Trends - spekulativ, Investment

NorthernCapital
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Handelsidee

Dieses Portfolio soll aus 2 Anlagestrategien bestehen, um die bestmögliche Rendite im Verhältnis zum Risiko zu erzielen:

Investieren: Ein Teil des Portfolios soll langfristig in nachhaltig gute Unternehmen investiert werden. Hier soll sich die Analyse hauptsächlich auf die fundamentalen Daten beschränken.

Spekulatives Trading: Trendfolge ist meiner Meinung das wichtigste Mittel um an der Börse Geld zu verdienen. Deshalb soll bei der ersten dynamischen Bewegung dem Trend gefolgt werden. Die Haltedauer kann kurzfristig sowie mittelfristig sein. Hier soll hauptsächlich die technische Analyse angewendet werden, mit Fibonacci Retr., Trendlinien sowie Unterstützungs- und Widerstandslinien.

Ich beabsichtige ein diszipliniertes Money Management zu betreiben, wodurch dem Portfolio viele Risiken entnommen werden sollen.
Transparenz des Porfolios ist auch besonders wichtig. Deshalb beabsichtige ich zu den meisten Trades und Marktlagen Kommentare beizufügen.
Die Strategie soll mit Aktien und ETFs umgesetzt werden. mehr anzeigen
Stammdaten
Symbol
WF000TECHI
Erstellungsdatum
02.04.2013
Indexstand
High Watermark
138,5

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Enrico La Quatra
Mitglied seit 02.04.2013

Entscheidungsfindung

  • Technische Analyse
  • Fundamentale Analyse
  • Sonstige Analyse

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

Sehr geehrte Investoren,

es hat sich viel getan seit meinem letzten Kommentar Ende Januar. Weltweite Aktienindizes sind durch den Corona-Virus stark gefallen und die Wahrscheinlichkeit, dass wir dieses Jahr eine weltweite Rezession sehen werden ist stark gestiegen. Durch den Corona-Virus sind enorme Unsicherheiten entstanden. Durch den weltweiten Einbruch der Nachfrage aber auch an Arbeitlsleistung werden die Einkommen sinken. Ray Dalio bezeichnet diese Einkommensverluste als sogenannte "Löcher" in der Weltwirtschaft. Wirtschaftlich betrachtet ist der Corona-Virus vermutlich aber nur ein marginales Problem oder eher der Grashalmen der das Camel zusammenbrechen lies. Schon bereits vor der Corona-Krise beschrieb ich in meinen vorherigen Kommentaren meine Sorge über die aktuelle wirtschaftliche Situation. Grob zusammengefasst ist die Kombination aus dem historisch niedrigsten Zinsumfeld aller Zeiten, den teuersten Aktienpreise (auf Basis des "Market Cap to GDP" und des Shiller PE) aller Zeiten, der höchsten Gesamtverschuldung aller Zeiten und der längsten Bullen-Rallye aller Zeiten, ein absolutes Pulverfass. Der Grund warum ich bereits vorher eine so hohe Cash-Quote hatte lag an dem extrem risikoreichen Umfeld in dem wir uns befinden. Das Problem ist, dass niemand vorhersehen kann was in den nächsten Jahren wirtschaftlich passieren wird und wenn jemand behaupte er könne das, dann sollte man denjenigen nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken. Der Corona-Virus hat das Potenzial die schuldenfinanzierte Weltwirtschaft engültig zu brechen und die Folgen könnten uns noch weitaus länger verfolgen als der Virus an sich. Wie jetzt aber der Staat mit dieser Situation umgeht ist das nächste Rätsel. Eindeutig haben aktuelle Entwicklungen deflationäre Tendenzen und es wird vermutlich viele Defaults und Schuldenschnitte geben, welche ausgeglichen werden müssen. Ob jetzt der Staat durch Schuldenfinanzierung oder durch Geld drucken diese "Löcher" stopfen kann ist sehr schwierig zu beurteilen. Da der Staat jedoch der größte Schuldner ist und ein deflationäres Umfeld alles andere als befürwortet, kann man, wie man bereits häufiger in der Geschichte beobachten konnte, mit hohen Inflationsraten rechnen. In diesen Zeiten sind bilanzstarke Unternehmen welche relativ unabhängig vom Corona-Virus agieren der sichere Weg. Ich halte natürlich weiterhin ausschau nach günstigen Unternehmen und es gibt sicherlich bereits mehr attraktive Unternehmen als noch vor wenigen Monaten, jedoch muss man meiner Meinung nach vorsichtig mit hastigen Käufen sein (was man derzeit stark bei vielen beobachten kann). Geduld, rationales Entscheiden und Risikoaversion sind hier die richtigen Verhalten. Ich hoffe Sie halten trotz der Sorgen an meinem Wikifolio fest. Die Menschheit wird auch dieses Problem meistern. Mit freundlichen Grüßen

