt derzeit noch bei 4%, soll jedoch mittelfristig auf ein Niveau von 10% gesteigert werden. Die EBITDA-Marge liege laut CEO Schaber bei >15%. Allerdings habe Portavis in der Vergangenheit einen erheblichen Anteil der Umsätze über externe Mitarbeiter erbracht, die deutlich teurer (ca. 60-70TEUR) als eigene Mitarbeiter sind. Da Diebold Nixdorf ein strategisches Interesse am Verkauf hatte, ist man Datagroup auch beim Kaufpreis sehr entgegen gekommen. So lag der Kaufpreis laut Unternehmensunterlagen bei -19,0mEUR, sodass Datagroup hat mit dem Kauf liquide Mittel i.H.v. 44,3mEUR erhalten hat. Gleichzeitig hat Datagroup allerdings auch Pensionsverpflichtungen von rund 30mEUR übernommen. In Folge des negativen Kaufpreises wird Datagroup auch einen deutlich positiven Ergebniseffekt in Form eines Badwills verbuchen, der jedoch laut Unternehmensangaben noch nicht quantifiziert sei. Dies könnte bei ansonsten guter operativer Geschäftsentwicklung im weiteren Jahresverlauf zu einer Anhebung der EBITDA-Prognose führen.

 

In das neue Geschäftsjahr 2019/20 ist das Unternehmen unverändert dynamisch gestartet. So stieg der Umsatz um 19,3% auf 82,85mEUR, war jedoch insbesondere durch die Übernahme der UBL (April 2019), Mercoline (August 2019) sowie den Assets/Mitarbeitern der IT Informatik (August 2019) erneut stark anorganisch geprägt. Der organische Zuwachs dürfte lediglich im niedrigen einstelligen Prozentbereich (LSe: 1,0-2,0%) gelegen haben. Erfreulich hat sich weiter das CORBOX-Geschäft entwickelt, im Rahmen dessen in den ersten 3 Monaten 11 Neukunden gewonnen werden konnten und bei 7 Bestandskunden ein Upselling gelang. Bis zur Hauptversammlung Anfang März hatten sich diese Werte auf 12 respektive 9 erhöht und zeigen damit weiterhin einen steigenden Trend. Für CORBOX wurde nun auch Robots-as-a-Service in die Managed & Private Cloud-Services aufgenommen, die u.a. aus der Anfang 2018 übernommenen Almato AG resultiert. Das EBITDA stieg dagegen nur um 4,4% auf 9,45mEUR an und war u.a. durch Restrukturierungs- sowie Anlaufkosten bei der Datagroup Ulm (ca. 1,3mEUR), nicht eingeplanten Anlaufkosten für Großprojekte (1,1mEUR) sowie sonstigen Einmalkosten (0,3mEUR) belastet. In Folge dessen reduzierte sich die EBITDA-Marge von 13,1% im Vorjahr auf 11,4%, wenngleich der Vorstand für die kommenden Quartale wieder bessere Margen erwartet.

 

Im Rahmen der Hauptversammlung Anfang März hatte Datagroup wie traditionell die Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr 2019/20 veröffentlicht. Demnach erwartet der Vorstand einen Umsatz von >375mEUR (LSe alt: 358,66) sowie ein EBITDA von >55mEUR (LSe alt: 51,12). In meinen bisherigen Schätzungen waren allerdings noch nicht die Umsatzbeiträge der Portavis (rund 35mEUR) enthalten. Die vergleichsweise höheren Schätzungen (393,66mEUR inkl. Portavis) basierten auf der Annahme, dass die 2019 gewonnenen Großaufträge, die sich im vergangenen Jahr zum Teil noch in der Transitionsphase (nach IFRS 15 nicht umsatzwirksam) befanden, in diesem Geschäftsjahr zu einem erhöhten organischen Wachstum führen. Durch die Portavis Übernahme sollen die Umsätze im Banking Bereich in den kommenden Jahren auf >100mEUR steigen. Ebenso im SAP-Umfeld soll sich der Umsatz von 50-60mEUR in diesem Jahr auf zukünftig >100mEUR erhöhen.

