GesundheitLiebUndTeuer

Ekkehard Lauritzen

Performance

  • +22,9 %
    seit 15.09.2014
  • +21,2 %
    1 Jahr
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    Heute
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Handelsidee

Gesundheit ist uns lieb und teuer! Diese Einstellung gilt vermutlich schon seit Jahrhunderten. Deshalb handelt es sich hier um einen Megatrend.

In ihn zu investieren, ist aber nicht so einfach. Denken Sie nur an die Patentklippe, unter der viele Pharma-Unternehmen immer wieder leiden. Auch die Klagewellen gegen vermeintlich fehlerhafte Medizinprodukte in den USA sind ein ständiges Risiko. Viele Unternehmen aus dem Gesundheitssektor sind in ihrer Preisgestaltung stark von staatlichen Regulierungen abhängig. Hinzu kommen politische Risiken, die sich in Form von Handelsbeschränkungen auf den Absatz auswirken können. Auch der Druck von Entwicklungsländern, für sie wichtige Medikamente unter Weltmarktpreis zu beziehen, ist eine betriebswirtschaftlich nicht zu vernachlässigende Einwirkung auf die Erlöse.

Es gibt aber auch Chancen! Pharma-Unternehmen suchen ihren Markterfolg zum Beispiel in der Bekämpfung von Krankheiten, die typisch für Wohlstandsgesellschaften sind. Das gilt auch für Krankenhausbetreiber. Bisher vernachlässigte Tropenkrankheiten werden durch staatliche oder gemeinnützige Subventionen zunehmend bekämpft. Die Zunahme seelischer Erkrankungen kann auch durch entspannende Urlaubsangebote gemindert werden. Der Wandel in der pharmazeutischen Industrie weg von rein chemischen Substanzen und hin zu einer individualisierten Medizin auf der Basis von Genanalyse und Biotechnologie eröffnet pharmazeutischen Unternehmen über die Patentklippe hinaus größere Chancen, weil es Generikaherstellern auf diesem Gebiet schwerer fällt Nachahmerprodukte zu erstellen. Große Pharma-Unternehmen haben die Chance, durch ihre Cashflow Mittel neue Medikamente in einem aussichtsreichen Stadium von Biotechnologieunternehmen zu kaufen und damit ihre eigenen Forschungsaktivitäten zu ergänzen. Biotechnologieunternehmen sind zwar immer noch hoch risikobehaftet, haben aber ihr Geschäftsmodell mittlerweile so angepasst, dass sie als Dienstleister für Pharma-Unternehmen auch für erfolgreiche Zwischenschritte bei der Entwicklung neuer Medikamente bereits Einnahmen generieren. Das mindert ihr Geschäftsrisiko erheblich.

Aus allem ergibt sich, dass Investitionen im Gesundheitssektor durchaus aussichtsreich sind, aber ohne fachlich fundierte Auswahl entsprechender Aktien durchaus zum Risiko werden können. Deshalb biete ich hier einen aktiv gemanagten Fonds für die Gesundheitsbranche an.
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Stammdaten
Symbol
WFGESPFLEG
Erstellungsdatum
15.09.2014
Indexstand
High Watermark
135,0

Regeln

Auszeichnungen

Anlageuniversum

Trader

Ekkehard Lauritzen
Mitglied seit 05.07.2014
Ich lege seit 4 Jahrzehnten Geld in Wertpapieren an. Die Anlageziele waren immer langfristig. Kurzfristiges Handeln hat mich eher wenig interessiert.