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Allgemeiner Kommentar

Sehr geehrte Investoren,

ich habe meinen letzten Kommentar im Juli 2019 (eine sehr lange Zeit..) geschrieben und wollte mich einmal wieder zu Wort melden. Ich habe seit Juli zwei Transaktionen durchgeführt, welche ich kurz erläutern möchte. Graftech: Graftech stellt Elektroden für sogenannte "Electric-Arc-Furnaces" (elektrische Hochöfen für die Stahlherstellung) her und hat hier einen weltweiten Marktanteil von etwa 20%. Der Markt ist stark konsolidiert und die größten 5 Produzenten decken etwa 80% des weltweiten Verbrauchs. Es gibt hier einige Besonderheiten in diesem Markt: Für die Herstellung dieser Elektroden benötigt man ein Material namens "Petroleum-needle-coke", welches einen erheblichen Anteil der Gesamtkosten verursacht. Graftech stellt als einziges vertikal integriertes Unternehmen in großem Stil dieses Material her und besitzt quasi ein Monopol auf diese Produktion. Außerdem wird "Petroleum Needle Coke" auch für die Herstellung von Lithium-Ionen benötigt. Es gibt mehrere Besonderheiten bei Graftech: Da die Nachfrage und die Preise für die Elektroden (durch erhöhte Nachfrage von elektrischen Hochöfen, da sie wesentlich umweltfreundlich sind als Kohlehochöfen, als auch die erhöhte Nachfrage durch Elektroautos) stark gestiegen sind, hat Graftech die Umsätze und Preise für die nächsten 4 Jahre für ihre Kunden festgesetzt und ist langfristige Lieferverträge eingegangen. Graftech wird für die nächsten 4 Jahre Free Cash Flows von 800 Mio. $ erwirtschaften, was kumuliert über die nächsten 4 Jahre etwa dem Market Cap entspricht. Dies bedeutet: Man bekommt alle zukünftigen Cash Flows nach den vier Jahren geschenkt. Man könnte natürlich argumentieren und behaupten, dass dies ein sehr zyklisches Commodity-Business ist und die Cash Flows nach Auslaufen der Lieferverträge auf 0 fallen, jedoch angesichts der "Tailwinds" aus den Zubauten an elektrischen Hochöfen, besonders in der EU und den USA, als auch die erhöhte Nachfrage durch Elektroautos, werden die Preise wohl kaum fallen. Graftech ist das klassische Mohnish Pabrai-Investment: "low risk, high uncertainty". 

Treehouse Foods: Ich habe Treehouse Foods verkauft, da die Verschuldung generell sehr hoch ist und das Risiko einer Rezession in den nächsten Jahren meines Erachtens ebenfalls relativ hoch ist. Ich weiß, dass man eigentlich nicht auf makroökonomische Events setzen sollte, da man hier keinen Wissensvorteil gegenüber anderen Investoren hat, jedoch fühle ich mich mit der aktuellen Verschuldung in der jetzigen Phase des Zyklus unwohl. Eindeutig ein schlechtes Investment von mir und ich muss daraus lernen, zu versuche bereits vor dem Investment diese Entscheidung zu prognostizieren.