 

Ich habe im Rahmen des Geschäftsberichts für das vergangene Geschäftsjahr 2018/19, der Q1-Zahlen 2019/20 sowie der Portavis Übernahme meine Schätzungen überarbeitet und erwarte nun für das aktuelle Geschäftsjahr 2019/20 einen Umsatz i.H.v. 379,55mEUR (+23,7%) sowie ein EBITDA i.H.v. 54,89mEUR. Dabei ist ein positiver Einmaleffekt aus einem Badwill im Rahmen der Portavis Übernahme allerdings noch nicht enthalten, der im Jahresverlauf zu einer Anhebung der Ergebnisprognose führen könnte. Für die kommenden beiden Geschäftsjahre erwarte ich eine weitere Umsatzsteigerung auf 433,85mEUR (alt: 387,32mEUR) respektive 453,22mEUR. Demnach müsste Datagroup noch Akquisitionen mit einem Umsatzbeitrag von rund 70mEUR tätigen, um das avisierte Umsatzziel von 500mEUR im kommenden Geschäftsjahr zu erreichen. Der hohe Cashbestand (inkl. Portavis-Zahlung ca. 83,5mEUR) bietet dabei unverändert Spielraum für weitere Akquisitionen, um auch zukünftig anorganisch zu wachsen. Für das Ergebnis erwarte ich für die Jahre 2020/21 und 2021/22 weitere Margensteigerungen und somit eine Verbesserung des EBITDA auf 70,89mEUR (alt: 60,59mEUR) bzw. 77,07mEUR. Insgesamt erhöht sich das Kursziel durch die höheren Umsatz- und Ergebnisschätzungen sowie des Liquiditätszufluss im Rahmen der Portavis Übernahme sowie einem niedrigeren Diskontierungszins aufgrund eines geringeren risikolosen Zinssatzes bei Unternehmensbewertungen von zuletzt 67,00€ auf nunmehr 74,00€.

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Heute komplett verkauft. Warum? Auch hier werden Gewinne mitgenommen, da Datagroup deutlich zuvor gestiegen ist. Ich gehe davon aus, dass ich hier wieder günstiger als 55 Euro einsteigen kann.

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Die Datagroup SE veröffentlichte heute eine Information zu einer Personalentscheidung:

DATAGROUP verstärkt sich im Finanzbereich

  • Nach Übernahmen im Finanzsektor ernennt DATAGROUP Dr. Jan Saat zum Bereichsvorstand Banking and Insurance

Pliezhausen, 05. März 2020. DATAGROUP bündelt mit der Ernennung von Dr. Jan Saat zum Bereichsvorstand Banking and Insurance die Kompetenzen im Kundengeschäft mit Finanzdienstleistern. Mit der Übernahme der Portavis in diesem Jahr und der bereits vorhandenen DATAGROUP Financial IT Services baut der IT-Dienstleister das Geschäft im Finanzdienstleistungssektor stark aus und trägt mit der Ernennung des Bankenexperten Dr. Jan Saat auch organisatorisch der Bedeutung dieser Branche Rechnung.

Seit dem 01. März 2020 verstärkt Dr. Jan Saat als Bereichsvorstand Banking und Insurance sowie als Geschäftsführer der beiden auf den Finanzsektor spezialisierten Tochtergesellschaften Portavis und DATAGROUP Financial IT Services (FIS) das Top Management des deutschen IT-Dienstleisters. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre promovierte Herr Dr. Saat in Wirtschaftsinformatik an der Universität St. Gallen. Es folgten mehrere Jahre als Strategie- und Managementberater für die europäische Finanzdienstleistungsbranche. Vor dem Wechsel zu DATAGROUP arbeitete er bei Bankhaus Lampe KG als CIO.

Vollständige Nachricht: 

https://www.dgap.de/dgap/News/corporate/datagroup-datagroup-verstaerkt-sich-finanzbereich/?newsID=1288127

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