Wenn derartige Traumzahlen nicht für Euphorie sorgen, dann zeigt das eine gewisse Vorsicht der Marktteilnehmer, was für das KI-Thema gar nicht so negativ ist. Eine Studie der weitgehend unbekannten Analysefirma Citrini hatte Tage zuvor den Markt aufgewühlt. Demnach könnte die Künstliche Intelligenz derart mächtig werden, dass ganze Geschäftsmodelle wegbrechen.
Rotation statt Rückzug
Während weiter auf der Seite der Profiteure dieser Entwicklung stehen sollte, rauschten SaaS-Titel („Software as a Service“) wie CrowdStrike und zweistellig in den Keller. Die Ironie: Dieselbe KI, die Software-Geschäftsmodelle bedroht, verschlingt Unmengen an Strom und treibt damit Energie-, Rohstoff- und Infrastrukturwerte in die Höhe. Versorger und Netzbauer profitieren von genau diesem Boom. Wer die Rotationsphase versteht, findet die verborgenen Chancen abseits des Hypes.
Gütesiegel: „Alpha Strong“
Franz Hinterwirth hat sein wikifolio Trend links unten-rechts oben nach seinem Kernprinzip benannt: Positionen einzugehen, wenn der langfristige Aufwärtstrend klar erkennbar ist. Als konkretes Einstiegssignal dient das 52-Wochen-Hoch – erst wenn eine Aktie diese Marke übersteigt, wird sie zum Kandidaten. Verlässt ein Titel seinen Aufwärtstrend oder entwickelt er sich spürbar schlechter als der Markt, fliegt er wieder aus dem Portfolio. Freiwerdende Mittel fließen umgehend in neue Positionen, welche die charttechnischen Mindestanforderungen erfüllen – das wikifolio ist deshalb außer in ausgeprägten Bärenmärkten weitgehend investiert, wenngleich Hinterwirth derzeit einen kleinen Cash-Anteil von knapp 7 % bereithält. Besonderes Gewicht legt er auf Diversifikation: Viele Werte aus möglichst unterschiedlichen Branchen sollen das Klumpenrisiko begrenzen. Die Haltedauer richtet sich nach dem individuellen Trend einer Position und ist grundsätzlich längerfristig angelegt. Im Moment stecken 52,9 % seines Kapitals im Block mit Einzelaktien, ganze 148 an der Zahl. Darunter sind neben Mega-Star Nvidia weitere KI-Profiteure aus den oben genannten Sektoren wie , , und . Den zweiten Block (40,3 %) bilden 78 ETFs, welche sich vor allem auf die größeren Indizes beziehen. Mit einer durchschnittlichen Jahresperformance von satten +15,4 % hat das wikifolio seit der Auflegung im August 2014 ein Plus von +422 % erwirtschaftet. Dass Hinterwirth mit seiner Strategie nicht nur den Trend reitet, sondern den Index auch aktiv schlägt, belegt das wikifolio Merkmal „Alpha Strong“ – ein Gütesiegel für nachgewiesene Überrendite jenseits der allgemeinen Marktbewegung.