Derzeit beschäftigen mich noch zwei weitere Dinge: Mich besorgt über die letzten Jahre immer mehr, wie sich die US-Indizes verhalten. Sowohl der Shiller PE (10-jahres rollierende Earnings im Verhältnis zum Preis des S&P 500), als auch der Buffett-Indikator "Market Cap to GDP" sind quasi beide auf dem Allzeithoch. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Performance über die nächsten 10 Jahre nicht so aussehen wird, wie die der vergangenen. Das Besorgniserregende ist, dass umso weiter die Preise steigen, desto schlimmer wird der Fall. -"Sell when others are greedy, buy when others are fearful."-Warren Buffett. Außerdem beschäftige ich mich derzeit sehr viel mit dem südkoreanischen Aktienmarkt. Meines Erachtens, ist der südkoreanische Aktienmarkt derzeit der weltweit günstigste. Seit 2009 hat sich der südkoreanische Markt nicht einmal verdoppelt, während hingegen US-Indizes sich vervierfacht haben. In den Bewertungskennzahlen EV/EBIT, EV/EBITDA, EV/Sales, P/B, P/CFO, P/E ist Südkorea gegenüber alle großen Aktienmärkte weit unterbewertet. Ich konnte sogar bereits profitable, wachsende und etablierte Unternehmen finden, welche teilweise zu 50% des NCAV handeln. Das hat es vermutlich schon seit 10 Jahren nicht mehr in den USA gegeben. Ich werde über die nächsten Monate einen Großteil meines Vermögens über einen südkoreanischen Broker dort investieren (ein sehr aufwendiges Verfahren hier ein Konto zu eröffnen) und wenn ich könnte, würde ich auch dies für Sie tun. Leider bietet Wikifolio diese Möglichkeit nicht an. Ich werde Sie jetzt wieder öfter auf dem Laufenden halten. Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

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Allgemeiner Kommentar

Sehr geehrte Investoren,

heute habe ich zwei große und wichtige Transaktionen gemacht, auf welche ich nun eingehen will.

Fossil: Ich habe die ersten Aktien von Fossil am 5.3.2014 gekauft unter der Annahme, dass noch wesentlich mehr Wachstum für Fossil möglich ist und zum Kurs von 82,40 €, der innere Wert höher ist. Aktuell liegt der Kurs bei 9,26 €. Zusammengefasst: Ein riesiger Fehler. Das größte Problem an Fossil war per se nicht die Tatsache, dass ich eine schlechte Entscheidung getroffen habe, sondern viel mehr, dass ich sie immer wieder falsch getroffen habe. Man kann nicht bei allen Investmententscheidungen richtig liegen. Selbst die besten Investoren der Welt, wie Warren Buffett und Charlie Munger, treffen maximal 70% der Zeit die richtigen Investmententscheidungen. An sich ist dies kein Problem, solange man mehr gute Entscheidungen trifft als schlechte, jedoch war mein größter Fehler, dass ich aufgrund einer Investmententscheidung sehr viele Folgefehler gemacht habe. Insgesamt habe ich 6 Mal bei niedrigeren Preisen nachgekauft was letztendlich zu einem Verlust von fast 50.000 € auf ein Startkapital von 100.000 € führt. Jedes Mal dachte ich erneut, dass der Kurs nicht weiter fallen könnte und der innere Wert höher liegt. Der einzige Grund, warum man seine Investments in einem Portfolio streut ist, dass man sich nie zu 100% sicher sein kann – auch kein Warren Buffett. Auch wenn ich Ihnen viel Geld durch dieses Investment verloren habe, glaube ich trotzdem, dass es ein wichtiges Investment war. Es hat mich gelehrt, dass man akzeptieren muss wie unsicher die Welt ist und dass nicht jedes Investment gutgehen kann. Die Moral ist, keine Positionen immer weiter aufzustocken, nur weil die Kurse gefallen sind. Manchmal muss man akzeptieren, dass man falsch liegt und die „Crowd“ richtig. Abschließend zusammengefasst in den Worten von Mark Twain: „It ain’t what you don’t know that gets you into trouble. It’s what you know for sure that just ain’t so.”

