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Das amerikanische Bekleidungsunternehmen Gap hat mit seinen Zahlen zum Startquartal 2024 positiv überrascht. Sowohl der auf 3,39 Milliarden US-Dollar gestiegene Umsatz als auch das nach dem Vorjahresverlust diesmal wieder positive Nettoergebnis von (verwässert) 0,41 Dollar je Aktie lagen deutlich über den Konsensprognosen. Weil der Vorstand zudem seine Jahresziele angehoben hat, mussten im Anschluss zahlreiche Analysten nachziehen. Während der faire Wert der Aktie im Vorfeld bei rund 22 Dollar angesiedelt wurde, liegt das durchschnittliche Kursziel nun bei fast 27 Dollar, wie die aktuelle Zusammenfassung auf aktien.guide zeigt. Durch das Wochenplus von 38 Prozent notiert die Aktie aber weiterhin über dem als fair erachteten Niveau, weshalb gut die Hälfte der Research-Häuser bei Gap auch nur mit „Halten“ votet. Vier Banken raten sogar zum Verkauf des Titels.
Fear of Missing Out bei OHB
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Charles River Laboratories | 15,45% |
| 2 | Medpace Holdings | 8,60% |
| 3 | Akamai Technologies | 6,89% |
| 4 | OHB | 6,90% |
| 5 | Lockheed Martin | 9,84% |
Hinter dem Bremer Raumfahrtkonzern OHB liegen außergewöhnliche Zeiten: Spekulationen über milliardenschwere Satellitenaufträge der Bundeswehr, steigende europäische Raumfahrtausgaben und die Erwartung des SpaceX-Börsengangs ließen den Aktienkurs vom Herbst 2025 bis Mai von 65 Euro auf 685 Euro steigen. Anschließend belasteten die hohe Bewertung, eine Kapitalerhöhung über rund 500 Millionen Euro, der teilweise Ausstieg des Großaktionärs KKR zu einem deutlich niedrigeren Aktienkurs sowie die allgemeine Korrektur bei Raumfahrtwerten, so dass die Aktie in weniger als drei Monaten wieder auf rund 160 Euro zurückfiel.
In der vergangenen Woche legte der Kurs 6,9 Prozent auf 207 Euro zu. Am Montag hatte die Tochter OHB System von der Europäischen Weltraumorganisation ESA den Auftrag für Studien zur geplanten Mond-Forschungsinfrastruktur OASIS erhalten. Die Analysten sind überwiegend optimistisch. NuWays bestätigte Mitte Oktober die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 340 Euro und verwies auf mögliche zusätzliche Bundeswehr-Aufträge. Berenberg sieht 358 Euro, die Deutsche Bank 300 Euro. Goldman Sachs bewertet OHB dagegen mit „Neutral“ und einem Ziel von 250 Euro. Das Konsenskursziel liegt laut aktien.guide bei gut 300 Euro, also 45 Prozent höher als die aktuelle Notierung.
Torsten Maus hat im Laufe der vergangenen Woche in mehreren Tranchen eine neue Position für sein wikifolio TREND-SURFER aufgebaut. In dem aktuell 16 Werte umfassenden Portfolio ist die Aktie noch relativ gering gewichtet, der Trader verfügt aber auch noch über eine Cash-Reserve von 40 Prozent. Maus handelt hier einen marktphasenoptimierten Trendfolgeansatz, bei dem bevorzugt Aktien gekauft werden, die relative Stärke zeigen und bei steigendem Handelsvolumen neue Preishochs markieren. Bei OHB liegt der Fall etwas anders. Hier trifft wohl eher sein Ziel zu, Börsentrends frühzeitig zu identifizieren, um mittelfristig hohe Kursgewinne mit Einzelaktien zu erzielen. Seit Anfang 2019 gelang dem Trader ein jährliches Kursplus von gut 11 Prozent (in Summe: 127 Prozent) bei einem moderaten Maximalverlust von gut 18 Prozent. Ende Mai wurde ein neues Rekordhoch markiert, seitdem läuft eine Korrekturphase.