Entscheidungsfindung

  • Fundamentale Analyse

Kommentare im wikifolio

Allgemeiner Kommentar

Weltwirtschaftlich wichtige Regionen werden schlecht regiert. Folge ist eine ausgeprägte Wachstumsdelle. Der Einfluss der Politik auf das weltwirtschaftliche Wachstum wird massiv unterschätzt. Dabei spielen nicht die kurzfristig wirkenden wirtschafts- und konjunkturpolitischen Maßnahmen eine Rolle, sondern vor allem strukturelle Schieflagen. Diese werden von Wählern nicht so schnell erkannt und von der Politik deshalb häufig billigend in Kauf genommen. Zurzeit gibt es eine solche Massierung von strukturpolitischen Fehlleistungen, dass es keine Region in der Welt gibt, die die anderen mit ihren Wachstumsimpulsen aus der Krise zieht. Viele vordergründig ökonomische Gründe für die Wachstumsschwäche der Weltwirtschaft sind eigentlich Folgen politischen Fehlverhaltens. Nehmen wir die Öl- und Rohstoffpreiskrise. Sie ist eine unmittelbare Folge der Wachstumsschwäche, nicht die Ursache. Wirtschaftlich stellt sie ein Strukturproblem dar: Nachfrageausfall bei Ölproduzenten, Kaufkraftzuwachs bei den Verbrauchern. Weltwirtschaftlich sollte sich das nach einigen Verwerfungen ausgleichen. Die Wachstumsschwäche liegt an vielfältigen, regional sehr unterschiedlichen von der Politik gesetzten Rahmenbedingen für wirtschaftliches Handeln. Sie scheinen sind gegenwärtig zu kumulieren. Beginnen wir in Europa: Der Krieg in der Ukraine ist maßgeblich von Putins Expansionspolitik ausgelöst worden. Das daraufhin politisch gespielte Sanktionspingpong ist zwar erstarrt, hat aber bleibende Wirkung auf das Wachstum in Europa. Ein Ende ist nicht absehbar. Die Sanktionsdauer gegen Iran lässt nichts Gutes erwarten. Die Verschuldung vieler Eurostaaten wird nur von wenigen Ländern gebremst und umgekehrt, obwohl die Rahmenbedingungen der EZB hierfür einmalig günstig sind. Europäische politische Strukturen sind so schwach, dass praktisch kein Druck ausgeübt wird, zu solider Haushaltsführung zurückzukehren. Europa ist eine Weihnachtsgans, die von vielen Ländern ausgenommen wird. Eine Besserung durch Strukturreformen ist so komplex, dass sie nicht realistisch erscheint. Da kann man die Briten verstehen, wenn sie ihr Heil im Alleingang versuchen. Aber auch der kostet natürlich erst einmal Wachstum. Der Arbeitsmarkt ist in vielen europäischen Ländern (Frankreich, Italien, Griechenland) so überreguliert, dass wachstumsfördernde Einstellungen von Arbeitnehmern kaum erfolgen. Viele berufliche Ausbildungssysteme sind nicht auf den Arbeitsmarkt hin ausgerichtet. Bachelor statt Duales System ist die falsche Priorität. Das Bankensystem ist nicht wirklich robust, so dass viele Banken zu Kreditvergaben nur bei geringem Risiko bereit sind. Die Infrastruktur in Europa ist vielfach in die Jahre gekommen. Ob IT, Häfen, Bahnverbindungen und Straßen – die erforderlichen Baumaßnahmen führen – sofern überhaupt angepackt, erst einmal wieder zu Wachstumsbremsen. Der demografische Wandel erscheint kurz und mittelfristig unumkehrbar. Die Anpassungsmaßnahmen der Politik gehen aber häufig in die falsche Richtung: Mütterrente, Rente mit 63, Anpassung der Ostrenten ans Westniveau in Deutschland. In den USA versagt die Politik seit langem, die Kosten der Ausbildung stärker zu sozialisieren. Nur gut ausgebildete Arbeitnehmer haben eine Chance im weltweiten Wettbewerb. Hohe Studienkosten stehen dem entgegen. Ein duales Ausbildungssystem würde hier helfen. Die