Posco: Posco ist der fünftgrößte Produzent von Stahl mit Sitz in Südkorea. Die beiden Hauptstandorte an denen Posco Stahl fertigt, sind in den Hafenstädten Pohang und Gwangyang, was auch zu dem Haupt-Competitive-Advantage von Posco führt. Posco besitzt riesige Produktionsareale direkt an der Küste, welche sich historisch zu Stahlproduktionsstädten entwickelt haben und in welchen die meisten Bewohner auch bei Posco arbeiten. Der Kostenvorteil, welcher dadurch entsteht, dass das Eisenerz per Schiff angeliefert wird und auch die fertigen Stahlprodukte die Fertigung hauptsächlich per Seeweg verlassen, ist immens. Posco ist der günstigste Stahlproduzent der Welt und dieser Vorteil wird auch über die nächsten Jahrzehnte bestehen bleiben. Charlie Munger und Mohnish Pabrai haben diesen Vorteil erkannt und Charlie Munger ist sogar in Posco investiert. Nun zur Investmentthese: Die Stahlbranche wird seit 2008 von massiven Überkapazitäten geplagt und die Stahlpreise haben sich seit 2004 trotz Inflation nicht von der Stelle bewegt. China ist nach wie vor der größte Produzent von Stahl und die subventionierten Stahlkonzerne der Zentralregierung produzieren wesentlich mehr als der Markt benötigt. Die These ist, dass die Preise über die nächsten Jahre wieder ansteigen werden, da über die letzten 10 Jahre kaum Neuinvestitionen getätigt wurden und Kapazitäten immer geringer werden. Die Nettomargen und Umsätze von Posco werden somit wieder auf historische Niveaus steigen und Investoren werden erkennen, wie profitabel derzeit Posco bereits ist. Die Bewertung nach Enterprise Value zum Umsatz, Price to Book, Shiller PE oder PE ist auf der niedrigsten in über 25 Jahren. Allein das Cash & Cash Equivalents von mehr als 10 Mrd. $ auf ein Market Cap von 17 Mrd.$ ist ein Zeichen für die massive Unterbewertung von Posco. Die Kombination aus einer niedrigen Bewertung, einem sicheren Moat für die nächsten Jahrzehnte und in einem der günstigsten Aktienmärkte der Welt (Südkorea) investiert zu sein, macht Posco zu einem sehr guten Investment und es ist sehr unwahrscheinlich, dass man hiermit über die nächsten Jahre keine Gewinne machen wird. Mit freundlichen Grüßen

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Allgemeiner Kommentar

Sehr geehrte Investoren,

ich habe heute Corus Entertainment verkauft. Am 24.9.2018 kaufte ich Corus für 2,88 € die Aktie unter der Annahme, dass der Preisverfall nicht dem Verfall des inneren Wertes entsprach und zumindest 50% unterbewertet war. Mit dieser Annahme erwartete ich einen Kursgewinn von mindestens 100%. Im Rückblick betrachtet war der innere Wert für Corus zu hoch angesetzt, da sich das Pay-TV-Business über die letzten Monate noch mehr verschlechtert hatte. Es ist immer schwierig den genauen Wert zu bestimmt aber es reicht, wenn die Margin of Safety groß genug ist um bessere Investments als der Marktdurchschnitt zu tätigen. Trotz alledem konnten wir eine gute Rendite mit Corus erzielen, da die Preisanpassung verhältnismäßig schnell innerhalb von 214 Tagen stattfand. Mit einer Rendite von 76,26% ist dies auf das Jahr gerechnet etwa ein ARR von 130%. Durchaus kann die Aktie noch wesentlich weiter steigen, gerade weil ein so starker Trend zu erkennen ist, jedoch muss ich mich an die Prinzipien halten und die Aktie beim inneren Wert verkaufen. Ich hoffe auch in Zukunft noch weitere solcher Investments tätigen zu können - besonders in so teuren Zeiten wie diesen.

Mit freundlichen Grüßen

Enrico La Quatra

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