Buchwert-Differenz-Fundamental-Datenbank

Jürgen Rudorf

Performance

  • +41,8 %
    seit 05.08.2012
  • +21,2 %
    1 Jahr
    -0,22 %
    Heute
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Handelsidee

Nach der Lektüre von Buffet die wenigen wichtigen Unternehmenszahlen zu eruieren und daraus Kennzahlen wie KGV (< 8), KBV (< 1,2), KCV (< 4) etc. zu berechnen und in einer Datenbank zu ordnen, um unterbewerte Aktien zu finden, ist die eine Stütze dieser weit verbreiteten Value-Strategie. Oft erwies sich das als erfolglos, bis ich 3 zusätzlichen, extrem wirksamen Kapitalvernichtern auf die Spur kam:

1) Firmenwert oder Goodwill: Oft ist das nur die Bilanzposition für überteuerte Zukäufe (Aufpreis bei Firmenübernahmen) oder die Aktivierung von Lohnkosten in F/E, daher gilt für mich: Buchwert = Eigenkapital - Goodwill

2) Wenn eine Firma Nettogewinne macht, so muss das Eigenkapital im Folgejahr um diesen Gewinn (abzüglich gezahlter Dividenden, zzgl. Kapitalerhöhungen) erhöht sein, sonst stimmt etwas nicht. Oft stecken riesige Optionsprogramme für den CEO dahinter, der die Aktien erhält, welche die Firma zuvor am Markt zurückkauft - gut für ihn, aber der Aktionär geht leer aus, der Wert der Firma steigt über die Jahre nicht.

3) Banken zwingen Unternehmen, ihr Kapital zu vernichten, damit sie hochverzinst Geld an diese verleihen können. Die Kapitalvernichtung geht am schnellsten durch den Rückkauf eigener Aktien mit anschließendem Einzug selbiger. Das mag den Aktionär kurz erfreuen weil der Kurs kurz steigt, aber das Geld innerhalb der Firma ist vernichtet. Dabei steigt sogar die "Eigenkapitalrendite" - weil ja das Eigenkapital unter dem Bruchstrich kleiner geworden ist, eine nette Kennziffer zur Desorientierung des Kleininvestors.

Als Informationsquelle dienen mir mit höchster Wichtung die nackten Zahlen in GuV und Bilanz der Originalquellen, also die vom Unternehmen selbst veröffentlichten Geschäftsberichte (Jahres- und Quartalsberichte) bzw. deren Übersetzung (China).

Das Risiko besteht darin, dass der Kurs bereits vor Veröffentlichung der Geschäftsberichte deutlich fällt, weil manche Informationen über andere Wege Großanleger erreichen ...
Auch nach langer Haltezeit erreichen manche Aktien oft nicht einen fundamental gerechtfertigten Wert, immer mehr Geld wird in Fonds und Zertifikate investiert, so dass die Mühe einer Value-Analyse ins Leere laufen kann, wenn die Masse der Anlegergelder zum "Zocken" verwendet wird (z.B. Hochgeschwindigkeitshandel).

Die Aktien werden durchschnittlich über 1 Jahr oder länger gehalten, bis sich die Unterbewertung aufgelöst hat, entweder durch einen entsprechenden Kursanstieg oder rückläufige Gewinne/rückläufiges Eigenkapital.
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Stammdaten
Symbol
WF44444444
Erstellungsdatum
05.08.2012
Indexstand
High Watermark
151,9

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Jürgen Rudorf
Mitglied seit 04.08.2012

Entscheidungsfindung

  • Fundamentale Analyse

Kommentare im wikifolio

Kommentar zu GENERAL MOTORS

GM hat im 3. Quartal die "Erwartungen der Analysten" um ca. 50 % übertroffen, mit Faktor 4 multipliziert würde sich ein jährlicher Nettogewinn von 7,48 Dollar je Aktie ergeben und beim gestern erst um 9 % gestiegenen Kurs von heute 36,6 Dollar immer noch ein unglaublich niedriges KGV von nur 4,9. Der Buchwert je Aktie liegt z.Z. bei etwa 27 Dollar, das KBV unter 1,4. Auch das ist nicht zu teuer, zumal der Buchwert um mindestens 4 Dollar/Jahr steigt, wenn weiterhin "nur" eine Dividende von ca. 5 % ausgeschüttet wird. Autoaktien sind fast alle sehr niedrig bewertet, GM aber besonders niedrig, trotz des positiven Unternehmensausblicks. GM hat wie viele Autobauer mehr Cash als Schulden, ich sehe alle wichtigen Value-Kriterien von W. Buffet erfüllt und übergewichte deshalb GM in meinem Wikifolio.

