Was steckt hinter der Preisexplosion? Kurz gesagt - ein perfekter Sturm: Der US-Dollar rutscht auf Mehrwochentiefs, Trump stiftet mit seiner Geopolitik Chaos, und immer mehr Anleger verlieren das Vertrauen in Papierwährungen. Die Flucht in sichere Häfen ist keine Randerscheinung mehr.
Knappheit meets Squeeze
Gleichzeitig herrscht physische Knappheit – KI-Rechenzentren werden Unmengen verschlingen, in den Londoner Tresoren lagern nur noch knapp 28.000 Tonnen. Jetzt wird es brisant: über 200 Millionen Unzen Netto-Short-Positionen lasten auf dem Markt. Genau diese Wetten könnten den Preis jahrelang gedrückt haben – nun steigt der Druck zur Eindeckung. Künftige Kursziele reichen von 170 USD (Bank of America) bis 200 USD. Trotz eines klar nach oben gerichtetem Trend, sind bei solch starken Trends immer auch scharfe Korrekturen denkbar, die sich dann rückblickend oft als ideale Kaufzeitpunkte entpuppt haben.
Gute Intuition
Quartalszahlen, geopolitische Erschütterungen, überraschende Nachrichten – für Natalie Görzen sind solche Ereignisse keine Störfaktoren, sondern Einladungen. Ihr wikifolio Aktuelle Trends NG lebt davon, genau diese Momente zu nutzen. Sie scannt fortlaufend Gesamtmarkt, Branchen und Einzelwerte, um erfolgversprechende Einstiegschancen aufzuspüren. Dabei kombiniert sie fundamentale Kennzahlen wie Umsatzrendite und Eigenkapitalquote mit charttechnischen Signalen, um einen möglichst günstigen Zeitpunkt für Kauf und Verkauf zu ermitteln. Ihr Instrumentenkasten ist breit gefächert: Neben Aktien kommen auch ETFs, Hebelprodukte und gelegentlich Fonds oder Zertifikate zum Einsatz – Diversifikation steht im Vordergrund. Die Haltedauer orientiert sich an einem kurz- bis mittelfristigen Anlagehorizont, doch Görzen bleibt offen: Entwickelt sich eine Position vielversprechend, darf sie auch länger im Depot verweilen. Diese pragmatische Mischung aus Opportunismus und Disziplin verlangt permanente Wachsamkeit – doch genau darin sieht sie den Reiz. Im Grunde besteht das wikifolio aus drei Blöcken, mit 7,3 % Cash aktuell sogar aus vier. Den größten Brocken bilden die 25 Aktienwerte (53,5 %), die ziemlich breit gestreut sind: (Pharma), (Tech), (Rüstung), (Baustoff) und (Edelmetallminen). Es folgt der zweitgrößte Block mit 18 ETFs (35,8 %), darunter XTRACK. ETC SILBER 80 und WisdomTree Precious Metals u.a. Unter den sechs strukturierten Produkten (3. Block: 3,4 %) ist auch ein OPEN END-TURBO-OPTIONSSCHEIN auf Silber. Görzen verzeichnet seit dem Start im Juli 2018 eine großartige durchschnittliche Jahresrendite von +18,7 %, was insgesamt einen Anstieg von +267 % bedeutet.