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Buying the Dip bei Nebius Group
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Carrefour | -15,82% |
| 2 | Iren | -8,24% |
| 3 | NEBIUS GROUP | -5,58% |
| 4 | Carpenter Technology | -23,70% |
| 5 | De'Longhi | -5,86% |
Die Aktie der Nebius Group verlor in der vergangenen Woche 5,6 Prozent. Der niederländische Konzern baut Rechenzentren und vermietet leistungsfähige KI-Rechenkapazität an Unternehmen. Der dafür notwendige Ausbau verschlingt Milliardenbeträge und macht den Zugang zu Fremdkapital zu einem zentralen Faktor. Am Donnerstag meldete Nebius eine besicherte Kreditlinie der Citigroup über 3,5 Milliarden Dollar. Damit will das Unternehmen zusätzliche Rechenzentrumskapazitäten finanzieren und sich Spielraum für die weitere Expansion ab 2027 verschaffen. Die Finanzierung ergänzt Kundenvorauszahlungen und operative Mittelzuflüsse.
Piper Sandler hatte einen Tag zuvor das Kursziel von 237 Dollar auf 185 Dollar gesenkt und die neutrale Einstufung bestätigt. Das Haus reduzierte seine Bewertungsansätze für KI-Cloudanbieter wegen der hohen Investitionen, der ungewissen Kapitalrenditen und des Finanzierungsbedarfs. Die Bank of America bestätigte dagegen ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 310 Dollar. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie immer noch mit 90 Prozent im Plus, hat seit dem Hoch im Juni aber fast die Hälfte an Wert verloren. Das sehen einige wikifolio Trader als Einstiegschance.
Ronny Böhnisch hatte in seinem wikifolio Investments Long und Short vor knapp zwei Wochen bei Kursen von rund 180 Euro einen Teil seiner Nebius-Aktien veräußert, die Position durch drei Zukäufe zuletzt aber wieder ausgebaut. Im Schnitt bezahlte er dabei nur rund 151 Euro. Der Trader verfolgt beim Börsenhandel einen recht flexiblen Ansatz und bedient sich dabei der technischen Analyse und der Bewertung unternehmensspezifischer sowie globaler Fundamentaldaten. Aktuell ist das Portfolio zu gut 70 Prozent investiert. Das wikifolio wird im November vier Jahre alt und weist eine Gesamtperformance von 69 Prozent aus. Die p.a.-Rendite liegt damit bei gut 14 Prozent, seit Jahresbeginn ist der Kurs um 20 Prozent gestiegen. Der maximale Drawdown beträgt 26 Prozent.
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Taking Profits bei MongoDB
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Drägerwerk (VZ) | 5,45% |
| 2 | Technotrans | 5,74% |
| 3 | Zalando | 6,73% |
| 4 | KKR & Co | 6,28% |
| 5 | MongoDB | 10,75% |
Die MongoDB-Aktie legte in der vergangenen Woche um 10,7 Prozent zu. Besonders kräftig ging es am Dienstag und Mittwoch nach oben. Am Donnerstag folgte ein stärker Rückgang, bevor die Aktie am Freitag wieder anzog. Das US-Unternehmen entwickelt Datenbanksoftware, mit der Unternehmen große Mengen unterschiedlicher Daten speichern und für Anwendungen verfügbar machen. Am Dienstag hatte MongoDB neue quelloffene Vorlagen für KI-Agenten vorgestellt. Diese können beispielsweise Datenbankwarnungen auswerten, langsame Abfragen analysieren und Informationen über Datenstrukturen abrufen. Die Vorlagen greifen auf die Cloudplattform Atlas zurück und sollen die Einrichtung solcher Automatisierungen vereinfachen.
