25.05.2016| Von: Stefan Greunz |

Die 2008 auf dem Höhepunkt der Finanzmarktkrise gegründete P&S Vermögensberatungs AG („PSanlage“) ist seit gut 1,5 Jahren bei wikifolio.com aktiv und bietet interessierten Investoren über die einzelnen wikifolio-Zertifikate insgesamt drei verschiedenen Strategien zum Kauf an. Matthias Bohn, Vorstand des in Bayreuth ansässigen Unternehmens, erläutert die Vorgehensweise wie folgt: „wikifolio bietet eine Reihe von Möglichkeiten, deckt allerdings nicht das ganze Spektrum einer professionellen Vermögensverwaltung ab. Wir machen hier also keine VV-Strategie transparent, sondern haben uns dazu entschlossen, einzelne Bausteine via wikifolio zu veröffentlichen. Von der Grundausrichtung her haben wir einen Stockpicker-Ansatz und lösen uns damit bei den wikifolios von einer Markteinschätzung. Treiber der Performance sind im Wesentlichen die Unternehmensdaten“.

Besonders am Herzen liegt dem Vorstand das wikifolio „Starke Überzeugungen“ . Hier wird auf eine breite Diversifizierung verzichtet und stattdessen gezielt auf ca. 10 Einzelwerte mit entsprechend hoher Gewichtung gesetzt. Die dadurch oftmals relativ starken Schwankungen (Maximalverlust bislang rund 39 Prozent) werden bewusst in Kauf genommen. Im Fokus stehen Aktien, die nach Ansicht der Experten eine „überdurchschnittlich niedrige Bewertung“ aufweisen. Beim Anlagehorizont zeigt man sich flexibel und will grundsätzlich abwarten, bis die bestehende Unterbewertung abgebaut wird. Bei einer solchen Strategie brauchen Investoren je nach Marktphase etwas Geduld, was man auch an der Performance des im Oktober 2014 aufgelegten wikifolios sieht. Das liegt aktuell nur knapp über dem Startwert, während das vor 1,5 Jahren emittierte wikifolio-Zertifikat sogar mit 5 Prozent im Minus notiert.

wikifolio Starke Überzeugungen

Noch etwas schlechter sieht es bei dem wikifolio „Starke Banken“ aus, wo wikifolio und Zertifikat bei einem maximalen Rückgang von 35 Prozent jeweils rund 10 Prozent unter Wasser liegen. Das hängt aber natürlich auch damit zusammen, dass die Finanzbranche bei Anlegern schon länger alles andere als beliebt ist. Darauf wird auch in einem aktuellen Kommentar verwiesen: „Die europäischen Banken befinden sich seit Jahresanfang in einem Abwärtsstrudel ... hier fällt es selbst den starken Instituten schwer, positive Kursentwicklungen zu zeitigen ...“. Die Anlageprofis sind dennoch davon überzeugt, dass sich der fundamental getriebene Auswahlprozess langfristig auszahlen wird. Gerade die berufliche Erfahrung der Akteure könnte sich bei der Bewertung von Bilanzkennzahlen, Geschäftsmodellen und Zukunftsaussichten der verschiedenen Banken als großer Vorteil erweisen.

Das dritte wikifolio läuft unter dem Namen „Starke Mischung“ und stellt nach Angaben der Vermögensverwalter „ein Composite aus unseren wikifolios und weiteren Anlageideen“ dar. Durch den Einsatz von Exchange Traded Funds (ETF) sollen eine stärkere Diversifizierung erfolgen und die Risiken weiter reduziert werden. Bei einer Mischung aus aktuell gut 70 Prozent Aktien und 30 Prozent ETFs notiert das wikifolio nach einem 31-prozentigen Drawdown fast wieder auf Einstand. Das im August 2015 aufgelegte wikifolio-Zertifikat hat bis dahin noch gut 12 Prozent aufzuholen.

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