DATAGROUP IT SERVICES HOLDING AG

WKN
A0JC8S
ISIN
DE000A0JC8S7
  • Aktien
  • Aktien Deutschland
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53,800 EUR Verkauf

54,100 EUR Kauf

+0,45 Abs.

+0,8 % Rel.

26.05.2020 11:35Lang & Schwarz
  • Vortag / Eröffnung 53,500 / 53,650
  • Hoch / Tief (1 Tag) 54,650 / 53,200
  • Hoch / Tief (1 Jahr) 72,600 / 37,800
  • 1 Woche -2,0 %
  • 1 Monat -8,1 %
  • 1 Jahr +27,1 %

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Datagroup hat vergangene Woche Zahlen für das erste Halbjahr 2019/20 veröffentlicht, die nur auf den ersten Blick gut ausgefallen sind. So erhöhte sich der Umsatz in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres um 22,6% auf 170,01mEUR, war aber vor allem durch anorganische Effekte im Zuge der Übernahmen von UBL (ab April 2019), IT Informatik (ab August 2019), Mercoline (ab August 2019) sowie Portavis (ab März 2020) geprägt. Organisch dürfte der Zuwachs lediglich im niedrigen einstelligen Prozentbereich gelegen haben. Positiv haben sich weiter die höher margigen Dienstleistungs- und Wartungsumsätze (143,04mEUR / +24,7%) entwickelt, während die Handelsumsätze in den ersten sechs Monaten um 11,7% auf 26,79mEUR zulegten. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz durch den ab März zusätzlichen Umsatzbeitrag der Portavis etwas stärker um 25,8% auf 87,16mEUR. Auch im zweiten Quartal erhöhten sich die Dienstleistungs- und Wartungsumsätze mit einem Anstieg von 27,4% auf 74,41mEUR überproportional, während die Handelsumsätze einen Anstieg von 16,7% auf 12,69mEUR verzeichneten. Damit lag sowohl der Umsatz im zweiten Quartal als auch zum Halbjahr über meinen für das Gesamtjahr (379,83mUR vs. Inzwischen aufgehobene Prognose >375mEUR) projizierten Erwartungen (86,66mEUR / 169,51mEUR).

 

Das EBITDA hat sich auf den ersten Blick ebenfalls positiv entwickelt und konnte zum Halbjahr um 15,8% erhöht werden. Im zweiten Quartal wurde ein Anstieg von 24,9% auf 14,18mEUR erzielt. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass im zweiten Quartal ein Badwill-Ertrag aus der Portavis Übernahme i.H.v. 11,10mEUR verbucht wurde, der damit das EBITDA massiv positiv beeinflusst hat. Dem gegenüber stehen jedoch Risikovorsorgeaufwendungen i.H.v. 5,50mEUR, sodass sich der positive Nettoeffekt auf insgesamt 5,60mEUR beläuft. Bereinigt um diesen Effekt lag das EBITDA folglich bei 18,04mEUR (Vj. 20,42mEUR). Das EBIT hatte sich zum Halbjahr berichtet auf 9,64mEUR (-5,8%) reduziert, bereinigt auf 4,04mEUR. Im zweiten Quartal betrug das EBIT 6,93mEUR (+12,3%) respektive 1,33mEUR bereinigt. Der operative Cashflow war mit -3,15mEUR (Vj. -0,37mEUR) erneut negativ, unter Berücksichtigung der getätigten Investitionen und Leasingtilgungen ergab sich ein negativer Free Cashflow i.H.v. 15,26mEUR (Vj. -9,64mEUR). Damit zeigt sich, dass es Datagroup erneut nicht gelingt positive Free Cashflows zu erzielen und ist damit ein Indiz für eine schlechte Ergebnisqualität.

 

Bereits Ende April hatte Datagroup die erst Anfang März auf der Hauptversammlung kommunizierte Prognose (>375mEUR Umsatz / >55mEUR EBITDA) aufgehoben. Grund dafür waren a) Verzögerungen bei größeren Transitionsprojekten im Finanzdienstleistungssektor (vermutlich NRW.Bank), b) eine geringere Nachfrage im Bereich Robotik-Anwendungen und c) eine verzögerte Kundengewinnung bei der im August letzten Jahres erworbenen IT Informatik (jetzt: Datagroup Ulm) für die CORBOX-Plattform. Hintergrund ist, dass Datagroup im Rahmen der Übernahme der IT Informatik keine Kundenbeziehungen übernommen hat, sondern die Kunden direkt mit Neuverträgen in die CORBOX-Welt transferieren will. Mittelfristig geht das Management wie viele andere Unternehmen auch jedoch von einem Digitalisierungsschub und damit verbunden einer erhöhten Nachfrage nach den Services von Datagroup aus. Ich habe meine Schätzungen in Folge der aufgehobenen Jahresprognose sowie der Halbjahreszahlen angepasst, wenngleich ich meine Umsatzschätzungen nur leicht auf 378,16mEUR (alt: 379,55mEUR) reduziert habe. Hintergrund ist, dass die Umsatzzahlen für das erste Halbjahr und das zweite Quartal wie beschrieben leicht oberhalb meiner für das Gesamtjahr projizierten Erwartungen lagen. Für das EBITDA habe ich meine Schätzungen, die bisher keine positiven Einmaleffekte aus der Portavis-Übernahme berücksichtigen, von 54,89mEUR auf 50,83mEUR reduziert. Zwar gehe ich für 2020/21 und 2021/22 wieder von einer deutlichen Margensteigerung aus, wenngleich ich insgesamt mit geringeren Margen als bisher kalkuliere. Dadurch reduziert sich das Kursziel von zuletzt 74,00€ auf 67,00€. Durch weitere Übernahmen, die unverändert Teil der Strategie des Managements sind, könnte sich zusätzliches Potenzial ergeben.