Die Aktie zeigt sich in diesem Jahr sehr volatil und liegt unter dem Strich 11 Prozent im Minus. Mehrere wikifolio Trader haben den jüngsten Aufschwung zum Ausstieg genutzt. Marcel Zschörnig entfernte MongoDB am Donnerstag aus seinem wikifolio Wachstumsaktien Weltweit MS und realisierte dabei ein Kursplus von 39 Prozent. „Die Aktie befindet sich im oberen Viertel der ausgeprägten Seitwärtsphase bei einer wahrscheinlich sehr hohen Bewertung. Daher nehme ich die Gewinne fürs wikifolio mit“, schrieb der Trader erklärend dazu. Zschörnig ist seit 2012 an der Börse aktiv, beobachtet täglich die Märkte und betreibt einen eigenen Podcast. Für das wikifolio hat er sich auf das frühzeitige Erkennen von disruptiven und stark wachsenden Unternehmen auf der ganzen Welt spezialisiert. Bei der Auswahl achtet er sowohl auf fundamentale als auch auf charttechnische Kennzahlen. Das Anfang 2019 eröffnete Musterdepot liegt aktuell mit 311 Prozent im Plus. Der Wert wurde somit pro Jahr im Schnitt um gut 20 Prozent gesteigert. Der maximale Verlust betrug bislang rund 51 Prozent. Aktuell notiert das wikifolio nur knapp unter seinem Allzeithoch.
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Jumping the Ship bei Moderna
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Moderna | -7,22% |
| 2 | Alphabet A (Google) | -5,46% |
| 3 | Corcept Therapeutics | -20,81% |
| 4 | Lumentum Holdings | -7,90% |
| 5 | Infineon | -6,02% |
Mit einem Wochenverlust von 7,2 Prozent gehörte der Biotechnologiekonzern Moderna zu den schwächeren Aktien. Am Donnerstag brach der Kurs zeitweise um rund 25 Prozent ein. Auslöser waren veröffentlichte Details einer Phase-III-Studie zu einem personalisierten Krebsimpfstoff, den Moderna gemeinsam mit Merck entwickelt. In der Studie mit mehr als 1.100 Hautkrebspatienten soll die Kombination aus dem Impfstoff Intismeran und der Immuntherapie Keytruda das Risiko eines Rückfalls oder Todes um 42 Prozent verringert haben. Das Risiko von Fernmetastasen oder Tod sank demnach um 38 Prozent.
Die Analysten von UBS und William Blair beurteilten die neuen Studienergebnisse positiv, verwiesen aber auf die hohen Erwartungen im Vorfeld. Noch ausstehende Daten zum Gesamtüberleben und zur Wirksamkeit bei weiteren Krebsarten seien für die weitere Entwicklung des Impfstoffs relevant. Die Moderna-Aktie hatte sich seit Jahresbeginn vor der Veröffentlichung mehr als verfünffacht. Einige wikifolio Trader gingen nun auf Nummer sicher und trennten sich von dem Titel.
TRADING-SENTIMENT

Gerald Asamer realisierte dabei für sein wikifolio Global News and Trends einen kleinen Verlust. „Der Abverkauf deutet eher auf enttäuschte hohe Erwartungen beziehungsweise Gewinnmitnahmen hin als auf ein Scheitern der Studie. Da der Markt derzeit auch positive News gnadenlos abverkauft, wurde die Position heute verkauft“. Der Trader analysiert Nachrichten und weltweite Trends, um möglichst fundierte Anlageentscheidungen zu treffen. Dabei nutzt er die Charttechnik als unterstützendes Analyseinstrument. Bei einer überwiegend kurz- bis mittelfristigen Anlagedauer wird kontinuierlich überprüft, wie sich der Newsflow auf die einzelnen Positionen auswirkt. Bei Moderna hatte genau das jetzt Konsequenzen. Eröffnet wurde das Portfolio im März 2023. Seitdem konnte der Trader den Wert schon um 222 Prozent (38 Prozent p.a.) steigern, bei einem Maximum Drawdown von gut 20 Prozent. Bei den Risiko-Kennzahlen schneidet das wikifolio bislang überdurchschnittlich gut ab.
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