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Kommentar zu DAIMLER

Die Reaktion der Börse auf die Daimler-Meldung "Daimler passt Ergebnis-Erwartungen an" vom 20.06.2018 ist ein Segen für Value-Investoren, die noch über freie Mittel verfügen. Die Aktie mit einem bisher erwarteten Nettogewinn von über 9 € je Aktie, einem KGV um 6,5 und jetzt fast 6 % Dividendenrendite notiert jetzt sogar deutlich unter Buchwert - dabei ist das Unternehmen weiterhin hochprofitabel. Denn in obiger Meldung heißt es lediglich: "Infolgedessen geht Daimler nunmehr von folgenden Erwartungen für das EBIT im Geschäftsjahr 2018 aus: .... Daimler Konzern: leicht unter Vorjahresniveau". Und das EBIT 2017 war hervorragend! Die Erleichterung müsste eigentlich sehr groß sein und der bisher gedrückte Kurs stark steigen, weil die folgenden schlechten Nachrichten, sogar die drohenden US-Zölle, in dieser leichten Gewinnwarnung bereits verarbeitet sind: "Maßgeblich dafür ist, dass bei Mercedes-Benz Cars aus heutiger Sicht aufgrund der erhöhten Einfuhrtarife für US-Fahrzeuge in den chinesischen Markt von geringeren als bisher erwarteten SUV-Absätzen sowie höheren – nicht vollständig an die Kunden weiterzugebenden – Kosten auszugehen ist. Dieser Effekt kann durch Neuallokation der Fahrzeuge in andere Märkte nicht vollständig kompensiert werden. Maßgeblich ist weiter, dass in der zweiten Jahreshälfte im Zusammenhang mit dem Zertifizierungsprozess nach dem neuen Standard WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure) mit Belastungen zu rechnen ist. Des Weiteren wird das Ergebnis von Mercedes-Benz Vans im Zusammenhang mit dem Rückruf von Dieselfahrzeugen belastet. Zudem wird das Ergebnis des Geschäftsbereichs Daimler Buses durch die rückläufige Nachfrage in Lateinamerika negativ beeinflusst. " => Folglich habe ich heute Daimler in meinem Depot zugekauft. mehr anzeigen

Kommentar zu TEVA PHARM ADR

TEVA = 10.12.2017 = Aktien: 1.017 Mio. $ == Umsatz = 4 x 5.610 Mio. $ = 22.440 Mio. $ == Kurs: 16,06 USD = 13,65 € (USA) == KUV = 16,06/22,06 USD = 0,73 == Eigenkapital = 28.700 Mio. $ (nach der Abschreibung von 6.100 Mio. $ Goodwill) == ./. Goodwill = 39.400 Mio. $ (2016 waren es 44.409 Mio. $) ./. Intangible Assets = 20.900 Mio. $ Das Goodwill ist viel höher als das Eigenkapital, bei dessen voller Abschreibung wäre der Konzern sofort völlig überschuldet mit – 10.000 Mio. $; daneben noch 20.900 Mio. $ immaterielle Vermögenswerte. === Impairments, restructuring and others: - 7.309 Mio. $ Das Jahresergebnis 2017 ist stark negativ, weil endlich mit 6.100 Mio. $ 13,7% des viel zu hohen Goodwill abgeschrieben wurden, geplant ist 2017 ein Verlust von - 4.85 USD/Aktie. Normalerweise lasse ich die Finger von solchen Aktien mit aufgeblasener Schuldenbilanz, deren realen Schulden nur immaterielle Goodwill-Buchungen aufgrund von irrwitzig überteuerten Unternehmensaufkäufe gegenüberstehen, nur weil in einer Bilanz den Schulden irgendetwas gegenüberstehen muss - und sei es auch nur heiße Luft wie "Goodwill". Aber wenn mit einem neuen Chef wieder Vernunft einzieht und über die Jahre die Schulden im Gleichklang mit den Goodwill getilgt bzw. als Verluste abgeschrieben werden, dann sind diese Verluste keine echten, liquiditätswirksamen Verluste, sondern nur die schrittweise Anerkenntnis der Realität in der Bilanz. In diesem speziellen Fall sagt die NON-GAAP tatsächlich mehr über die Rentabilität des Geschäftsbetriebes aus als die GAAP, und laut NON-GAAP sind die Kennzahlen gut: EPS ($) = 3.07 KGV = 16,06/3,07 = 5,2 Freilich müssen die Schulden noch weitere Jahre getilgt werden, bis endlich wieder ein reales, hartes Eigenkapital in der Bilanz steht, das auch ohne "Guten Willen" einen Substanzwert darstellt, der die Schulden übersteigt. Aber die Börse handelt die Zukunft, deshalb habe ich heute trotz des nicht berechenbaren, negativen KBVs trotzdem auch TEVA gekauft. mehr anzeigen

Kommentar zu CANADIAN SOLAR

Immer mehr Multimilliardäre flüchten in Sachwerte: http://investors.canadiansolar.com/phoenix.zhtml?c=196781&p=irol-newsArticle&ID=2322019 Mit ca. 25 % Gewinn in 1 Jahr ist es vielleicht kein Fehler, jetzt zu verkaufen oder kann der Markt oder ein Gericht einen höheren Aufkaufpreis erzwingen? Ich weiß es nicht, aber wenn die Fundamentaldaten auf der Comdirect-Website für CANADIAN SOLAR stimmen, dann entspricht das mitgeteilte voraussichtliche Gebot von 18,47 US-Dollar/Aktie ja lediglich fast exakt dem für 2018 erwarteten Buchwert je Aktie - damit könnte dieses Gebot fair sein, aber nur wenn man die Wachstumschancen im Solarzeitalter ausblendet. mehr anzeigen
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