DAX-Zertifikate im Überblick

Die Frage „Was macht die Börse“ wird hierzulande fast immer mit dem DAX in Verbindung gebracht. Die Entwicklung des bekanntesten deutschen Aktienindex steht stellvertretend für den Zustand des Marktes. Und das hat seinen Grund. Der DAX spiegelt schließlich die Entwicklung der 30 größten und liquidesten börsennotierten Unternehmen in Deutschland wider. Dabei repräsentiert er rund 80 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung an den deutschen Börsen.

Ein einziges Wertpapier statt alle 30 Aktien

Wer an der Performance des DAX partizipieren möchte, der müsste theoretisch alle 30 im Index enthaltenen Aktien mit der entsprechenden Gewichtung kaufen und jede Veränderung in der Zusammensetzung des Index eins zu eins nachvollziehen. Das wäre nicht nur sehr aufwendig und kompliziert, sondern auf Dauer auch recht teuer. Als kostengünstige Alternative bieten sich Indexzertifikate oder Exchange Traded Funds (ETF) an, welche die Entwicklung des DAX nahezu eins zu eins abbilden. Mit nur einem Wertpapier können Sie sich so auf einen Schlag alle 30 Aktien in ihr Portfolio legen und müssen sich um zukünftige Anpassungen nicht mehr kümmern.

Achtung Dividende!

Ganz wichtig ist dabei, dass Sie ein Wertpapier auswählen, welches sich auf die Performance-Version des DAX (finden Sie in Portalen unter der WKN: 846900) bezieht bzw. bei dem die von den Unternehmen gezahlten Dividenden automatisch mit in die Performance einbezogen werden. Nur dann wird die Wertentwicklung auch auf lange Sicht der des allgemein bekannten DAX ähneln. Daneben gibt es den DAX nämlich auch als reinen Kurs-Index (WKN: 846744) ohne Berücksichtigung der Dividenden. Wie groß der Einfluss der Ausschüttungen ist, zeigt ein Blick auf die langfristige Entwicklung. Seit der offiziellen Einführung des DAX Ende 1987 konnte der Performance-Index um gut 1100 Prozent zulegen. Dem Kurs-Index gelang im selben Zeitraum nur ein Plus von 450 Prozent.

Gut zu wissen:  DAX-Zertifikate - Lineare Preisnachbildung des DAX-Index (Verhältnis 1:100)

Steht der DAX beispielsweise bei 11.500 Punkten, so kostet ein Indexzertifikat auf den DAX mit einem Bezugsverhältnis von 1:100 rund 115 Euro. Steigt der DAX nun um fünf Prozent auf 12.075 Punkte, legt das Zertifikat ebenfalls um ca. 5 Prozent zu. Leichte Abweichungen können auf Dauer durch etwaige Kosten des Produktanbieters entstehen.

DAX mit Hebel oder Risikopuffer

Neben solch klassischen Partizipations-Produkten gibt es noch zahlreiche andere Wertpapiere, deren Kursverlauf von der Entwicklung des DAX abhängig ist. So können Sie zum Beispiel mit Hebelprodukten überproportional an den DAX-Bewegungen (allerdings in beide Richtungen) partizipieren, was erhöhte Gewinnchancen und auch Verlustrisiken zur Folge hat. Mit Hilfe von so genannten Teilschutzzertifikaten wie Bonus-, Discount- oder Express-Zertifikaten wiederum ist es möglich, sein DAX-Investment mit einem Risikopuffer auszustatten und sich so in bestimmten Marktphasen zumindest teilweise vor Verlusten zu schützen.