Infrastruktur in den USA ist legendär marode. Straßen, Schienen, Stromversorgung sind zu verbessern. TTIP scheint nicht zu kommen. Der private Konsum schwächelt durch die wirtschaftlich zunehmend abgehängte Mittelschicht. Japan ist seit langem eine Wachstumsbremse. Die Abschottung des Arbeitsmarktes gegenüber Ausländern ist wenig hilfreich. Die nicht ausgestandene Schuldenkrise lastet wie ein Mühlstein auf dem Land. Dadurch ist der Konsum schwach. Die altmodischen Arbeitsmarktstrukturen mit lebenslangen Beschäftigungszusagen verändern sich nur langsam. Fehlende Compliance in Unternehmen führt zu massiven wirtschaftlichen Einbrüchen. Siehe Fukushima. Auch in den meisten Schwellenländern stellt die Politik die falschen Weichen. Selbstgefällige Pseudodemokraten in Südamerika, Asien und Russland befördern Korruption und rechtliche Unsicherheit. Beides hemmt die Ansiedlung von wachstumsfördernden Betrieben aus dem Ausland. Überbürokratisierung in Indien und rechtliche Unsicherheiten gepaart mit fehlender Infrastruktur machen Industrieansiedlungen dort zu einer Mutprobe. China ist als Staatswirtschaft durch seinen politisch verordneten Umschwung von der Werkbank der Welt zu einer Industrie- und Konsumnation auf einem holperigen Weg. Wegbrechende Grundstoffindustrien werden nicht sofort durch steigenden Konsum ersetzt. Viele Staatseingriffe in die Wirtschaft mahnen ausländische Investoren zur Vorsicht. Die politisch hochgekochten Spannungen im Südchinesischen Meer verunsichern die gesamte Region. Das dämpft das Wachstum. Die Dauerkrise im Nahen Osten wirkt sich indirekt auf das Wachstum in Europa aus. Die vielen Flüchtlinge sind wirtschaftlich auf lange Zeit eine Belastung. Sollten die vielen Diktaturen in Afrika und der Klimawandel dort einen ähnlichen Flüchtlingsstrom auslösen wie aus Syrien, werden sich die wirtschaftlichen Wachstumsaussichten eintrüben. Frau Merkel ist mit ihrer Politik, die Fluchtursachen in den Herkunftsländern zu bekämpfen, auf dem richtigen Weg. Viele ihrer Amtskollegen versuchen es jedoch mit dem Mittel der Abschottung. Es ist langfristig kaum aussichtsreich und legt die Basis für künftige Wachstumsdellen. Der Terror des IS zeigt Wirkungen auf den Tourismus. Es gibt Gewinner und Verlierer, die aber schnell wechseln können. Die Aussichten: Kurzfristige Besserung ist nicht zu erwarten. Mittelfristig könnte die Wahl Clintons positiv wirken, da damit eine leichte Stärkung der Mittelschicht einherginge (Sanders-Effekt) sowie Infrastrukturinvestitionen verstärkt würden. Auch die Regierungswechsel in Südamerika könnten leicht positiv wirken. Der Brexit könnte Europa zu mehr institutionelle Reformen veranlassen, die die demokratische Verantwortung der Kommission und des EU-Parlaments stärken und die Absahner-Regierungen entsprechend schwächen. Was heißt das alles für den Anleger? Aktien werden besser laufen als Festverzinsliche, denn die Zinsen bleiben wegen geringer Wachstumsaussichten erstmal niedrig. . Die Auswahl macht es. Banken, Rohstoff- und Grundstoffaktien bleiben bis zu höheren Wachstumsraten wenig attraktiv. Tourismusaktien volatil. Versicherungen müssen sich auf neue Geschäftsmodelle einrichten. Die Megatrends alternde Gesellschaft (Pharma, Gesundheit, Hilfsmittel), erneuerbare Energien, Elektromobilität, Verstädterung und Industrie 4.0 sowie Ernährung bleiben stabil. Rüstung profitiert von den Krisen. mehr anzeigen
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