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Das amerikanische Bekleidungsunternehmen Gap hat mit seinen Zahlen zum Startquartal 2024 positiv überrascht. Sowohl der auf 3,39 Milliarden US-Dollar gestiegene Umsatz als auch das nach dem Vorjahresverlust diesmal wieder positive Nettoergebnis von (verwässert) 0,41 Dollar je Aktie lagen deutlich über den Konsensprognosen. Weil der Vorstand zudem seine Jahresziele angehoben hat, mussten im Anschluss zahlreiche Analysten nachziehen. Während der faire Wert der Aktie im Vorfeld bei rund 22 Dollar angesiedelt wurde, liegt das durchschnittliche Kursziel nun bei fast 27 Dollar, wie die aktuelle Zusammenfassung auf aktien.guide zeigt. Durch das Wochenplus von 38 Prozent notiert die Aktie aber weiterhin über dem als fair erachteten Niveau, weshalb gut die Hälfte der Research-Häuser bei Gap auch nur mit „Halten“ votet. Vier Banken raten sogar zum Verkauf des Titels.
Fear of Missing Out bei Halozyme Therapeutics
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Rheinmetall | 16,52% |
| 2 | Halozyme Therapeutics | 8,96% |
| 3 | Nemetschek | 7,99% |
| 4 | Scout24 | 10,56% |
| 5 | Nordex | 9,70% |
Im Patentstreit mit dem Pharmakonzern Merck hat Halozyme Therapeutics Anfang Oktober einen Erfolg erzielt. Ein Gericht in Den Haag untersagte die Herstellung und den Vertrieb der unter die Haut gespritzten Keytruda-Variante in acht europäischen Ländern. Die Richter sahen ein Patent von Halozyme auf eine Enzymtechnologie verletzt. Der US-Konzern lizenziert Technologien, mit denen sich Infusionsmedikamente als kurze Spritze unter die Haut verabreichen lassen.
Bereits einen Tag vor dem Urteil hatte der Pharmapartner argenx die Zusammenarbeit mit Halozyme ausgeweitet. Die Technologie soll künftig bei weiteren Medikamenten eingesetzt werden. Dadurch kann Halozyme zusätzliche Zahlungen und Umsatzbeteiligungen erhalten. Die Analysten von TD Cowen erhöhten vergangene Woche ihr Kursziel von 105 Dollar auf 130 Dollar. H.C. Wainwright hatte das Kursziel jüngst von 115 Dollar auf ebenfalls 130 Dollar angehoben und erwartet nach dem Urteil bessere Chancen auf einen für Halozyme vorteilhaften Vergleich.
Die Aktie legte in der vergangenen Woche 9,0 Prozent zu und war auch bei den wikifolio Tradern heiß begehrt. Gerald Asamer baute für sein wikifolio Global News and Trends am Mittwoch und am Donnerstag eine Position auf und gewährte der Aktie einen Depotanteil von rund 4 Prozent. Der Trader analysiert regelmäßig Nachrichten und weltweite Trends, um möglichst fundierte Anlageentscheidungen zu treffen. Das hat ihm bislang eine Performance von 229 Prozent oder knapp 40 Prozent im Jahresdurchschnitt gebracht. Im laufenden Jahr liegt er mit 20 Prozent im Plus. Das Portfolio besteht aktuell aus 13 Aktien, einem Bitcoin-ETP und 34 Prozent Cash.
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Buying the Dip bei Amphenol
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Amphenol | -8,36% |
| 2 | Illumina | -5,92% |
| 3 | ams | -17,86% |
| 4 | ASML Holding (ADR) | -8,13% |
| 5 | Frontline | -6,74% |
Die Amphenol-Aktie verlor in der vergangenen Woche 8,4 Prozent an Wert, nachdem sie vor allem im vergangenen Jahr deutlich gestiegen war. Die auf 3,7 Prozent gestiegene US-Inflation schürte Ängste, dass die Finanzierungskosten für den milliardenschweren Ausbau von KI-Rechenzentren länger hoch bleiben. Das belastete die Aktien vieler Zulieferer wie Amphenol. Das Unternehmen produziert Steckverbinder und Hochgeschwindigkeitskabel, die auch in Servern und Datennetzen eingesetzt werden.
Aus der Branche kamen gute Nachrichten. Zu Beginn der abgelaufenen Woche haben Nvidia und Cisco einen neuen Standard für optische Verbindungen angekündigt. Amphenol soll die dafür benötigten Steckverbinder und Module mitentwickeln. Die Technik soll die Bandbreitendichte gegenüber bisherigen Modulen vervierfachen. Die Bank of America erhöhte daraufhin das Kursziel von 99 Dollar auf 104 Dollar. Das Institut erwartet für das abgelaufene dritte Quartal 9,62 Milliarden Dollar Umsatz, mehr als die Markterwartung von 9,45 Milliarden Dollar. Im zweiten Quartal hatte Amphenol den Umsatz um 55 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar gesteigert.
Das Konsenskursziel der Researchhäuser liegt laut aktien.guide aktuell bei rund 101 Dollar und damit gut 20 Prozent über dem Aktienkurs. Weiteres Potenzial sieht auch wikifolio Trader Thorsten Feige. Der hat bei Amphenol vor gut einer Woche eine größere Position für sein wikifolio MarktfuehrerVolatil von TFimNetz eröffnet. Am vergangenen Donnerstag stockte er den Bestand noch weiter auf, so dass die Aktie jetzt der fünftgrößte Titel in dem Portfolio ist. Das besteht aus 13 Aktien und einem Bitcoin-ETP. Seit dem Start im Januar 2023 erzielte der Trader einen Wertzuwachs von 70 Prozent oder gut 15 Prozent im Jahresschnitt. Bei Amphenol verwies er auf weitere Analysen von Citigroup und Goldman Sachs, die ihre Kursziele sogar auf 112 bzw. 116 Dollar erhöht haben. Feige setzt auf Marktführer, die über Burggräben gegenüber der unmittelbaren Konkurrenz verfügen und deren Aktien aus seiner Sicht fair bewertet sind.
