03.02.2018| Von: Nikolaos Nicoltsios |

Technologie-Titel, Kryptowährungen und Cannabis - auf diese Trends sind die wikifolio-Trader 2017 aufgesprungen. Angesichts der teils schwindelerregenden Performance ist das durchaus nachvollziehbar. Wer nun aber glaubt, dass Apple oder die Bitcoin Group die Liste der meistgehandelten Aktien des letzten Jahres anführen, der irrt gewaltig. Die genannten Papiere schaffen es gerade so unter die Top 10 bzw. Top 5.

An der Spitze steht die Deutsche Bank. Wer hätte das gedacht? Das leidgeprüfte Finanzinstitut, das 2017 das dritte Jahr in Folge rote Zahlen schrieb, wurde insgesamt knapp 16.600mal gehandelt. Zum Vergleich: Die Commerzbank, als zweite große deutsche Bank, war bei den Tradern zumindest gemessen an der Zahl der Trades ebenfalls beliebt - bei Weitem aber nicht so sehr wie die Deutsche Bank. 11.000 Trades mit Coba-Aktien wurden letztes Jahr abgewickelt. Bei beiden Banken hatten die Käufer anteilsmäßig die Nase vorne. 

Anders als die Coba-Aktien, die 2017 um sage und schreibe 70 Prozent zulegen konnten, sorgt die Deutsche Bank aber eher mit Dreistigkeiten als mit Performance für Aufregung: Weiterhin kämpft das Institut zwar ums Überleben als selbstständiger Konzern, zahlt aber gleichzeitig Milliarden-Boni aus. Immerhin ist Ex-Chef Josef Ackermann mit sich im Reinen, so zitieren zumindest die Medien den Banker. 2017 hinkte die Aktie denn auch mit einem Plus von rund drei Prozent dem Dax deutlich hinterher. Der stieg um fast 13 Prozent.  

Die Deutsche Bank-Aktie dürfte aber auch 2018 für die Trader interessant bleiben - selbst wenn dahinter nur spekulative Gründe stehen. "Die Deutsche Bank ist ein Spekulationsobjekt und an heutigen Kursen ist das Gewinnpotential grösser als das Verlustpotential", kommentierte kürzlich etwa Wilfried Schopges ("diamant"), der das Finanzinstitut aktuell in seinem wikifolio "Opportunity Pick" hält. Wie's 2018 mit der Deutschen Bank weiter geht, bleibt abzuwarten. Alles über die Highlights und Trends des Jahres 2017 gibt's im Video: Nikolaos Nicoltsios im Interview mit der Börse Stuttgart.

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