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Mächtig abwärts geht es heute bei der DATAGROUP SE, die ihre Halbjahreszahlen vorgestellt hat. Auch im Gesamtmarkt läuft es heute weniger rund, dies belastet den Kurs zusätzlich. 

Trotz des Umfeldes im Bereich IT und Cloud spürt die Datagroup die Unsicherheiten weiterhin und muss den Ausblick zusammenstreichen. 

Dennoch dürfte die Datagroup aufgrund der wiederkehrenden Erlöse in einem robusten Markt langfristig von Corona und Digitalisierungstrends profitieren. In den vergangenen Jahren hat man sich zudem durch weitere Zukäufe weiteres Know-How und anorganisches Wachstum ins Haus geholt. Auch in diesem Jahr konnte man mit Portavis ein Unternehmen aus dem Finanzdienstleistungsbereich übernehmen. Langfristig bleibe ich bei diesem deutschen Nebenwert im IT Sektor für den Mittelstand weiterhin investiert. 

 

DATAGROUP veröffentlicht Halbjahreszahlen 2019/2020
 

  • UMSATZ +22,6 %; EBITDA; +15,8 %; EPS +44,6 %
  • WEITERHIN UNSICHERHEIT ÜBER DIE AUSWIRKUNGEN DER CORONA-PANDEMIE

Pliezhausen, 14. Mai 2019. DATAGROUP SE (WKN A0JC8S) veröffentlicht heute Zahlen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2019/2020. Das Unternehmen zeigt erneut ein signifikantes Umsatz- und Ergebniswachstum. Wesentlicher Treiber - neben dem organischen Wachstum - ist dabei die erstmalige Konsolidierung der Portavis.

In der Berichtsperiode (01.10.2019 - 31.03.2020) stieg der Umsatz um 22,6% auf 170,0 Mio. EUR (i. Vj.: 138,7 Mio. EUR). Der Anteil der Dienstleistungsumsätze stieg erneut leicht auf 84,1% (i. VJ. 82,7%). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug 23,6 Mio. EUR im Vergleich zu 20,4 Mio. EUR im Vorjahr. Die EBITDA-Marge betrug 13,9%. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 9,6 Mio. EUR (i.Vj. 10,2 Mio. EUR). Die EBIT-Marge erreichte 5,6%. Das EBT betrug 8,4 Mio. EUR (i Vj. 9,1 Mio EUR). Das Ergebnis je Aktie (EPS) stieg auf 1,07 EUR an (i.Vj. 0,74 EUR). Die Sonstigen Erträge werden einmalig durch einen negativen Unterschiedsbetrag aus der Kaufpreisallokation (Badwill) in Höhe von rund 10 Mio. EUR aus der Anfang 2020 übernommenen und erstmals konsolidierten Portavis GmbH (Portavis) positiv beeinflusst. Diesen Effekt nutzt das Unternehmen für eine umfassende Risikovorsorge durch entsprechende Rückstellung.

https://www.dgap.de/dgap/News/corporate/datagroup-datagroup-veroeffentlicht-halbjahreszahlen/?newsID=1332935

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DATAGROUP SE (WKN A0JC8S) veröffentlicht heute Zahlen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2019/2020. Das Unternehmen zeigt erneut ein signifikantes Umsatz- und Ergebniswachstum. Wesentlicher Treiber - neben dem organischen Wachstum - ist dabei die erstmalige Konsolidierung der Portavis.

 

In der Berichtsperiode (01.10.2019 - 31.03.2020) stieg der Umsatz um 22,6% auf 170,0 Mio. EUR (i. Vj.: 138,7 Mio. EUR). Der Anteil der Dienstleistungsumsätze stieg erneut leicht auf 84,1% (i. VJ. 82,7%). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug 23,6 Mio. EUR im Vergleich zu 20,4 Mio. EUR im Vorjahr. Die EBITDA-Marge betrug 13,9%. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 9,6 Mio. EUR (i.Vj. 10,2 Mio. EUR). Die EBIT-Marge erreichte 5,6%. Das EBT betrug 8,4 Mio. EUR (i Vj. 9,1 Mio EUR). Das Ergebnis je Aktie (EPS) stieg auf 1,07 EUR an (i.Vj. 0,74 EUR).

 

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