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Taking Profits bei Verbio
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | The Home Depot | 5,85% |
| 2 | Verbio | 9,83% |
| 3 | Accenture | 9,45% |
| 4 | Cintas | 5,86% |
| 5 | Coca-Cola | 6,04% |
Ein Analysten-Update löste bei Verbio am Freitag einen Kurssprung von 16,6 Prozent aus. Jefferies stufte den Hersteller von Biodiesel, Bioethanol und Biomethan von „Hold“ auf „Buy“ hoch und erhöhte das Kursziel von 36 Euro auf 42 Euro. Das Institut rechnet mit höheren Biodieselmargen und einer Verknappung am Markt. Strengere deutsche Vorgaben zur Treibhausgasminderung könnten die Nachfrage nach erneuerbaren Kraftstoffen zusätzlich erhöhen. Jefferies verwies zudem auf das weitgehend abgeschlossene Investitionsprogramm von rund einer Milliarde Euro.
Bei einem Kapitalmarkttag am 8. Oktober hatte Verbio in Bitterfeld eine neue Anlage für biobasierte Spezialchemikalien in Betrieb genommen. Nach dem Ausbau will der Konzern die Auslastung bestehender Anlagen erhöhen und den Cashflow steigern. Für das Geschäftsjahr 2026/27 peilt Verbio ein EBITDA von 210 Millionen bis 250 Millionen Euro an. In der abgelaufenen Woche legte die Aktie insgesamt um 9,8 Prozent zu. Zum Start der neuen Woche setzte sich der Höhenflug fort. Der Biosprithersteller profitiert von Diskussionen über eine Erhöhung der Beimischung von Biokraftstoffen.
Die Aktie war seit dem Korrekturtief im April 2025 von gut 7 Euro auf über 47 Euro geklettert, befindet sich seit diesem Frühjahr aber im Korrekturmodus. Thorsten Niehaus hat den aktuellen Aufschwung genutzt, um sich von einigen Stücken in seinem wikifolio Klimaschutz stock picking zu trennen. Dabei erzielte er am Mittwoch einen Gewinn von rund 13 Prozent. Verbio ist jetzt noch mit knapp 2 Prozent vertreten. Der Trader konzentriert sich auf Aktien von „Klimaschutz-Unternehmen“ aus der zweiten Reihe, die bisher noch nicht von dem Börsen-Hype erfasst wurden. Dabei analysiert er fundamentale Kennzahlen wie KGV, KUV, KBV oder den Verschuldungsgrad und blickt auf das erwartete Wachstum und die Erfolgsaussichten der Geschäftsmodelle. Das mit 40 Aktien voll investierte Portfolio liegt seit Mai 2021 mit 216 Prozent (23,5 Prozent p.a.) im Plus.
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Jumping the Ship bei Micron Technology
| # | Name | Performance 7 Tage |
|---|---|---|
| 1 | Micron Technology | -14,81% |
| 2 | Dell Technologies | -23,07% |
| 3 | Marvell Technology | -17,11% |
| 4 | SanDisk | -17,79% |
| 5 | Bloom Energy | -20,32% |
Die Aktie von Micron Technology gab auf Wochensicht fast 15 Prozent nach. Auslöser war unter anderem die Meldung des chinesischen Konkurrenten CXMT über Fortschritte bei einer neuen DRAM-Speicherarchitektur. Mit der sogenannten 4F²-Bauweise lassen sich mehr Speicherzellen auf derselben Chipfläche unterbringen. Bei erfolgreicher Serienfertigung könnte zusätzlicher Wettbewerb die hohen Speicherpreise und Gewinnmargen belasten. Jefferies verwies allerdings auf die noch offene kommerzielle Umsetzbarkeit der Technik, Rosenblatt Securities auf bislang fehlende Nachweise für eine wirtschaftliche Serienfertigung.
Gleichzeitig verschärfte aber die höhere US-Inflation die Finanzierungssorgen rund um den milliardenschweren Ausbau von KI-Rechenzentren. Micron hatte Ende September für das vierte Geschäftsquartal einen Rekordumsatz von 54,23 Milliarden Dollar gemeldet und für das laufende Quartal 61,5 Milliarden Dollar Umsatz plus/minus 1,5 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Der Hersteller beliefert unter anderem KI-Server mit Hochleistungsspeicher. Die Aktie stieg von April 2025 bis Juni 2026 von gut 60 Dollar auf über 1.250 Dollar und notiert aktuell bei knapp 880 Dollar.
TRADING-SENTIMENT

Die jüngsten Nachrichten bewegten viele wikifolio Trader zu Gewinnmitnahmen. Sascha Steiger verkaufte die in seinem wikifolio Aggressive Technology relativ hoch gewichtete Micron-Aktie am Dienstag per Stop-Limit-Verkauf und realisierte dabei einen Gewinn von 194 Prozent. Die Cashquote stieg dadurch auf aktuell 66 Prozent. Der Trader setzt auf Aktien von Unternehmen aus dem Technologie-Sektor und hat aktuell noch Microsoft, Alphabet und Nvidia in seinem Depot. Seit dem Frühjahr 2013 verbucht er einen Wertzuwachs von 264 Prozent. Bei einem Maximalverlust von 52 Prozent legte das wikifolio im Schnitt gut 10 Prozent pro Jahr zu. Seit Jahresbeginn sind es 19 Prozent.
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