Ich komme aus dem politischen Journalismus und war lange Zeit für die ARD unterwegs, unter anderem als Auslandskorrespondent in Südasien, später als Produzent einer täglichen Börsensendung. Seit 2004 lebe ich von meinen privaten Investments und habe in diesen 20 Jahren nicht nur die Finanz- und die Eurokrise gesehen, sondern auch jede Menge persönlicher Hoch- und Tiefpunkte. Dazu gehört auch meine Funktion als Verwaltungsrat der envion AG, die zunächst 100 Mio. CHF für ein Kryptoprojekt einsammelte und dann in der Folge juristischer Auseinandersetzungen medienwirksam liquidiert wurde.
Mein Learning aus diesen Erfahrungen ist vor allem eines: niemals die Risiken unterschätzen. Ich bin inzwischen überzeugt davon, dass der Kapitalmarkt genau dies zur Zeit aber tut, dass er die offensichtlichen wirtschaftlichen und geopolitischen Risiken nicht einpreist. Das liegt wohl daran, dass die Investoren, Banker und Fondsmanager, die im Moment am Ruder sind, durch eine jahrzehntelange Schönwetterperiode geprägt wurden. Seit Anfang der 80er Jahre war jede Krise nur ein kleiner Rücksetzer in einer langen Hausse. Das hatte zu tun mit der Liberalisierung der Märkte durch Reagan und Thatcher, der Friedensdividende nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, der Globalisierung, dem Wachstum Chinas und in den vergangenen 10 Jahren vor allem mit der lockeren Geldpolitik der Zentralbanken.
Wer in dieser Zeit groß geworden ist, möchte gerne glauben, dass der nächste Crash nur eine weitere Kaufgelegenheit ist. Doch die Chancen, dass es ganz anders kommt, sind gestiegen. Und die Entscheider in der Finanzwirtschaft sind denkbar schlecht auf einen Paradigmenwechsel vorbereitet. DoomsdayHedge soll eine Alternative zu diesem Mainstream bieten.
Bei seiner Konstruktion gehe ich davon aus, dass wir gerade den Beginn einer Phase großer Umbrüche erleben, wie sie vielleicht alle 70 oder 100 Jahre vorkommen. In solchen Zeiten werden Vermögen vernichtet - aber auch neue geschaffen. Den Umbruch erfolgreich zu navigieren erfordert, alte Weisheiten über Bord zu werfen und flexibel und mit einer breiten Palette von Instrumenten zu reagieren. Deshalb schließe ich keine Anlageklasse aus, gehe long und short und bin geographisch neutral. Zu dieser Strategie gehört auch, deutlich von klassischen Portfolio-Verteilungen abzuweichen. Statt sich vor allem auf Long-Positionen in Aktien und Bonds zu konzentrieren, spielen im ResiliencePortfolio Rohstoffe, Edelmetalle und Shortpositionen eine größere Rolle als sonst üblich.
Die Strategie ist langfristig ausgerichtet, also auf einen Zeitraum von über 10 Jahren, einzelne Positionen werden aber durchaus kurzfristig verändert, wenn es die Lage erfordert.
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Handelserfahrung
Risikoklasse 1:
3 oder mehr Jahre
Risikoklasse 2:
3 oder mehr Jahre
Risikoklasse 3:
3 oder mehr Jahre
Risikoklasse 4:
3 oder mehr Jahre
Risikoklasse 5:
3 oder mehr Jahre