22.10.2014| Von: Stefan Greunz |

In unserer Reihe „Vermögensverwalter auf wikifolio.com“ stellen wir Ihnen heute die SIGAVEST Vermögensverwaltung GmbH vor, die seit dem Start des Vermögensverwalter-Bereichs bei wikifolio.com vertreten ist. Wer uns vor kurzem beim Börsentag in Berlin besucht hat, wird dort vielleicht schon Christian Mallek, den Geschäftsführer von SIGAVEST, kennengelernt haben, der dort die Vorgehensweise und Strategien der von ihm und seinem Team betreuten wikifolios erläutert hat. SIGAVEST betreut aktuell zwei unterschiedliche wikifolios, wobei man sich bei dem ersten Ansatz auf Aktien und Exchange Traded Funds (ETF) fokussiert, während bei der zweiten Strategie die Vorteile von strukturierten Produkten in Form von Anlagezertifikaten genutzt werden sollen.

Der Name der 2001 gegründeten SIGAVEST Vermögensverwaltung beschreibt als Abkürzung für „Strategische Individuelle Geldanlage- und Vermögensverwaltung“ genau das, was die Berliner sich auf die Fahnen geschrieben haben. Als Ziel wird ausgegeben, „den Kunden langfristig und ohne ständigen Betreuerwechsel in allen Fragen der Vermögensanlage zur Verfügung zu stehen, egal welche Anlagementalität der Kunde besitzt“. Für die Umsetzung verantwortlich ist ein 7-köpfiges Team, das überwiegend aus ehemaligen Vermögensverwaltern und Börsenhändlern der damaligen Dresdner Bank (heute Commerzbank) in Berlin besteht. Von deren Expertise können seit nunmehr fast einem Jahr auch die Anleger bei wikifolio.com profitieren. Warum sich die Experten ohne groß zu zögern für diesen Schritt entschieden haben, beschreibt Geschäftsführer Mallek wie folgt: „Wir wollen weg vom Black-Box-Image, das den Vermögensverwaltungen anhaftet. Eine klare und transparente Information über unsere Aktivitäten ist uns wichtig. Dies führt auch zur Steigerung des Bekanntheitsgrades unseres Hauses“.

Die derzeitige Talfahrt an den Aktienmärkten betrachten die erfahrenen Börsenprofis übrigens als „interessante Einstiegsmöglichkeit für den mittelfristigen Investor“. Wie in einem ausführlichen Kommentar zu dem wikifolio „VV Aktien flexibel“ in der vergangenen Woche erläutert wurde, rechnen die Experten schon für den September wieder mit besseren Konjunkturdaten aus Deutschland, „zumal die deutsche Exportwirtschaft durch den schwächeren Euro ihre Wettbewerbsposition sogar verbessern sollte“. Als weitere Argumente für eine Kurserholung werden die noch für einen längeren Zeitraum auf niedrigem Niveau verharrenden Zinsen sowie die extrem negative Stimmung („Wenn alle vom Crash reden, kommt er meistens nicht“) angeführt. Grenzenloser Optimismus herrscht bei den Hauptstädtern aber noch nicht, da sich „die charttechnische Lage kurzfristig verschlechtert hat“. Wahrscheinlich wurde der Cash-Anteil von derzeit 15 Prozent genau deshalb auch noch nicht wieder in neue Positionen investiert.

Neben diesem Liquiditätspolster besteht das wikifolio jeweils zur Hälfte aus ausgewählten Aktien und ETFs, mit denen verschiedenen Länderindizes abgedeckt werden. Anders als manche Mitbewerber setzt SIGAVEST bei den Aktien nicht auf eine extrem breite Streuung, sondern konzentriert sich auf „Einzelwertchancen, die nach charttechnischer und fundamentaler Sicht ausgewählt werden“. Aktuell enthält das wikifolio in diesem Segment neun Titel, denen sechs ETFs gegenüberstehen. Bei einem Minus von rund zehn Prozent auf Monatssicht ist der Aktienmarkt-Crash natürlich auch hier zu spüren gewesen, wobei sich das wikifolio damit deutlich besser als zum Beispiel der DAX geschlagen hat. Das gilt auch insgesamt für das wikifolio-Zertifikat (ISIN: DE000LS9BRZ4), das den für viele Anleger immer noch als wichtigste Benchmark geltenden deutschen Aktienindex seit Auflegung im Februar outperformt hat. Sollte sich die optimistische Aktienmarkt-Prognose der Anlageprofis bewahrheiten, dürfte das insgesamt nur mit gut drei Prozent hinten liegende wikifolio recht schnell auch wieder absolut betrachtet in die Pluszone vordringen.

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Unter dem Strich ähnlich, bei allerdings geringeren Kursausschlägen, hat sich das zeitgleich aufgelegte wikifolio „VV Zertifikate Selektor“ entwickelt. Hier kaufen die Vermögensverwalter vor allem Discount- und Bonuszertifikate auf Aktien und Aktienindizes, die Anlegern im Vergleich zu einem Direktinvestment einen gewissen Sicherheitspuffer bieten. Zwar sind die Gewinnchancen solcher Zertifikate in der Regel durch einen Cap begrenzt, dafür ermöglichen sie aber selbst dann noch attraktive Renditen, wenn sich die Börsen nicht permanent im Hausse-Modus befinden. Dementsprechend ist auch die Zielgruppe („Anleger, die stagnierende oder leicht steigende Aktienkurse erwarten“) definiert worden. Angestrebt wird bei diesem wikifolio ein „gleichmäßiger Renditefluss bei deutlich reduziertem Aktienrisiko“. In richtig heftigen Crash-Phasen, wie wir sie in den vergangenen Tagen erleben durften, können die Sicherheitspuffer ihre positive Wirkung allerdings nur begrenzt entfalten, weshalb das wikifolio zuletzt ebenfalls deutlicher an Wert verloren hat (knapp acht Prozent in einem Monat). Sollte sich die Lage in Kürze wieder beruhigen und die einzelnen Sicherheitsbarrieren der Zertifikate dadurch nicht gerissen werden, ist aber auch hier eine schnelle Kurserholung zu erwarten. Zudem bietet das aktuelle Umfeld gerade im Bereich solcher Zertifikate gute Einstiegschancen, da die Konditionen der Produkte wesentlich attraktiver werden. Es ist daher gut möglich, dass der noch vorhandene Cash-Bestand demnächst wieder in neue Discounter oder Bonuszertifikate investiert wird (wikifolio-Zertifikat (ISIN: DE000LS9BTE5).

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