22.06.2015| Von: Stefan Greunz |

Als Erstplatzierter beim „Fuchs Performance Projekt II“ hat die Knapp Voith Vermögensverwaltungs AG aus Hamburg bei dem Wettbewerb des renommierten Verlags „Fuchsbriefe“ nach aktuellem Stand über 30 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz abhängen können. Der Erfolg des seit 1998 als unabhängige Vermögensverwaltung agierenden Hauses beruht unter anderem auf dem hauseigenen Investment-Prozess sowie einem eigenen Research-Tool, mit dem die fundamentalen Daten aller analysierten Unternehmen für einen Zeitraum von 15 Jahren untersucht werden können. Dieses Tool nutzen die Anlageprofis auch bei ihren im vergangenen Herbst gestarteten wikifolios, bei denen die Titelauswahl jeweils nach rein fundamentalen Daten erfolgt.

Das wikifolio „EV/EBITDA - Europa Value“ enthält dabei diejenigen europäischen Unternehmen, die bei einer gewissen Marktkapitalisierung zu den 10 Prozent mit dem niedrigsten Verhältnis zwischen dem Enterprise Value (EV) und dem EBITDA der vergangenen 12 Monate zählen. Konkret wird bei dieser Kennzahl der gesamte Unternehmenswert (Börsenkapitalisierung zzgl. der Nettoverschuldung) durch den „operativen“ Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen geteilt. Je niedriger diese Zahl ausfällt, desto günstiger sind die Aktien bewertet. Nach Ansicht der Vermögensverwalter hat sich das EV/EBITDA-Verhältnis als „eine der effektivsten fundamentalen Analysekennziffern erwiesen, um eine längerfristige Outperformance für ein Aktiendepot erzielen zu können“. Aktuell umfasst das fast vollständig investierte wikifolio 34 Werte, die alle relativ gleich stark gewichtet sind. Die letzten Umschichtungen erfolgten dabei vor drei Monaten, seitdem herrscht Ruhe an der Trading-Front. Mit dieser alles andere als hektischen Vorgehensweise gelang seit Oktober 2014 bei einem maximalen Rückgang von 10,4 Prozent eine Performance von 16 Prozent. Im Hoch lag das Depot sogar schon mit 25 Prozent im Plus. Das Ende Januar emittierte wikifolio-Zertifikat kommt zurzeit auf eine Performance von knapp 3 Prozent.

EV/EBITDA - Europa Value

Als zweites Depot bieten die Nordlichter dazu noch das wikifolio „Dividende & Substanz“ an. Hier werden im Wesentlichen liquide Blue Chips von global agierenden Unternehmen mit „soliden Bilanzen und starken Marken“ aufgenommen. Während die Konzernführung eine „erkennbare langfristige Strategie“ ausweisen muss, stehen bei der Bilanzanalyse vor allem die Entwicklungen des Cash flow und der operativen Gewinnmargen sowie die Dividende im Fokus, die in den vergangenen 15 Jahren „möglichst ununterbrochen“ gezahlt und dabei laufend erhöht worden sein sollte. Diese Voraussetzungen erfüllen zurzeit 24 Werte, die auch hier wieder mit ähnlicher Gewichtung vertreten sind. Weil in den vergangenen Wochen einige Verkäufe (u.a. Siemens) getätigt wurden, kommt aktuell ein 23 prozentiger Cash-Anteil hinzu. Das ebenfalls im Oktober 2014 gestartete wikifolio (10,3 Prozent Drawdown) kommt nach einem Hoch bei 25 Prozent Plus aktuell auf einem Performance von gut 14 Prozent und schneidet damit knapp doppelt so gut ab wie das im November emittierte Zertifikat.

Dividende & Substanz

Während öffentliche Kommentare zu den wikifolios bislang ausgeblieben sind, steht die Verlustvermeidung und –begrenzung bei der Arbeit der Anlageexperten laut Berater Christian Gritzka immer an erster Stelle. Als Gründe für das Engagement der Vermögensverwalter bei wikifolio.com nennt er die Möglichkeit der transparenten Darstellung des Investment-Ansatzes und die immer wieder gestellten Anfragen aus dem Verwandten- und Bekannten-Kreis der Kunden, die ebenfalls an dem Ansatz interessiert sind, vom Volumen her aber nicht zu der Vermögensverwaltung passen. „Dank wikifolio.com können wir unsere Strategie jedem Anleger bereits ab einem Investment von 100 Euro zugänglich machen“.