Der iPhone-Hersteller hat auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC zu Wochenbeginn die lange erwartete neue Version seines Sprachassistenten vorgestellt. Siri AI soll zukünftig noch tiefer in Apps, Nachrichten, E-Mails und persönliche Daten eingebunden werden. Nutzer können Siri dann zum Beispiel nach einem früher empfohlenen Podcast fragen, Termine aus Nachrichten ableiten lassen oder mehrere Arbeitsschritte per Sprachbefehl ausführen. Die Verarbeitung soll überwiegend auf dem Gerät oder in abgeschirmter Cloud erfolgen. Die Analysten des Marktforschungsinstituts IDC bewerten die neue KI-Siri als eine strategische Weichenstellung für Apple. Wichtig sei, dass die Personalisierung sich für die Kunden nützlich und nicht aufdringlich anfühle. In der EU wird man dazu vorerst keine Erkenntnisse sammeln können. Dort bleibt der neue Service zumindest auf iPhones und iPads wegen des Streits über die Vorgaben des Digital Markets Act erst einmal gesperrt.
Viele Analysten äußerten sich im Anschluss verhalten optimistisch. Die UBS zum Beispiel bescheinigt Apple eine Weiterentwicklung in Sachen KI, die allerdings in einem moderaten Tempo verlaufe. Für die Nachfrage nach Apple-Produkten sei das alles noch kein Gamechanger. hingegen verweist darauf, dass mehr als 1,3 Milliarden ältere iPhones die fortgeschrittenen Funktionen nicht unterstützen. Daraus könnte sich ein größerer Austauschzyklus ergeben. Während die Schweizer ein Kursziel von 296 Dollar aussprechen, hat die US-Firma ihr Kursziel von 330 auf 360 Dollar angehoben. Das Konsenskursziel liegt laut aktien.guide aktuell bei 316,20 Dollar. Am Montag war die Apple-Aktie kurz auf über 317 Dollar gesprungen, bevor es dann bis auf 288 Dollar zurückging.
Teilverkauf kurz vor der Korrektur
Yves Lienhard hatte schon am Freitag Teilgewinne bei Apple mitgenommen und dabei ein sehr gutes Timing erwischt. Für sein wikifolio World's Best Brands konnte er so ein Kursplus von 236 Prozent realisieren. In dem aus 30 immer nahezu gleich gewichteten Aktien bestehenden Depot beträgt der Buchgewinn bei Apple aktuell „nur“ noch 214 Prozent. Der Trader investiert in Aktien von Unternehmen mit einem hohen Bekanntheitsgrad. Mit Hilfe der technischen und fundamentalen Analyse wählt er seine Depotwerte aus einem selbst definierten Aktienuniversum aus. Seit dem Start im Frühjahr 2014 gelang ihm eine Performance von 190 Prozent oder 10 Prozent im Jahresschnitt.
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Der etwas andere Blick auf das Apple-Portfolio
Gabriel Vogel setzt in seinem wikifolio Intelligent Mobility of Tomorrow ebenfalls auf Apple. Neben dem absoluten Schwergewicht (37 Prozent Depotanteil) tummeln sich hier insgesamt noch neun weitere Aktien und ein ETF. Apple ist aktuell mit 3,5 Prozent vertreten. Der Trader sucht nach Unternehmen „mit Spezialisierung im Bereich autonome/selbstfahrende, digitale und emissions-freie Mobilität“. Apple zählt dazu, obwohl die Pläne für ein eigenes Auto zuletzt zur Seite geschoben wurden. Seine Begründung: „Der Tech-Gigant bietet mit CarPlay eine Softwareplattform für Autos. Laut eigenen Angaben wird dieser Dienst plattformübergreifend weltweit mehr als 600 Millionen Mal pro Tag verwendet. So kann man mit dem iPhone z.B. seinen Pkw öffnen und starten (je nach Modell).“ Auch dank der guten Performance von Apple (137 Prozent Buchgewinn) kommt das im Sommer 2019 eröffnete wikifolio auf eine Gesamtperformance von 260 Prozent. Das entspricht einer jährlichen Durchschnittsperformance von fast 21 Prozent.
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