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Zwei Filter, ein Ziel
Mit seinem wikifolio Quality values wandelt Alexander Görzen zwischen zwei Analysewelten. Auf der einen Seite stehen Unternehmen mit zukunftsorientierten Produkten und Dienstleistungen, die er zunächst anhand ihrer fundamentalen Kennzahlen der vergangenen Jahre unter die Lupe nimmt. Auf der anderen Seite muss das Chartbild stimmen: Ein möglichst kontinuierlich positiver Kursverlauf über fünf bis zehn Jahre ist für ihn Grundvoraussetzung. Die Haltedauer ist überwiegend kurzfristig ausgerichtet, wobei das Anlageuniversum bewusst keine Grenzen kennt – neben Aktien kommen ETFs, Hebelprodukte, Fonds und Anlagezertifikate zum Einsatz. Für ETFs gilt ein eigenes Konzept: Rund 10 bis 20 % des Kapitals fließen in Indexfonds, von denen ein Teil langfristig gehalten wird, während der andere für kurz- bis mittelfristige Trades und den Aufbau eines Cash-Puffers zur Absicherung reserviert ist – falls nötig, wird durch Hebelprodukte ergänzt. Was diesen Ansatz zusammenhält, ist die Überzeugung, dass weder Fundamentalanalyse noch Charttechnik allein ausreichen – erst ihr Zusammenspiel liefert die Grundlage für eine fundierte Entscheidung. Wie sein Vorgänger kennt auch Görzen zwei dominierende Blöcke: 50 Einzelaktien machen gut die Hälfte des Portfolios (51,5 %) aus – darunter Nividia und diverse KI-Zulieferer wie e, Prysmian, und –, während 47 ETFs mit rund 46 % fast ebenso viel Gewicht auf die Waage bringen. Sechs strukturierte Produkte (0,9 %) sowie eine kleine Cash-Quote von 1,5 % runden das wikifolio ab. Das Ergebnis seit August 2018 kann sich sehen lassen: +584 % Gesamtperformance, was einem eindrucksvollen jährlichen Durchschnitt von +29,2 % entspricht.
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Famose Newcomerin
Faktor-Zertifikate auf große Indizes wie den Dow Jones oder den NASDAQ 100 gehören zum festen Werkzeugkasten von Irina Staudinger – deren Anteil passt sie im wikifolio Positionshoehe und alle Werte jedoch laufend der Marktsituation an. Ergänzend setzt sie auf Aktien, die sie nach eigenem Ermessen auf Wachstumspotenzial prüft und auch langfristig hält, falls die Daten im Zeitablauf weiter überzeugen. Relative Stärke und Sentiment-Analyse dienen dabei als Kompass. Grundsätzlich steht ihr die gesamte Anlagepalette offen, um auf wechselnde Phasen flexibel reagieren zu können. Mit einem Gesamtanteil von 73,4 % dominieren die 34 Einzelaktien des Portfolios. Die aktuell hohe Gewichtung ist ein Beleg dafür, dass nicht eine feste Allokation umgesetzt wird, sondern das Marktumfeld entscheidend für die Zusammensetzung ist. Neben Nvidia finden sich weitere KI nahe Schwergewichte wie , , und im wikifolio. Bei den fünf ETFs (25,6 %) ist Gold stark überrepräsentiert. Für weitere Einkaufstouren fehlen aktuell allerdings die liquiden Mittel. Seit dem Start im März 2023 wächst der Track Record steil an – und liefert Hinweise auf den Investmentstil von Staudinger. Das charakteristische Kursmuster besteht aus steilen Aufwärtsschüben, die von ruhigeren Seitwärtsphasen unterbrochen werden. Was dagegen fehlt, sind starke Einbrüche, worauf auch die Rendite/Risiko-Kennzahl von 0,9 hinweist. Im Schnitt wuchs das wikifolio um atemberaubende +117,4 % jährlich – kumuliert ist das ein Plus von +912 %.
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Was kommt?
Destatis startet am Montag die kommende Berichtswoche mit den deutschen Einzelhandelsumsätzen. In den USA wird der ISM Manufacturing PMI veröffentlicht. Am Dienstag dürfte der Kern-Verbraucherpreisindex für die Eurozone von erhöhtem Interesse sein. Arbeitslosenzahlen und Erzeugerpreisindex in der Eurozone stehen am Mittwoch auf der Tagesordnung, ebenso wie Beschäftigungszahlen und der ISM-Einkaufsmanagerindex in den USA. Nach einem ruhigeren Donnerstag kommt es am Freitag in den USA noch einmal zu wichtigen Terminen: Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen, zum durchschnittlichen Stundenlohn u.a..
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