Bonuszertifikate für jede Markteinschätzung

Bei vielen Anlegern und auch den Tradern auf wikifolio.com ist der DAX als Basiswert für die unterschiedlichsten Produkte sehr beliebt. Der Trader Thomas Weiermann ( TWeiermann ) handelt in seinem wikifolio Investment Bonus Kurzläufer grundsätzlich nur mit Bonuszertifikaten, deren Restlaufzeit in der Regel maximal drei Monate beträgt. Die Papiere sind mit einer Barriere ausgestattet, die unterhalb des aktuellen DAX-Niveaus liegt. Wird diese Barriere bis zur Fälligkeit nicht berührt oder unterschritten, kommt ein vorab festgelegter Bonusbetrag zur Auszahlung. Ob der DAX in dieser Phase steigt, stagniert oder fällt, spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist nur, dass die Barriere dauerhaft unverletzt bleibt. Dasselbe gilt mit anderen Vorzeichen auch für die Variante der Reverse Bonuszertifikate. Hier liegt die Barriere oberhalb des aktuellen DAX-Stands, so dass der Index die Marke nicht berühren oder überschreiten darf. Für beide Produkttypen gilt: Wird die Barriere verletzt, erlischt der Bonusanspruch und es drohen je nach weiterer DAX-Entwicklung kleinere oder auch größere Verluste mit dem Zertifikat.

Nächstes Ziel: 10.000 DAX-Punkte

TWeiermann handelt grundsätzlich beide Bonus-Typen, hat sich aktuell aber mehrheitlich für eine Variante entschieden: „Ich habe nun umgeschichtet auf Reverse-Papiere. Ich bin der Meinung, dass es weiter abwärts gehen wird Richtung 10.000 Punkte im DAX. Wie es dann weitergeht muss man abwarten“. Die mit Abstand größte Position ist dabei ein Zertifikat mit einer Barriere bei 12.600 Punkten und einer Laufzeit bis Ende Juni. Bis zu der entscheidenden Marke hat der DAX aktuell noch gut 11 Prozent Luft. Reicht dieser „Puffer“ aus und der Index steigt die kommenden gut drei Monate nicht auf/über 12.600 Punkte, zahlt das Zertifikat den Bonusbetrag von 117 Euro aus. Im Vergleich zum aktuellen Kurs wäre das ein Plus von 2,3 Prozent bzw. eine 8,6 Prozent p.a.-Rendite.

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Möglich ist diese für einen so kurzen Zeitraum und den angesprochenen Puffer recht attraktive Gewinnchance durch ein relativ hohes Aufgeld bei dem Zertifikat. Das birgt aber auch entsprechende Risiken. Sollte die Barriere doch gerissen werden, geht das gesamte Aufgeld verloren und das Zertifikat büßt massiv an Wert ein. Steigt der DAX bis Ende Juni zum Beispiel um 20 Prozent auf ca. 13600 Punkte, würde das Zertifikat deutlich überproportionale 61 Prozent an Wert verlieren.

Schnelles Handeln und die Risiken im Blick behalten

Um ein solches Szenario auszuschließen, verkauft der Trader die Zertifikate bei einem Annähern des DAX an die Barrieren oft schon vor Fälligkeit. Da das Aufgeld aber nicht zwingend erst bei einem Bruch der Barriere, sondern je nach DAX-Entwicklung zum Teil auch schon vorher abgebaut wird, lassen sich Verluste durch diesen „Trick“ nicht generell vermeiden. Dadurch kommt es auch im Kursverlauf des wikifolios immer mal wieder zu stärkeren Rücksetzern. Dass der Trader das Risiko bis jetzt aber ganz gut im Griff hat, zeigt sich an dem maximalen Drawdown, der in den gut fünf Jahren seit der Eröffnung des wikifolios auf 26 Prozent begrenzt werden konnte. Demgegenüber steht eine Performance von 28 Prozent. Damit hinkt der Trader seiner Zielrendite von sieben Prozent pro Jahr knapp hinterher. Das liegt unter anderem an der Seitwärtsbewegung im Jahr 2018, was mit Blick auf die Turbulenzen in dieser Phase aber trotzdem noch ein ganz ordentliches Ergebnis darstellt.

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