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Keine Aktien
Gold, Silber & Co. auf der einen und Bitcoin sowie andere Kryptos auf der anderen Seite in nur einem Portfolio? Thomas Dellmann wagt mit Edelmetalle und Krypto genau diesen Spagat. Statt auf Einzelaktien fokussiert er sich ausschließlich auf ETFs, ETCs und ETNs, um beide Welten abzubilden. Seine Struktur folgt einem festen Schema: Gold bildet mit 20 % den Anker, Silber und Platin bringen jeweils 15 % Anteil mit, Palladium rundet die Edelmetallseite ab. Auf der digitalen Flanke überwiegen Bitcoin und Ethereum, ergänzt durch kleinere Positionen in Litecoin und XRP. Diese klare Gewichtung ist kein Zufall, sondern Kalkül – Diversifikation soll das Risiko dämpfen. Das regelmäßige Rebalancing bringt die Verteilung alle sechs Monate zurück ins Lot, egal wie wild sich die einzelnen Positionen zwischenzeitlich entwickelt haben. Dellmanns Entscheidungen fußen auf einer makroökonomischen Globalanalyse. Dabei fließen Konjunkturzyklen, Geldmengenentwicklung, Inflationstrends und das politische Umfeld in seine Überlegungen ein. Der Anlagehorizont? Mittel- bis langfristig. Eine Cash-Quote von null ist hier kein Ausnahmezustand, sondern Teil des Konzepts. Der WisdomTree Silver ETC stellt inzwischen die größte Position des wikifolios dar – dem voranstürmenden Silberbullen sei Dank. Auf den Plätzen rangieren XETRA Gold, ein Platin ETC, der 21SHARES BITCOIN ETP OE und der 21SHARES ETHER ETP OE. Seit der Auflegung im März 2020 summiert sich der Wertzuwachs auf inzwischen überragende +830 %. Dies entspricht einer ebenso beeindruckenden jährlichen Durchschnittsperformance von +45,6 %.
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Nur Aktien
Analysten? Überbewertet. Charttechnik? Kaffeesatzleserei. Andreas Weitzel macht aus seiner Skepsis gegenüber gängigen Börsenmethoden keinen Hehl. Drei Jahrzehnte Markterfahrung haben ihn zu einer klaren Überzeugung geführt: Nur wer nicht der Masse folgt, gewinnt am Ende. Sein wikifolio Gegen den Strom schwimmen! ist das konsequente Abbild dieser Philosophie. Er handelt ausschließlich Aktien und beschränkt sich dabei auf Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung – große Namen, die seiner Einschätzung nach weniger anfällig für dramatische Abstürze sind. Im Moment hat er 23 Einzelaktien zu managen, darunter eine ganze Heerschar an Mining-Gesellschaften wie Barrick Mining, , , und . Mit 4,6 % Cash in der Kriegskasse sind allerdings derzeit keine größeren Zukäufe für Weitzel möglich. Antizyklisches Investieren bildet den Kern seines Vorgehens: Kaufen, wenn andere verkaufen, verkaufen, wenn Euphorie herrscht. Was ihn dabei ausdrücklich nicht interessiert sind Kopf-Schulter-Formationen und ähnliche Chartmuster, die im Nachhinein jeden Kursverlauf erklären können, oder Analystenempfehlungen, die oft von Fremdinteressen geleitet seien. Stattdessen vertraut Weitzel auf eigene Einschätzungen und seine Erfahrung. Die nackten Zahlen sprechen für ihn. Er hat seit der Auflage im Dezember 2014 eine durchschnittliche Jahresperformance von sehr starken +23,7 % erzielt und damit ein Gesamtplus von +983 % erreicht.
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Was kommt?
Die kommende Berichtswoche startet hierzulande mit den Einzelhandelsumsätzen, vorgelegt von Destatis. Ebenfalls am Montag wird in den USA der ISM Manufacturing PMI präsentiert. Nach einem eher ruhigeren Dienstag stehen am Mittwoch mehrere wichtige Termine an: Harmonisierter Verbraucherpreisindex für die Eurozone sowie in den USA die ADP-Statistik zur Änderung der Beschäftigungszahlen und der ISM-Einkaufsmanagerindex. Sowohl die EZB als auch die Bank of England geben am Donnerstag ihre Zinssatzentscheidungen bekannt. Am Freitag spielt dann wieder in den USA die Musik: aktuelle Zahlen zu neu geschaffenen Arbeitsplätzen, zum durchschnittlichen Stundenverdienst und der Consumer Sentiment Index aufbereitet von der Universität Michigan.
Weiter unter Dampf steht die US-Berichtssaison mit einigen der Big Techs – (Mo), (Di), (Mi) und (Do) legen ihre Quartalszahlen vor.
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